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Offe­ner Brief von Ärz­ten und Gesund­heits­fach­leu­ten an alle Behör­den in Bel­gi­en und alle bel­gi­schen Medi­en — Unter­schrie­ben von 358 Ärz­ten, 1.271 Gesund­heits­fach­kräf­ten und 8.092 Bürgern

Fr 18. Sep. 2020 | Wissenschaft und Forschung, Politik und Medien, Medizin und Pflege

Quel­le: ef​-maga​zin​.de

Wir, bel­gi­sche Ärz­te und Ange­hö­ri­ge der Gesund­heits­be­ru­fe, möch­ten unse­re tie­fe Besorg­nis über den Ver­lauf der Ereig­nis­se der letz­ten Mona­te im Zusam­men­hang mit dem Aus­bruch des SARS-CoV-2-Virus zum Aus­druck bringen.

Wir for­dern die Poli­ti­ker auf, sich unab­hän­gig und kri­tisch über den Ent­schei­dungs­pro­zess und die obli­ga­to­ri­sche Durch­füh­rung der Coro­na-Maß­nah­men zu infor­mie­ren. Wir for­dern, dass die poli­ti­sche Dis­kus­si­on über Coro­na wie­der das Ziel, dem die Maß­nah­men die­nen sol­len, ins Auge fasst: die Ver­bes­se­rung unse­rer öffent­li­chen Gesund­heit in kör­per­li­cher, geis­ti­ger und emo­tio­na­ler Hin­sicht. Wir argu­men­tie­ren, dass Maß­nah­men zur Kon­trol­le des Coro­na­vi­rus unver­hält­nis­mä­ßig sind und mehr Scha­den als Nut­zen anrich­ten. Für die­se Poli­tik gibt es kei­ne medi­zi­ni­sche Recht­fer­ti­gung mehr: Wir for­dern daher die sofor­ti­ge Ein­stel­lung aller Maß­nah­men. Wir for­dern die Wie­der­her­stel­lung unse­rer nor­ma­len demo­kra­ti­schen Regie­rungs- und Rechts­struk­tu­ren und eine offe­ne Debat­te, in der alle Exper­ten ohne jede Form der Zen­sur ange­spro­chen werden.

„Eine Lösung darf nicht schlim­mer sein als die Krank­heit“ ist eine The­se, die in der aktu­el­len Situa­ti­on aktu­el­ler ist denn je zuvor. Vor Ort stel­len wir jedoch fest, dass die Kol­la­te­ral­schä­den, die jetzt in der Bevöl­ke­rung ver­ur­sacht wer­den, kurz- und lang­fris­tig grö­ße­re Aus­wir­kun­gen auf alle Bevöl­ke­rungs­schich­ten haben wer­den als die Zahl der jetzt vor Coro­na geschütz­ten Personen.

Unse­rer Mei­nung nach ste­hen die der­zei­ti­gen Coro­na-Maß­nah­men und die stren­gen Stra­fen bei Nicht­ein­hal­tung im Wider­spruch zu den Wer­ten, die vom bel­gi­schen Obers­ten Gesund­heits­rat for­mu­liert wur­den, der bis vor Kur­zem als Gesund­heits­be­hör­de stets für eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Medi­zin in unse­rem Land gesorgt hat: „Wis­sen­schaft – Exper­ti­se – Qua­li­tät – Unpar­tei­lich­keit – Unab­hän­gig­keit Transparenz“.

Wir glau­ben, dass die Poli­tik ver­bind­li­che Maß­nah­men ein­ge­führt hat, die nicht aus­rei­chend wis­sen­schaft­lich fun­diert und ein­sei­tig aus­ge­rich­tet sind, und dass es in den Medi­en nicht genü­gend Raum für eine offe­ne Debat­te gibt, in der unter­schied­li­che Ansich­ten und Mei­nun­gen gehört wer­den. Dar­über hin­aus ist nun auch jede Gemein­de und Pro­vinz bevoll­mäch­tigt, eige­ne Maß­nah­men – begrün­det oder unbe­grün­det – hinzuzufügen.

Wei­ter steht die strik­te, repres­si­ve Coro­na-Poli­tik in schar­fem Kon­trast zu der bis­her mini­ma­len Poli­tik der Regie­rung, wenn es um Krank­heits­prä­ven­ti­on, Stär­kung des eige­nen Immun­sys­tems durch eine gesun­de Lebens­wei­se, opti­ma­le Ver­sor­gung mit Auf­merk­sam­keit für den Ein­zel­nen und Inves­ti­tio­nen in Pfle­ge­per­so­nal geht.

Das Kon­zept der Gesundheit

1948 defi­nier­te die WHO Gesund­heit wie folgt: „Gesund­heit ist ein Zustand des voll­stän­di­gen kör­per­li­chen, geis­ti­gen und sozia­len Wohl­be­fin­dens und nicht nur das Feh­len von Krank­heit oder ande­ren kör­per­li­chen Beeinträchtigungen.“

Gesund­heit ist also ein weit gefass­ter Begriff, der über das Phy­si­sche hin­aus­geht und das emo­tio­na­le und sozia­le Wohl­be­fin­den des Ein­zel­nen ein­schließt. Unter dem Gesichts­punkt des Bekennt­nis­ses zu den grund­le­gen­den Men­schen­rech­ten hat auch Bel­gi­en die Pflicht, die­se Men­schen­rech­te in sei­ne Ent­schei­dungs­fin­dung ein­zu­be­zie­hen, wenn es um Maß­nah­men im Zusam­men­hang mit der öffent­li­chen Gesund­heit geht.

