Quel­le: Swiss Poli­cy Rese­arch (SPR) ist ein For­schungs- und Infor­ma­ti­ons­pro­jekt zu geo­po­li­ti­scher Pro­pa­gan­da in Schwei­zer und inter­na­tio­na­len Medien.

Von Fach­leu­ten prä­sen­tier­te, voll­stän­dig refe­ren­zier­te Fak­ten zu Covid-19, die unse­ren Lesern eine rea­lis­ti­sche Risi­ko­be­ur­tei­lung ermög­li­chen sol­len. (Updates sie­he unten)

“Die ein­zi­ge Art, gegen die Pest zu kämp­fen, ist die Ehr­lich­keit.” (Albert Camus, 1947)

Über­sicht

  1. Laut den neu­es­ten immu­no­lo­gi­schen Stu­di­en liegt die Leta­li­tät von Covid-19 (IFR) bei ins­ge­samt cir­ca 0.1% und damit im Bereich einer star­ken Influ­en­za (Grip­pe). Bei Per­so­nen mit hohem Risi­ko oder hoher Expo­si­ti­on ist eine früh­zei­ti­ge oder pro­phy­lak­ti­sche Behand­lung entscheidend.
  2. In Län­dern wie den USA, Groß­bri­tan­ni­en und auch Schwe­den (ohne Lock­down) liegt die Gesamt­mortalität seit Jah­res­be­ginn im Bereich einer star­ken Grip­pe­sai­son; in Län­dern wie Deutsch­land und der Schweiz liegt die Gesamt­mor­ta­li­tät im Bereich einer mil­den Grippesaison.
  3. Das Ster­be­ri­si­ko für die All­ge­mein­be­völ­ke­rung im Schul- und Arbeits­al­ter liegt selbst in den welt­wei­ten “Hot­spots” zumeist im Bereich einer täg­li­chen Auto­fahrt zur Arbeit. Das Risi­ko wur­de zunächst über­schätzt, da Per­so­nen mit mil­den oder kei­nen Sym­pto­men nicht erfasst wurden.
  4. Bis zu 80% aller test­po­si­ti­ven Per­so­nen blei­ben sym­ptom­los. Selbst unter den 70- bis 79-Jäh­ri­gen blei­ben rund 60% sym­ptom­los. Cir­ca 95% aller Per­so­nen zei­gen höchs­tens mode­ra­te Symptome.
  5. Bis zu 60% aller Per­so­nen ver­fü­gen bereits über eine gewis­se zel­lu­lä­re Hinter­grund­immunität gegen das neue Virus durch den Kon­takt mit bis­he­ri­gen Coro­na­vi­ren (d.h. Erkäl­tungs­vi­ren). Die Annah­me, es gebe kei­ne Immu­ni­tät gegen das neue Coro­na­vi­rus, war nicht zutreffend.
  6. Das Medi­an­al­ter der Ver­stor­be­nen liegt in den meis­ten Län­dern (inkl. Ita­li­en) bei über 80 Jah­ren (z.B. in Schwe­den bei 86 Jah­ren) und nur cir­ca 4% der Ver­stor­be­nen hat­ten kei­ne ernst­haf­ten Vor­er­kran­kun­gen. Das Ster­be­pro­fil ent­spricht damit im Wesent­li­chen der nor­ma­len Sterb­lich­keit.
  7. In vie­len Län­dern ereig­ne­ten sich bis zu zwei Drit­tel aller Todes­fäl­le in Pfle­ge­hei­men, die von einem all­ge­mei­nen Lock­down nicht pro­fi­tie­ren. Zudem ist oft­mals nicht klar, ob die­se Men­schen wirk­lich an Covid-19 star­ben oder an wochen­lan­gem Stress und Iso­la­ti­on.
  8. Bis zu 30% aller zusätz­li­chen Todes­fäl­le wur­den nicht durch Covid-19 ver­ur­sacht, son­dern durch die Fol­gen von Lock­down, Panik und Angst. So ging etwa die Behand­lung von Herz­in­fark­ten und Hirn­schlä­gen um bis zu 60% zurück, da sich Pati­en­ten nicht mehr in die Kli­ni­ken wagten.
  9. Selbst bei den soge­nann­ten “Covi­d19-Todes­fäl­len” ist oft­mals nicht klar, ob sie an oder mit Coro­na­vi­ren (d.h. an den Vor­er­kran­kun­gen) star­ben oder als “Ver­dachts­fäl­le” gar nicht getes­tet wur­den. Die offi­zi­el­len Zah­len reflek­tie­ren die­se Unter­schei­dun­gen jedoch oft­mals nicht.
  10. Vie­le Medi­en­be­rich­te, wonach auch jun­ge und gesun­de Per­so­nen an Covid-19 star­ben, stell­ten sich als falsch her­aus: Vie­le die­ser jun­gen Men­schen star­ben ent­we­der nicht an Covid-19, waren doch bereits schwer vor­er­krankt (z.B. an Leuk­ämie), oder sie waren 109 statt 9 Jah­re alt. Die angeb­li­che Zunah­me der Kawa­sa­ki-Krank­heit bei Kin­dern war eben­so eine Falsch­mel­dung.
  11. Regio­nal stark erhöh­te Sterb­lich­kei­ten kön­nen ent­ste­hen, wenn es zu einem infek­ti­ons- oder panik­be­ding­ten Kol­laps der Alten- und Kran­ken­pfle­ge kommt oder zusätz­li­che Risi­ko­fak­to­ren wie star­ke Luft­ver­schmut­zung bestehen. Frag­wür­di­ge Vor­schrif­ten zum Umgang mit Ver­stor­be­nen führ­ten teil­wei­se zu zusätz­li­chen Eng­päs­sen bei Bestat­tun­gen und Kremierungen.
  12. In Län­dern wie Ita­li­en und Spa­ni­en sowie teil­wei­se Groß­bri­tan­ni­en und den USA haben auch Grip­pe­wel­len bereits bis­her zu einer Über­las­tung der Kran­ken­häu­ser geführt. Der­zeit müs­sen zudem bis zu 15% der Ärz­te und Pfle­ger, auch ohne Sym­pto­me, in Quarantäne.
  13. Die oft gezeig­ten Expo­nen­ti­al­kur­ven mit “Coro­na­fäl­len” sind irre­füh­rend, da auch die Anzahl der Tests expo­nen­ti­ell zunahm. In den meis­ten Län­dern blieb das Ver­hält­nis von posi­ti­ven Tests zu Tests ins­ge­samt (sog. Posi­ti­ven­ra­te) kon­stant bei 5% bis 25% oder nahm nur leicht zu. Der Höhe­punkt der Aus­brei­tung war in den meis­ten Län­dern bereits vor dem Lock­down erreicht.
  14. Län­der ohne Aus­gangs­sper­ren, wie z.B. Japan, Süd­ko­rea, Weiß­russ­land und Schwe­den, haben kei­nen nega­ti­ve­ren Ver­lauf als vie­le ande­re Län­der erlebt. Schwe­den wur­de von der WHO sogar als vor­bild­li­ches Modell gelobt und pro­fi­tiert nun von einer hohen Immu­ni­tät. 75% der schwe­di­schen Todes­fäl­le erfolg­ten in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen, die zu spät geschützt wurden.
  15. Die Angst vor einer Knapp­heit an Beatmungs­ge­rä­ten war unbe­rech­tigt. Laut Lun­gen­fach­ärz­ten ist die inva­si­ve Beatmung (Intu­ba­ti­on) von Covi­d19-Pati­en­ten, die teil­wei­se aus Angst vor dem Virus geschah, zudem oft­mals kon­tra­pro­duk­tiv und schä­digt die Lun­gen zusätzlich.
  16. Ver­schie­de­ne Stu­di­en zeig­ten, dass die haup­säch­li­che Über­tra­gung des Virus weder durch weit­rei­chen­de Aero­so­le (in der Luft schwe­ben­de Par­ti­kel) noch über Ober­flä­chen geschieht, son­dern durch direk­ten Kör­per­kon­takt und Tröpf­chen beim Hus­ten und Niesen.
  17. Die Wirk­sam­keit von Mas­ken bei gesun­den und sym­ptom­lo­sen Per­so­nen bleibt wis­sen­schaft­lich frag­wür­dig. Exper­ten war­nen zudem, dass sol­che Mas­ken die Atmung beein­träch­ti­gen und zu “Keim­schleu­dern” wer­den kön­nen (mehr dazu).
  18. Vie­le Kli­ni­ken in Euro­pa und den USA blie­ben stark unter­be­legt und muss­ten teil­wei­se sogar Kurz­ar­beit anmel­den. Mil­lio­nen von Ope­ra­tio­nen und The­ra­pien wur­den abge­sagt, dar­un­ter auch zahl­rei­che Krebs­unter­suchungen und Organtransplantationen.
  19. Meh­re­re Medi­en wur­den dabei ertappt, wie sie die Situa­ti­on in Kli­ni­ken zu dra­ma­ti­sie­ren ver­such­ten, teil­wei­se sogar mit mani­pu­la­ti­ven Bil­dern. Gene­rell bewirk­te die unse­riö­se Bericht­erstat­tung vie­ler Medi­en eine Maxi­mie­rung der Angst in der Bevölkerung.
  20. Die inter­na­tio­nal ver­wen­de­ten Viren­test­kits sind feh­ler­an­fäl­lig und kön­nen fal­sche posi­ti­ve und fal­sche nega­ti­ve Resul­ta­te erge­ben. Der offi­zi­el­le Viren­test wur­de aus Zeit­druck zudem nicht kli­nisch vali­diert und kann auch auf ande­re Coro­na­vi­ren posi­tiv reagieren.
  21. Zahl­rei­che inter­na­tio­nal renom­mier­te Exper­ten aus den Berei­chen Viro­lo­gie, Immu­no­lo­gie und Epi­de­mio­lo­gie hal­ten die getrof­fe­nen Maß­nah­men für kon­tra­pro­duk­tiv und emp­feh­len eine rasche natür­li­che Immu­ni­sie­rung der All­ge­mein­be­völ­ke­rung und den Schutz von Risikogruppen.
  22. Für die Schlie­ßung von Schu­len gab es zu kei­nem Zeit­punkt einen medi­zi­ni­schen Grund, da das Erkran­kung- und Übertragungs­risiko bei Kin­dern äußerst gering ist. Auch für Klein­klas­sen, Mas­ken oder Abstands­re­geln in Schu­len gibt es kei­nen medi­zi­ni­schen Grund.
  23. Die Behaup­tung, nur (star­kes) Covid-19 kön­ne, im Unter­schied zur Influ­en­za, Throm­bo­sen und Lun­gen­em­bo­lien ver­ur­sa­chen, ist nicht zutref­fend, denn seit 50 Jah­ren ist bekannt, dass auch eine star­ke Influ­en­za das Risi­ko für Throm­bo­sen und Emo­bo­lien stark erhöht.
  24. Meh­re­re Exper­ten bezeich­ne­ten for­cier­te Impf­stof­fe gegen Coro­na­vi­ren als unnö­tig oder sogar gefähr­lich. Tat­säch­lich führ­te etwa der Impf­stoff gegen die sog. Schwei­ne­grip­pe von 2009 zu teil­wei­se schwe­ren neu­ro­lo­gi­schen Schä­den und Kla­gen in Mil­lio­nen­hö­he. Auch bei den Tests von Coro­na-Impf­stof­fen kam es bereits zu gra­vie­ren­den Kom­pli­ka­tio­nen.
  25. Eine glo­ba­le Pan­de­mie kann sich durch­aus über meh­re­re Jah­re erstre­cken, doch vie­le Stu­di­en zu einer “Zwei­ten Wel­le” basie­ren auf sehr unrea­lis­ti­schen Annah­men, wie z.B. einem kon­stan­ten Erkran­kungs- und Ster­be­ri­si­ko über alle Altersgruppen.
  26. In Städ­ten wie New York City beschrie­ben Kran­ken­schwes­tern eine oft töd­li­che Fehl­be­hand­lung von Covid-Pati­en­ten auf­grund frag­wür­di­ger finan­zi­el­ler Anrei­ze und unge­eig­ne­ter Metho­den. Hin­ge­gen zeig­te sich eine frü­he Behand­lung mit Zink und HCQ als durch­aus wir­kungs­voll.
  27. Die Anzahl an Men­schen, die auf­grund der Maß­nah­men an Arbeits­lo­sig­keit, Depres­sio­nen und häus­li­cher Gewalt lei­den, hat welt­weit Höchst­wer­te erreicht. Meh­re­re Exper­ten gehen davon aus, dass die Maß­nah­men wesent­lich mehr Leben for­dern wer­den als das Virus selbst. Laut UNO sind welt­weit 1.6 Mil­li­ar­den Men­schen vom aku­ten Ver­lust ihrer Lebens­grund­lagen bedroht.
  28. NSA-Whist­leb­lower Edward Snow­den warn­te, dass “Coro­na” für den per­ma­nen­ten Aus­bau welt­wei­ter Überwachungs­instrumente genutzt wird. Der renom­mier­te Viro­lo­ge Pablo Gold­schmidt sprach von einem “glo­ba­len Medi­en­ter­ror” und “tota­li­tä­ren Maß­nah­men”. Der bri­ti­sche Infek­tio­lo­ge Pro­fes­sor John Oxford sprach von einer “Medi­en-Epi­de­mie”.
  29. Über 600 Wis­sen­schaft­ler haben vor einer “bei­spiel­lo­sen Über­wa­chung der Gesell­schaft” durch pro­ble­ma­ti­sche Apps zur Kontakt­­verfolgung gewarnt. In eini­gen Län­dern wird die­se Kontakt­ver­folgung bereits direkt vom Geheim­dienst durch­ge­führt. Welt­weit kam es zur Über­wa­chung der Zivil­be­völ­ke­rung durch Droh­nen und zu teil­wei­se mas­si­ver Polizeigewalt.
  30. Eine WHO-Stu­die von 2019 zu Maß­nah­men gegen Grip­pe­pan­de­mien ergab, dass “Kontakt­verfolgung” aus medi­zi­ni­scher Sicht “unter kei­nen Umstän­den zu emp­feh­len” ist. Den­noch wur­den Tra­cing-Apps in meh­re­ren Län­dern bereits teil­wei­se obli­ga­to­risch.
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Juli 2020

Zur Ent­wick­lung der Pandemie

In den meis­ten west­li­chen Län­dern war der Höhe­punkt der Coro­na­vi­rus-Infek­tio­nen bereits im März oder April und oft­mals noch vor dem Lock­down erreicht. Der Höhe­punkt der Todes­fäl­le lag in den meis­ten west­li­chen Län­dern im April. Seit­her gehen die Hos­pi­ta­li­sie­run­gen und Todes­fäl­le in den meis­ten west­li­chen Län­dern wie­der zurück (sie­he Gra­fi­ken unten).

Die­se Ent­wick­lung gilt auch für Län­der ohne Lock­down, wie z.B. Schwe­den, Weiß­russ­land und Japan. Die kumu­lier­te Jah­res­sterb­lich­keit liegt in den meis­ten west­li­chen Län­dern wei­ter­hin im Bereich einer mil­den (z.B. CH, AT, DE) bis star­ken (z.B. USA, UK) Grippewelle.

Nach dem Ende des Lock­downs wur­de die Anzahl der Coro­na-Tests in der risi­ko­schwa­chen All­ge­mein­be­völ­ke­rung in vie­len Län­dern stark erhöht, bei­spiels­wei­se im Zusam­men­hang mit der Rück­kehr der Men­schen an die Arbeits­plät­ze und in die Schulen.

Dies führ­te in eini­gen Län­dern oder Regio­nen zu einem gewis­sen Anstieg der posi­ti­ven Test­re­sul­ta­te, was von vie­len Medi­en und Behör­den als ein gefähr­li­cher Anstieg der “Fall­zah­len” dar­ge­stellt wur­de und teil­wei­se zu neu­en Restrik­tio­nen führ­te, selbst wenn die Posi­ti­ven­ra­te sehr tief blieb.

Die “Fall­zah­len” sind indes eine irre­füh­ren­de Grö­ße und nicht mit Erkrank­ten oder Infi­zier­ten gleich­zu­set­zen. Bei einem posi­ti­ven Test kann es sich etwa um nicht-infek­tiö­se Viren­frag­men­te, Mehr­fach­tests, eine asym­pto­ma­ti­sche Infek­ti­on, oder um ein falsch-posi­ti­ves Resul­tat handeln.

Das Zäh­len von angeb­li­chen “Fall­zah­len” ist auch des­halb nicht ziel­füh­rend, da Anti­körper­studien und immu­no­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen ohne­hin längst gezeigt haben, dass das Coro­na­vi­rus bis zu fünf­zig­mal wei­ter ver­brei­tet ist als auf­grund der täg­li­chen PCR-Tests ange­nom­men wird.

Ent­schei­dend sind viel­mehr die Erkran­kun­gen, die Hos­pi­ta­li­sie­run­gen, und die Todes­fäl­le. Bei den Hos­pi­ta­li­sie­run­gen ist zu beach­ten, dass vie­le Kli­ni­ken inzwi­schen wie­der im Nor­mal­be­trieb sind und alle Pati­en­ten, auch die asym­pto­ma­ti­schen, zusätz­lich auf Coro­na­vi­ren tes­ten. Ent­schei­dend ist des­halb auch hier die Anzahl der tat­säch­li­chen Covid-Patienten.

Im Fal­le Schwe­dens muss­te die WHO z.B. die Ein­stu­fung als “Risi­ko­land” zurück­neh­men, nach­dem klar wur­de, dass die schein­ba­re Zunah­me der “Fäl­le” auf einer Zunah­me der Tests beruh­te. Tat­säch­lich sind die Hos­pi­ta­li­sie­run­gen und Todes­fäl­le in Schwe­den seit April rück­läu­fig.

Meh­re­re Län­der befin­den sich seit Mai sogar in einer rela­ti­ven Unter­sterb­lich­keit. Der Grund dafür ist, dass das Medi­an­al­ter der Coro­na-Todes­fäl­le oft­mals über der durch­schnitt­li­chen Lebens­er­war­tung lag. Bis zu 80% der Todes­fäl­le ereig­ne­ten sich in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen.

In Län­dern und Regio­nen, in denen die Aus­brei­tung des Coro­na­vi­rus bis­her stark redu­ziert wur­de, ist es den­noch abso­lut mög­lich, dass es zu einem erneu­ten Anstieg an Erkran­kun­gen kommt. In die­sen Fäl­len ist eine früh­zei­ti­ge und wir­kungs­vol­le Behand­lung wich­tig (sie­he unten).

Die glo­ba­le Covid-19-Mor­ta­li­tät liegt der­zeit – trotz der heu­te deut­lich älte­ren Bevöl­ke­rung – eine gan­ze Größen­ordnung unter den Grip­pe­pan­de­mien von 1957 (asia­ti­sche Grip­pe) und 1968 (Hong­kong-Grip­pe) und im Bereich der eher mil­den “Schwei­ne­grip­pe-Pan­de­mie” von 2009.

Die fol­gen­den Gra­fi­ken illus­trie­ren die Dis­kre­panz zwi­schen “Fäl­len” und Todesfällen:
Die fol­gen­den Gra­fi­ken ver­glei­chen Covid-19 mit frü­he­ren Grip­pe­wel­len (mehr):
Die fol­gen­de Gra­fik ver­gleicht Schwe­den (kein Lock­down) mit New York State:
Todes­fäl­le in Schwe­den ver­sus New York Sta­te (FEE/​Paul Yowell)
Die fol­gen­de Gra­fik ver­gleicht Covid-19 mit frü­he­ren Pandemien:
Glo­bal Covid mor­ta­li­ty com­pa­red to ear­lier pan­de­mics (DB Rese­arch)
Zur Leta­li­tät von Covid-19

Die meis­ten Anti­kör­per­stu­di­en erga­ben eine bevöl­ke­rungs­ba­sier­te Infec­tion Fata­li­ty Rate (IFR) zwi­schen 0.1% und 0.3%. Die US-Gesund­heits­be­hör­de CDC publi­zier­te im Mai eine immer noch vor­sich­ti­ge “bes­te Schät­zung” von 0.26% (basie­rend auf 35% asym­pto­ma­ti­schen Fällen).

Ende Mai erschien indes eine immu­no­lo­gi­sche Stu­die der Uni­ver­si­tät Zürich, die erst­mals nach­wies, dass die übli­chen Anti­kör­per-Tests, die Anti­kör­per im Blut mes­sen (IgG und IgM), höchs­tens ca. ein Fünf­tel aller Coro­na­vi­rus-Infek­tio­nen erken­nen kön­nen.

Der Grund dafür ist, dass das neue Coro­na­vi­rus bei den meis­ten Men­schen bereits durch Anti­kör­per auf der Schleim­haut (IgA) oder durch eine zel­lu­lä­re Immu­ni­tät (T‑Zellen) neu­tra­li­siert wird und sich dabei kei­ne oder nur mil­de Sym­pto­me ausbilden.

Dies bedeu­tet, dass das neue Coro­na­vi­rus ver­mut­lich viel wei­ter ver­brei­tet ist als bis­her ange­nom­men und die Leta­li­tät pro Infek­ti­on rund fünf­mal nied­ri­ger liegt als bis­her ver­mu­tet. Die wirk­li­che Leta­li­tät könn­te somit deut­lich unter 0.1% und damit im Bereich der Influ­en­za liegen.

Die Schwei­zer Stu­die dürf­te zugleich erklä­ren, war­um Kin­der im Nor­mal­fall gar nicht oder nur mild am neu­en Coro­na­vi­rus erkran­ken (auf­grund des häu­fi­gen Kon­takts mit bis­he­ri­gen Coro­na-Erkäl­tungs­vi­ren), und war­um selbst Hot­spots wie New York City eine Anti­kör­per-Ver­brei­tung (IgG/​IgM) von höchs­tens 20% fan­den – denn dies ent­spricht bereits der Herdenimmunität.

