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(Jus­tiz im Dik­ta­tur­mo­dus!) Zwangs­schlie­ßun­gen von Restau­rants mit Grund­ge­setz ver­ein­bar Ver­fas­sungs­ge­richt weist Kla­ge einer Ber­li­ner Gas­tro­no­min zurück

Fr 13. Mai. 2022 | Wissenschaft und Forschung

Quel­le: reit​schus​ter​.de

Von Dani­el Wein­mann — Wer die deut­sche Recht­spre­chung wäh­rend der ver­gan­ge­nen zwei Jah­re näher beob­ach­tet hat, wird ange­sichts die­ser Ent­schei­dung kaum über­rascht sein: Die coro­nabe­ding­ten Restau­rant-Schlie­ßun­gen im Früh­jahr 2021 waren ver­fas­sungs­kon­form. In der Zeit der soge­nann­ten Bun­des­not­brem­se muss­ten zwi­schen dem 23. April und dem 30. Juni 2021 unter ande­rem Restau­rants und Gast­stät­ten schlie­ßen, wenn die Sie­ben-Tage-Inzi­denz in einem Stadt- oder Land­kreis bei mehr als 100 lag. Dar­über hin­aus sah die Not­brem­se Besuchs­be­schrän­kun­gen in der eige­nen Woh­nung und Aus­gangs­sper­ren vor. Die Will­kür der Poli­tik und des Gesetz­ge­bers zeigt die­ser Ver­gleich: Obwohl die Inzi­denz an die­sem Don­ners­tag bei 502,4 und vor einem sogar bei 1087 lag, was ein Viel­fa­ches des dama­li­gen Grenz­wer­tes ist, wer­den der Gas­tro­no­mie seit Anfang April kei­ne Stei­ne in den Weg gelegt. Nicht ein­mal Mas­ken sind mehr obli­ga­to­risch. Die Bun­des­not­brem­se hat­te eine Kla­ge­wel­le in Karls­ru­he aus­ge­löst, weil es erst­mals mög­lich war, ohne Umweg über die Ver­wal­tungs­ge­rich­te direkt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ein­zu­schal­ten. Nun beton­te das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, dass auch die Gas­tro­no­mie­be­schrän­kun­gen ange­mes­sen und ver­hält­nis­mä­ßig waren und wies die Beschwer­de einer Ber­li­ner Restau­rant­be­trei­be­rin ab. Der Beschluss vom 23. März wur­de an die­sem Mitt­woch ver­öf­fent­licht. (Wei­ter­le­sen)

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