Die der­zei­ti­gen welt­wei­ten Maß­nah­men zur Bekämp­fung von SARS-CoV‑2 ver­let­zen die­se Visi­on von Gesund­heit und Men­schen­rech­ten in hohem Maße. Zu den Maß­nah­men gehö­ren das obli­ga­to­ri­sche Tra­gen einer Mund­mas­ke (auch im Frei­en und bei sport­li­chen Akti­vi­tä­ten, in eini­gen Gemein­den auch dann, wenn sich kei­ne ande­ren Per­so­nen in der Nähe auf­hal­ten), phy­si­sche Distan­zie­rung, sozia­le Iso­la­ti­on, obli­ga­to­ri­sche Qua­ran­tä­ne für eini­ge Grup­pen und Hygienemaßnahmen.

Die vor­her­ge­sag­te Pan­de­mie mit Mil­lio­nen von Todesopfern

Zu Beginn der Pan­de­mie waren die Maß­nah­men ver­ständ­lich und fan­den brei­te Unter­stüt­zung, auch wenn es bei der Umset­zung Unter­schie­de zu den Län­dern um uns her­um gab. Die WHO sag­te ursprüng­lich eine Pan­de­mie vor­aus, die 3,4 Pro­zent an Opfer in der Gesamt­be­völ­ke­rung, das heißt Mil­lio­nen von Toten for­dern wür­de auf­grund eines hoch anste­cken­des Virus, für das es kei­ne Behand­lung oder Impf­stoff gibt. Dies wür­de einen bei­spiel­lo­sen Druck auf die Inten­siv­sta­tio­nen (ICUs) unse­rer Kran­ken­häu­ser aus­üben. Dies führ­te zu einer glo­ba­len Alarm­si­tua­ti­on, die in der Geschich­te der Mensch­heit bei­spiel­los war: Die „Abfla­chung der Kur­ve“ soll­te durch einen Lock­down erreicht wer­den, der die gesam­te Gesell­schaft und Wirt­schaft lahm­leg­te und gesun­de Men­schen unter Qua­ran­tä­ne stell­te. Sozia­le Distan­zie­rung wur­de in Erwar­tung eines Ret­tungs­impf­stof­fes zur neu­en Normalität.

Die Fak­ten über Covid-19

All­mäh­lich wur­de von vie­len Quel­len die Alarm­glo­cken geläu­tet: Die objek­ti­ven Fak­ten zeig­ten etwas völ­lig anderes.

Der Ver­lauf von Covid-19 folg­te dem Ver­lauf einer nor­ma­len Infek­ti­ons­wel­le ähn­lich einer Grip­pe­sai­son. Wie jedes Jahr sehen wir eine Mischung von Grip­pe­vi­ren, die der Kur­ve folgt: zuerst die Rhi­no­vi­ren, dann die Influ­en­za-A- und ‑B-Viren, gefolgt von den Coro­na­vi­ren. Es gibt nichts, was von dem abweicht, was wir nor­ma­ler­wei­se sehen.

Die Ver­wen­dung des unspe­zi­fi­schen PCR-Tests, der vie­le falsch-posi­ti­ve Ergeb­nis­se lie­fert, ergab ein expo­nen­ti­el­les Bild. Die­ser Test wur­de mit einem Not­fall­ver­fah­ren über­stürzt durch­ge­führt und wur­de nie ernst­haft selbst getes­tet. Der Her­stel­ler warn­te aus­drück­lich davor, dass die­ser Test für die For­schung und nicht für die Dia­gnos­tik gedacht war.

Der PCR-Test arbei­tet mit Zyklen der Ver­viel­fäl­ti­gung von gene­ti­schem Mate­ri­al – jedes Mal wird ein Stück Genom ver­viel­fäl­tigt. Jeg­li­che Kon­ta­mi­na­ti­on (zum Bei­spiel ande­re Viren, Trüm­mer aus dem alten Virus­ge­nom) kann mög­li­cher­wei­se falsch posi­tiv getes­tet werden.

Der Test misst also nicht, wie vie­le Viren in der Pro­be vor­han­den sind. Eine ech­te Virus­in­fek­ti­on bedeu­tet eine mas­si­ve Prä­senz von Viren, die soge­nann­te Virus­last. Wenn jemand posi­tiv getes­tet wird, bedeu­tet dies nicht, dass die­se Per­son tat­säch­lich kli­nisch infi­ziert ist, krank ist oder krank wer­den wird. Das Koch’sche Pos­tu­lat wur­de nicht erfüllt („Der rei­ne Wirk­stoff, der bei einem Pati­en­ten mit Sym­pto­men gefun­den wird, kann bei einem gesun­den Men­schen die glei­chen Sym­pto­me hervorrufen“).

Da ein posi­ti­ver PCR-Test nicht auto­ma­tisch eine akti­ve Infek­ti­on oder Infek­tio­si­tät anzeigt, recht­fer­tigt dies nicht die sozia­len Maß­nah­men, die allein auf die­sen Tests basieren.

Lock­downs: Ver­gleicht man die Infek­ti­ons­wel­len von Län­dern mit strik­ter Lock­down-Poli­tik mit Län­dern, die dies nicht getan haben (Schwe­den, Island …), sieht man ähn­li­che Kur­ven. Es besteht also kein Zusam­men­hang zwi­schen dem ver­häng­ten Lock­down und dem Ver­lauf der Infek­ti­on. Der Lock­down führ­te nicht zu einer nied­ri­ge­ren Sterblichkeitsrate.

Wenn wir uns das Datum der Anwen­dung der ver­häng­ten Sper­ren anse­hen, stel­len wir fest, dass es fest­ge­legt wur­de, nach­dem der Höhe­punkt bereits vor­über war und zurück­ging. Der Rück­gang war also nicht die Fol­ge der ergrif­fe­nen Maßnahmen.

Wie jedes Jahr scheint es, dass die kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen (Wet­ter, Tem­pe­ra­tur und Feuch­tig­keit) und eine wach­sen­de Immu­ni­tät die Infek­ti­ons­wel­le eher verringern.

Unser Immun­sys­tem

Seit Tau­sen­den von Jah­ren ist der mensch­li­che Kör­per täg­lich Feuch­tig­keit und Tröpf­chen aus­ge­setzt, die infek­tiö­se Mikro­or­ga­nis­men (Viren, Bak­te­ri­en und Pil­ze) enthalten.