Die Schwei­zer Stu­die wur­de inzwi­schen von wei­te­ren Stu­di­en bestätigt:

  1. Eine schwe­di­sche Stu­die ergab, dass Per­so­nen mit mil­der oder asym­pto­ma­ti­scher Erkran­kung das Virus oft­mals mit T‑Zellen neu­tra­li­sie­ren, ohne Anti­kör­per aus­bil­den zu müs­sen. Die T‑Zel­len-Immu­ni­tät war etwa dop­pelt so häu­fig wie die Antikörper-Immunität.
  2. Eine umfang­rei­che spa­ni­sche Stu­die ergab, dass weni­ger als 20% der sym­pto­ma­ti­schen Per­so­nen und ca. 2% der getes­te­ten asym­pto­ma­ti­schen Per­so­nen IgG-Anti­kör­per hatten.
  3. Eine deut­sche Stu­die (Pre­print) ergab, dass 81% der Per­so­nen, die noch kei­nen Kon­takt mit dem neu­en Coro­na­vi­rus hat­ten, bereits über kreuz­re­ak­ti­ve T‑Zellen und damit über eine gewis­se Hin­ter­grund­im­mu­ni­tät ver­fü­gen. Der Grund dafür dürf­te der Kon­takt mit bis­he­ri­gen Coro­na­vi­ren (Erkäl­tungs­vi­ren) sein.
  4. Eine chi­ne­si­sche Stu­die im Fach­ma­ga­zin Natu­re ergab, dass bei 40% der asym­pto­ma­ti­schen Per­so­nen und bei 12.9% der sym­pto­ma­ti­schen Per­so­nen nach der Erho­lungs­pha­se kei­ne IgG-Anti­kör­per mehr nach­weis­bar sind.
  5. Eine wei­te­re chi­ne­si­sche Stu­die mit knapp 25,000 Kli­nik­mit­ar­bei­tern in Wuhan ergab, dass höchs­tens ein Fünf­tel der ver­mut­lich infi­zier­ten Mit­ar­bei­ter IgG-Anti­kör­per aufwiesen.
  6. Eine klei­ne fran­zö­si­sche Stu­die (Pre­print) ergab, dass sechs Fami­li­en­mit­glie­der von Covid-Pati­en­ten eine T‑Zel­len-Immu­ni­tät ohne Anti­kör­per entwickelten.

Video-Inter­view: Swe­dish Doc­tor: T‑cell immu­ni­ty and the truth about Covid-19 in Sweden

In die­sem Zusam­men­hang kam eine US-Stu­die im Fach­jour­nal Sci­ence Trans­la­tio­nal Medi­ci­ne anhand ver­schie­de­ner Indi­ka­to­ren zum Ergeb­nis, dass die Leta­li­tät von Covid-19 weit tie­fer liegt als ursprüng­lich ange­nom­men, sei­ne Aus­brei­tung in eini­gen Hot­spots aber bis zu 80-mal schnel­ler erfolg­te als ver­mu­tet, was den raschen Anstieg an Erkran­kun­gen erklä­ren würde.

Eine Unter­su­chung im öster­rei­chi­schen Ski­ort Ischgl, einem der ers­ten euro­päi­schen “Coro­na-Hot­spots”, fand Anti­kör­per bei 42% der Bevöl­ke­rung. 85% der Infek­tio­nen blie­ben “unbe­merkt” (d.h. sehr mild), ca. 50% der Infek­tio­nen ver­lie­fen ganz ohne (spür­ba­re) Symptome.

Der hohe Anti­kör­per­wert von 42% in Ischgl ergab sich, weil in Ischgl auch auf IgA-Anti­kör­per im Blut getes­tet wur­de (statt nur auf IgM/​IgG), und dies rela­tiv zeit­nah bereits im April. Wäre zusätz­lich auf muko­sa­le IgA und auf T‑Zellen getes­tet wor­den, hät­te sich zwei­fel­los eine noch­mals deut­lich höhe­re Immu­ni­tät im Bereich der Her­denim­mu­ni­tät ergeben.

In Ischgl kam es zu zwei Coro­na-Todes­fäl­len (bei­des vor­er­krank­te Män­ner über 80 Jah­ren), was einer rohen IFR von 0.26% ent­spricht. Ange­passt an die Gesamt­be­völ­ke­rung und die tat­säch­li­che Immu­ni­tät dürf­te die Covid-Leta­li­tät auch in Ischgl bei unter 0.1% liegen.

Auf­grund der eher gerin­gen Leta­li­tät fällt Covid-19 höchs­tens in die Stu­fe 2 des von den US-Gesund­heits­be­hör­den ent­wi­ckel­ten fünf­stu­fi­gen Pan­de­mie-Plans. Für die­se Stu­fe ist ledig­lich die “frei­wil­li­ge Iso­lie­rung kran­ker Per­so­nen” als Haupt­maß­nah­me vor­ge­se­hen. Wei­ter­ge­hen­de Maß­nah­men wie Mund­schutz­pflicht, Schul­schlie­ßun­gen, Abstands­re­geln, Kon­takt­ver­fol­gung, Imp­fun­gen und Lock­downs gan­zer Gesell­schaf­ten sind hin­ge­gen nicht angezeigt.

Die neu­en immu­no­lo­gi­schen Resul­ta­te bedeu­ten zudem, dass “Immu­ni­täts­aus­wei­se” und Mas­sen­imp­fun­gen nicht funk­tio­nie­ren kön­nen und mit­hin kei­ne sinn­vol­len Stra­te­gien sind.

Eini­ge Medi­en spre­chen wei­ter­hin von angeb­lich viel höhe­ren Covid-Leta­li­täts­wer­ten. Die­se Medi­en bezie­hen sich jedoch auf ver­al­te­te Simu­la­ti­ons­mo­del­le, ver­wech­seln Mor­ta­li­tät und Leta­li­tät, oder CFR und IFR, oder “rohe IFR” und bevöl­ke­rungs­ba­sier­te IFR. Mehr zu die­sen Feh­lern hier.

Im Juli wur­de von einer angeb­li­chen Anti­kör­per-Ver­brei­tung von “bis zu 70%” in eini­gen Stadt­tei­len New Yorks berich­tet. Dabei han­delt es sich jedoch nicht um einen bevölkerungs­basierten Wert, son­dern um Anti­kör­per bei Men­schen, die eine Not­fall­sta­ti­on auf­ge­sucht hatten.

Die fol­gen­de Gra­fik zeigt die tat­säch­li­che Ent­wick­lung der Coro­na-Todes­fäl­le in Schwe­den (kein Lock­down, kei­ne Mas­ken­pflicht) im Ver­gleich mit den Pro­gno­sen des Impe­ri­al Col­le­ge Lon­don (oran­ge: kei­ne Maß­nah­men; grau: mode­ra­te Maß­nah­men). Die schwe­di­sche Jahres­gesamt­sterblichkeit liegt im Bereich einer mitt­le­ren Grip­pe­wel­le und 3.6% unter den Vorjahren.

Coro­na-Todes­fäl­le in Schwe­den: Pro­gno­se des Impe­ri­al Col­le­ge Lon­don vs. Rea­li­tät (HTY/​FOHM)
Zu den Gesund­heits­ri­si­ken durch Covid-19

War­um ist das neue Coro­na­vi­rus für vie­le Men­schen unge­fähr­lich, für eini­ge Men­schen aber sehr gefähr­lich? Der Grund liegt bei Beson­der­hei­ten des Virus und des Immunsystems.

Vie­le Men­schen, dar­un­ter fast alle Kin­der, kön­nen das neue Coro­na­vi­rus mit einer bestehen­den Immu­ni­tät (durch den Kon­takt mit frü­he­ren Coro­na-Erkäl­tungs­vi­ren) oder durch Anti­kör­per bereits auf der Schleim­haut (IgA) neu­tra­li­sie­ren, ohne dass es viel Scha­den anrich­ten kann.

Gelingt das jedoch nicht, kann das Virus in den Orga­nis­mus ein­drin­gen. Dort kann das Virus auf­grund sei­ner effi­zi­en­ten Nut­zung des ACE2-Zell­re­zep­tors zu Kom­pli­ka­tio­nen in der Lun­ge (Pneu­mo­nie), den Gefä­ßen (Throm­bo­sen, Embo­lien), und wei­te­ren Orga­nen führen.

Reagiert das Immun­sys­tem in die­sem Fall zu schwach (bei älte­ren Men­schen) oder zu stark (bei eini­gen jün­ge­ren Men­schen), kann es zu einem kri­ti­schen Krank­heits­ver­lauf kommen.

Es ist auch zutref­fend, dass die Sym­pto­me oder Kom­pli­ka­tio­nen einer ernst­haf­ten Covid-19-Erkran­kun­gen in eini­gen Fäl­len wäh­rend Wochen oder sogar Mona­ten anhal­ten kön­nen.

Des­halb ist das neue Coro­na­vi­rus kei­nes­falls zu unter­schät­zen und eine früh­zei­ti­ge und wir­kungs­vol­le Behand­lung bei Risi­ko­pa­ti­en­ten abso­lut entscheidend.

Län­ger­fris­tig könn­te sich das neue Coro­na­vi­rus zu einem typi­schen Erkäl­tungs­vi­rus ent­wi­ckeln, ähn­lich dem Coro­na­vi­rus NL63, das eben­falls den ACE2-Zell­re­zep­tor nutzt und heut­zu­ta­ge Atem­wegs- und Lun­gen­ent­zün­dun­gen vor allem bei Klein­kin­dern und Pfle­ge­pa­ti­en­ten auslöst.

Zur Behand­lung von Covid-19

Hin­weis: Pati­en­ten wen­den sich an einen Arzt.

Meh­re­re Stu­di­en haben inzwi­schen belegt, was eini­ge behan­deln­de Ärz­te bereits seit März fest­ge­stellt haben: Eine früh­zei­ti­ge Behand­lung von Covid-Pati­en­ten mit Zink und dem Mala­ria­mit­tel Hydro­xychlo­ro­quin (HCQ) ist tat­säch­lich wir­kungs­voll.

US-Ärz­te berich­ten von einer Reduk­ti­on der Hos­pi­ta­li­sie­rungs­ra­te um bis zu 84% und von einer Sta­bi­li­sie­rung des Gesundheits­zustandes oft­mals inner­halb von weni­gen Stun­den.

Zink besitzt anti­vi­ra­le Eigen­schaf­ten, HCQ unter­stützt die Zink­auf­nah­me und besitzt zusätz­li­che anti­vi­ra­le Eigen­schaf­ten. Die­se Medi­ka­men­te wer­den von Ärz­ten bei Bedarf ergänzt durch ein Anti­bio­ti­kum (zur Ver­hin­de­rung einer bak­te­ri­el­len Super­in­fek­ti­on) und durch ein Blut­ver­dün­nungs­mit­tel (zur Ver­hin­de­rung infek­ti­ons­be­din­ger Throm­bo­sen und Embolien).

Die angeb­lich oder tat­säch­lich nega­ti­ven Resul­ta­te mit HCQ im Rah­men eini­ger Stu­di­en beruh­ten nach heu­ti­gem Wis­sens­stand auf einem ver­spä­te­ten Ein­satz, stark über­höh­ten Dosen (bis 2400mg/​T), mani­pu­lier­ten Daten­sät­zen, oder Kon­tra­in­di­ka­tio­nen (z.B. Favismus).

Die WHO, vie­le Medi­en und eini­ge Behör­den könn­ten durch ihr ableh­nen­des Ver­hal­ten, das viel­leicht poli­tisch moti­viert oder durch phar­ma­zeu­ti­sche Inter­es­sen beein­flusst war, in den ver­gan­ge­nen Mona­ten erheb­li­chen und unnö­ti­gen gesund­heit­li­chen Scha­den ange­rich­tet haben.

So geht der fran­zö­si­sche Medi­zin­pro­fes­sor Jaouad Zem­mou­ri davon aus, dass Euro­pa mit einer kon­se­quen­ten HCQ-Behand­lungs­stra­te­gie bis zu 78% der Covid-Todes­fäl­le hät­te ver­mei­den kön­nen.

HCQ-Kon­tra­in­di­ka­tio­nen wie zum Bei­spiel Favis­mus oder Herz­pro­ble­me müs­sen beach­tet wer­den, aber die neue Ford-Stu­die erreich­te auch mit 56% afro­ame­ri­ka­ni­schen Pati­en­ten (die häu­fi­ger Favis­mus auf­wei­sen) eine Reduk­ti­on der Sterb­lich­keit in Kli­ni­ken um rund 50%.

Der ent­schei­den­de Punkt bei der Behand­lung von Risi­ko­pa­ti­en­ten ist jedoch die früh­zei­ti­ge Inter­ven­ti­on bereits bei Ent­wick­lung der ers­ten typi­schen Sym­pto­me, um eine Pro­gres­si­on der Erkran­kung zu ver­hin­dern und eine inten­siv­me­di­zi­ni­sche Hos­pi­ta­li­sie­rung zu vermeiden.

Die meis­ten Län­der reagier­ten auch in die­sem Punkt unglück­lich: Nach der Infek­ti­ons­wel­le im März kam ein Lock­down, sodass die bereits infi­zier­ten und ver­ängs­tig­ten Men­schen ohne Behand­lung bei sich zuhau­se ein­ge­schlos­sen waren und oft­mals solan­ge war­te­ten, bis sie eine schwe­re Atem­not ent­wi­ckel­ten und direkt auf die Inten­siv­sta­ti­on gebracht wer­den muss­ten, wo sie dann oft­mals noch sediert und intu­biert wur­den und mit hoher Wahr­schein­lich­keit starben.

Es ist denk­bar, dass ein Zink-HCQ-Pro­to­koll, das ein­fach, sicher und kos­ten­güns­tig ist, kom­ple­xe­re Medi­ka­men­te, Imp­fun­gen und Maß­nah­men weit­ge­hend obso­let machen könnte.

Zuletzt zeig­te eine Fall­stu­die aus Frank­reich, dass bei vier der ers­ten fünf Pati­en­ten, die mit dem teu­ren Medi­ka­ment Rem­de­si­vir des Phar­ma­kon­zerns Gilead behan­delt wur­den, die Behand­lung wegen Leber­pro­ble­men und Nie­ren­ver­sa­gen abge­bro­chen wer­den musste.

Mehr dazu: Zur Behand­lung von Covid-19

Zur Wirk­sam­keit von Masken

Ver­schie­de­ne Län­der haben eine Mas­ken­pflicht im öffent­li­chen Ver­kehr, im Detail­han­del oder all­ge­mein in der Öffent­lich­keit ein­ge­führt oder dis­ku­tie­ren die­se aktuell.

Eini­ge mögen argu­men­tie­ren, dass sich die Dis­kus­si­on auf­grund der deut­lich gerin­ge­ren Leta­li­tät und Hos­pi­ta­li­sie­rungs­ra­te von Covid-19 und der Behandlungs­möglichkeiten bereits erüb­rigt hat, da das ursprüng­li­che Ziel bezüg­lich “flat­ten the cur­ve” nicht mehr im Fokus steht.

Den­noch kann man die Fra­ge nach der gene­rel­len Wirk­sam­keit von Mas­ken stel­len. Im Fal­le von Influ­en­za-Epi­de­mien und ‑Pan­de­mien ist die Ant­wort aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht bereits klar: Mas­ken im All­tag habe kei­ne oder eine sehr gerin­ge Wir­kung auf das Infek­ti­ons­ge­sche­hen. Bei unsach­ge­mä­ßer Ver­wen­dung kön­nen sie das Infek­ti­ons­ri­si­ko sogar erhöhen.

Das bes­te und aktu­ells­te Bei­spiel dafür ist iro­ni­scher­wei­se das oft genann­te Mas­ken­land Japan: Japan erleb­te sei­ne letz­te star­ke Grip­pe­wel­le mit rund fünf Mil­lio­nen Erkankten trotz Mas­ken gera­de erst vor einem Jahr, im Janu­ar und Febru­ar 2019.

Bei Influ­en­za-Viren kommt aller­dings im Unter­schied zu SARS-Coro­na­vi­ren der wich­ti­ge Fak­tor hin­zu, dass sie sehr wesent­lich durch Kin­der über­tra­gen wer­den. Japan muss­te 2019 bei­spiels­wei­se rund zehn­tau­send Schu­len wegen aku­ter Krank­heits­aus­brü­che schließen.

Beim SARS-1-Virus von 2002 und 2003 gibt es eine gewis­se Evi­denz, dass medi­zi­ni­sche Mas­ken vor einer Infek­ti­on teil­wei­se schüt­zen kön­nen. Doch SARS‑1 ver­brei­te­te sich fast nur in Kran­ken­häu­sern, d.h. in einem pro­fes­sio­nel­len Umfeld, und kaum in der Allgemeinheit.

Eine bekann­te Stu­die von 2015 zeig­te hin­ge­gen, dass die heut­zu­ta­ge ver­brei­te­ten Stoff­mas­ken auf­grund ihrer Poren­grö­ße für 97% der vira­len Par­ti­kel durch­läs­sig sind und das Infek­ti­ons­ri­si­ko durch die Spei­che­rung von Feuch­tig­keit zusätz­lich erhö­hen können.

Eini­ge Stu­di­en argu­men­tier­ten zuletzt, Mas­ken im All­tag sei­en im Fal­le des neu­en Coro­na­vi­rus den­noch wirk­sam und könn­ten zumin­dest die Anste­ckung ande­rer Per­so­nen verhindern.

Die­se Stu­di­en sind jedoch metho­disch schwach und bele­gen teil­wei­se eher das Gegen­teil. Typi­scher­wei­se igno­rie­ren die­se Stu­di­en den Effekt ande­rer zeit­glei­cher Maß­nah­men, die natür­li­che Ent­wick­lung der Infek­ti­ons­zah­len, die Ver­än­de­rung der Test-Akti­vi­tät, oder sie ver­glei­chen Län­der mit sehr unter­schied­li­chen Voraussetzungen.

Ein Über­blick:

  1. Eine deut­sche Stu­die behaup­te­te, die Ein­füh­rung einer Mas­ken­pflicht in deut­schen Städ­ten habe zu einem Rück­gang der Infek­tio­nen geführt. Doch die Daten bele­gen das nicht: In eini­gen Städ­ten gab es kei­ne Ver­än­de­rung, in ande­ren eine Abnah­me, in wei­te­ren eine Zunah­me der Infek­tio­nen (s. Gra­fik unten). Die als Vor­bild prä­sen­tier­te Stadt Jena führ­te gleich­zei­tig die strengs­ten Qua­ran­tä­ne­re­geln Deutsch­lands ein, was die Stu­die jedoch nicht erwähnte.
  2. Eine Stu­die im Fach­jour­nal PNAS behaup­te­te, Mas­ken hät­ten in drei Hot­spots (dar­un­ter New York City) zu einem Rück­gang der Infek­tio­nen geführt. Dabei wur­den weder der natür­li­che Rück­gang der Infek­tio­nen noch ande­re Maß­nah­men berück­sich­tigt. Die Stu­die war so feh­ler­haft, dass über 40 Wis­sen­schaft­ler einen Rück­zug der Stu­die empfahlen.
  3. Eine ame­ri­ka­ni­sche Stu­die behaup­te­te, die Mas­ken­pflicht habe in 15 Bun­des­staa­ten zu einem Rück­gang der Infek­tio­nen geführt. Die Stu­die berück­sich­tig­te nicht, dass das Infek­ti­ons­ge­sche­hen zu die­sem Zeit­punkt in den meis­ten Bun­des­staa­ten ohne­hin bereits rück­läu­fig war. Ein Ver­gleich mit ande­ren Bun­des­staa­ten wur­de nicht durchgeführt.
  4. Eine ame­ri­ka­nisch-kana­di­sche Stu­die behaup­te­te, Län­der mit einer Mas­ken­pflicht hät­ten weni­ger Todes­fäl­le als Län­der ohne Mas­ken­pflicht. Doch dabei wur­den afri­ka­ni­sche, latein­ame­ri­ka­ni­sche, asia­ti­sche und ost­eu­ro­pä­si­che Län­der mit sehr unter­schied­li­chen Infek­ti­ons­ge­sche­hen und Bevöl­ke­rungs­struk­tu­ren verglichen.
  5. Eine Meta­stu­die im Fach­jour­nal Lan­cet behaup­te­te, Mas­ken “könn­ten” zu einer Reduk­ti­on des Infek­ti­ons­ri­si­kos füh­ren, doch die unter­such­ten Stu­di­en bezo­gen sich haupt­säch­lich auf Kran­ken­häu­ser (Sars‑1) und die Stär­ke der Evi­denz wur­de mit “gering” angegeben.

Der medi­zi­ni­sche Nut­zen einer Mas­ken­pflicht bleibt daher wei­ter­hin frag­lich. Eine länder­ver­gleichende Unter­su­chung der Uni­ver­si­ty of East Anglia kam etwa zum Ergeb­nis, dass eine Mas­ken­pflicht kei­nen mess­ba­ren Effekt auf die Covid-Infek­tio­nen oder Todes­fäl­le hatte.

Bekannt ist auch, dass die sehr weit ver­brei­te­ten Mas­ken den ursprüng­li­chen Aus­bruch in der chi­ne­si­schen Stadt Wuhan nicht ver­hin­dern konnten.

Schwe­den zeig­te, dass es auch ohne Lock­down, ohne Mas­ken­pflicht und mit einer der tiefs­ten Inten­siv­bett­ka­pa­zi­tä­ten Euro­pas nicht zu einer Über­las­tung der Kran­ken­häu­ser kom­men muss. Tat­säch­lich liegt die schwe­di­sche Jah­res­ge­samt­mor­ta­li­tät im Bereich frü­he­rer Grip­pe­wel­len.

Pro­ble­ma­tisch wird es, wenn Behör­den der Bevöl­ke­rung sug­ge­rie­ren, durch eine Mas­ken­pflicht sin­ke das Infek­ti­ons­ri­si­ko etwa im öffent­li­chen Ver­kehr. Dafür gibt es kei­ne Evi­denz. Ob mit oder ohne Mas­ken besteht in dicht besetz­ten Innen­räu­men ein erhöh­tes Infektionsrisiko.

Inter­es­san­ter­wei­se steht an der Spit­ze der For­de­rung nach einer welt­wei­ten Mas­ken­pflicht eine Lob­by­grup­pe namens “masks4all” (Mas­ken für alle), die von einem “Young Lea­der” des World Eco­no­mic Forum (WEF) Davos gegrün­det wurde.

Mas­ken­pflicht in deut­schen Städ­ten: Kei­en rele­van­te Wir­kung. (IZA 2020)
Zur Rol­le von Kontaktverfolgung

Zahl­rei­che Län­der haben für teils sehr viel Geld Smart­pho­ne-Appli­ka­tio­nen und Spe­zi­al­ein­hei­ten zur gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Kon­takt­ver­fol­gung ein­ge­rich­tet. Es gibt indes kei­ne Evi­denz, dass die­se einen epi­de­mio­lo­gisch rele­van­ten Bei­trag zum Pan­de­mie-Manage­ment leis­ten können.

Beim Tra­cing-Pio­nier Island ist die App bereits weit­ge­hend geschei­tert, in Nor­we­gen wur­de sie aus Daten­schutz­gründen gestoppt, in Indi­en, Argen­ti­ni­en, Sin­ga­pur und wei­te­ren Län­dern wur­de sie nach­träg­lich doch noch obli­ga­to­risch, in Isra­el wird sie direkt vom Geheim­dienst betrie­ben.

Eine WHO-Stu­die zu Grip­pe­pan­de­mien kam 2019 zudem zum Ergeb­nis, dass Kon­takt­ver­fol­gung aus medi­zi­ni­scher Sicht nicht sinn­voll und “unter kei­nen Umstän­den zu emp­feh­len” ist. Das typi­sche Anwen­dungs­ge­biet dafür sind eher sexu­ell über­trag­ba­re Krank­hei­ten oder Vergiftungen.

Zudem bestehen wei­ter­hin ernst­haf­te Beden­ken bezüg­lich Daten­schutz und Bürgerrechten.

NSA-Whist­leb­lower Edward Snow­den warn­te bereits im März, dass Regie­run­gen die Coro­na-Kri­se zum Anlass oder Vor­wand für den Aus­bau der gesell­schaft­li­chen Über­wa­chung und Kon­trol­le neh­men und damit eine “Archi­tek­tur der Unter­drü­ckung” errich­ten könnten.

Eine Whist­leb­lo­we­rin, die an einem Aus­bil­dungs­pro­gramm für Kon­takt­ver­fol­ger in den USA teil­ge­nom­men hat­te, beschrieb die­ses als “tota­li­tär” und eine “Gefahr für die Gesellschaft”.

Der Schwei­zer Infor­ma­tik-Pro­fes­sor Ser­ge Vau­den­ay mach­te öffent­lich, dass die Pro­to­kol­le zur Kon­takt­ver­fol­gung kei­nes­wegs “dezen­tral” und “trans­pa­rent” sind, denn die eigent­li­che Funk­tio­na­li­tät wird durch eine Schnitt­stel­le von Goog­le und Apple (GAEN) imple­men­tiert, die für die Öffent­lich­keit nicht ein­seh­bar und nicht kon­trol­lier­bar ist (d.h. kein “Open Source”).

Die­se nicht-ein­seh­ba­re Schnitt­stel­le wur­de von Goog­le und Apple inzwi­schen in drei Mil­li­ar­den Mobil­te­le­fo­ne inte­griert. Laut Pro­fes­sor Vau­den­ay kann die­se Schnitt­stel­le zudem alle Kon­tak­te, nicht nur die medi­zi­nisch “rele­van­ten”, auf­zeich­nen und spei­chern. Ein deut­scher Infor­ma­tik-Exper­te bezeich­ne­te Tra­cing-Apps sei­ner­seits als ein “Tro­ja­ni­sches Pferd”.

Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur “Kon­takt­ver­fol­gung” sie­he das Update vom Juni.

Sie­he auch: Insi­de the NSA’s Secret Tool for Map­ping Your Social Net­work (Wired)

“Con­ta­ct Tra­cing” durch Goog­le und Apple
Wei­te­re Meldungen
Zum Ursprung des neu­en Coronavirus

Im Juni-Update wur­de dar­ge­stellt, dass renom­mier­te Viro­lo­gen einen Labor-Ursprung des neu­en Coro­na­vi­rus für “min­des­tens so plau­si­bel” hal­ten wie einen natür­li­chen Ursprung. Der Grund dafür sind eini­ge gene­ti­sche Beson­der­hei­ten des Virus im Bereich der Rezep­tor­bin­dung, die zu einer beson­ders hohen Über­trag­bar­keit und Infek­tio­si­tät beim Men­schen führen.

Inzwi­schen gibt es wei­te­re Evi­denz­für die­se Hypo­the­se. Sie­he dazu:

Die Ent­wick­lun­gen seit Anfang 2020 zei­gen, dass das neue Coro­na­vi­rus nicht als “Bio­waf­fe” im enge­ren Sin­ne zu sehen ist, da es zu wenig töd­lich und zu wenig gezielt ein­setz­bar ist. Aller­dings kann es durch­aus die Bevöl­ke­rung in Angst ver­set­zen und poli­tisch genutzt werden.

Den­noch bleibt, neben einem mög­li­chen Labor-Ursprung, auch ein natür­li­cher Ursprung des neu­en Coro­na­vi­rus eine rea­lis­ti­sche Mög­lich­keit, obschon die Hypo­the­se vom “Wuhan-Tier­markt” und zuletzt die Pan­go­lin-Hypo­the­se von Exper­ten inzwi­schen ver­wor­fen wurden.

Das Viro­lo­gi­sche Insti­tut in Wuhan (WIV)

(Zuletzt aktu­al­siert: 17. Juli)

Juni 2020

A. All­ge­mei­ner Teil
Stu­di­en zur Leta­li­tät von Covid-19

Stan­ford-Pro­fes­sor John Ioann­i­dis publi­zier­te im Mai eine Über­sicht der bis­he­ri­gen Covi­d19-Anti­kör­per-Stu­di­en. Dem­nach liegt die Leta­li­tät von Covid19 (IFR) in den meis­ten Län­dern und Regio­nen bei unter 0.16%. Für drei Hot­spots fand Ioann­i­dis eine Ober­gren­ze von 0.40%.

Auch die US-Gesund­heits­be­hör­de CDC redu­zier­te in ihrem neu­es­ten Bericht die Covi­d19-Leta­li­tät (IFR) auf 0.26% (best esti­ma­te). Selbst die­ser Wert ist noch als Ober­gren­ze zu sehen, da die CDC kon­ser­va­tiv von 35% asym­pto­ma­ti­schen Fäl­len aus­geht, wäh­rend die meis­ten Stu­di­en auf 50 bis 80% asym­pto­ma­ti­sche Fäl­le hindeuten.

Ende Mai publi­zier­ten Schwei­zer Immu­no­lo­gen um Pro­fes­sor Onur Boy­man aller­dings die bis­her wohl wich­tigs­te Stu­die zur Covi­d19-Leta­li­tät. Die­se Pre­print-Stu­die kam zum Ergeb­nis, dass die übli­chen Anti­kör­per-Tests, die Anti­kör­per im Blut mes­sen (IgG und IgM), höchs­tens ca. ein Fünf­tel aller Covi­d19-Infek­tio­nen erken­nen kön­nen (Zei­tungs­be­richt auf Eng­lisch; Ori­gi­nal­stu­die).

Der Grund dafür ist, dass das neue Coro­na­vi­rus bei den meis­ten Men­schen bereits durch Anti­kör­per auf der Schleim­haut (IgA) oder durch eine zel­lu­lä­re Immu­ni­tät (T‑Zellen) neu­tra­li­siert wird und sich dabei kei­ne oder nur mil­de Sym­pto­me ausbilden.

Dies bedeu­tet, dass das neue Coro­na­vi­rus ver­mut­lich noch viel wei­ter ver­brei­tet ist als bis­her ange­nom­men und die Leta­li­tät pro Infek­ti­on bis zu fünf­mal nied­ri­ger liegt als bis­her ver­mu­tet. Die wirk­li­che Leta­li­tät könn­te somit deut­lich unter 0.1% und damit im Bereich der Influ­en­za liegen.

Tat­säch­lich zeig­ten inzwi­schen meh­re­re Stu­di­en, dass bis zu 60% aller Men­schen bereits über eine gewis­se zel­lu­lä­re Immu­ni­tät gegen Covid-19 ver­fü­gen, die durch den Kon­takt mit bis­he­ri­gen Coro­na­vi­ren (Erkäl­tungs­vi­ren) erwor­ben wur­de. Ins­be­son­de­re Kin­der kom­men oft in Kon­takt mit sol­chen Coro­na­vi­ren, was ihre Unem­pflind­lich­keit gegen­über Covid19 mit­erklä­ren könnte.

Die neue Schwei­zer Stu­die dürf­te zudem erklä­ren, war­um Anti­kör­per-Stu­di­en selbst in Hot­spots wie New York oder Madrid eine Infek­ti­ons­ra­te von höchs­tens ca. 20% fan­den, denn dies wür­de einer tat­säch­li­chen Rate von nahe­zu 100% ent­spre­chen. In vie­len Regio­nen dürf­te die tat­säch­li­che Aus­brei­tung bereits bei deut­lich über 50% und damit im Bereich der Her­denim­mu­ni­tät liegen.

Soll­te sich die Schwei­zer Unter­su­chung bestä­ti­gen, so wür­de die Ein­schät­zung der Oxford-Epi­de­mio­lo­gin Prof. Sune­tra Gupta zutref­fen, die bereits früh von einer sehr wei­ten Ver­brei­tung von Covid-19 und einer gerin­gen Leta­li­tät zwi­schen 0.01% unter 0.1% aus­ging.

Trotz der ver­gleichs­wei­se gerin­gen Leta­li­tät von Covid-19 (Todes­fäl­le pro Infek­tio­nen) kann die Mor­ta­li­tät (Todes­fäl­le pro Bevöl­ke­rung) regio­nal und kurz­fris­tig den­noch stark erhöht sein, wenn sich das Virus rasch aus­brei­tet und dabei Risi­ko­grup­pen wie ins­be­son­de­re Pati­en­ten in Pfle­ge­hei­men erreicht, wie das in meh­re­ren Hot­spots tat­säch­lich geschah (sie­he unten).

Auf­grund der eher gerin­gen Leta­li­tät fällt Covid-19 höchs­tens in die Stu­fe 2 des von den US-Gesund­heits­be­hör­den ent­wi­ckel­ten fünf­stu­fi­gen Pan­de­mie-Plans. Für die­se Stu­fe ist ledig­lich die “frei­wil­li­ge Iso­lie­rung kran­ker Per­so­nen” als Haupt­maß­nah­me vor­ge­se­hen. Wei­ter­ge­hen­de Maß­nah­men wie Mund­schutz­pflicht, Schul­schlie­ßun­gen, Abstands­re­geln, Kon­takt­ver­fol­gung, Imp­fun­gen und Lock­downs gan­zer Gesell­schaf­ten sind hin­ge­gen nicht angezeigt.

Bezüg­lich Kon­takt­ver­fol­gung kam eine WHO-Stu­die zu Influ­en­za-Pan­de­mien von 2019 zudem zum Ergeb­nis, dass die­se aus medi­zi­ni­scher Sicht “unter kei­nen Umstän­den zu emp­feh­len” ist, da bei leicht über­trag­ba­ren und ins­ge­samt eher mil­den Atemwegs­erkrankungen nicht zielführend.

Manch­mal wird argu­men­tiert, man habe die eher gerin­ge Leta­li­tät zu Beginn nicht gekannt. Das ist nicht ganz rich­tig, denn die Daten aus Süd­ko­rea, der Kreuz­fahrt­schif­fe und selbst aus Ita­li­en zeig­ten bereits im März, dass das Risi­ko für die All­ge­mein­be­völ­ke­rung ziem­lich gering ist.

Vie­le Gesund­heits­be­hör­den wuss­ten dies auch, wie etwa gele­ak­te Emails aus Däne­mark von Mit­te März zei­gen: “Die däni­sche Gesund­heits­be­hör­de ist wei­ter­hin der Ansicht, dass Covid-19 nicht als all­ge­mein gefähr­li­che Krank­heit bezeich­net wer­den kann, da es weder einen nor­ma­ler­wei­se schwer­wie­gen­den Ver­lauf noch eine hohe Sterb­lich­keits­ra­te aufweist.” 

Eini­ge Medi­en berech­nen jedoch wei­ter­hin eine angeb­lich viel höhe­re Covi­d19-Leta­li­tät von teil­wei­se über 1%, indem sie ein­fach Todes­fäl­le durch “Infek­tio­nen” divi­die­ren, ohne die Alters- und Risi­ko­ver­tei­lung zu berück­sich­ti­gen, die gera­de bei Covid19 abso­lut ent­schei­dend ist.

Die aktu­el­len Daten des euro­päi­schen Mor­ta­li­täts­mo­ni­to­rings Euro­mo­mo zei­gen, dass sich in meh­re­ren Län­dern inzwi­schen eine Unter­sterb­lich­keit abzeich­net, so in Frank­reich, Ita­li­en, Spa­ni­en und auch der Schweiz. Der Grund dafür ist, dass der Alters­durch­schnitt der Covi­d19-Todes­fäl­le sehr hoch lag, und in die­ser Alters­grup­pe nun bereits weni­ger Men­schen als üblich sterben.

Sie­he auch: Stu­dies on Covid-19 lethality

Bei­spiel: Todes­ra­te pro Alters­grup­pe in Mas­sa­chu­setts, USA (Quel­le)
Zur Rol­le der Pflegeheime

Pfle­ge­hei­me spiel­ten eine abso­lu­te Schlüs­sel­rol­le in der Covid-19-Pan­de­mie. In den meis­ten Län­dern ereig­ne­ten sich ein bis zwei Drit­tel aller Covi­d19-Todes­fäl­le in Pfle­ge­hei­men, in Kana­da und eini­gen US-Bun­des­staa­ten sogar bis zu 80%. Auch in Schwe­den, das kei­nen Lock­down ver­häng­te, erfolg­ten 75% der Todes­fäl­le in Pfle­ge­hei­men und Pflegewohnungen.

Umso bedenk­li­cher ist es, dass man­che Behör­den ihre Pfle­ge­hei­me ver­pflich­te­ten, erkrank­te Per­so­nen aus den Kli­ni­ken bei sich auf­zu­neh­men, was in der Fol­ge fast immer zu zahl­rei­chen Neu­in­fek­tio­nen und Todes­fäl­len führ­te. Dies geschah etwa in Nord­ita­li­en, Eng­land und den stark betrof­fe­nen US-Bun­des­staa­ten New York, New Jer­sey und Penn­syl­va­nia.

Aus Nord­ita­li­en ist zudem bekannt, dass die ver­brei­te­te Angst vor dem Virus und der ange­kün­dig­te Lock­down zu einer Flucht der vor­wie­gend ost­eu­ro­päi­schen Pfle­ge­kräf­te führ­te, wodurch der Zusam­men­bruch der Alters­pfle­ge noch beschleu­nigt wur­de.

In den USA ent­fal­len ins­ge­samt min­des­tens 42% aller Covi­d19-Todes­fäl­le auf jene 0.6% der Bevöl­ke­rung, die in Pfle­ge­hei­men leben. Dabei erfor­dern Pfle­ge­hei­me einen geziel­ten Schutz und pro­fi­tie­ren gera­de nicht von einem all­ge­mei­nen Lock­down der gesam­ten Gesellschaft.

Es ist bekannt, dass auch gewöhn­li­che Coro­na­vi­ren (Erkäl­tungs­vi­ren) für Men­schen in Pfle­ge­hei­men gefähr­lich sein kön­nen. Stan­ford-Pro­fes­sor John Ioann­i­dis mach­te bereits Mit­te März dar­auf auf­merk­sam, dass Coro­na­vi­ren dort eine Falls­terb­lich­keit von bis zu 8% erreichen.

Zudem ist oft nicht klar, ob die­se Men­schen wirk­lich an Covid-19 star­ben oder am wochen­lan­gen Stress und der tota­len Iso­la­ti­on. So gab es in eng­li­schen Pfle­ge­hei­men ca. 30,000 zusätz­li­che Todes­fäl­le, aber bei nur 10,000 ist Covid19 auf dem Toten­schein ver­merkt.

Allein im April star­ben in Eng­land und Wales rund 10,000 zusätz­li­che Demenz­pa­ti­en­ten ohne Coro­na-Infek­ti­on auf­grund der wochen­lan­gen Iso­la­ti­on. In meh­re­ren Län­dern wur­den inzwi­schen Unter­su­chun­gen zur Situa­ti­on in Pfle­ge­hei­men ein­ge­lei­tet oder gefor­dert.

Todes­fäl­le in Pfle­ge­hei­men, abso­lut und pro­zen­tu­al (LTC­Co­vid)
Zur Rol­le der Krankenhäuser

Der zwei­te zen­tra­le Fak­tor bezüg­lich Infek­tio­nen und Todes­fäl­len, neben den Pfle­ge­hei­men, sind die Kran­ken­häu­ser selbst. Bereits in einer Fall­stu­die in Wuhan zeig­te sich, dass sich ca. 41% der hos­pi­ta­li­sier­ten Pati­en­ten im Kran­ken­haus selbst mit Covid19 ange­steckt hatten.

Auch in Nord­ita­li­en, Spa­ni­en, Eng­land und wei­te­ren stark betrof­fe­nen Regio­nen spiel­te die Anste­ckung in Kran­ken­häu­sern eine ent­schei­den­de Rol­le, d.h. die Kli­ni­ken wur­den selbst zum Haupt­über­tra­gungs­ort von Covid19 auf bereits geschwäch­te Men­schen (sog. nos­o­ko­mia­le Infek­ti­on) – ein Pro­blem, das bereits beim SARS-Aus­bruch von 2003 beob­ach­tet wurde.

Nach heu­ti­gem Kennt­nis­stand hat­ten jene Län­der, die Infektions­ausbrüche in Pfle­ge­hei­men und Kran­ken­häu­sern ver­mei­den konn­ten, ver­gleichs­wei­se weni­ge Todes­fäl­le zu bekla­gen. Der all­ge­mei­ne Lock­down spiel­te hin­ge­gen kei­ne bzw. eine kon­tra­pro­duk­ti­ve Rol­le (sie­he unten).

Hin­zu kommt eine mit­un­ter töd­li­che Fehl­be­hand­lung von Covi­d19-Pati­en­ten durch aggres­si­ve Medi­ka­men­te oder inva­si­ve Beatmung (Intu­ba­ti­on), vor deren Risi­ken Fach­leu­te seit Mona­ten warn­ten. So gibt es in den USA finan­zi­el­le Anrei­ze, Covid-Pati­en­ten an Beatmungs­maschinen anzu­schlie­ßen. In New York wur­de dies­be­züg­lich inzwi­schen eine Unter­su­chung eingeleitet.

Sie­he auch: Eine Under­co­ver-Kran­ken­schwes­ter berich­tet aus New York City (Video)

Zum Krank­heits­bild von Covid-19

Der bekann­te Ham­bur­ger Rechts­me­di­zi­ner Pro­fes­sor Klaus Püschel stell­te im Mai sei­ne welt­weit erst­ma­li­ge Stu­die (eng­lisch) zu den ers­ten 12 von 190 detail­lier­ten Coro­na-Obduk­tio­nen an einer Pres­se­kon­fe­renz (deutsch) vor.

Pro­fes­sor Püschel beton­te erneut, dass Covid-19 “nicht ansatz­wei­se so bedroh­lich ist, wie zunächst ver­mu­tet wur­de”. Die Gefahr sei “durch Medi­en­bil­der viel zu sehr beein­flusst” wor­den. Die Medi­en hät­ten auf schwe­re Ein­zel­fäl­le foku­siert und mit “völ­lig fal­schen Bot­schaf­ten” Panik geschürt. Covid-19 sei kein “Kil­ler­vi­rus” und der Ruf nach neu­er Medi­zin oder Impf­stof­fen “von Angst geprägt”.

Die kon­kre­te Todes­ur­sa­che der unter­such­ten Todes­fäl­le sei jeweils eine Lun­gen­ent­zün­dung gewe­sen, aller­dings lagen in cir­ca 50% der Fäl­le auch Venen­throm­bo­sen in den Bei­nen vor, die in der Fol­ge zu töd­li­chen Lun­gen­em­bo­lien füh­ren kön­nen. Teil­wei­se sei­en zudem die Nie­ren und der Herz­mus­kel betrof­fen gewe­sen. Pro­fes­sor Püschel emp­fiehlt des­halb bei ernst­haf­ten Covid-Erkran­kun­gen die prä­ven­ti­ve Abga­be von blut­ver­dün­nen­den Medikamenten.

Bezüg­lich der Throm­bo­sen und Lun­gen­em­bo­lien beton­te Pro­fes­sor Püschel – wie zuvor bereits ande­re Exper­ten – dass ein “Lock­down” mit Qua­ran­tä­ne zuhau­se “genau die fal­sche Maß­nah­me” sei, da der Bewe­gungs­man­gel Throm­bo­sen zusätz­lich för­dert. Auch US-Fach­ärz­te haben vor die­sem Risi­ko gewarnt, nach­dem selbst bei Covid-nega­ti­ven Per­so­nen uner­war­te­te Throm­bo­sen auf­tra­ten.

Vie­le Medi­en inter­pre­tier­ten die Obduk­ti­ons­be­fun­de wie­der­um falsch und spra­chen von Covid-19 als einer beson­ders gefähr­li­chen Krank­heit, die angeb­lich im Unter­schied zur Influ­en­za zu Throm­bo­sen und Lun­gen­em­bo­lien füh­re. Das ist nicht rich­tig: Bereits seit 50 Jah­ren ist bekannt, dass auch eine schwe­re Influ­en­za das Risi­ko für Throm­bo­sen und Embo­lien stark erhöht und den Herz­mus­kel und ande­re Orga­ne betref­fen kann. Sogar die Emp­feh­lung bezüg­lich prä­ven­ti­vem Blut­ver­dün­ner bei schwe­rer Influ­en­za ist schon seit 50 Jah­ren bekannt.

Kin­der und Schulen

Zahl­rei­che Stu­di­en haben inzwi­schen belegt, dass Kin­der an Covid19 kaum erkran­ken und das Virus nicht oder kaum über­tra­gen, was bereits vom SARS-Aus­bruch von 2003 bekannt war. Für die Schlie­ßung von Schu­len gab es des­halb zu kei­nem Zeit­punkt einen medi­zi­ni­schen Grund.

Dem­entspre­chend regis­trier­ten all jene Län­der, die ihre Schu­len bereits im Mai wie­der öff­ne­ten, kei­ne Zunah­me an Infek­ti­ons­fäl­len. Län­der wie Schwe­den, die ihre Grund­schu­len ohne­hin nie schlos­sen, hat­ten damit eben­falls kei­ne Probleme.