Das Ein­drin­gen die­ser Mikro­or­ga­nis­men wird durch einen fort­ge­schrit­te­nen Abwehr­me­cha­nis­mus – das Immun­sys­tem – ver­hin­dert. Ein star­kes Immun­sys­tem ist auf eine nor­ma­le täg­li­che Expo­si­ti­on gegen­über die­sen mikro­biel­len Ein­flüs­sen ange­wie­sen. Über­mä­ßi­ge hygie­ni­sche Maß­nah­men wir­ken sich nach­tei­lig auf unse­re Immu­ni­tät aus.

Nur Men­schen mit einem schwa­chen oder schlecht funk­tio­nie­ren­den Immun­sys­tem soll­ten durch umfas­sen­de Hygie­ne oder sozia­le Distan­zie­rung geschützt wer­den. Die Grip­pe wird im Herbst (in Kom­bi­na­ti­on mit Covid-19) wie­der auf­tre­ten, und eine mög­li­che Abnah­me der natür­li­chen Wider­stands­fä­hig­keit könn­te zu noch mehr Todes­op­fern füh­ren. Unser Immun­sys­tem besteht aus zwei Tei­len: einem ange­bo­re­nen unspe­zi­fi­schen Immun­sys­tem und einem adap­ti­ven Immun­sys­tem. Das unspe­zi­fi­sche Immun­sys­tem bil­det eine ers­te Bar­rie­re: Haut, Spei­chel, Magen­saft, Darm­schleim, vibrie­ren­de Haar­zel­len, kom­men­sa­le Flo­ra … und ver­hin­dert die Anhef­tung von Mikro­or­ga­nis­men an das Gewe­be. Wenn sie sich anla­gern, kön­nen Makro­pha­gen dazu füh­ren, dass die Mikro­or­ga­nis­men ein­ge­kap­selt und zer­stört werden.

Das adap­ti­ve Immun­sys­tem besteht aus der Schleim­hautim­mu­ni­tät (IgA-Anti­kör­per, die haupt­säch­lich von Zel­len im Darm und Lun­gen­epi­thel pro­du­ziert wer­den), der zel­lu­lä­ren Immu­ni­tät (T‑Zell-Akti­vie­rung), die im Kon­takt mit frem­den Sub­stan­zen oder Mikro­or­ga­nis­men ent­ste­hen kann, und der humo­ra­len Immu­ni­tät (IgM- und IgG-Anti­kör­per, die von den B‑Zellen pro­du­ziert wer­den). Neue­re For­schun­gen zei­gen, dass bei­de Sys­te­me stark mit­ein­an­der ver­floch­ten sind.

Es scheint, dass die meis­ten Men­schen bereits eine ange­bo­re­ne oder all­ge­mei­ne Immu­ni­tät, zum Bei­spiel gegen Grip­pe und ande­re Viren, besit­zen. Dies wird durch die Ergeb­nis­se auf dem Kreuz­fahrt­schiff Dia­mond Princess bestä­tigt, das wegen eini­ger Pas­sa­gie­re, die an Covid-19 star­ben, in Qua­ran­tä­ne gestellt wur­de. Die meis­ten Pas­sa­gie­re waren älte­re Men­schen und befan­den sich in einer idea­len Über­tra­gungs­si­tua­ti­on auf dem Schiff. Es stell­te sich jedoch her­aus, dass 75 Pro­zent nicht infi­ziert waren. Selbst in die­ser Hoch­ri­si­ko­grup­pe ist also die Mehr­heit gegen das Virus resis­tent. Eine Stu­die in der Zeit­schrift Cell zeigt, dass die meis­ten Men­schen das Coro­na­vi­rus durch muko­sa­le (IgA) und zel­lu­lä­re Immu­ni­tät (T‑Zellen) neu­tra­li­sie­ren, wäh­rend sie nur weni­ge oder kei­ne Sym­pto­me haben. Die For­scher fan­den bis zu 60 Pro­zent SARS-CoV-2-Reak­ti­vi­tät mit CD4-posi­ti­ve T‑Zellen in einer nicht infi­zier­ten Popu­la­ti­on, was auf Kreuz­re­ak­tio­nen mit ande­ren Erkäl­tungs­vi­ren (Coro­na­vi­ren) schlie­ßen lässt. So haben die meis­ten Men­schen bereits eine ange­bo­re­ne oder Kreu­zim­mu­ni­tät, weil sie bereits mit Vari­an­ten des­sel­ben Virus in Kon­takt waren.

Die Anti­kör­per­bil­dung (IgM und IgG) durch B‑Zellen nimmt nur einen rela­tiv klei­nen Teil unse­res Immun­sys­tems ein. Dies kann erklä­ren, war­um bei einem Anti­kör­per­an­teil von fünf bis zehn Pro­zent bereits eine Grup­pen­im­mu­ni­tät vor­lie­gen kann. Die Wirk­sam­keit von Impf­stof­fen wird danach beur­teilt, ob wir die­se Anti­kör­per haben oder nicht. Dies ist eine Falschdarstellung.

Die meis­ten Men­schen, die posi­tiv getes­tet wer­den (PCR), haben kei­ne Beschwer­den. Ihr Immun­sys­tem ist stark genug. Die Stär­kung der natür­li­chen Immu­ni­tät ist ein viel logi­sche­rer Ansatz. Prä­ven­ti­on ist ein wich­ti­ger Pfei­ler: gesun­de, voll­wer­ti­ge Ernäh­rung, Bewe­gung an der fri­schen Luft – ohne Mund­mas­ke –, Stress­ab­bau und die Pfle­ge emo­tio­na­ler und sozia­ler Kontakte.

Fol­gen der sozia­len Iso­la­ti­on auf die phy­si­sche und psy­chi­sche Gesundheit

Sozia­le Iso­la­ti­on und wirt­schaft­li­cher Scha­den haben zu einer Zunah­me von Depres­sio­nen, Angst­zu­stän­den, Selbst­mor­den, inner­fa­mi­liä­rer Gewalt und Kin­des­miss­brauch geführt.