Eine Pre­print-Stu­die des deut­schen Viro­lo­gen Chris­ti­an Dros­ten argu­men­tier­te, die Anste­ckungs­ge­fahr durch Kin­der sei doch ver­gleich­bar mit Erwach­se­nen und Schu­len soll­ten des­halb geschlos­sen blei­ben. Meh­re­re For­scher wie­sen jedoch metho­di­sche Feh­ler in der Stu­die nach. Dros­ten nahm die Emp­feh­lung bzgl. Schul­schlie­ßun­gen dar­auf­hin zurück.

In eini­gen Schu­len, bei­spiels­wei­se in Frank­reich und Isra­el, soll es den­noch zu angeb­li­chen “Coro­na-Aus­brü­chen” gekom­men sein. Es dürf­te sich dort jedoch um Über­tra­gun­gen von Leh­rern auf Schü­ler han­deln, die zu ihrem Leid­we­sen regel­mä­ßig getes­tet wer­den, obschon sie kaum Sym­pto­me zei­gen und selbst kaum oder gar nicht anste­ckend sind.

Zum The­ma Kawa­sa­ki-Krank­heit kri­ti­sier­te die bri­ti­sche Kawa­sa­ki Dise­a­se Foun­da­ti­on erneut die unse­riö­se und rei­ße­ri­sche Medi­en­be­richt­erstat­tung. Tat­säch­lich gebe es bis­her kei­ne signi­fi­kan­te Zunah­me an Kawa­sa­ki-Fäl­len und kei­nen beleg­ten Zusam­men­hang mit Covid-19. All­ge­mei­ne ent­zünd­li­che Reak­tio­nen in ein­zel­nen Kin­dern sei­en auch von ande­ren Viren­in­fek­tio­nen bekannt, die Anzahl der bis­her gemel­de­ten Fäl­le sei indes äußerst gering.

Auch deut­sche medi­zi­ni­sche Ver­bän­de ver­öf­fent­lich­ten eine Ent­war­nung: Covid-19 ver­lau­fe bei nahe­zu allen Kin­dern unmerk­lich oder sehr mild. Schu­len und Kitas sei­en des­halb umge­hend und ohne Ein­schrän­kun­gen zu öff­nen, d.h. es brau­che kei­ne Klein­grup­pen, Abstands­re­geln oder Masken.

Schul­kin­der in Frank­reich, die in Boxen spie­len müs­sen (15. Mai 2020, Dai­l­y­Mail)
Zur Wirk­sam­keit von Masken

Unab­hän­gig von der ohne­hin ver­gleichs­wei­se gerin­gen Leta­li­tät von Covid19 in der All­ge­mein­bevöl­ke­rung (sie­he oben) gibt es für die Wirk­sam­keit von Mas­ken bei gesun­den und sym­ptom­lo­sen Men­schen im All­tag wei­ter­hin kei­ne wis­sen­schaft­li­chen Belege.

Eine län­der­ver­glei­chen­de Unter­su­chung der Uni­ver­si­tät von East Anglia kam zum Ergeb­nis, dass eine Mas­ken­pflicht kei­nen Nut­zen brach­te und das Infek­ti­ons­ri­si­ko sogar erhö­hen könnte.

Zwei US-Pro­fes­so­ren und Exper­ten für Atem- und Infek­ti­ons­schutz der Uni­ver­si­tät von Illi­nois erklä­ren in einem Auf­satz, dass Mas­ken im All­tag kei­ne Wir­kung haben, weder als Selbst­schutz noch zum Schutz Drit­ter (soge­nann­te Quel­len­kon­trol­le). Auch hät­ten die weit­ver­brei­te­ten Mas­ken den Aus­bruch in der chi­ne­si­schen Stadt Wuhan nicht verhindert.

Eine Stu­die vom April 2020 in der Fach­zeit­schrift Annals of Inter­nal Medi­ci­ne kam zum Ergeb­nis, dass weder Stoff­mas­ken noch chir­ur­gi­sche Mas­ken die Ver­brei­tung des Covi­d19-Virus durch Hus­ten ver­hin­dern können.

Ein Arti­kel im New Eng­land Jour­nal of Medi­ci­ne vom Mai 2020 kommt eben­falls zum Ergeb­nis, dass Mas­ken im All­tag kei­nen oder kaum Schutz bie­ten. Der Ruf nach einer Mas­ken­pflicht sei ein “irra­tio­na­ler Angstreflex”.

Eine von der US-Gesund­heits­be­hör­de CDC ver­öf­fent­li­che Meta­stu­die vom Mai 2020 zu Influ­en­za-Pan­de­mien kam eben­falls zum Ergeb­nis, dass Mas­ken weder das Infek­ti­ons- noch das Über­tra­gungs­ri­si­ko (Quel­len­kon­trol­le) redu­zie­ren können.

Eine Stu­die im Bri­tish Medi­cal Jour­nal von 2015 kam zum Ergeb­nis, dass Stoff­mas­ken 97% aller Par­ti­kel durch­lie­ßen und das Infek­ti­ons­ri­si­ko durch Spei­che­rung der Feuch­tig­keit erhö­hen können.

Die WHO erklär­te im Juni über­dies, dass die oft dis­ku­tier­te “asym­pto­ma­ti­sche Über­tra­gung” in Wirk­lich­keit “sehr sel­ten” ist, wie Daten aus zahl­rei­chen Län­dern zeig­ten. Die weni­gen bestä­tig­ten Fäl­le erfolg­ten zumeist durch direk­ten Kör­per­kon­takt wie Hand­schlag oder Küsse.

In Öster­reich wird die Mas­ken­pflicht im Han­del und in der Gas­tro­no­mie ab Mit­te Juni wie­der auf­ge­ho­ben. In Schwe­den wur­de nie eine Mas­ken­pflicht ein­ge­führt, da die­se “kei­nen zusätz­li­chen Schutz für die Bevöl­ke­rung bie­tet”, wie die Gesund­heits­be­hör­de erklärte.

Zahl­rei­che Poli­ti­ker, Medi­en­leu­te und Poli­zis­ten wur­den bereits dabei erwischt, wie sie ihre Mas­ken in einer Men­schen­men­ge extra für die Fern­seh­ka­me­ras anzo­gen oder sofort wie­der ableg­ten, als sie glaub­ten, es wer­de nicht mehr gefilmt.

In man­chen Fäl­len kam es zu bru­ta­len Poli­zei­über­grif­fen, da eine Per­son ihre Mas­ke “nicht rich­tig getra­gen” habe. In ande­ren Fäl­len durf­ten Men­schen mit einer Behin­de­rung, die ärzt­lich attes­tiert kei­ne Mas­ke tra­gen kön­nen und müs­sen, Ein­kauf­häu­ser nicht betre­ten.

Ent­ge­gen all die­ser Evi­denz pro­pa­giert eine Grup­pe namens “masks4all”, die von einem Young Lea­der des World Eco­no­mic Forum (WEF) Davos gegrün­det wur­de, eine welt­wei­te Mas­ken­pflicht. Ver­schie­de­ne Regie­run­gen und die WHO schei­nen dar­auf anzusprechen.

Kri­ti­ker ver­mu­ten in die­sem Zusam­men­hang, dass die Mas­ken eher eine psy­cho­lo­gi­sche oder poli­ti­sche Funk­ti­on erfül­len (“Maul­korb” bzw. “sicht­ba­res Zei­chen des Gehor­sams”) und bei häu­fi­gem Tra­gen womög­lich zu zusätz­li­chen gesund­heit­li­chen Pro­ble­men füh­ren können.

Eine Stu­die aus Deutsch­land zeig­te empi­risch, dass die Ein­füh­rung von Mas­ken kei­ne Aus­wir­kung auf die Infek­ti­ons­zah­len hat­te (sie­he Gra­fik). Nur in der Stadt Jena kam es zu einer deut­li­chen Reduk­ti­on, doch Jena führ­te zeit­gleich sehr stren­ge Qua­ran­tä­ne­vor­schrif­ten ein.

Die Ein­füh­rung von Mas­ken in deut­schen Städ­ten blieb ohne Wir­kung auf die Infek­ti­ons­zahl. (IZA)
Zum Ursprung des Virus

Mit­te März argu­men­tier­ten eini­ge For­scher in einem Brief an die Fach­zeit­schrift Natu­re Medi­ci­ne, dass das Covi­d19-Virus natür­li­chen Ursprungs sein müs­se und nicht “aus einem Labor” stam­men kön­ne. Als Grund nann­ten sie die Struk­tur des Virus und den Umstand, dass die Bin­dung an den mensch­li­chen ACE2-Zell­re­zep­tor nicht dem theo­re­ti­schen Maxi­mum entspreche.

Inzwi­schen haben jedoch zahl­rei­che renom­mier­te Viro­lo­gen die­ser Argu­men­ta­ti­on wider­spro­chen. Ein künst­li­cher Ursprung im Rah­men von viro­lo­gi­scher Funk­ti­ons­for­schung sei “min­des­tens so plau­si­bel” wie ein natür­li­cher Ursprung. Tat­säch­lich wer­de an sol­chen Coro­na­vi­ren seit bald 20 Jah­ren (dem SARS-Aus­bruch von 2003) in meh­re­ren Labo­ren inten­siv geforscht.

Als Argu­men­te für einen künst­li­chen Ursprung wer­den ins­be­son­de­re ange­führt, dass die Bin­dung an den mensch­li­chen ACE2-Zell­re­zep­tor deut­lich stär­ker sei als bei allen übli­chen Ursprungs­tie­ren, und dass bis­her kein direk­tes Ursprungs­tier iden­ti­fi­ziert wer­den konn­te. Zudem ent­hal­te das Virus eini­ge auf­fäl­li­ge funk­tio­na­le Gen­se­quen­zen, die künst­lich ein­ge­fügt wor­den sein könn­ten (s. Grafik).

Die anfäng­li­che Theo­rie vom Tier­markt in Wuhan wur­de inzwi­schen ver­wor­fen, da kei­nes der dor­ti­gen Tie­re posi­tiv getes­tet wur­de, und ein Drit­tel der aller­ers­ten Pati­en­ten kei­ne Ver­bin­dung zum Tier­markt hat­ten. Der Tier­markt wird nun als sekun­dä­rer Über­tra­gungs­ort gesehen.

Es ist bekannt, dass das viro­lo­gi­sche Labor in Wuhan in Zusam­men­ar­beit mit den USA und Frank­reich an Coro­na­vi­ren forsch­te und dabei auch “poten­ti­ell pan­de­mi­sche Patho­ge­ne” (PPP) erzeug­te, die beson­ders leicht über­trag­bar und/​oder beson­ders gefähr­lich sind. Außer­dem kam es in Chi­na und auch in den USA bereits zu meh­re­ren Labor­un­fäl­len mit Frei­set­zung von Viren.

Der unvor­ein­ge­nom­me­ne Beob­ach­ter muss daher wei­ter­hin meh­re­re rea­lis­ti­sche Mög­lich­kei­ten in Betracht zie­hen: Ein natür­li­cher Ursprung des Virus (wie er bei SARS 2003 ange­nom­men wird), ein Labor­un­fall im Rah­men von Funk­ti­ons­for­schung (ver­mut­lich in Wuhan), oder sogar eine geziel­te Frei­set­zung durch einen geo­po­li­tisch inter­es­sier­ten Akteur in Ost oder West.

Gleich­wohl ist beim Covi­d19-Virus nicht von einer “Bio­waf­fe” im klas­si­chen Sin­ne zu spre­chen: Das Virus ist zwar sehr leicht über­trag­bar, aber für die All­ge­mein­be­völ­ke­rung nicht beson­ders gefähr­lich. Tier­ver­su­che haben gezeigt, dass wesent­lich töd­li­che­re Coro­na­vi­ren erzeugt wer­den können.

Addi­tio­nal func­tio­n­al ami­no acids in the SARS-CoV‑2 spike pro­te­in (Ander­sen, edi­ted)
Imp­fun­gen gegen Covid-19

Ver­schie­de­ne Poli­ti­ker in Euro­pa und den USA haben erklärt, dass die “Coro­na-Kri­se” erst durch einen noch zu ent­wick­len­den Impf­stoff been­det wer­den könne.

Aller­dings haben vie­le Exper­ten bereits dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ein for­cier­ter Impf­stoff gegen das neue Coro­na­vi­rus auf­grund der ins­ge­samt gerin­gen Leta­li­tät (sie­he oben) und der bereits abklin­gen­den Ver­brei­tung nicht unbe­dingt erfor­der­lich ist. Der Schutz von Risi­ko­grup­pen, ins­be­son­de­re in Pfle­ge­hei­men, kön­ne wesent­lich geziel­ter erfolgen.

Eini­ge Exper­ten wie der Schwei­zer Infek­tio­lo­ge Dr. Pie­tro Ver­naz­za haben zudem dar­auf hin­ge­wie­sen, dass gera­de die Hoch­ri­si­ko­grup­pe erfah­rungs­ge­mäß am wenigs­ten von einer Imp­fung pro­fi­tiert, da ihr Immun­sys­tem nicht mehr aus­rei­chend auf den Impf­stoff reagiert.

Ver­schie­de­ne Exper­ten haben zudem auf die erheb­li­chen Gesund­heits­ri­si­ken eines for­cier­ten Impf­stof­fes hin­ge­wie­sen. Tat­säch­lich führ­te bei­spiels­wei­se die Imp­fung gegen die soge­nann­te “Schwei­ne­grip­pe” von 2009/​2010 zu teil­wei­se schwe­ren neu­ro­lo­gi­schen Schä­den ins­be­son­de­re bei Kin­dern und zu Schaden­­ersatz­forderungen in Millionenhöhe.

Den­noch wur­den bereits meh­re­re Mil­li­ar­den Dol­lar pri­va­ter und öffent­li­cher Gel­der für die Ent­wick­lung eines Impf­stof­fes ein­ge­sam­melt. Auch ein “Immu­ni­täts­aus­weis” für Arbeit und Rei­sen wird wei­ter­hin dis­ku­tiert. Aller­dings kam es bei den bei­den füh­ren­den Impf­stoff-Pro­jek­ten, ent­ge­gen den meis­ten Medi­en­dar­stel­lun­gen, zu teil­wei­se gra­vie­ren­den Komplikationen.

Im Fal­le des Impf­stof­fes der Uni­ver­si­tät Oxford erkrank­ten im Tier­ver­such alle sechs Rhe­sus­af­fen trotz Imp­fung an Covid19 und waren gleich infek­ti­ös wie die unge­impf­ten Affen. Den­noch wur­de der Impf­stoff in die Test­pha­se mit Men­schen wei­ter­ge­zo­gen. Der Pro­jekt­lei­ter erklär­te jedoch, dass das Coro­na­vi­rus in der Bevöl­ke­rung bereits so sel­ten gewor­den sei, dass der kli­ni­sche Ver­such mit 50%iger Wahr­schein­lich­keit kein Ergeb­nis lie­fern werde.

Im Fal­le des neu­ar­ti­gen RNA-Impf­stof­fes der Fir­ma Moder­na, der unge­wöhn­li­cher­wei­se direkt im Men­schen­ver­such getes­tet wur­de, hat­ten 20% der Teil­neh­mer in der hoch­do­sier­ten Grup­pe eine “schwe­re Neben­wir­kung”, obschon Moder­na nur sehr gesun­de Per­so­nen zum Ver­such zuließ.

Einer der Moder­na-Teil­neh­mer wur­de von CNN danach als “Held” prä­sen­tiert und inter­viewt. Dabei wur­de jedoch ver­ein­bart, nicht zu erwäh­nen, dass der Teil­neh­mer nach der Imp­fung ohn­mäch­tig und “so krank wie noch nie in sei­nem Leben” wur­de. Meh­re­re Exper­ten kri­ti­sier­ten zudem, dass Moder­na ihre kli­ni­schen Daten nicht aus­rei­chend offen­ge­legt habe.

Der Lei­ter des US-Pro­gramms zur raschen Ent­wick­lung eines Coro­na-Impf­stof­fes war zuvor selbst Direk­tor bei Moder­na. Prä­si­dent Trump kün­dig­te zudem an, den Impf­stoff womög­lich mit dem US-Mili­tär lan­des­weit zu ver­tei­len. Eini­ge Län­der wie etwa Däne­mark schu­fen bereits gesetz­li­che Grund­la­gen für eine Pflicht­imp­fung der gesam­ten Bevöl­ke­rung. Auch in Deutsch­land haben sich ver­schie­de­ne Poli­ti­ker für eine Impf­pflicht ausgesprochen.

Befür­wor­ter einer Impf­pflicht wie der Welt­arzt­prä­si­dent Frank Mont­go­me­ry argu­men­tie­ren, die Bevöl­ke­rung müs­se sich imp­fen las­sen, um jene zu schüt­zen, die sich aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht imp­fen las­sen kön­nen. Ange­sichts der eher gerin­gen Leta­li­tät von Covid19 und der bereits sehr wei­ten Ver­brei­tung erscheint die­se Argu­men­ta­ti­on jedoch über­aus frag­wür­dig. Hin­zu kom­men die oben dar­ge­stel­len, durch­aus ernst­haf­ten Impfstoffrisiken.

Der Chef des größ­ten euro­päi­schen Ticket­por­tals Even­tim erklär­te gleich­wohl, dass es womög­lich “erst wie­der Ver­an­stal­tun­gen geben kön­ne, wenn es einen Impf­stoff oder ein ent­spre­chend wirk­sa­mes Medi­ka­ment gibt – da wer­den wir noch eini­ge Zeit war­ten müssen.”

Der bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­ter Boris John­son, der den Impf­stoff-Gip­fel Anfang Juni zusam­men mit US-Mil­li­ar­där Bill Gates lei­te­te, nann­te die Impfal­li­anz GAVI eine Art “Gesund­heits-NATO”. Ein “Impf­aus­weis” dürf­te aller­dings dar­an schei­tern, dass selbst Anti­kör­per-Tests höchs­tens 20% der Infek­tio­nen nach­wei­sen kön­nen, wie die Stu­die von Pro­fes­sor Boy­man erst­mals zeigte.

Regie­rungs­chefs am Glo­ba­len Impf­stoff­gip­fel vom 4. Juni 2020 (GAVI)
Medi­ka­men­te gegen Covid-19

Die Situa­ti­on im Bereich hilf­rei­cher Medi­ka­men­te bei schwe­ren Covi­d19-Fäl­len ist wei­ter­hin sehr unklar. Ein gewis­ser Kon­sens besteht ledig­lich dar­in, dass Blut­ver­dün­ner hilf­reich sind, um lebens­be­dro­hen­de Throm­bo­sen und Embo­lien vor­zu­beu­gen (wie bei schwe­rer Influenza).

Hef­ti­ge Dis­kus­sio­nen gibt es seit Mona­ten um das Mala­ria-Medi­ka­ment Hydro­xychlo­ro­quin (HCQ). Die Fach­zeit­schrift Lan­cet publi­zier­te Ende Mai eine Stu­die, wonach HCQ ver­mehrt zu Herz­pro­ble­men füh­re. Die WHO stell­te dar­auf­hin alle ihre HCQ-Stu­di­en ein. Kurz dar­auf wur­de jedoch bekannt, dass die Lan­cet-Stu­die auf einem mani­pu­lier­ten Daten­satz beruhte.

Die Lan­cet-Stu­die sowie eine wei­te­re Stu­die im New Eng­land Jour­nal of Medi­ci­ne (NEJM) muss­ten zurück­ge­zo­gen wer­den, was einen der größ­ten Medi­zinskan­da­le der letz­ten Jah­re dar­stellt. Der Grund für die mani­pu­lier­te Stu­die ist nicht klar, aller­dings scheint der Haupt­au­tor zugleich an einer Stu­die zum kon­kur­rie­ren­den Medi­ka­ment Rem­de­si­vir betei­ligt zu sein.

Die Ver­wen­dung von Rem­de­si­vir des Phar­ma­kon­zerns Gilead kam ihrer­seits unter Druck nach­dem eine ers­te Stu­die zeig­te, dass das Medi­ka­ment das Ster­be­ri­si­ko nicht sen­ken konn­te. Vie­le Medi­en igno­rier­ten das jedoch und berich­te­ten den­noch posi­tiv über das Medikament.

Ein ehe­ma­li­ger fran­zö­si­scher Gesund­heits­mi­nis­ter ver­riet in einem Inter­view, dass die Edi­to­ren von Lan­cet und NEJM in einer ver­trau­li­chen Dis­kus­si­ons­run­de erklär­ten, der Ein­fluss von Phar­ma­fir­men sei so groß, ja “kri­mi­nell”, gewor­den, dass man nicht mehr von Wis­sen­schaft spre­chen könne.

Ver­schie­de­ne Kli­ni­ken nut­zen oder stu­die­ren HCQ bei Covi­d19-Pati­en­ten, teil­wei­se in Kom­bi­na­ti­on mit Zink, Vit­ami­nen oder ande­ren Medi­ka­men­ten. Aller­dings ist bekannt, dass HCQ bei der Stoff­wech­sel­be­son­der­heit Favis­mus, die ins­be­son­de­re bei Men­schen aus Afri­ka und dem Mit­tel­meer­raum vor­kommt, zu töd­li­chen Kom­pli­ka­tio­nen füh­ren kann.

Es ist lei­der davon aus­zu­ge­hen, dass eine fal­sche oder zu aggres­si­ve Medi­ka­ti­on mit HCQ, Ste­ro­iden, Anti­bio­ti­ka und anti­vi­ra­len Mit­teln sowie inva­si­ver Beatmung wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie zu zahl­rei­chen zusätz­li­chen und ver­meid­ba­ren Todes­fäl­len geführt hat.