Stu­di­en haben gezeigt, dass Men­schen umso resis­ten­ter gegen Viren sind, je mehr sozia­le und emo­tio­na­le Ver­pflich­tun­gen sie haben. Iso­la­ti­on und Qua­ran­tä­ne haben viel eher töd­li­che Folgen.

Iso­la­ti­ons­maß­nah­men haben auch dazu geführt, dass vie­le älte­re Men­schen nicht mehr kör­per­lich aktiv und gezwun­gen sind, in geschlos­se­nen Räu­men zu blei­ben. Dabei wirkt sich aus­rei­chen­de Bewe­gung posi­tiv auf die kogni­ti­ve Funk­ti­ons­fä­hig­keit aus, redu­ziert depres­si­ve Beschwer­den und Ängs­te und ver­bes­sert die kör­per­li­che Gesund­heit, das Ener­gie­ni­veau, das Wohl­be­fin­den und die all­ge­mei­ne Lebensqualität.

Angst, anhal­ten­der Stress und die durch sozia­le Distan­zie­rung her­vor­ge­ru­fe­ne Ein­sam­keit haben nach­weis­lich einen nega­ti­ven Ein­fluss auf die psy­chi­sche und all­ge­mei­ne Gesundheit.

Ein hoch anste­cken­der Virus mit Mil­lio­nen von Todes­fäl­len ohne jeg­li­che Behandlung?

Die Sterb­lich­keits­ra­te erwies sich als um ein Viel­fa­ches nied­ri­ger als erwar­tet und lag nahe an der einer nor­ma­len sai­so­na­len Grip­pe (0,2 Pro­zent). Die Zahl der regis­trier­ten Coro­na-Todes­fäl­le scheint daher immer noch über­schätzt zu werden.

Es besteht ein Unter­schied zwi­schen dem Tod durch Coro­na und dem Tod mit Coro­na. Der Mensch ist oft Trä­ger meh­re­rer Viren und poten­zi­ell patho­ge­ner Bak­te­ri­en zur glei­chen Zeit. Berück­sich­tigt man die Tat­sa­che, dass die meis­ten Men­schen, die schwe­re Sym­pto­me ent­wi­ckel­ten, unter einer zusätz­li­chen Patho­lo­gie lit­ten, kann man nicht ein­fach schluss­fol­gern, dass eine Infek­ti­on mit Coro­na die Todes­ur­sa­che war. Dies wur­de in den Sta­tis­ti­ken oft nicht berücksichtigt.

Die am stärks­ten gefähr­de­ten Grup­pen sind klar iden­ti­fi­zier­bar. Die über­wie­gen­de Mehr­heit der ver­stor­be­nen Pati­en­ten war 80 Jah­re alt oder älter. Die Mehr­heit (70 Pro­zent) der Ver­stor­be­nen, jün­ger als 70 Jah­re, hat­te eine Grund­er­kran­kung, wie zum Bei­spiel Herz-Kreis­lauf-Lei­den, Dia­be­tes mel­li­tus, chro­ni­sche Lun­gen­krank­heit oder Fett­lei­big­keit. Die über­wie­gen­de Mehr­heit der Infi­zier­ten (> 98 Pro­zent) erkrank­te nicht oder kaum oder erhol­te sich spontan.

Inzwi­schen gibt es für die­je­ni­gen, die schwe­re Krank­heits­sym­pto­me zei­gen, eine erschwing­li­che, siche­re und wirk­sa­me The­ra­pie in Form von HCQ (Hydro­xychlo­ro­quin), Zink und AZT (Azi­thro­my­cin). Rasch ange­wen­det, führt es zur Hei­lung und ver­hin­dert oft einen Kran­ken­haus­auf­ent­halt. Kaum jemand muss jetzt noch sterben.

Die­se wirk­sa­me The­ra­pie wur­de durch die kli­ni­sche Erfah­rung von Kol­le­gen auf die­sem Gebiet mit beein­dru­cken­den Ergeb­nis­sen bestä­tigt. Dies steht in schar­fem Kon­trast zu der theo­re­ti­schen Kri­tik (unzu­rei­chen­de Begrün­dung durch Dop­pel­blind­stu­di­en), die in eini­gen Län­dern (zum Bei­spiel Nie­der­lan­de) sogar zum Ver­bot die­ser The­ra­pie geführt hat. Eine Meta-Ana­ly­se in „The Lan­cet“, die kei­ne Wir­kung des HCQ zei­gen konn­te, wur­de zurück­ge­zo­gen. Die ver­wen­de­ten pri­mä­ren Daten­quel­len erwie­sen sich als unzu­ver­läs­sig, und zwei von drei Autoren befan­den sich in einem Inter­es­sen­kon­flikt. Die meis­ten der auf die­ser Stu­die basie­ren­den Richt­li­ni­en blie­ben jedoch unverändert …

Wir stel­len uns ernst­haf­te Fra­gen zu die­sem Stand der Din­ge. In den USA schloss sich eine Grup­pe von Ärz­ten vor Ort, die täg­lich Pati­en­ten sehen, zu „America’s Front­li­ne Doc­tors“ zusam­men und gab eine Pres­se­kon­fe­renz, die mil­lio­nen­fach ver­folgt wurde.

Auch der fran­zö­si­sche Prof. Didier Raoult vom „Insti­tut d’infectiologie de Mar­seil­le“ (IHU) stell­te im April die­se viel­ver­spre­chen­de Kom­bi­na­ti­ons­the­ra­pie vor. Der nie­der­län­di­sche All­ge­mein­me­di­zi­ner Rob Elens, der in sei­ner Pra­xis mit der oben genann­ten Kom­bi­na­ti­on vie­le Pati­en­ten heil­te, for­der­te in einer Peti­ti­on die Kol­le­gen zur The­ra­pie­frei­heit auf. Die defi­ni­ti­ve Evi­denz stammt aus der epi­de­mio­lo­gi­schen Nach­be­ob­ach­tung in der Schweiz: Sterb­lich­keits­ra­ten im Ver­gleich zu und ohne die­se Therapie.