Exper­ten­stim­men (Aus­wahl)
  • Der deut­sche Viro­lo­ge Prof. Hen­drik Stre­eck kri­ti­sier­te den Lock­down und erklär­te, dass mitt­ler­wei­se “alle Exper­ten zur Ein­schät­zung der Anfangs­zeit zurück­keh­ren”, dass Covid-19 “nicht baga­tel­li­siert wer­den soll­te, aber auch nicht dra­ma­ti­siert wer­den” dür­fe. Der Grund der sin­ken­den Risiko­bewertung sei die “enor­me Anzahl von Infek­tio­nen, die fol­gen­los blie­ben”. Stre­eck rech­net in Deutsch­land wei­ter­hin mit kei­ner Über­sterb­lichkeit bis Ende Jahr, da das Durch­schnitts­alter der Todes­fäl­le mit 81 Jah­ren “eher ober­halb der Lebens­erwartung” lie­ge. “Coro­na-Apps” und mas­sen­wei­se Coro­na-Tests hält Stre­eck nicht für sinn­voll. Auch die all­ge­mei­ne Ver­wen­dung von Mas­ken kri­ti­siert er, die­se böten kaum Schutz und wür­den rasch zum “Nähr­bo­den für Bak­te­ri­en und Pil­ze”. Schu­len und Kitas soll­ten mög­lichst rasch wie­der geöff­net wer­den, da Erkran­kungs- und Anste­ckungs­ri­si­ko bei Kin­dern sehr gering seien.
  • Ein Ober­arzt für Inten­siv­me­di­zin am Uni­ver­si­täts­spi­tal Zürich, der selbst kri­ti­sche Covid-19-Pati­en­ten betreu­te, kri­ti­sier­te in einem viel­be­ach­te­ten Video die “Angst­ma­che­rei” im Zusam­men­hang mit der Krank­heit. Für die über­wie­gen­de Mehr­zahl aller Men­schen bestehe kein signi­fi­kan­tes Ster­be­ri­si­ko, die Zah­len sei­en ins­ge­samt ver­gleich­bar mit frü­he­ren Grip­pe­wel­len. Risi­ko­grup­pen könn­ten gezielt geschützt wer­den, wäh­rend der gene­rel­le Lock­down ledig­lich die Immu­ni­sie­rung der All­ge­mein­be­völ­ke­rung ver­hin­de­re. Zudem ster­ben Men­schen auf­grund der ver­ord­ne­ten medi­zi­ni­schen Unter­ver­sor­gung in ande­ren Berei­chen. Der medi­zi­ni­sche und gesell­schaft­li­che Scha­den sei längst höher als der Nut­zen. Auch der teil­wei­se obli­ga­to­ri­sche Mund­schutz für Schul­kin­der habe “kei­nen medi­zi­ni­schen Sinn und Nut­zen” und belas­te die Kin­der stark. Die “täg­li­che Zäh­le­rei” der Fäl­le sei unsin­nig und ver­brei­te ledig­lich Angst. Die kon­tra­pro­duk­ti­ven Maß­nah­men müss­ten rasch gestoppt wer­den. Schwei­zer Medi­en ver­such­ten nach der wei­ten Ver­brei­tung des Vide­os das Uni­ver­si­täts­spi­tal Zürich unter Druck zu set­zen. Das Ori­gi­nal­vi­deo wur­de vom Arzt inzwi­schen entfernt.
  • Der Schwei­zer Chef­arzt für Infek­tio­lo­gie, Dr. Pie­tro Ver­naz­za, erklärt am Bei­spiel aktu­el­ler Fall­stu­di­en, dass Fie­ber­mes­sun­gen und Kon­takt­ver­fol­gun­gen auf­grund der oft sym­ptom­lo­sen Ver­läu­fe und leich­ten Über­trag­bar­keit von Covid19 nicht sinn­voll sind.
  • Der bekann­te Schwei­zer Immu­no­lo­ge Dr. Beda Stad­ler erklärt in einem Bei­trag, dass Covid19 eine “sehr selek­ti­ve Krank­heit” sei und nur für sehr weni­ge Men­schen ein ech­tes Risi­ko dar­stel­le. Die Medi­en hät­ten sich hin­ge­gen auf die weni­gen aty­pi­schen Ein­zel­fäl­le kon­zen­triert, die es aber bei jeder Krank­heit gebe. Vie­le Wis­sen­schaft­ler hät­ten sich zu stark auf ihre Model­le und zu wenig auf die Rea­li­tät kon­zen­triert. Die geplan­te Kon­takt­ver­fol­gung sei medi­zi­nisch “sinn­los” und ver­brei­te “höchs­tens Panik”.
  • Stan­ford-Pro­fes­sor John Ioann­i­dis erklärt in einem Inter­view mit CNN, dass Covid19 eine “ver­brei­te­te und mil­de Erkran­kung” sei, die für die All­ge­mein­be­völ­ke­rung gleich gefähr­lich oder sogar weni­ger gefähr­lich als die Influ­en­za (Grip­pe) sei. Zu schüt­zen sei­en ins­be­son­de­re Pati­en­ten in Pfle­ge­hei­men und Krankenhäusern.
  • Stan­ford-Pro­fes­sor Dr. Scott Atlas erklärt in einem CNN-Inter­view, dass man “durch die fal­sche Idee, Covid19 stop­pen zu müs­sen, eine kata­stro­pha­le Situa­ti­on im Gesund­heits­be­reich geschaf­fen” habe. Es sei­en irra­tio­na­le Ängs­te erzeugt wor­den, denn die Erkran­kung sei “insge­samt mild”. Des­halb gebe es auch “abso­lut kei­nen Grund” für umfang­rei­che Tes­tun­gen in der All­ge­mein­be­völ­ke­rung, die­se sei­en nur gezielt in Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­hei­men erforderlich.
  • Der bri­ti­sche Chef­me­di­zi­ner Dr. Chris Whit­ty erklär­te, dass Covid19 “für den größ­ten Teil der Bevöl­ke­rung” kei­ne Gefahr dar­stel­le. Die meis­ten Men­schen wür­den nicht oder nur mild dar­an erkran­ken und selbst bei jenen, die stark erkran­ken, sei­en die Hei­lungs­chan­cen gut.
  • Stan­ford-Pro­fes­sor und Che­mie-Nobel­preis­trä­ger Micha­el Levitt erklärt in einem neu­en Bei­trag, dass die Lock­downs kei­ne Leben geret­tet aber vie­le gekos­tet haben. Es habe sich welt­weit ein “Panik-Virus” unter den Poli­ti­kern verbreitet.
  • Pro­fes­sor Karel Siko­ra von der Uni­ver­si­ty of Buck­ing­ham argu­men­tiert in einem Inter­view, dass die Angst letzt­lich “viel mehr Men­schen töten wird als das Virus”, dar­un­ter unbe­han­del­te Herz- und Krebs­pa­ti­en­ten. Schu­len soll­ten rasch geöff­net wer­den und Mas­ken eine indi­vi­du­el­le Ent­schei­dung blei­ben, da ihr Nut­zen nicht belegt sei. Man sol­le zurück in ein “altes Nor­mal” und kein “neu­es Nor­mal”. (Hin­weis: Das Video mit Pro­fes­sor Siko­ra wur­de von You­tube zeit­wei­se gelöscht und erst nach Pro­tes­ten wie­der aufgeschaltet).
  • Der ehe­ma­li­ge israe­li­sche Gesund­heits­mi­nis­ter Pro­fes­sor Yoram Lass hält die Lock­down-Maß­nah­men für “völ­lig unver­hält­nis­mä­ßig” und eine aku­te Bedro­hung für welt­weit hun­der­te Mil­lio­nen Men­schen. Covid19 sei ver­gleich­bar mit einer Grip­pe-Epi­de­mie und hät­te nie­mals eine sol­che poli­ti­sche Zer­stö­rung von Exis­ten­zen gerecht­fer­tigt. Man habe die Men­schen ein­ge­schüch­tert und “gehirn­ge­wa­schen”.
  • Die Oxford-Pro­fes­so­rin für Epi­de­mio­lo­gie, Sune­tra Gupta, argu­men­tiert in einem neu­en Inter­view, dass die Leta­li­tät von Covid19 unter 0.1% lie­gen dürf­te und bereits sehr vie­le Men­schen in Kon­takt mit dem Virus kamen, ohne Anti­kör­per auszubilden.
  • Ein Mit­ar­bei­ter des deut­schen Innen­mi­nis­te­ri­ums, zustän­dig für Kata­stro­phen­schutz, ver­fass­te zusam­men mit exter­nen Fach­leu­ten ein rund 100-sei­ti­ges Ana­ly­se­pa­pier zum Coro­na-Kri­sen­ma­nage­ment, das Anfang Mai der Pres­se zuge­spielt wur­de und für hef­ti­ge Reak­tio­nen sorg­te. Im Ana­ly­se­pa­pier wird Covid-19 als ein “glo­ba­ler Fehl­alarm” beschrie­ben, da für die All­ge­mein­be­völ­ke­rung “ver­mut­lich zu kei­nem Zeit­punkt eine über das Nor­mal­maß hin­aus­ge­hen­de Gefahr” bestan­den habe. Der Kol­la­te­ral­scha­den durch den Lock­down sei inzwi­schen deut­lich höher ist als der erkenn­ba­re Nut­zen und über­tref­fe das Gefah­ren­po­ten­ti­al des Coro­na­vi­rus bei wei­tem. So sei­en allein im März und April in Deutsch­land über eine Mil­li­on Ope­ra­tio­nen nicht durch­ge­führt wor­den. Das Krisen­management und die Gefah­ren­ana­ly­se hät­ten weit­ge­hend ver­sagt, die vom RKI gelie­fer­ten Daten sei­en als Grund­la­ge für die Ent­schei­dungs­fin­dung zudem “nicht zu gebrau­chen”. Der Beam­te wur­de in der Fol­ge beur­laubt und erhielt ein Dienst­ver­bot, da er das Papier “ohne Auto­ri­sie­rung” erstellt habe.
  • Eine Grup­pe um Pro­fes­sor Sucha­rit Bhak­di hat den Ver­ein Medi­zi­ner und Wis­sen­schaf­l­ter für Gesund­heit, Frei­heit und Demo­kra­tie (MWGFD) gegrün­det, dem sich bereits über 16,000 Unter­stüt­zer ange­schlos­sen haben. Anfang Juni ver­öf­fent­lich­te die Grup­pe einen Auf­ruf an die Bun­des­re­gie­rung und alle Lan­des­re­gie­run­gen, die ver­häng­ten Coro­na-Maß­nah­men sofort und voll­stän­dig auf­zu­he­ben (Video zur Initia­ti­ve). Das Ende Juni erschei­nen­de Buch von Pro­fes­sor Bhak­di, Coro­na Fehl­alarm?, ist allein auf­grund der Vor­be­stel­lun­gen bereits Amazon-Bestseller.
  • Über­sicht: 250 welt­wei­te Exper­ten­stim­men gegen Corona-Dogmen
Erfolgs­bei­spie­le

Schwe­den: Schwe­den ver­häng­te kei­nen Lock­down, kei­ne Mas­ken­pflicht und kei­ne Grundschul­schließungen, son­dern setz­te haupt­säch­lich auf die Eigen­ver­ant­wor­tung und Koope­ra­ti­on der Bevöl­ke­rung. Die­ses Vor­ge­hen bewähr­te sich und Schwe­den sah in der All­ge­mein­bevöl­ke­rung ledig­lich eine gerin­ge Sterb­lich­keit im Rah­men einer sai­so­na­len Grippewelle.

Den­noch fiel die Gesamt­sterblichkeit in Schwe­den tat­säch­lich höher aus als in den skan­di­na­vi­schen Nach­bar­län­dern oder in Deutsch­land, was von vie­len Medi­en als ein angeb­li­ches “Schei­tern der schwe­di­schen No-Lock­down-Stra­te­gie” dar­ge­stellt wurde.

Dabei wird jedoch zumeist ver­schwie­gen, dass sich cir­ca drei Vier­tel der schwe­di­schen Todes­fäl­le in Pfle­ge­hei­men und Pfle­ge­woh­nun­gen ereig­ne­ten, die einen geziel­ten Schutz erfor­dern und von einem all­ge­mei­nen Lock­down der Gesell­schaft gera­de nicht pro­fi­tie­ren. Das Medi­an­al­ter der schwe­di­schen Todes­fäl­le liegt mit 86 Jah­ren denn auch welt­weit ver­mut­lich am höchsten.

Die schwe­di­sche Regie­rung hat sich zudem als eine der weni­gen für den unge­nü­gen­den Schutz der Pfle­ge­pa­ti­en­ten ent­schul­digt und eine Unter­su­chung ange­kün­digt, was von vie­len Medi­en indes erneut als angeb­li­ches “Schei­tern der No-Lock­down-Stra­te­gie” dar­ge­stellt wur­de.

Tat­säch­lich blieb die Gesamt­sterb­lich­keit in Schwe­den aber immer noch unter den star­ken sai­so­na­len Grip­pe­wel­len der letz­ten drei­ßig Jah­re. Zudem dürf­te Schwe­den nun von einer sehr hohen natür­li­chen Immu­ni­tät pro­fi­tie­ren, ins­be­son­de­re in Anbe­tracht der neu­en Stu­di­en zur effek­ti­ven Reich­wei­te der Anti­kör­per-Tests (sie­he oben).

Schwe­den: Gesamt­sterb­lich­keit, Novem­ber bis Mai, seit 1990 (SCB/​Twitter)

Flo­ri­da: Flo­ri­da führ­te trotz zahl­rei­cher Senio­ren nur gerin­ge Ein­schrän­kun­gen ein, sogar die belieb­ten Strän­de wur­den früh­zei­tig wie­der geöff­net, was von vie­len US-Medi­en hef­tig kri­ti­siert wur­de. Den­noch schnitt Flo­ri­da im Ver­gleich mit ande­ren Bun­des­staa­ten sehr gut ab und zähl­te zuletzt bei 21 Mil­lio­nen Ein­woh­nern ca. 2300 Todes­fäl­le, was in etwa der Mor­ta­li­tät von Deutsch­land entspricht.

Der Gou­ver­neur erklär­te in einem Inter­view, dass man auf­grund der Zah­len aus Süd­ko­rea und Ita­li­en und ent­ge­gen der Medi­en­dar­stel­lung früh­zei­tig erkannt habe, dass Covid19 nur für eine sehr klei­ne Risi­ko­grup­pe gefähr­lich ist und des­halb die Pfle­ge­hei­me best­mög­lich geschützt habe. Pfle­ge­hei­me sei­en im Sin­ne der Prä­ven­ti­on sogar noch wich­ti­ger gewe­sen als die Kli­ni­ken selbst, und die­se Stra­te­gie habe sich bewährt. Bereits Ende Mai gab der Gou­ver­neur bekannt, dass Som­mer­la­ger und Jugend­ak­ti­vi­tä­ten unein­ge­schränkt durch­ge­führt wer­den können.

Japan: Japan regis­trier­te eini­ge der ers­ten Covi­d19-Fäl­le außer­halb Chi­nas, führ­te jedoch kei­nen Lock­down ein. Schon Ende März frag­te die Japan Times: “Wo bleibt die Coro­na­vi­rus-Explo­si­on?”. Bloom­berg berich­tet nun, dass die­se bis heu­te aus­blieb: Es gab kei­ne Bewe­gungs­ein­schrän­kun­gen, Restau­rants und Fri­seu­re blie­ben offen, es gab kei­ne “Tracking-Apps” und kei­ne Maßen­tests der All­ge­mein­be­völ­ke­rung. Den­noch – oder des­halb – weist Japan nun im Ver­gleich mit den G7-Indus­trie­län­dern bei wei­tem am wenigs­ten Todes­fäl­le auf (<1000).

Man­che argu­men­tie­ren, die Atem­schutz­mas­ken sei­en für Japans Erfolg ent­schei­dend gewe­sen. Doch Atem­schutz­mas­ken sind in Japan frei­wil­lig und hiel­ten auch den Aus­bruch in der chi­ne­si­schen Stadt Wuhan nicht auf, wäh­rend Schwe­den, Flo­ri­da und ande­re erfolg­rei­che Regio­nen kei­ne Mas­ken in der All­ge­mein­be­völ­ke­rung einsetzten.

Weiß­russ­land: Weiß­russ­land hat von allen Indus­trie­na­tio­nen wohl am wenigs­ten Ein­schrän­kun­gen ein­ge­führt und sogar Groß­ver­an­stal­tun­gen wie die 75-Jah­re-Fei­er­lich­kei­ten zum Ende des Zwei­ten Welt­kriegs durch­ge­führt. Den­noch zählt Weiß­russ­land auch nach über drei Mona­ten offi­zi­ell weni­ger als 300 Covid-Todes­fäl­le. Lang­zeit­prä­si­dent Luka­schen­ko, der Coro­na wie­der­holt als “Psy­cho­se” bezeich­net hat­te, erklär­te Mit­te Mai, die Haupt­stadt Minsk habe den Höhe­punkt bereits über­schrit­ten. Die Ent­schei­dung, Covi­d19-Fäl­le wie eine nor­ma­le Lungen­ent­zündung zu behan­deln, sei rich­tig gewe­sen. Ob die weiß­rus­si­schen Zah­len wirk­lich kor­rekt sind, wird aber letzt­lich erst die Sta­tis­tik zur Gesamt­sterb­lich­keit zei­gen können.

Ein Strand in Flo­ri­da wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie (NBC)
Wei­te­re Meldungen
  • Über­tra­gungs­we­ge: Ein neu­er Bericht der US-Gesund­heits­be­hör­de CDC kommt zum Ergeb­nis, dass das Virus haupt­säch­lich durch direk­ten Per­so­nen­kon­takt über­tra­gen wird und sich “nicht leicht auf Ober­flä­chen ver­brei­ten kann.” Bereits der deut­sche Viro­lo­ge Hen­drik Stre­eck konn­te nach­wei­sen, dass sich das neue Coro­na­vi­rus nicht oder kaum über Gegen­stän­de und in der Luft schwe­ben­de Aero­so­le verbreitet.
  • Abstands­re­geln: Island hat die Abstand­re­geln Ende Mai für optio­nal erklärt und Bars und Clubs wie­der geöff­net. Die Schweiz wan­del­te die Abstands­vor­schrif­ten in eine frei­wil­li­ge Emp­feh­lung um. Eine Coch­ra­ne-Unter­su­chung von 2011 ergab bereits, dass es für die Wirk­sam­keit von “social distancing” Maß­nah­men bis­lang kaum Evi­denz gebe.
  • Ope­ra­tio­nen: Laut einem Arti­kel im Bri­tish Jour­nal of Sur­ge­ry wur­den auf­grund der Coro­na-Maß­nah­men wäh­rend 12 Wochen welt­weit rund 28 Mil­lio­nen Ope­ra­tio­nen abge­sagt oder ver­scho­ben, dar­un­ter auch vie­le Krebsoperationen.
  • Lebens­jah­re: Eine Aus­wer­tung von vier US-Pro­fes­so­ren kommt zum Ergeb­nis, dass der Lock­down in den USA etwa dop­pelt sovie­le Lebens­jah­re kos­ten wird wie Covid-19 und damit auch aus rein medi­zi­ni­scher Sicht eine stark kon­tra­pro­duk­ti­ve Maß­nah­me war.
  • Virus­test: Ein deut­scher Mathe­ma­ti­ker erklärt, war­um die gerin­gen ver­blei­ben­den Infek­ti­ons­zah­len in vie­len Län­dern selbst bei ziem­lich genau­en Viren­tests größ­ten­teils aus fal­schen posi­ti­ven Resul­ta­ten bestehen und die Pan­de­mie damit schein­bar nie ganz endet.
  • “Zwei­te Wel­le”: Stu­di­en zu einer “zwei­ten Wel­le” gehen teil­wei­se von sehr unrea­lis­ti­schen Annah­men aus wie etwa einem kon­stan­ten Infek­ti­ons- und Ster­be­ri­si­ko über alle Alters­grup­pen. Den­noch zeigt das Bei­spiel der Hong­kong-Grip­pe von 1968, dass sich die glo­ba­le Aus­brei­tung von Pan­de­mien durch­aus über eini­ge Sai­sons hin­zie­hen kann.
  • Ita­li­en: In Mai­land hat­ten bereits Mit­te Febru­ar, d.h. noch vor Aus­bruch der dor­ti­gen Epi­de­mie, knapp 5% der Bevöl­ke­rung Anti­kör­per gegen Covid19. Dies deu­tet erneut dar­auf­hin, dass das Virus bereits frü­her als bis­her ange­nom­men in Euro­pa zir­ku­lier­te, ohne aufzufallen.
  • Arbeits­lo­sig­keit: Die Inter­na­tio­na­le Arbeits­agen­tur ILO rech­net damit, dass auf­grund der poli­ti­schen Coro­na-Maß­nah­men die Hälf­te der welt­wei­ten Arbeit­neh­mer oder 1.6 Mil­li­ar­den Men­schen akut vom Ver­lust ihrer Lebens­grund­la­gen bedroht sind.
  • Fak­ten­check: 13 irre­füh­ren­de und fal­sche Behaup­tun­gen zur Corona-Epidemie
  • Rück­blick: War­um das Leben wäh­rend der Grip­pe-Pan­de­mien von 1968/​69 (Hong­kong-Grip­pe) und von 1957 (Asia­ti­sche Grip­pe) wei­test­ge­hend nor­mal weiterging.
Hat der Lock­down Leben gerettet?

Vie­le Medi­en berich­te­ten von einer Stu­die des Impe­ri­al Col­le­ge Lon­don, wonach die Lock­downs in Euro­pa angeb­lich “3 Mil­lio­nen Leben geret­tet” hät­ten. In Wirk­lich­keit ver­glich das Impe­ri­al Col­le­ge Lon­don ein­fach die unrea­lis­ti­schen Vor­her­sa­gen des eige­nen Modells mit der Rea­li­tät. Beson­ders deut­lich wird das am Bei­spiel Schwe­dens, das auch ohne Lock­down nur einen Bruch­teil der Todes­fäl­le hat­te, die vom Impe­ri­al Col­le­ge Modell pro­gnos­ti­ziert wur­den (sie­he Grafik).

Impe­ri­al-Modell vs. Rea­li­tät in Schwe­den. Oran­ge: Pro­gno­se ohne Maß­nah­men; grau: Pro­gno­se mit mode­ra­ten Maß­nah­men; blau: Rea­li­tät. (GRC; 8. Mai 2020)
Zur Rol­le der Medien

Die meis­ten tra­di­tio­nel­len Medi­en, die fast alle in geo­po­li­ti­sche Netz­wer­ke ein­ge­bun­den sind, ver­brei­te­ten wäh­rend der Coro­na-Zeit über­wie­gend Angst­pro­pa­gan­da, wie man dies sonst im Zusam­men­hang mit Angriffs­krie­gen oder angeb­li­chen Ter­ror­an­schlä­gen beobachtet.

Dabei wur­de das Risi­ko für die All­ge­mein­be­völ­ke­rung stark über­zeich­net, die Regie­rungs­po­li­tik kaum hin­ter­fragt, die Situa­ti­on in Kran­ken­häu­sern dra­ma­ti­siert, mani­pu­la­ti­ve Bil­der ver­wen­det, Kam­pa­gnen insze­niert, und Pro­tes­tie­ren­de sys­te­ma­tisch als “Idio­ten” diffamiert.