Aus den erschüt­tern­den Medi­en­bil­dern des ARDS (Aku­tes Atem­not­syn­drom), bei dem Men­schen qual­voll erstickt und künst­lich beatmet wur­den, wis­sen wir heu­te, dass dies durch eine über­trie­be­ne Immun­re­ak­ti­on mit intra­vasku­lä­rer Gerin­nung in den Lun­gen­blut­ge­fä­ßen ver­ur­sacht wur­de. Durch die Gabe von Blut­ver­dün­nern und Dexa­me­tha­son und den Ver­zicht auf eine künst­li­che Beatmung, die, wie sich her­aus­stell­te, zu einer zusätz­li­chen Schä­di­gung des Lun­gen­ge­we­bes führ­te, muss auch die­se gefürch­te­te Kom­pli­ka­ti­on nicht mehr töd­lich verlaufen.

Es han­delt sich also nicht um einen Kil­ler­vi­rus, son­dern um einen gut behan­del­ba­ren Zustand.

Aus­brei­tung

Die Aus­brei­tung erfolgt durch Tröpf­chen­in­fek­ti­on (nur bei Pati­en­ten, die hus­ten oder nie­sen) und Aero­so­le in geschlos­se­nen, unbe­lüf­te­ten Räu­men. Eine Kon­ta­mi­na­ti­on im Frei­en ist daher nicht mög­lich. Kon­takt­ver­fol­gung und epi­de­mio­lo­gi­sche Stu­di­en zei­gen, dass gesun­de Men­schen (oder posi­tiv getes­te­te asym­pto­ma­ti­sche Trä­ger) prak­tisch nicht in der Lage sind, das Virus zu über­tra­gen. Gesun­de Men­schen gefähr­den sich also nicht gegen­sei­tig. Der Trans­fer über Gegen­stän­de (zum Bei­spiel Geld, Ein­käu­fe oder Ein­kaufs­wa­gen) ist wis­sen­schaft­lich nicht belegt.

All dies stellt die gesam­te Poli­tik der sozia­len Distan­zie­rung und der obli­ga­to­ri­schen Mund­mas­ken für gesun­de Men­schen ernst­haft infra­ge – dafür gibt es kei­ne wis­sen­schaft­li­che Grundlage.

Mas­ken

Mund­mas­ken gehö­ren in Kon­tex­te, in denen Kon­tak­te mit erwie­se­ner­ma­ßen gefähr­de­ten Grup­pen oder Per­so­nen mit Beschwer­den der obe­ren Atem­we­ge statt­fin­den, sowie in einen medi­zi­ni­schen Kon­text, zum Bei­spiel Kran­ken­haus oder Alters­heim. Sie ver­rin­gern das Risi­ko einer Tröpf­chen­in­fek­ti­on durch Nie­sen oder Hus­ten. Mund­mas­ken bei gesun­den Per­so­nen sind gegen die Aus­brei­tung von Virus­in­fek­tio­nen unwirksam.

Das Tra­gen einer Mas­ke ist nicht ohne Neben­wir­kun­gen. Sauer­stoff­man­gel (Kopf­schmer­zen, Übel­keit, Müdig­keit, Kon­zen­tra­ti­ons­ver­lust) tritt rela­tiv schnell auf, ein Effekt, der der Höhen­krank­heit ähn­lich ist. Täg­lich sehen wir nun Pati­en­ten, die über Kopf­schmer­zen, Neben­höh­len­pro­ble­me, Atem­be­schwer­den und Hyper­ven­ti­la­ti­on auf­grund des Tra­gens von Mas­ken kla­gen. Dar­über hin­aus führt das ange­sam­mel­te CO2 zu einer toxi­schen Ver­saue­rung des Orga­nis­mus, die unse­re Immu­ni­tät beein­träch­tigt. Eini­ge Exper­ten war­nen sogar vor einer ver­stärk­ten Über­tra­gung des Virus bei unsach­ge­mä­ßer Ver­wen­dung der Maske.

Unser Arbeits­ge­setz­buch (Codex 6) bezieht sich auf einen CO2-Gehalt (Belüf­tung am Arbeits­platz) von 900 ppm, maxi­mal 1200 ppm unter beson­de­ren Umstän­den. Nach dem Tra­gen einer Mas­ke für eine Minu­te wird die­ser toxi­sche Grenz­wert erheb­lich über­schrit­ten, und zwar auf Wer­te, die drei- bis vier­mal höher sind als die­se Höchst­wer­te. Wer eine Mas­ke trägt, befin­det sich also in einem extrem schlecht belüf­te­ten Raum.

Die unan­ge­mes­se­ne Ver­wen­dung von Mas­ken ohne eine umfas­sen­de medi­zi­ni­sche kar­dio­pul­mo­na­le Test­da­tei wird daher von aner­kann­ten Sicher­heits­fach­leu­ten für Arbeit­neh­mer nicht emp­foh­len. Kran­ken­häu­ser haben in ihren Ope­ra­ti­ons­sä­len eine ste­ri­le Umge­bung, in der das Per­so­nal Mas­ken trägt, und es gibt eine prä­zi­se Regu­lie­rung der Feuchtigkeit/​Temperatur mit ent­spre­chend über­wach­tem Sauer­stoff­fluss, um dies aus­zu­glei­chen und somit stren­ge Sicher­heits­stan­dards zu erfüllen.

Eine zwei­te Coronawelle?