Eini­ge kon­ser­va­ti­ve Medi­en kri­ti­sier­ten zwar die wirtschafts­schädlichen Lock­down-Maß­nah­men. Die wirk­li­che Fra­ge wird aber sein, ob sie auch die nun geplan­ten Überwachungs­maßnahmen wie die gesamt­gesell­schaftliche Kon­takt­ver­fol­gung kri­ti­sie­ren wer­den (sie­he unten).

Die meis­ten unab­hän­gi­gen Medi­en rea­li­sier­ten frü­her oder spä­ter, dass das Risi­ko des Coro­na­vi­rus über­trie­ben und poli­tisch instru­men­ta­li­siert wur­de. Nur eini­ge weni­ge unab­hän­gi­ge Medi­en rea­li­sier­ten das nicht, da ihnen viel­leicht das medi­zi­ni­sche Hin­ter­grund­wis­sen fehlte.

Eini­ge Ana­lys­ten ver­gli­chen Covid-19 zudem mit einer Psy­cho­lo­gi­schen Ope­ra­ti­on, bei der die Angst vor dem Virus genutzt wird, um poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen herbeizuführen.

US-Platt­for­men wie Goog­le, You­tube, Face­book und Twit­ter betrie­ben bei Coro­na-The­men eine umfang­rei­che Zen­sur, indem kri­ti­sche Stand­punk­te selbst von Ärz­ten gelöscht oder ihre Ver­brei­tung ein­ge­schränkt wur­de, wie dies bei geo­po­li­ti­schen The­men seit lan­gem üblich ist.

Moder­ne Medi­en­nut­zer haben jedoch die Mög­lich­keit, mani­pu­la­ti­ons­freie Such­ma­schi­nen wie z.B. Duck­Duck­Go und unab­hän­gi­ge Video­platt­for­men wie z.B. Bitchu­te zu nut­zen, sowie auf pro­pa­gan­dis­ti­schen Medi­en­sei­ten gene­rell einen Wer­be- und Tracking­blo­cker einzusetzen.

Ein kri­ti­sches Inter­view mit Prof. Siko­ra, das von Yout­be zeit­wei­se gelöscht wur­de (Unherd)
Poli­ti­sche Entwicklungen

Zahl­rei­che Beob­ach­ter haben bereits dar­auf auf­merk­sam gemacht, dass die über­wie­gend poli­tisch her­bei­ge­führ­te “Coro­na-Kri­se” für weit­rei­chen­de gesell­schaft­li­che und öko­no­mi­sche Ver­än­de­run­gen instru­men­ta­li­siert wird oder wer­den könnte.

NSA-Whist­leb­lower Edward Snow­den warn­te bereits im März, dass Regie­run­gen die vor­über­ge­hen­de Coro­na-Kri­se zum Anlass oder Vor­wand für den per­ma­nen­ten Aus­bau der gesell­schaft­li­chen Über­wa­chung und Kon­trol­le neh­men und damit eine “Archi­tek­tur der Unter­drü­ckung” errichten.

Zu den der­zeit dis­ku­tier­ten oder bereits ein­ge­führ­ten Maß­nah­men zäh­len insbesondere:

  1. Die Ein­füh­rung von Appli­ka­tio­nen zur gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Kon­takt­ver­fol­gung
  2. Der Auf­bau von Ein­hei­ten zur Durch­set­zung der Ver­fol­gung und Iso­lie­rung von Bürgern
  3. Die Ein­füh­rung von digi­ta­len bio­me­tri­schen Aus­wei­sen, über die die Teil­nah­me an gesell­schaft­li­chen und beruf­li­chen Akti­vi­tä­ten kon­trol­liert und regu­liert wer­den kann.
  4. Die erwei­ter­te Kon­trol­le von Rei­se­ver­kehr und Zah­lungs­ver­kehr (Bar­geld­ab­schaf­fung).
  5. Die Schaf­fung von gesetz­li­chen Grund­la­gen für einen Zugriff auf die bio­lo­gi­schen Sys­te­me der Bür­ger durch Regie­run­gen oder Kon­zer­ne (durch sog. “Pflicht­imp­fun­gen”).

Über 600 Wis­sen­schaft­ler haben vor einer “bei­spiel­lo­sen Über­wa­chung der Gesell­schaft” durch pro­ble­ma­ti­sche Apps zur Kontakt­­verfolgung gewarnt. In eini­gen Län­dern wird die­se Kontakt­ver­folgung bereits direkt vom Geheim­dienst durch­ge­führt. Welt­weit kam es bereits zur Über­wa­chung der Zivil­be­völ­ke­rung durch Droh­nen und zu teil­wei­se mas­si­ver Polizeigewalt.

Im Mai füg­ten Apple und Goog­le eine Schnitt­stel­le zur Kon­takt­ver­fol­gung in die Betriebs­systeme von drei Mil­li­ar­den Mobil­te­le­fo­nen ein, die nun von natio­na­len Behör­den genutzt wer­den kann.

Dies obschon eine WHO-Stu­die zu pan­de­mi­scher Influ­en­za 2019 zum Ergeb­nis kam, dass eine Kon­takt­ver­fol­gung aus medi­zi­ni­scher Sicht nicht sinn­voll und “unter kei­nen Umstän­den zu emp­feh­len” ist. Tat­säch­lich ist der epi­de­mio­lo­gi­sche Nut­zen sol­cher Apps höchst zweifelhaft.

Oft­mals wird argu­men­tiert, die Appli­ka­tio­nen zur Kon­takt­ver­fol­gung wür­den “frei­wil­lig” blei­ben und sei­en “daten­schutz­kon­form”. Doch bei­des ist in der Pra­xis nicht wirk­lich zutreffend.

In meh­re­ren Län­dern ist die Nut­zung der Appli­ka­tio­nen bereits für gewis­se Akti­vi­tä­ten obli­ga­to­risch. So ver­lan­gen in Indi­en ver­schie­de­ne Arbeit­ge­ber, Ver­wal­tun­gen, Ver­mie­ter und Transport­unter­nehmen die Tra­cing-App, die bereits 100 Mil­lio­nen Inder instal­liert haben. In Argen­ti­ni­en müs­sen alle, die sich im “öffent­li­chen Raum” auf­hal­ten, die Kon­takt­ver­fol­gung akti­vie­ren.

Auch eini­ge deut­sche Poli­ti­ker spra­chen sich bereits für eine Bevor­zu­gung von App-Nut­zern bei Rei­sen oder Restau­rant­be­su­chen aus. Der israe­li­sche Pre­mier Net­an­ya­hu sprach sei­ner­seits von der Ver­wen­dung von “Sen­so­ren” zur Abstands­kon­trol­le bei Kindern.

In Sin­ga­pur haben sich die “frei­wil­li­ge” App weni­ger Per­so­nen als erwar­tet instal­liert, wes­halb die Regie­rung die­se nun für gewis­se öffent­li­che Räu­me oder Diens­te eben­falls obli­ga­to­risch machen möch­te. In eini­gen Parks wird die Abstands­kon­trol­le zudem von DAR­PA-Robo­tern über­wacht.

In Aus­tra­li­en wer­den Men­schen, die die App zur Kon­takt­ver­fol­gung nicht nut­zen möch­ten, von Medi­en als Idio­ten und Gefähr­der beschimpft und damit sozi­al unter Druck gesetzt.

Sin­ga­pur: Eine DAR­PA-Robo­ter­hund kon­trol­liert das Social Distancing (CNA)

Auch der Daten­schutz der angeb­lich “dezen­tra­len” Kon­takt­ver­fol­gung ist pro­ble­ma­tisch. Der nie­der­län­di­sche IT-Pro­fes­sor Jaap-Henk Hoep­mann erklär­te schon im April, dass auch ver­meint­lich dezen­tra­le Lösun­gen sehr leicht für eine Über­wa­chung genutzt wer­den können.

Der Prä­si­dent der deut­schen Gesell­schaft für Infor­ma­tik ver­mu­te­te auf­grund der Geschwind­keit der Ein­füh­rung zudem, dass die Funk­tio­nen in den Gerä­ten “längst schon drin waren” und nur noch ein wenig “Finetu­ning” erfor­der­lich war. Die Apps sieht er als ein “tro­ja­ni­sches Pferd”.

Par­al­lel zur Ein­füh­rung der Appli­ka­tio­nen haben zahl­rei­che Län­der damit begon­nen, Spe­zi­al­ein­hei­ten zur Kon­takt­ver­fol­gung und Iso­lie­rung der Bür­ger aufzubauen.

In den USA wur­den dazu mil­li­ar­den­schwe­re Geset­zes­vor­ha­ben zum Auf­bau eines natio­na­len “Coro­na Tes­ting and Tra­cing Corps” mit bis zu 180,000 Mit­glie­dern ein­ge­bracht. Die Bun­des­staa­ten New York und Kali­for­ni­en sind bereits dabei, “Kon­takt­ver­fol­gungs-Arme­en” mit je bis zu 20,000 Mit­glie­dern auf­zu­bau­en. Im Bun­des­staat Washing­ton soll dabei die Natio­nal­gar­de mit­wir­ken und wer sich nicht “frei­wil­lig” iso­liert, kann dazu gezwun­gen werden.

Ita­li­en kün­dig­te eben­falls den Auf­bau eines Korps mit 60,000 Frei­wil­li­gen an, die Schweiz und ande­re Län­der haben mit dem Auf­bau sol­cher Ein­hei­ten bereits begon­nen. In Deutsch­land kam es bereits zu Mas­sen­tes­tun­gen in Wohn­häu­sern unter Andro­hung von poli­zei­li­chem Zwang.

Die Soft­ware für die gesamt­ge­sell­schaft­li­che Kon­takt­ver­fol­gung in den USA, in Groß­bri­tan­ni­en und womög­lich in wei­te­ren euro­päi­schen Län­dern wird von der CIA-nahen Tech­no­lo­gie­fir­ma Palan­tir des US-Mil­li­ar­därs Peter Thiel bereit­ge­stellt. In Isra­el wird zur Kon­takt­ver­fol­gung Soft­ware der Spio­na­ge­fir­ma NSO ver­wen­det, mit der auch Men­schen­recht­ler über­wacht werden.

Eine Whist­leb­lo­we­rin, die an einem Aus­bil­dungs­pro­gramm für Kon­takt­ver­fol­ger in den USA teil­ge­nom­men hat­te, beschrieb die­ses als “tota­li­tär” und eine “Gefahr für die Gesellschaft”.

Alle die­se Maß­nah­men erfol­gen, obschon der epi­de­mio­lo­gi­sche Nut­zen unklar ist und sich die WHO expli­zit gegen eine Kon­takt­ver­fol­gung aus­sprach, die sonst vor allem bei schwe­ren sexu­el­len Krank­hei­ten oder Lebens­mit­tel­ver­gif­tun­gen zum Ein­satz kommt, die sich im Unter­schied zu häu­fi­gen Atem­wegs­er­kran­kun­gen leicht nach­ver­fol­gen lassen.

Zusätz­lich zu Appli­ka­tio­nen und Spe­zi­al­ein­hei­ten zur Kon­takt­ver­fol­gung gibt es wei­ter­hin kon­kre­te Pro­jek­te oder Pla­nun­gen für “Immu­ni­täts­aus­wei­se”, mit denen sich bei­spiels­wei­se die Rei­se- und Arbeits­tä­tig­keit der Bevöl­ke­rung regu­lie­ren lie­ße. Tat­säch­lich plan­te die EU die Ein­füh­rung eines sol­chen euro­päi­schen Impf­pas­ses bereits seit 2018.

Sol­che “Impf­aus­wei­se” sind wie­der­um ver­bun­den mit einem welt­wei­ten “Impf­pro­gramm”, an dem der­zeit eben­falls gear­bei­tet wird. So for­der­te US-Mil­li­ar­där und Impf­stoff-Inves­tor Bill Gates bei­spiels­wei­se eine Coro­na-Imp­fung für “sie­ben Mil­li­ar­den Men­schen”. Astra­Ze­ne­ca berei­tet die Pro­duk­ti­on von zwei Mil­li­ar­den Dosen des wei­ter­hin unge­tes­te­ten Oxford-Impf­stof­fes vor.

Aus stra­te­gi­scher Sicht ermög­licht ein sol­ches glo­ba­les Impf­pro­gramm län­ger­fris­tig den Zugriff auf die bio­lo­gi­schen Sys­te­me der Men­schen, dar­un­ter ins­be­son­de­re das Immun- und Ner­ven­sys­tem sowie das gene­ti­sche und repro­duk­ti­ve System.

Im öko­no­mi­schen Bereich zeich­net sich der­weil ein Digi­ta­li­sie­rungs- und Zentrali­sierungs­schub zuguns­ten eini­ger weni­ger Tech­no­lo­gie­kon­zer­ne ab, wie dies die ame­ri­ka­ni­sche Natio­nal Secu­ri­ty Com­mis­si­on on Arti­fi­cial Intel­li­gence (NSCAI) unter Lei­tung des ehe­ma­li­gen Goog­le-CEO Eric Schmidt bereits 2019 in einem Stra­te­gie­pa­pier for­der­te, um mit Chi­na mit­hal­ten zu können.

Das World Eco­no­mic Forum (WEF) Davos, das zusam­men mit der Gates Stif­tung und der Johns Hop­kins Uni­ver­si­tät bereits an der bekann­ten Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie-Übung “Event 201” vom Okto­ber 2019 betei­ligt war, rief dies­be­züg­lich einen glo­ba­len “Gre­at Reset” aus, um die öko­no­mi­schen und gesell­schaft­li­chen Struk­tu­ren für das 21. Jahr­hun­dert vorzubereiten.

In einem Offe­nen Brief warn­ten der­weil meh­re­re Kar­di­nä­le und Bischö­fe der katho­li­schen Kir­che, dass unter dem Vor­wand des Coro­na­vi­rus eine welt­wei­te Panik aus­ge­löst wor­den sei, um “inak­zep­ta­ble For­men der glo­ba­len Über­wa­chung und Kon­trol­le der Bevöl­ke­rung” einzuführen.

Die Idee, dass eine Pan­de­mie für den Aus­bau glo­ba­ler Über­wa­chungs- und Kontroll­instrumente genutzt wer­den kann, ist nicht neu. Bereits 2010 beschrieb die ame­ri­ka­ni­sche Rocke­fel­ler Foun­da­ti­on in einem Arbeits­pa­pier zu tech­no­lo­gi­schen und gesell­schaft­li­chen Zukunfts­entwicklungen ein “Gleich­schritt-Sze­na­rio” mit einer Grip­pe-Pan­de­mie aus Chi­na, in dem die heu­ti­gen Ent­wick­lun­gen über­ra­schend prä­zi­se anti­zi­piert wur­den (ab Sei­te 18).

Es gibt aber auch Reak­tio­nen der Bevöl­ke­rung: So haben zum Bei­spiel Spa­ni­en, Ita­li­en und Deutsch­land Demons­tra­tio­nen für Grund­rech­te mit zehn­tau­sen­den Men­schen erlebt.

Sie­he auch: Insi­de the NSA’s Secret Tool for Map­ping Your Social Net­work (Wired)

Krea­ti­ve Beiträge
The Lan­ding AI Social Distancing Detec­tor (You­tube)
B. Län­der und Regionen
Skan­di­na­vi­en
  • Däne­mark: In Däne­mark wur­de durch gele­ak­te E‑Mails bekannt, dass sich die Gesund­heits­be­hör­de im März anders als poli­tisch dar­ge­stellt gegen einen Lock­down aus­sprach und schrieb: “Die däni­sche Gesund­heits­be­hör­de ist wei­ter­hin der Ansicht, dass Covid-19 nicht als all­ge­mein gefähr­li­che Krank­heit bezeich­net wer­den kann, da es weder einen nor­ma­ler­wei­se schwer­wie­gen­den Ver­lauf noch eine hohe Sterb­lich­keits­ra­te auf­weist.” Außer­dem wur­de eine tat­säch­lich tie­fe­re Repro­duk­ti­ons­zahl aus poli­ti­schen Grün­den nicht ver­öf­fent­licht, um den Lock­down zu begrün­den. Das däni­sche Par­la­ment hat nun eine Unter­su­chung der Regie­rungs­po­li­tik durch eine Exper­ten­kom­mis­si­on beschlossen.
  • Nor­we­gen: Die nor­we­gi­sche Pre­mier­mi­nis­te­rin räum­te öffent­lich ein, dass sie im März in Panik ver­fal­len sei und die meis­ten der beschlos­se­nen Lock­down-Maß­nah­men ver­mut­lich nicht erfor­der­lich gewe­sen wären. Auch in Nor­we­gen wur­de bekannt, dass die Repro­duk­ti­ons­zahl bereits vor dem Lock­down gegen den sta­bi­len Wert von 1 fiel. Im Fal­le einer “zwei­ten Wel­le” müs­se eine wesent­lich sanf­te­re Stra­te­gie ohne Lock­down gewählt werden.
  • Schwe­den: Schwe­den kam trotz inter­na­tio­na­lem Druck gut ohne Lock­down durch die Coro­na-Zeit (sie­he oben): Die Gesamt­sterb­lich­keit beweg­te sich im Rah­men frü­he­rer star­ker Grip­pe­wel­len. 75% der Todes­fäl­le fie­len in Pfle­ge­hei­men und Pfle­ge­woh­nun­gen vor, wozu die Regie­rung eine Unter­su­chung ein­lei­te­te. Inter­na­tio­na­le Medi­en ver­such­ten dies als “Schei­tern der schwe­di­schen Stra­te­gie” dar­zu­stel­len, was indes nicht rich­tig ist, da Pfle­ge­hei­me einen geziel­ten Schutz benö­ti­gen und von einem all­ge­mei­nen gesell­schaft­li­chen Lock­down gera­de nicht profitieren.
  • Schu­len: Sowohl Finn­land als auch Däne­mark stell­ten nach der Wie­der­eröff­nung ihrer Schu­len kei­ne Zunah­me der Coro­na-Fäl­le fest. Schwe­den behielt sei­ne Grund­schu­len offen.
Schweiz
Kumu­lier­te Sterb­lich­keit im Ver­gleich zum Erwar­tungs­wert (2010–2020, BFS/​Stotz)

Medi­zi­ni­sche Aspekte:

  • Die Schweiz befin­det sich nach ca. fünf Wochen rela­ti­ver Übersterb­lich­keit seit Mit­te Mai bereits in einer Unter­sterb­lich­keit. Die kumu­lier­te Sterb­lich­keit seit Anfang Jahr liegt im Bereich einer übli­chen Grip­pe­sai­son und weit unter der star­ken Grip­pe­sai­son von 2015 (sie­he Gra­fik oben). Rund 50% der Todes­fäl­le ereig­ne­ten sich in Pfle­ge­hei­men, die von einem Lock­down nicht pro­fi­tier­ten. Der Alters­me­di­an der Todes­fäl­le liegt bei ca. 84 Jah­ren und damit sogar etwas über der durch­schnitt­li­chen Schwei­zer Lebenserwartung.
  • Im Kan­ton Zürich kam es zu ins­ge­samt 130 test­po­si­ti­ven Todes­fäl­len. Mehr als die Hälf­te davon (78) erfolg­te in Pfle­ge­hei­men. Wie­der­um etwas mehr als die Hälf­te die­ser Todes­fäl­le (40) erfolg­te in zwei Pfle­ge­hei­men, die Covi­d19-Pati­en­ten aus Kran­ken­häu­sern auf­neh­men muss­ten und die­se teil­wei­se unge­nü­gend iso­lie­ren konnten.
  • Die ETH Zürich hat ihre Stu­die, wonach der Rück­gang der Aus­brei­tung von Covid19 bereits vor dem Lock­down ein­setz­te, inzwi­schen mehr­mals umfor­mu­liert, um dem Bun­des­rat nicht mehr offen zu wider­spre­chen. Doch das Ergeb­nis bleibt das­sel­be: Der Lock­down war medi­zi­nisch unnö­tig und gesell­schaft­lich kon­tra­pro­duk­tiv. Die Pro­gno­sen der Behör­den und Hoch­schu­len beruh­ten auf teil­wei­se völ­lig unrea­lis­ti­schen Annah­men.
  • For­scher der ETH Lau­sanne haben eine Stu­die vor­ge­stellt, in der sie vor dem Risi­ko einer “zwei­ten Wel­le” war­nen, die die Schweiz über­for­dern könn­te. Der Haupt­au­tor der Stu­die, Pro­fes­sor Jac­ques Fel­lay, ist zugleich Mit­glied der Coro­na-Taskfor­ce des Bun­des­ra­tes und Befür­wor­ter eines Coro­na-Impf­stof­fes. Eine unab­hän­gi­ge Ana­ly­se die­ser Stu­die ergab indes, dass sie auf sehr unrea­lis­ti­schen Annah­men beruht und bei­spiels­wei­se ein kon­stan­tes Erkran­kungs- und Ster­be­ri­si­ko für alle Alters­grup­pen annimmt.
  • Medi­zin­un­ter­neh­mer Ste­phan Rie­ti­ker von Insi­de-Coro­na kommt mit Blick auf das Coro­na-Manage­ments des Bun­des­ra­tes zu einem ver­nich­ten­den Fazit. Der Bun­des­rat habe die Erkennt­nis­se der eige­nen Pan­de­mie­kom­mis­si­on weit­ge­hend igno­riert und gro­tes­ke Fehl­ent­schei­de mit fol­gen­rei­chem Scha­den für Bevöl­ke­rung und Wirt­schaft getrof­fen. Es sei eine untaug­li­che “Ein­däm­mungs­stra­te­gie” ver­folgt wor­den im nai­ven Glau­ben, die Zeit bis zu einem Impf­stoff “über­brü­cken” zu kön­nen. Das geplan­te gene­rel­le “Con­ta­ct Tra­cing” wer­de Unmen­gen an Geld ver­schlin­gen und am Ende “kläg­lich schei­tern”. Es sei höchs­te Zeit, das Not­recht auf­zu­he­ben und die Ent­schei­der zur Ver­ant­wor­tung zu ziehen.