In Bel­gi­en wird nun eine zwei­te Wel­le dis­ku­tiert, die eine wei­te­re Ver­schär­fung der Maß­nah­men zur Fol­ge haben soll. Eine genaue­re Unter­su­chung der Zah­len von Sci­ensa­no (letz­ter Bericht vom 3. Sep­tem­ber 2020) zeigt jedoch, dass die Zahl der Infek­tio­nen seit Mit­te Juli zwar zuge­nom­men hat, jedoch nicht die Zahl der Kran­ken­haus­ein­wei­sun­gen und Todes­fäl­le zu die­sem Zeit­punkt. Es han­delt sich also nicht um eine zwei­te Coro­na­wel­le, son­dern um eine soge­nann­te „Fall­che­mie“ auf­grund einer erhöh­ten Anzahl von Tests.

Die Zahl der Kran­ken­haus­ein­wei­sun­gen oder Todes­fäl­le hat in den letz­ten Wochen kurz­zei­tig mini­mal zuge­nom­men, aber bei der Inter­pre­ta­ti­on müs­sen wir die jüngs­te Hit­ze­wel­le berück­sich­ti­gen. Hin­zu kommt, dass die über­wie­gen­de Mehr­heit der Opfer nach wie vor der Bevöl­ke­rungs­grup­pe > 75 Jah­re angehört.

Dies deu­tet dar­auf hin, dass der Anteil der getrof­fe­nen Maß­nah­men in Bezug auf die arbei­ten­de Bevöl­ke­rung und die Jugend­li­chen in kei­nem Ver­hält­nis zu den ange­streb­ten Zie­len steht. Die über­wie­gen­de Mehr­heit der posi­tiv getes­te­ten „Infi­zier­ten“ gehört der Alters­grup­pe der Erwerbs­be­völ­ke­rung an, die auf­grund eines gut funk­tio­nie­ren­den Immun­sys­tems kei­ne oder nur begrenz­te Sym­pto­me ent­wi­ckelt. Es hat sich also nichts geän­dert – der Höhe­punkt ist vorbei.

Stär­kung einer Präventionspolitik

Die Coro­na-Maß­nah­men bil­den einen mar­kan­ten Kon­trast zu der bis­her von der Regie­rung ver­folg­ten Mini­mal­po­li­tik, wenn es um fun­dier­te Maß­nah­men mit nach­ge­wie­se­nen gesund­heit­li­chen Vor­tei­len wie die Zucker­steu­er, das Ver­bot von (E-)Zigaretten und dar­um geht, gesun­de Ernäh­rung, Bewe­gung und sozia­le Unter­stüt­zungs­net­ze finan­zi­ell attrak­tiv und all­ge­mein zugäng­lich zu machen. Es ist eine ver­pass­te Gele­gen­heit für eine bes­se­re Prä­ven­ti­ons­po­li­tik, die einen Men­ta­li­täts­wan­del in allen Bevöl­ke­rungs­schich­ten mit kla­ren Ergeb­nis­sen für die öffent­li­che Gesund­heit hät­te bewir­ken kön­nen. Gegen­wär­tig flie­ßen nur drei Pro­zent des Gesund­heits­bud­gets in die Prävention.

Der Hip­po­kra­ti­sche Eid

Als Ärz­te haben wir den Hip­po­kra­ti­schen Eid abge­legt: „Ich wer­de mich vor allem um mei­ne Pati­en­ten küm­mern, ihre Gesund­heit för­dern und ihr Lei­den lindern.“

„Ich wer­de mei­ne Pati­en­ten rich­tig informieren.“

„Selbst unter Druck wer­de ich mein medi­zi­ni­sches Wis­sen nicht für Prak­ti­ken ein­set­zen, die gegen die Mensch­lich­keit verstoßen.“

Die gegen­wär­ti­gen Maß­nah­men zwin­gen uns, gegen die­sen Eid zu han­deln. Ande­re Ange­hö­ri­ge der Gesund­heits­be­ru­fe haben einen ähn­li­chen Kodex.

Das „pri­mum non noce­re“ (auf Deutsch: Zuerst ein­mal nicht scha­den“, von dem jeder Arzt und jeder Ange­hö­ri­ge eines Gesund­heits­be­ru­fes aus­geht, wird auch durch die gegen­wär­ti­gen Maß­nah­men und die Aus­sicht auf die mög­li­che Ein­füh­rung eines all­ge­mei­nen Impf­stoffs unter­gra­ben, der kei­nen umfang­rei­chen vor­he­ri­gen Tests unter­zo­gen wird.

Impf­stoff

Umfas­sen­de Stu­di­en zu Grip­pe­imp­fun­gen zei­gen, dass es uns in zehn Jah­ren nur drei­mal gelun­gen ist, einen Impf­stoff mit einer Wirk­sam­keit von mehr als 50 Pro­zent zu ent­wi­ckeln. Die Imp­fung unse­rer älte­ren Men­schen scheint inef­fi­zi­ent zu sein. Bei über 75-Jäh­ri­gen ist die Wirk­sam­keit nahe­zu inexistent.

Auf­grund der stän­di­gen natür­li­chen Muta­ti­on der Viren, wie wir sie auch jedes Jahr beim Grip­pe­vi­rus sehen, ist ein Impf­stoff höchs­tens eine Über­gangs­lö­sung, die jedes Mal danach neue Impf­stof­fe erfor­dert. Ein unge­tes­te­ter Impf­stoff, der im Not­fall­ver­fah­ren ein­ge­setzt wird und für den die Her­stel­ler bereits eine recht­li­che Immu­ni­tät gegen mög­li­che Schä­den erlangt haben, wirft erns­te Fra­gen auf. Wir wol­len unse­re Pati­en­ten nicht als Ver­suchs­ka­nin­chen benut­zen. Welt­weit wird mit 700.000 Fäl­len von Schä­di­gung oder Tod durch den Impf­stoff gerech­net. Wenn 95 Pro­zent der Men­schen Covid-19 prak­tisch sym­ptom­frei erle­ben, ist das Risi­ko einer Expo­si­ti­on gegen­über einem unge­tes­te­ten Impf­stoff unverantwortlich.

Die Rol­le der Medi­en und der offi­zi­el­le Kommunikationsplan

In den letz­ten Mona­ten schie­nen Zeitungs‑, Radio- und Fern­seh­ma­cher fast unkri­tisch hin­ter dem Exper­ten­gre­mi­um und der Regie­rung zu ste­hen, wo gera­de die Pres­se kri­tisch sein und eine ein­sei­ti­ge Regie­rungs­kom­mu­ni­ka­ti­on ver­hin­dern soll­te. Dies hat zu einer öffent­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on in unse­ren Nach­rich­ten­me­di­en geführt, die eher einer Pro­pa­gan­da als einer objek­ti­ven Bericht­erstat­tung glich.

Unse­rer Mei­nung nach ist es die Auf­ga­be des Jour­na­lis­mus, Nach­rich­ten so objek­tiv und neu­tral wie mög­lich zu brin­gen, mit dem Ziel, die Wahr­heit zu fin­den und die Macht kri­tisch zu kon­trol­lie­ren, wobei auch abwei­chen­den Exper­ten ein Forum gege­ben wird, auf dem sie sich äußern können.

Die­se Auf­fas­sung wird durch die jour­na­lis­ti­sche Ethik unterstützt.

Die offi­zi­el­le Ver­si­on, der zufol­ge ein Lock­down not­wen­dig sei, dies die ein­zig mög­li­che Lösung sei und dass alle dahin­ter stün­den, mach­te es für Men­schen mit einer ande­ren Sicht­wei­se, aber auch für Exper­ten, schwie­rig, eine ande­re Mei­nung zu äußern.

Alter­na­ti­ve Mei­nun­gen wur­den igno­riert oder lächer­lich gemacht. Wir haben kei­ne offe­nen Debat­ten in den Medi­en erlebt, in denen unter­schied­li­che Mei­nun­gen geäu­ßert wer­den konnten.

Wir waren auch über­rascht von den vie­len Vide­os und Arti­keln vie­ler wis­sen­schaft­li­cher Exper­ten und Behör­den, die aus den sozia­len Medi­en ent­fernt wur­den und immer noch wer­den. Wir sind der Mei­nung, dass dies nicht zu einem frei­en, demo­kra­ti­schen Rechts­staat passt, zumal es zu einem Tun­nel­blick führt. Die­se Poli­tik wirkt zudem läh­mend und nährt Angst und Besorg­nis in der Gesell­schaft. In die­sem Zusam­men­hang leh­nen wir die Absicht einer Zen­sur von Anders­den­ken­den in der Euro­päi­schen Uni­on ab!

Auch die Art und Wei­se, wie Covid-19 von Poli­ti­kern und Medi­en dar­ge­stellt wur­de, hat der Situa­ti­on nicht gut­ge­tan. Kriegs­be­grif­fe waren popu­lär und es fehl­te nicht an krie­ge­ri­scher Spra­che. Es wur­de oft von einem „Krieg“ gegen einen „unsicht­ba­ren Feind“ gespro­chen, der „besiegt“ wer­den müs­se. Die Ver­wen­dung von Aus­drü­cken wie „Pfle­ge­hel­den an der Front“ und „Coro­na-Opfer“ in den Medi­en hat die Angst wei­ter geschürt, eben­so wie die Vor­stel­lung, dass wir es welt­weit mit einem „Kil­ler­vi­rus“ zu tun hätten.

Das uner­bitt­li­che Bom­bar­de­ment mit Zah­len, die Tag für Tag, Stun­de für Stun­de auf die Bevöl­ke­rung los­ge­las­sen wur­den, ohne die­se Zah­len zu inter­pre­tie­ren, ohne sie mit den Grip­pe­to­des­fäl­len in ande­ren Jah­ren zu ver­glei­chen, ohne sie mit Todes­fäl­len aus ande­ren Ursa­chen zu ver­glei­chen, hat in der Bevöl­ke­rung eine regel­rech­te Psy­cho­se der Angst aus­ge­löst. Das ist kei­ne Infor­ma­ti­on, das ist Manipulation.

Wir bedau­ern die Rol­le der WHO in die­sem Zusam­men­hang, die gefor­dert hat, die Info­de­mie (das heißt alle abwei­chen­den Mei­nun­gen aus dem offi­zi­el­len Dis­kurs, auch von Exper­ten mit unter­schied­li­chen Ansich­ten) durch eine bei­spiel­lo­se Medi­en­zen­sur zum Schwei­gen zu bringen.

Wir for­dern die Medi­en ein­dring­lich auf, hier ihre Ver­ant­wor­tung zu übernehmen!

Wir for­dern eine offe­ne Debat­te, in der alle Exper­ten gehört werden.

Not­stands­ge­setz ver­sus Menschenrechte

Das all­ge­mei­ne Prin­zip der guten Regie­rungs­füh­rung ver­langt, dass die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit von Regie­rungs­ent­schei­dun­gen im Lich­te der höhe­ren Rechts­stan­dards abge­wo­gen wird: Jede Ein­mi­schung der Regie­rung muss mit den Grund­rech­ten, wie sie in der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on (EMRK) geschützt sind, in Ein­klang ste­hen. Die Ein­mi­schung staat­li­cher Behör­den ist nur in Kri­sen­si­tua­tio­nen zuläs­sig. Mit ande­ren Wor­ten: Ermes­sens­ent­schei­dun­gen müs­sen in einem ange­mes­se­nen Ver­hält­nis zu einer abso­lu­ten Not­wen­dig­keit stehen.