Medi­en:

Poli­ti­sche Aspekte:

  • In der Schweiz kam es seit April zu wöchent­li­chen Coro­na- und Grund­rech­te-Demons­tra­tio­nen in Bern, Zürich und ande­ren Städ­ten. Dabei kam es zu teil­wei­se erheb­li­cher Poli­zei­ge­walt, sie­he »Coro­na-Repres­si­on in der Schweiz«. Von staats­tra­gen­den Medi­en wur­den die Teil­neh­mer die­ser Demons­tra­tio­nen zumeist als Wirr­köp­fe oder Extre­mis­ten dargestellt.
  • Der Bun­des­rat plant, die bestehen­den Not­ver­ord­nun­gen in dring­li­ches Bun­des­recht umzu­wan­deln, woge­gen eine Online-Peti­ti­on gestar­tet wurde.
  • Der Bun­des­rat hat Ende Mai eine gesetz­li­che Grund­la­ge für die “Coro­na-Tra­cing-App” ver­ab­schie­det, die nun vom Par­la­ment bera­ten und bewil­ligt wird. Apple und Goog­le haben ihre mobi­len Betriebs­sys­te­me mit einer ent­spre­chen­den Schnitt­stel­le aus­ge­rüs­tet. Ent­ge­gen der ursprüng­li­chen Dar­stel­lung wer­den “anony­me” Daten doch im Aus­land auf Ama­zon-Ser­vern gespei­chert. Die Nut­zung der App sol­le “frei­wil­lig” blei­ben. Update: 26 Natio­nal­rä­te stimm­ten gegen die Ein­füh­rung der Proximity-Tracing-App.
  • Der Kan­ton Zürich und eini­ge ande­re Kan­to­ne haben bereits Zen­tren zur gesamt­gesell­schaftlichen Kon­takt­ver­fol­gung ein­ge­rich­tet, bestehend aus Mit­ar­bei­tern der Poli­zei und Gesund­heits­direktion, die poten­ti­ell “infi­zier­te” Per­so­nen kon­tak­tie­ren und sie in eine Qua­ran­tä­ne ein­wei­sen sol­len. Die Erfah­run­gen vom Früh­jahr hät­ten gezeigt, dass das Zen­trum künf­tig stark aus­ge­baut oder aus­ge­la­gert wer­den müsse.
  • Eine Umfra­ge der Hoch­schu­le Win­ter­thur ZHAW ergab, dass 40% der Schwei­zer eine stär­ke­re Über­wa­chung durch “Coro­na-Apps” befürch­ten. Den­noch pla­ne eine Mehr­heit, die App zur Kon­takt­ver­fol­gung zu nutzen.
  • In der Schweiz stieg die Arbeits­lo­sig­keit durch den Lock­down um 36% auf 3.4%. Die Kurz­ar­beit stieg auf knapp 40% aller Arbeits­kräf­te, den höchs­ten Wert in Europa.
  • Im Rah­men von Covid19 kam nicht die seit lan­gem bestehen­de Schwei­zer Pan­de­mie-Kom­mis­si­on zum Ein­satz, son­dern eine eigens gegrün­de­te “Covid-19 Taskfor­ce”, deren Mit­glie­der teil­wei­se Inter­es­sens­kon­flik­te im Bereich der Phar­ma­zie aufweisen.
  • Video: “Gehört der Bun­des­rat ins Gefäng­nis?” Der Schwei­zer Jour­na­list Reto Brenn­wald inter­view­te den Unter­neh­mer Dani­el Stri­cker, der Mit­te März für eini­ge Wochen aus der Schweiz nach Schwe­den flüch­te­te und die Coro­na-Poli­tik des Schwei­zer Bun­des­ra­tes stark kritisiert.
  • US-Mil­li­ar­där und Impf­stoff-Inves­tor Bill Gates hat der Schwei­zer Heil­mit­tel­be­hör­de Swiss­me­dic im Febru­ar 2020 eine Spen­de von 900,000 Dol­lar für “Pro­jek­te in Afri­ka” zukom­men lassen.
  • Die Schweiz wird die von Bill Gates geför­der­te glo­ba­le Impf­stoff­al­li­anz GAVI mit 30 Mil­lio­nen Fran­ken für die Ent­wick­lung eines Coro­na-Impf­stof­fes unter­stüt­zen.
  • Der Coro­na-kri­ti­sche Aar­gau­er Arzt, der im April von einer Son­der­ein­heit der Poli­zei bru­tal fest­ge­nom­men und vor­über­ge­hend in die Psych­ia­trie ein­ge­lie­fert wur­de, for­der­te eine exter­ne Admi­nis­tra­tiv­un­ter­su­chung zu sei­nem Fall, die von der Regie­rung nun ein­ge­lei­tet wur­de. Bereits zuvor wur­de bekannt, dass der Arzt ent­ge­gen der Behaup­tung der Poli­zei weder Ange­hö­ri­ge noch Behör­den bedroh­te noch im Besitz einer gela­de­nen Waf­fe war.
Deutsch­land und Österreich
  • In Deutsch­land und Öster­reich kam es zu kei­ner signi­fi­kan­ten Übersterb­lich­keit seit März. Tat­säch­lich zeig­te sich in Deutsch­land bevöl­ke­rungs­kor­ri­giert sogar eine leich­te Unter­sterb­lich­keit seit Jah­res­be­ginn, wie ein Pro­fes­sor der Uni Kon­stanz nachwies.
  • In Öster­reich wur­de durch gele­ak­te Pro­to­kol­le wie bereits in Däne­mark und Eng­land bekannt, dass der Lock­down poli­tisch moti­viert war und sich die Gesund­heits­ex­per­ten mehr­heit­lich dage­gen aus­spra­chen: Die­se emp­fah­len Kanz­ler Kurz bereits im März, von der Bot­schaft eines “ganz gefähr­li­chen Virus” abzu­kom­men, da das Virus bereits weit ver­brei­tet und für den Groß­teil der Bevöl­ke­rung nicht gefähr­lich sei.
  • In Deutsch­land wur­den auf­grund des Coro­na-Lock­downs bis Ende Mai fast eine Mil­li­on Ope­ra­tio­nen abge­sagt. Deut­sche Onko­lo­gen war­nen vor Ver­zö­ge­run­gen bei Dia­gnos­tik und The­ra­pie von Krebs­er­kran­kun­gen auf­grund des Lock­downs. Krebs sei eine “weit­aus grö­ße­re Gefahr als COVID-19”, beton­ten die medi­zi­ni­schen Fachverbände.
  • Deut­sche Kin­der­ärz­te berich­ten auf­grund des Lock­downs von mas­si­ver Gewalt gegen Kin­der. Sie sähen Ver­let­zun­gen wie sonst nur nach Auto­un­fäl­len, dar­un­ter Kno­chen­brü­che oder Schüt­tel­trau­ma­ta. Die Zahl der Anru­fe bei der Kin­der­schutz­hot­line habe stark zugenommen.
  • Der Ber­li­ner Rechts­me­di­zi­ner Pro­fes­sor Micha­el Tsokos berich­te­te von “Coro­na-Sui­zi­den” von Men­schen, die sich vor einer Infek­ti­on fürch­ten oder glau­ben, infi­ziert zu sein. Pro­fes­sor Tsokos kri­ti­sier­te die Panik­ma­che und Ver­brei­tung von “Hor­ror­sze­na­ri­en” durch Medi­en und eini­ge Viro­lo­gen. Er befürch­tet, dass auf die “infek­tio­lo­gi­sche Pan­de­mie” nun eine “psy­cho-sozia­le Pan­de­mie” fol­gen wird. Tat­säch­lich sind die Sui­zi­de und Sui­zid­ver­su­che in Ber­lin im ers­ten Quar­tal bereits “dras­tisch ange­stie­gen”.
  • Wirt­schafts­ex­per­ten rech­nen in Deutsch­land bis 2021 mit ca. 10,000 zusätz­li­chen Insol­ven­zen von Fir­men auf­grund der poli­ti­schen Corona-Maßnahmen.
  • In deut­schen Städ­ten kam es seit April zu eini­gen der größ­ten Coro­na- und Grund­rech­te-Demons­tra­tio­nen Euro­pas mit bis zu 25,000 Teil­neh­mern. Dabei kam es aller­dings auch zu teil­wei­se gra­vie­ren­der Poli­zei­ge­walt, bei­spiels­wei­se bei der Ver­haf­tung des Veg­an­kochs Atti­la Hild­mann oder der 68-jäh­ri­gen ehe­ma­li­gen DDR-Bür­ger­recht­le­rin Ange­li­ka Bar­be. Außer­dem kam es in Deutsch­land zu Brand­an­schlä­gen und teil­wei­se lebens­be­droh­li­chen Über­fäl­len auf Demons­trie­ren­de und Medi­en­leu­te durch zumeist schwarz ver­mumm­te Grup­pie­run­gen, die sich vor staat­li­cher Ver­fol­gung offen­bar nicht zu fürch­ten scheinen.
  • Wer­ner Win­ter­stein, Enkel eines von Natio­nal­so­zia­lis­ten ermor­de­ten öster­rei­chisch-jüdi­schen Jus­tiz­mi­nis­ters, nahm an einer Grund­rech­te-Demons­tra­ti­on in Wien teil und erklär­te, er sei “erschüt­tert über die stil­le Macht­er­grei­fung durch Ele­men­te, die von ‚neu­er Nor­ma­li­tät‘ am Ran­de des demo­kra­ti­schen Modells spre­chen.” Die Coro­na-beding­te Ein­tei­lung von Bür­gern in ver­schie­de­ne Kate­go­rien und die Schaf­fung eines neu­en Denun­zi­an­ten­tums sei­en gefähr­li­che Ent­wick­lun­gen. Er beob­ach­te einen Man­gel an Zivil­cou­ra­ge und eine Unter­wer­fung unter die Obrig­keit. Die geplan­ten Coro­na-Apps gehen “in Rich­tung tota­ler Über­wa­chungs­staat” und sei­en abzulehnen.
Deutsch­land: Wöchent­li­che Mor­ta­li­tät, 2017 bis 2020 (Destatis/​RKI)
Ver­ei­nig­te Staaten
  • In den USA gab es bis Ende Mai ca. 100,000 test­po­si­ti­ve Todes­fäl­le. Die Gesamt­sterblichkeit seit Anfang Jahr lag indes im Bereich der star­ken Grip­pe­sai­son von 2017/​2018 (sie­he Gra­fik unten). Min­des­tens 42% der Todes­fäl­le erfolg­ten in Pfle­ge­hei­men, die 0.6% der US-Bevöl­ke­rung aus­ma­chen und nicht von einem all­ge­mei­nen Lock­down profitierten.
  • In den Bun­des­staa­ten, die kei­nen Lock­down ein­führ­ten oder ihn früh wie­der auf­ho­ben, kam es laut einer Stu­die von JP Mor­gan zu kei­ner erhöh­ten Sterb­lich­keit.
  • Eine Aus­wer­tung von vier US-Pro­fes­so­ren kommt zum Ergeb­nis, dass der Lock­down in den USA etwa dop­pelt sovie­le Lebens­jah­re kos­ten wird wie Covid-19.
  • Über 600 Ärz­te warn­ten US-Prä­si­dent Donald Trump in einem Offe­nen Brief vor den Gefah­ren eines ver­län­ger­ten Lock­downs. Der Lock­down sei selbst eine medi­zi­ni­sche Groß­ka­ta­stro­phe gewe­sen (mass casu­al­ty inci­dent). Außer­halb von New York City sei kei­ne ein­zi­ge US-Stadt durch Coro­na beson­ders belas­tet gewesen.
  • In einem wei­te­ren Offe­nen Brief an US-Vize­prä­si­dent Mike Pence for­dern ame­ri­ka­ni­sche Ärz­te die rasche Öff­nung der Gesell­schaft. Die Gefähr­lich­keit von Covid-19 habe sich als viel gerin­ger her­aus­ge­stellt als ursprüng­lich ange­nom­men. Die Risi­ko­grup­pen sei­en bekannt und könn­ten gezielt geschützt wer­den. Eine siche­re Immu­ni­sie­rung der Gesell­schaft sei auch ohne Imp­fung mög­lich. Die Medi­en hät­ten die Bevöl­ke­rung unnö­tig ter­ro­ri­siert und damit einen star­ken Anstieg von Ver­zweif­lung und Sui­zid­ab­sich­ten ausgelöst.
  • Die meis­ten der für ins­ge­samt 660 Mil­lio­nen Dol­lar gebau­ten Feld­hos­pi­ta­le der US-Armee haben im Mai wie­der geschlos­sen, ohne einen ein­zi­gen Pati­en­ten behan­delt zu haben.
  • Ein kali­for­ni­scher Trau­ma-Arzt erklärt in einem Bei­trag, dass es im Mai mehr Sui­zid­ver­su­che gege­ben habe als nor­ma­ler­wei­se in einem gan­zen Jahr, und dass die Sui­zi­de die Coro­na-Todes­fäl­le in Kali­for­ni­en bereits bei wei­tem übertreffen.
  • Im stark betrof­fe­nen Bun­des­staat New York wur­de eine unab­hän­gi­ge Unter­su­chung gefor­dert zur Anord­nung des Gou­ver­nours, dass Pfle­ge­hei­me Coro­na-Pati­en­ten auf­neh­men müs­sen. In New Yor­ker Pfle­ge­hei­men kam es zu über 5000 Todes­fäl­len. Auch in den stark betrof­fe­nen Staa­ten New Jer­sey und Penn­syl­va­nia gab es sol­che Anordnungen.
  • Der größ­te Kran­ken­haus­ver­bund New Yorks hat eine Unter­su­chung zum Ein­satz inva­si­ver Beatmungs­ge­rä­te ange­kün­digt. Im April wur­de bekannt, dass US-Kli­ni­ken hohe Prä­mi­en erhal­ten, wenn sie Covid-19-Pati­en­ten auf­neh­men und die­se an Beatmungs­ma­schi­nen anschlie­ßen, obschon Fach­leu­te längst vor den Gefah­ren einer inva­si­ven Beatmung warn­ten. Eine New Yor­ker Kran­ken­schwes­ter sprach dabei sogar von einem “Mas­sen­mord”.
  • Im Bun­des­staat Washing­ton bestä­tig­te die Gesund­heits­be­hör­de, dass selbst Mord­op­fer als “Coro­na­to­te” gezählt wur­den, wenn sie posi­tiv auf das Coro­na­vi­rus tes­te­ten. Auch die New York Times lis­te­te auf ihrer Titel­sei­te zu “Coro­na-Opfern” ein Mord­op­fer auf. Selbst der Ende Mai bei einer Fest­nah­me ver­stor­be­ne Geor­ge Floyd tes­te­te posi­tiv auf Corona.
  • Bis Ende Mai gerie­ten in den USA über 40 Mil­lio­nen Men­schen in die Arbeits­lo­sig­keit. Schät­zun­gen gehen davon aus, dass cir­ca 42% der ver­lo­re­nen Arbeits­plät­ze nicht mehr eröff­net wer­den und die schwers­te Rezes­si­on seit dem Zwei­ten Welt­krieg ein­tritt (sie­he unten).
  • US-Mil­li­ar­dä­re sahen durch “Coro­na” den­noch einen Ver­mö­gens­zu­wachs von $434 Mil­li­ar­den.
USA: Gesamt­sterb­lich­keit 2017/​18 und 2019/​2020 (popu­la­ti­on adjus­ted). Source: NCHS/​Twitter
USA: Job­ver­lust in Rezes­sio­nen seit 1945 (BLS/​CRB)
Groß­bri­tan­ni­en
Mor­ta­li­tät 2020 im Ver­gleich zu den star­ken Grip­pe­wel­len von 1999 und 2000 (an die Bevöl­ke­rung ange­passt und zeit­lich ver­scho­ben). Quel­le: ONS/​OffGuardian
Süd­ame­ri­ka und Afrika

Nach­dem die Coro­na-Aus­brei­tung in Euro­pa und den USA abklang, foku­sier­ten vie­le Medi­en auf die Situa­ti­on in Süd­ame­ri­ka, ins­be­son­de­re auch in Bra­si­li­en. Tat­sa­che ist jedoch, dass Bra­si­li­en mit sei­nen 210 Mil­lio­nen Ein­woh­ner deut­lich bes­ser dasteht als die meis­ten west­eu­ro­päi­schen Länder.

In ande­ren latein­ame­ri­ka­ni­schen Län­dern wie etwa Ecua­dor ver­brei­tet sich neben dem Coro­na­vi­rus zusätz­lich noch das Den­gue­fie­ber mit ähn­li­chen Sym­pto­men, was zu einer dop­pel­ten Belas­tung des Gesund­heits­sys­tems füh­ren kann. Den­noch wur­de z.B. in Peru fest­ge­stellt, dass ähn­lich wie in ande­ren Län­dern ca. 80% der bestä­tig­ten Coro­na­fäl­le sym­ptom­los blei­ben.

Eini­ge Medi­en berich­te­ten von angeb­lich “rund um die Uhr” lau­fen­den Kre­ma­to­ri­en in Mexi­co City. Ein in Mexi­ko leben­der You­tuber besuch­te dar­auf­hin die Stadt und die dor­ti­gen Kran­ken­häu­ser, Bestattungs­­unternehmen und Kre­ma­to­ri­en, die alle sehr wenig Betrieb hatten.

Gene­rell gab es in Süd­ame­ri­ka und auch in Afri­ka bis­her eine deut­lich gerin­ge­re Coro­na-Sterb­lich­keit als in Euro­pa und den USA, was an der jün­ge­ren Bevöl­ke­rung und an kli­ma­ti­schen Fak­to­ren lie­gen könn­te. Hin­ge­gen rech­net die Welt­bank mit bis zu 60 Mil­lio­nen Armuts­op­fern auf­grund der glo­ba­len poli­ti­schen Corona-Maßnahmen.

C. Zur Rol­le von Bill Gates

US-Mul­ti­mil­li­ar­där und Micro­soft-Grün­der Bill Gates ist der wich­tigs­te pri­va­te Spon­sor der WHO und der Impf­stoff-Indus­trie und steht des­halb aktu­ell beson­ders im Fokus. In den fol­gen­den Abbil­dun­gen wird sein phar­ma­zeu­ti­sches und media­les Netz­werk gra­fisch dargestellt.

Sie­he auch:

För­der­mit­tel von Bill Gates in USA/​UK und Deutschland

(Aktua­li­siert: 23. Juni 2020)