Die der­zeit getrof­fe­nen Maß­nah­men betref­fen die Ein­mi­schung in die Aus­übung unter ande­rem des Rechts auf Ach­tung des Pri­vat- und Fami­li­en­le­bens, der Gedanken‑, Gewis­sens- und Reli­gi­ons­frei­heit, der Meinungs‑, Ver­samm­lungs- und Ver­ei­ni­gungs­frei­heit, des Rechts auf Bil­dung und so wei­ter und müs­sen daher mit den Grund­rech­ten, wie sie in der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on (EMRK) geschützt sind, in Ein­klang ste­hen. So ist zum Bei­spiel nach Arti­kel 8 Absatz 2 EMRK ein Ein­griff in das Recht auf Pri­vat- und Fami­li­en­le­ben nur dann zuläs­sig, wenn die Maß­nah­men im Inter­es­se der natio­na­len Sicher­heit, der öffent­li­chen Sicher­heit, des wirt­schaft­li­chen Wohl­erge­hens des Lan­des, des Schut­zes der öffent­li­chen Ord­nung und der Ver­hü­tung von Straf­ta­ten, des Gesund­heits­schut­zes oder des Schut­zes der Rech­te und Frei­hei­ten ande­rer not­wen­dig sind, wobei der Rege­lungs­text, auf dem der Ein­griff beruht, hin­rei­chend klar, vor­her­seh­bar und hin­sicht­lich der ver­folg­ten Zie­len ver­hält­nis­mä­ßig sein muss.

Die vor­her­ge­sag­te Pan­de­mie mit Mil­lio­nen von Todes­op­fern schien auf die­se Kri­sen­be­din­gun­gen zu reagie­ren, was zur Ein­set­zung einer Not­stands­re­gie­rung führ­te. Nun, da die objek­ti­ven Fak­ten etwas völ­lig ande­res zei­gen, ist die Bedin­gung der Hand­lungs­un­fä­hig­keit (kei­ne Zeit, um gründ­lich zu beur­tei­len, ob ein Not­fall vor­liegt) nicht mehr gege­ben. Covid-19 ist kein Erkäl­tungs­vi­rus, son­dern ein gut behan­del­ba­rer Zustand mit einer Sterb­lich­keits­ra­te, die mit der der sai­so­na­len Grip­pe ver­gleich­bar ist. Mit ande­ren Wor­ten, es gibt kein unüber­wind­ba­res Hin­der­nis mehr für die öffent­li­che Gesundheit.

Es gibt kei­nen Ausnahmezustand.

Immense Schä­den durch die gegen­wär­ti­ge Politik

Eine offe­ne Dis­kus­si­on über Coro­na-Maß­nah­men bedeu­tet, dass wir neben den gewon­ne­nen Lebens­jah­ren der Coro­na-Pati­en­ten auch ande­re Fak­to­ren berück­sich­ti­gen müs­sen, die die Gesund­heit der gesam­ten Bevöl­ke­rung beein­flus­sen. Dazu gehö­ren Schä­den im psy­cho­so­zia­len Bereich (Zunah­me von Depres­sio­nen, Angst­zu­stän­den, Selbst­mor­den, inner­fa­mi­liä­rer Gewalt und Kin­des­miss­brauch) und wirt­schaft­li­che Schäden.

Berück­sich­tigt man die­se Kol­la­te­ral­schä­den, so ist die gegen­wär­ti­ge Poli­tik völ­lig maß­los – sie gleicht dem Ein­satz eines Vor­schlag­ham­mers, um eine Nuss zu knacken.

Wir fin­den es scho­ckie­rend, dass sich die Regie­rung als Grund für das Not­stands­ge­setz auf die Gesund­heit beruft.

Als Ärz­te und Ange­hö­ri­ge der Gesund­heits­be­ru­fe kön­nen wir ange­sichts eines Virus, das sich in sei­ner Schäd­lich­keit, Sterb­lich­keit und Über­trag­bar­keit der sai­so­na­len Grip­pe annä­hert, die­se äußerst unver­hält­nis­mä­ßi­gen Maß­nah­men nur ablehnen.

Wir for­dern daher ein sofor­ti­ges Ende aller Maßnahmen.

Wir stel­len die Legi­ti­mi­tät der der­zei­ti­gen bera­ten­den Exper­ten, die hin­ter ver­schlos­se­nen Türen tagen, infrage.

Anknüp­fend an ACU 2020 (Link am Ende des Arti­kels) for­dern wir eine ver­tief­te Aus­ein­an­der­set­zung mit der Rol­le der WHO und dem mög­li­chen Ein­fluss von Inter­es­sen­kon­flik­ten in die­ser Orga­ni­sa­ti­on. Sie stand auch im Mit­tel­punkt des Kamp­fes gegen die „Info­de­mie“, das heißt die sys­te­ma­ti­sche Zen­sur aller abwei­chen­den Mei­nun­gen in den Medi­en. Dies ist für einen demo­kra­ti­schen Rechts­staat inakzeptabel.

Ver­tei­lung die­ses Briefes

Wir möch­ten einen öffent­li­chen Appell an unse­re Berufs­ver­bän­de und Pfle­ge­kol­le­gen rich­ten, ihre Mei­nung zu den aktu­el­len Maß­nah­men zu äußern.

Wir machen dar­auf auf­merk­sam und rufen zu einer offe­nen Dis­kus­si­on auf, in der Pfle­gen­de ihre Mei­nung wagen und sagen können.

Mit die­sem offe­nen Brief set­zen wir das Signal, dass gleich­ge­schal­te­ter Fort­schritt mehr scha­det als nützt, und for­dern die Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker auf, sich unab­hän­gig und kri­tisch über die ver­füg­ba­ren Erkennt­nis­se — auch von Exper­tin­nen und Exper­ten mit unter­schied­li­chen Auf­fas­sun­gen, sofern sie auf einer soli­den wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­ge beru­hen – zu infor­mie­ren, wenn sie eine Poli­tik mit dem Ziel der För­de­rung opti­ma­ler Gesund­heit ausarbeiten.

Mit Besorg­nis, mit Hoff­nung und in per­sön­li­cher Funktion.

ACU 2020

Die­ser Arti­kel erschien zuerst auf docs4o​pen​de​ba​te​.be und wur­de von Axel B.C. Krauss exklu­siv für eigen­tüm­lich frei ins Deut­sche über­setzt. Zahl­rei­che Quel­len, die hier nicht ange­führt sind, fin­den sich in die­sem Originalartikel.

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