Mai 2020

Inter­views mit Experten
  • Stan­ford-Pro­fes­sor John Ioann­i­dis erklärt in einem Inter­view mit CNN, dass Covid19 eine “ver­brei­te­te und mil­de Erkran­kung” sei, die für die All­ge­mein­be­völ­ke­rung gleich gefähr­lich oder sogar weni­ger gefähr­lich als die Influ­en­za (Grip­pe) sei. Zu schüt­zen sei­en ins­be­son­de­re Pati­en­ten in Pfle­ge­hei­men und Krankenhäusern.
  • Stan­ford-Pro­fes­sor Dr. Scott Atlas erklärt in einem Inter­view mit CNN, dass man “durch die fal­sche Idee, Covid19 stop­pen zu müs­sen, eine kata­stro­pha­le Situa­ti­on im Gesund­heits­be­reich geschaf­fen” habe. Es sei­en irra­tio­na­le Ängs­te erzeugt wor­den, denn die Erkran­kung sei “ins­ge­samt mild”. Des­halb gebe es auch “abso­lut kei­nen Grund” für umfang­rei­che Tes­tun­gen in der All­ge­mein­be­völ­ke­rung, die­se sei­en nur gezielt in Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­hei­men erfor­der­lich. Pro­fes­sor Atlas ver­fass­te Ende April einen Arti­kel mit dem Titel “Die Daten sind da – Stoppt die Panik und been­det die tota­le Iso­la­ti­on”, der über 15.000 Kom­men­ta­re erzeugte.
  • Epi­de­mio­lo­ge Dr. Knut Witt­kow­ski erklärt in einem neu­en Inter­view, dass die Gefähr­lich­keit von Covid19 ver­gleich­bar mit einer Influ­en­za sei und der Höhe­punkt in den meis­ten Län­dern bereits vor dem Lock­down über­schrit­ten war. Der Lock­down gan­zer Gesell­schaf­ten sei eine kata­stro­pha­le Ent­schei­dung ohne Nut­zen aber mit enor­men Schä­den gewe­sen. Die wich­tigs­te Maß­nah­me sei der Schutz von Pfle­ge­hei­men. Die Aus­sa­gen von Bill Gates zu Covid19 sei­en “absurd” und hät­ten “nichts mit der Rea­li­tät zu tun”, eine Imp­fung gegen Covid19 sei nicht erfor­der­lich. Das ein­fluss­rei­che Covi­d19-Modell des bri­ti­schen Epi­de­mio­lo­gen Neil Fer­gu­son sei ein “völ­li­ger Fehl­schlag” gewe­sen. (Deut­sches Tran­skript des Inter­views) (Hin­weis: Das Inter­view wur­de von You­tube entfernt.)
  • Der deut­sche Viro­lo­ge Hen­drik Stre­eck erklärt in einem neu­en Inter­view die fina­len Resul­ta­te sei­ner Anti­kör­per-Stu­die. Stre­eck fand eine Covi­d19-Leta­li­tät von 0.36%, erklärt jedoch, dass dies eine Ober­gren­ze sei und die Leta­li­tät ver­mut­lich im Bereich 0.24 bis 0.26% oder sogar dar­un­ter lie­ge. Das Durch­schnitts­al­ter der test­po­si­ti­ven Ver­stor­be­nen lag bei ca. 81 Jah­ren. Laut Pro­fes­sor Stre­eck ist es kei­ne gute Stra­te­gie, auf einen Impf­stoff zu war­ten, da die Mach­bar­keit und Wirk­sam­keit eines Impf­stof­fes unsi­cher sind.
  • Bio­lo­gie­pro­fes­sor und Nobel­preis­trä­ger Micha­el Levitt, der sich seit Febru­ar mit der Aus­brei­tung von Covid19 befasst, beschreibt den all­ge­mei­nen Lock­down als einen “rie­si­gen Feh­ler” und for­dert geziel­te­re Maß­nah­men, ins­be­son­de­re zum Schutz der Risikogruppen.
  • Der eme­ri­tier­te Mikro­bio­lo­gie-Pro­fes­sor Sucha­rit Bhak­di erklärt in einem neu­en Inter­view, dass Poli­tik und Medi­en zu Covid19 eine “uner­träg­li­che Angst­ma­che­rei” und eine “unver­ant­wort­li­che Des­in­for­ma­ti­on” gegen­über der Bevöl­ke­rung betrei­ben. Atem­schutz­mas­ken für die All­ge­mein­bevöl­ke­rung sei­en gesund­heits­schädliche Keim­fän­ger. Die gegen­wär­ti­ge Kri­se sei von den Poli­ti­kern selbst her­bei­ge­führt wor­den und habe wenig mit dem Virus zu tun. Ein Impf­stoff gegen Coro­na­vi­ren sei wie schon bei der Schwei­ne­grip­pe “unnö­tig und gefähr­lich”. Die WHO über­neh­me für ihre vie­len Fehl­ent­schei­dun­gen seit Jah­ren kei­ne Verantwortung.
  • Der Schwei­zer Chef­arzt für Infek­tio­lo­gie, Dr. Pie­tro Ver­naz­za, erklärt in einem neu­en Inter­view, dass die Covi­d19-Erkran­kung “für die aller­meis­ten Men­schen mild ver­läuft”. Die “Zäh­le­rei von Infi­zier­ten und der Ruf nach mehr Tests” wür­den nicht viel brin­gen. Zudem wür­den die meis­ten Leu­te, die in der Corona­statistik auf­ge­führt sind, nicht nur an Covid-19 ster­ben. Die Sterb­lich­keit von Covid-19 lie­ge nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen “in der Grö­ßen­ord­nung einer sai­so­na­len Grip­pe”. Für den Nut­zen von Atem­schutz­mas­ken bei Men­schen, die selbst kei­ne Sym­pto­me zei­gen, gebe es kei­ne Bele­ge. (Archiv­ver­si­on)
Medi­zi­ni­sche Studien
  • Eine neue Über­sicht aller bis­he­ri­gen PCR- und Anti­kör­per-Stu­di­en zeigt, dass der Medi­an­wert der Covi­d19-Leta­li­tät (IFR) bei ca. 0.2% und damit im Bereich einer star­ken Influ­en­za liegt.
  • Eine neue Anti­kör­per-Stu­die mit däni­schen Blut­spen­dern ergab eine sehr tie­fe Covi­d19-Leta­li­tät (IFR) von 0.08% für Per­so­nen unter 70 Jahren.
  • Eine neue Anti­kör­per-Stu­die aus dem Iran, einem der am frü­hes­ten und am stärks­ten von Covid19 betrof­fe­nen Län­der, kommt eben­falls auf eine sehr tie­fe Leta­li­tät von 0.08% bis 0.12%.
  • Eine neue Anti­kör­per-Stu­die aus Japan kommt zum Ergeb­nis, dass dort ca. 400 bis 800 mal mehr Men­schen mit dem neu­en Coro­na­vi­rus Kon­takt hat­ten als bis­her ange­nom­men, jedoch kei­ne oder kaum Sym­pto­me zeig­ten. Japan hat­te bis­her rela­tiv wenig getestet.
  • Eine neue Stu­die aus Deutsch­land mit Betei­li­gung des Viro­lo­gen Chris­ti­an Dros­ten zeigt, dass rund ein Drit­tel der Bevöl­ke­rung bereits eine gewis­se zel­lu­lä­re Immu­ni­tät gegen das Covi­d19-Coro­na­vi­rus auf­weist, ver­mut­lich durch den Kon­takt mit frü­he­ren Coro­na­vi­ren (Erkäl­tungs­vi­ren). Die­se zel­lu­lä­re Immu­ni­tät durch soge­nann­te T‑Zellen liegt deut­lich höher als die PCR- und Anti­kör­per-Tests ver­mu­ten lie­ßen und dürf­te teil­wei­se erklä­ren, war­um vie­le Men­schen beim neu­en Coro­na­vi­rus kei­ne oder kaum Sym­pto­me entwickeln.
  • In einem Gefäng­nis im US-Bun­des­staat Ten­nes­se zeig­ten nur zwei von 1349 test­po­si­ti­ven Per­so­nen über­haupt Symptome.
  • Auf dem fran­zö­si­schen Flug­zeug­trä­ger Charles de Gaul­le ver­starb von 1046 test­po­si­ti­ven Matro­sen bis­her kei­ner. Auf dem US-Flug­zeug­trä­ger Theo­do­re Roo­se­velt ver­starb von 969 test­po­si­ti­ven Matro­sen bis­her einer (Vor­er­kran­kun­gen und Todes­ur­sa­che nicht bekannt). Ins­ge­samt ergibt sich dar­aus eine Leta­li­tät von 0 bis 0.1% für die­se Bevölkerungsgruppe.
  • Zahl­rei­che Medi­en berich­te­ten von angeb­li­chen “Neu-Infek­tio­nen” bereits gene­se­ner Per­so­nen in Süd­ko­rea. For­scher kamen nun aber zum Ergeb­nis, dass es sich bei die­sen 290 Ver­dachts­fäl­len um fal­sche posi­ti­ve Test­re­sul­ta­te han­del­te, aus­ge­löst durch “nicht-infek­tiö­se Viren­frag­men­te”. Das Ergeb­nis wirft auch ein Schlag­licht auf die bekann­te Unzu­ver­läs­sig­keit der Virentests.
Wei­te­re medi­zi­ni­sche Meldungen
  • Im Rah­men einer wei­te­ren Panik­mel­dung berich­te­ten zahl­rei­che Medi­en davon, dass im Zusam­men­hang mit Covid19 zuneh­mend Kin­der an der soge­nann­ten Kawa­sa­ki-Krank­heit (eine Gefäß­ent­zün­dung) erkran­ken wür­den. Die bri­ti­sche Kawa­sa­ki Dise­a­se Foun­da­ti­on teil­te in einer Pres­se­mit­tei­lung indes mit, dass der­zeit weni­ger Kawa­sa­ki-Fäl­le als üblich gemel­det wer­den, und dass von den weni­gen gemel­de­ten Fäl­len nur rund die Hälf­te über­haupt posi­tiv auf Coro­na­vi­ren getes­tet haben.
  • Ein fran­zö­si­scher Arzt spricht in einem Offe­nen Brief an das fran­zö­si­sche Gesundheits­ministerium bezüg­lich Covid19 vom “größ­ten Gesund­heits­be­trug des 21. Jahr­hun­derts”. Die Gefähr­lich­keit des Virus für die All­ge­mein­be­völ­ke­rung lie­ge im Bereich der Influ­en­za und die Fol­gen des Lock­downs sei­en gefähr­li­cher als das Virus selbst.
  • In Frank­reich wur­de im Rah­men einer nach­träg­li­chen Unter­su­chung bekannt, dass der ers­te Covi­d19-posi­ti­ve Pati­ent bereits Ende Dezem­ber 2019 und damit einen Monat frü­her als bis­her ange­nom­men behan­delt wur­de. Der Mann wur­de damals wegen einer schein­bar grip­p­ebe­ding­ten Lun­gen­ent­zün­dung behan­delt. Die­ser Fall zeigt, dass die neu­en Coro­na­vi­ren ent­we­der bereits frü­her als ange­nom­men in Euro­pa waren, oder dass sie nicht so neu sind wie ange­nom­men, oder dass es sich um ein fal­sches posi­ti­ves Test­re­sul­tat han­delt. Zudem ist nicht klar, ob der der­weil wie­der gesun­de Mann nun an Grip­pe- oder an Coro­na­vi­ren oder an bei­den erkrankt war.
  • Der Exe­ku­tiv­di­rek­tor der WHO nann­te Schwe­den zuletzt ein “Vor­bild” für den Umgang mit Covid19. Schwe­den habe sei­ne Gesund­heits­po­li­tik erfolg­reich und “in Part­ner­schaft mit der Bevöl­ke­rung” umge­setzt. Zuvor wur­de Schwe­den wäh­rend Wochen von aus­län­di­schen Medi­en und Poli­ti­kern für sei­nen ent­spann­ten Umgang mit Covid19 hef­tig kritisiert.
  • Weiß­russ­land, das von allen euro­päi­schen Län­dern am wenigs­ten Maß­nah­men gegen Covid19 ergriff und selbst Sport­tur­nie­re und ande­re Groß­ver­an­stal­tun­gen nicht absag­te, zählt nach über zwei Mona­ten erst 103 test­po­si­ti­ve oder ver­mu­te­te Covi­d19-Todes­fäl­le. Der weiß­rus­si­che Lang­zeit-Prä­si­dent Lukas­hen­ko nann­te Coro­na eine “Psy­cho­se”. Kri­ti­ker ver­mu­ten indes, er gebe nicht alle Todes­fäl­le bekannt.
  • Eine umfang­rei­che Lite­ra­tur­aus­wer­tung durch einen kana­di­schen For­scher ergab, dass Atem­schutz­mas­ken kei­nen nach­weis­ba­ren Schutz gegen Erkäl­tun­gen und Influ­en­za bieten.
  • Ein Schwei­zer Chef­arzt für Psych­ia­trie rech­net auf­grund des Lock­downs und der Arbeits­lo­sig­keit mit einer star­ken Zunah­me an psy­chi­schen Pro­ble­men und über 10,000 Sui­zi­den weltweit.
  • Die soge­nann­te Repro­duk­ti­ons­zahl, die die Wei­ter­ver­brei­tung von Covid angibt, wird zuneh­mend zum Poli­ti­kum. An der Rea­li­tät ändert das jedoch nichts: Der Höhe­punkt der Aus­brei­tung war in den meis­ten Län­dern bereits vor dem Lock­down erreicht und die Repro­duk­ti­ons­zahl fiel durch simp­le All­tags- und Hygie­ne­maß­nah­men auf oder unter den sta­bi­len Wert von eins. Der Lock­down war epi­de­mio­lo­gisch mit­hin unnö­tig und unsin­nig.
  • Das Krank­heits­bild und die Risi­ko­grup­pen von Covi­d19-Coro­na­vi­ren dürf­ten mit der Nut­zung des soge­nann­ten ACE2-Zell­re­zep­tors zusam­men­hän­gen, der in den Bron­chi­en und Lun­gen, aber auch in Blut­ge­fä­ßen, dem Darm und Nie­ren vor­kommt. Aller­dings nut­zen auch ande­re Coro­na­vi­ren wie etwa das Erkäl­tungs­vi­rus NL63 den ACE2-Rezep­tor. Eini­ge For­scher rech­nen des­halb damit, dass auch die Covi­d19-Coro­na­vi­ren mit­tel­fris­tig als gewöhn­li­che Coro­na-Erkäl­tungs­vi­ren zu sehen sind.
  • Die genaue Her­kunft des neu­en Coro­na­vi­rus ist wei­ter­hin unklar. Am nahe­lie­gends­ten ist eine natür­li­che Über­tra­gung oder Muta­ti­on, wie sie häu­fig vor­kommt. Es ist indes rich­tig, dass das viro­lo­gi­sche Labor in Wuhan im Rah­men eines von den USA mit­fi­nan­zier­ten Forschungs­programms Coro­na­vi­ren aus Fle­der­mäu­sen unter­such­te und dabei auch die Über­trag­bar­keit auf ande­re Säu­ge­tie­re prüf­te, was von eini­gen For­schern seit Jah­ren als zu ris­kant kri­ti­siert wur­de. Die Lei­te­rin des Labors erklär­te indes, das neue Virus ent­spre­che nicht den im Labor unter­such­ten Coro­na­vi­ren. Frü­he­re Gerüch­te bezüg­lich “Bio­waf­fen” oder “HIV-Sequen­zen” sind ange­sichts der rela­ti­ven Harm­lo­sig­keit des Coro­na­vi­rus indes als Des­in­for­ma­ti­on anzusehen.
Pfle­ge­hei­me

Pfle­ge­hei­me spie­len eine abso­lu­te Schlüs­sel­rol­le in der aktu­el­len Coro­na-Situa­ti­on. In den meis­ten west­li­chen Län­dern ereig­ne­ten sich 30% bis 70% aller Todes­fäl­le “im Zusam­men­hang mit Covid” in Pfle­ge­hei­men (in ein­zel­nen Regio­nen sogar bis zu 90%). Auch aus Nord­ita­li­en ist bekannt, dass die dor­ti­ge Kri­se durch einen panik­be­ding­ten Zusam­men­bruch der Alters­pfle­ge begann.

Pfle­ge­hei­me erfor­dern einen geziel­ten Schutz und pro­fi­tie­ren nicht von einem all­ge­mei­nen Lock­down der Gesell­schaft. Betrach­tet man nur die Todes­fäl­le in der All­ge­mein­be­völ­ke­rung, so lie­gen die­se in den meis­ten Län­dern im Rah­men einer gewöhn­li­chen oder sogar mil­den Grippewelle.

In vie­len Fäl­len ist zudem nicht klar, wor­an die Men­schen in den Pfle­ge­hei­men wirk­lich star­ben, d.h. ob an Covid19 oder an Stress, Angst und Ein­sam­keit. Aus Bel­gi­en ist bei­spiels­wei­se bekannt, dass ca. 94% aller Todes­fäl­le in Pfle­ge­hei­men unge­tes­te­te “Ver­dachts­fäl­le” sind.

Eine neue Ana­ly­se der fran­zö­si­schen Sta­tis­ti­ken zeigt zudem Fol­gen­des: Sobald es in einem Pfle­ge­heim einen “Ver­dachts­fall” gibt (z.B. durch Hus­ten), gel­ten alle Todes­fäl­le als “Covi­d19-Ver­dachts­fäl­le”, und sobald es in einem Pfle­ge­heim einen “bestä­tig­ten Fall” gibt (selbst wenn sym­ptom­los), gel­ten alle Todes­fäl­le als “bestä­tig­te Covid19-Todesfälle”.

Ein Bericht aus Deutsch­land beschreibt ein­dring­lich, unter welch extre­men Bedin­gun­gen hundert­tausende Pati­en­ten in Alters- und Pfle­ge­hei­men in den ver­gan­ge­nen Wochen leben muss­ten, und zwar oft­mals auch gegen ihren Wil­len. Vie­le der Pati­en­ten durf­ten ihr Zim­mer kaum mehr ver­las­sen, durf­ten nicht mehr an die fri­sche Luft und kei­nen Besuch von Ange­hö­ri­gen empfangen.

In meh­re­ren Pfle­ge­hei­men kam es auf­grund des feh­ler­an­fäl­li­gen PCR-Viren­tests zudem zu fol­gen­rei­chen Fehl­alar­men. In einem kana­di­schen Pfle­ge­heim flüch­te­ten die Mit­ar­bei­ter aus Angst vor dem Coro­na­vi­rus, sodass in der Fol­ge 31 Men­schen man­gels Pfle­ge ver­star­ben.

Der frü­he­re New York Times Jour­na­list und Coro­na-Kri­ti­ker Alex Beren­son schreibt dazu auf Twit­ter: “Let’s be clear: the fact the nur­sing home deaths are not front and cen­ter every day in éli­te media coverage of #COVID tells you ever­ything you need to know about the media’s prio­ri­ty – which is instil­ling panic (and punis­hing Trump), not dri­ving good health policy.”

Zur Ana­ly­se: Mor­ta­li­ty asso­cia­ted with COVID-19 out­breaks in care homes: ear­ly inter­na­tio­nal evi­dence (LTC Covid, Mai 2020)

Todes­fäl­le in Pfle­ge­hei­men, abso­lut und pro­zen­tu­al (LTC Covid)
Groß­bri­tan­ni­en
  • Die kumu­lier­te Gesamt­sterb­lich­keit in Groß­bri­tan­ni­en liegt der­zeit im Bereich der fünf stärks­ten Grip­pe­wel­len der letz­ten 25 Jah­re. Der Höhe­punkt der täg­li­chen Todes­fäl­le in Kran­ken­häu­sern war bereits am 8. April erreicht (sie­he Gra­fik unten).
  • Neue sta­tis­ti­sche Daten zei­gen, dass Mit­te April von ca. 12.000 zusätz­li­chen Todes­fäl­len ca. 9000 “im Zusam­men­hang mit Covid” waren (inkl. “Ver­dachts­fäl­le”), aber ca. 3000 “nicht im Zusam­men­hang mit Covid”. Zudem sei­en von den ins­ge­samt ca. 7300 Todes­fäl­len in Pfle­ge­hei­men nur ca. 2000 “im Zusam­men­hang mit Covid” erfolgt. Sowohl bei den “Covi­d19-Todes­fäl­len” als auch bei den Nicht-Covi­d19-Todes­fäl­len ist oft­mals unklar, wor­an die­se Men­schen wirk­lich star­ben. Der Ver­band der bri­ti­schen Patho­lo­gen hat des­halb einen “sys­te­ma­ti­schen Review der wirk­li­chen Todes­ur­sa­chen” gefordert.
  • Die zusätz­lich erich­te­ten tem­po­rä­ren Kran­ken­häu­ser blie­ben bis­her weit­ge­hend leer. Ein ähn­li­ches Bild zeig­te sich zuvor bereits in Chi­na, den USA und ande­ren Ländern.
  • Ende April wur­de bekannt, dass der Lock­down offen­bar nicht, wie offi­zi­ell dar­ge­stellt, allein von einer wis­sen­schaft­li­chen Kom­mis­si­on emp­foh­len wur­de, son­dern dass ein hoher Regierungs­berater die Wis­sen­schaft­ler zur Unter­stüt­zung des Lock­downs beweg­te.
  • Peter Hit­chens: We’re des­troy­ing the nation’s wealth – and the health of mil­li­ons “If you don’t defend your most basic free­dom, the one to go law­ful­ly whe­re you wish when you wish, then you will lose it for ever. And that is not all you will lose. Look at the cen­sor­s­hip of the inter­net, sprea­ding like a gre­at dark blot, the death of Par­lia­ment, the con­ver­si­on of the poli­ce into a sta­te militia.”
Eng­land: Test­po­si­ti­ve Todes­fäl­le in Kran­ken­häu­sern (NHS)
Ver­ei­nig­te Staaten
  • Der neu­es­te Bericht der US-Gesund­heits­be­hör­de CDC zeigt, dass die Covi­d19-Hos­pi­ta­li­­sie­rungs­­­ra­te bei den über 65-Jäh­ri­gen im Bereich star­ker Grip­pe­wel­len liegt. Bei den 18- bis 64-Jäh­ri­gen liegt sie etwas dar­über, bei den unter 18-Jäh­ri­gen liegt sie deut­lich darunter.
  • Video: Eine Kran­ken­schwes­ter aus New York City erklär­te in einem dra­ma­ti­schen Bei­trag, New York wür­de die Covi­d19-Pati­en­ten “umbrin­gen”, in dem sie an inva­si­ve Beatmungs­maschinen ange­schlos­sen und ihre Lun­gen dadurch zer­stört wer­den. Die Ver­wen­dung der inva­si­ven Beatmungs­maschinen (statt ein­fa­che Beatmungs­mas­ken) gesche­he “aus Angst vor einer Ver­brei­tung des Virus”. Es sei “ein Hor­ror­film”, “nicht wegen der Krank­heit, son­dern wegen der Art, wie damit umge­gan­gen wird”. Fach­leu­te haben bereits seit März vor der Intu­ba­ti­on von Covi­d19-Pati­en­ten gewarnt.
  • Dr. Dani­el Mur­phy, der Lei­ter der Not­fall­me­di­zin eines stark betrof­fe­nen Kran­ken­hau­ses in New York City, emp­fiehlt eine rasche Been­di­gung des Lock­downs. Die Covi­d19-Wel­le habe bereits am 7. April ihren Höhe­punkt erreicht. Covid19 sei eine erns­te Ange­le­gen­heit, aber die Angst davor sei über­trie­ben, da die gro­ße Mehr­heit der Bevöl­ke­rung höch­tens mild erkran­ke. Sei­ne größ­te Sor­ge sei nun der star­ke Rück­gang der Ver­sor­gung von Not­fall­pa­ti­en­ten und Kin­dern durch den Lock­down und die ver­brei­te­te Angst in der Bevölkerung.
  • Video: Die kon­ser­va­ti­ve Enthüllungs­plattform Pro­ject Veri­tas sprach mit Chefs von New Yor­ker Bestattungs­­unter­­nehmen, die erklär­ten, dass der­zeit “auf alle Toten­schei­ne” (von Verdachts­fällen) Covid geschrie­ben wer­de, egal ob es einen Test gab oder nicht. Vie­le Men­schen wür­den der­zeit zuhau­se ster­ben, und oft wer­de die Todes­ur­sa­che gar nicht mehr über­prüft. Die Covi­d19-Sta­tis­ti­ken wür­den aus poli­ti­schen oder finan­zi­el­len Grün­den auf­ge­bla­sen, da es für Covid-Pati­en­ten und ‑Todes­fäl­le zusätz­li­che Bun­des­gel­der gebe.
  • Der Direk­tor des Gesund­heits­de­par­te­ments von Illi­nois bestä­tig­te, dass selbst tod­kran­ke Men­schen, die ein­deu­tig an einer ande­ren Ursa­che ster­ben, aber vor oder nach dem Tod posi­tiv auf Covi­d19-Viren getes­tet wer­den, als Covi­d19-Todes­fäl­le erfasst werden.
  • In den USA haben auf­grund des Lock­downs bis Ende April bereits 30 Mil­lio­nen Men­schen Arbeits­lo­sen­hil­fe bean­tragt – das sind deut­lich mehr, als die Inter­na­tio­na­le Arbeits­agen­tur ILO ursprüng­lich für die gan­ze Wel­te annahm.
  • Tes­la-Chef Elon Musk bezeich­ne­te die Aus­gangs­sper­ren in Kali­for­ni­en als “faschis­tisch”. Die “gewalt­sa­me Inhaf­tie­rung” von Men­schen in ihren Häu­sern ver­sto­ße gegen all ihre verfassungs­mäßigen Rech­te, erklär­te Musk in einer Telefonkonferenz.
  • Video: In den USA wur­de eine Mut­ter zuhau­se von der Poli­zei kon­fron­tiert, weil ihre Kin­der uner­laub­ter­wei­se mit den Nach­bar­kin­dern gespielt haben.
  • Video: US-Medi­en wur­den Ende April bei der teil­wei­sen Insze­nie­rung eines Pro­tests von Pfle­ge­mit­ar­bei­tern gegen Anti-Lock­down-Demons­tran­ten erwischt. (Mehr dazu).
Schweiz
  • Die kumu­lier­ten Todes­fäl­le seit Anfang Jahr lie­gen in der Schweiz wei­ter­hin im Bereich einer übli­chen Grip­pe­wel­le und weit unter der star­ken Grip­pe­wel­le von 2015 (sie­he Gra­fik unten). Rund 50% der Todes­fäl­le erfolg­ten in Alters- und Pflegeheimen.
  • Die Schwei­zer Regie­rung plant, die aktu­el­len Coro­na-Not­ver­ord­nun­gen in ein per­ma­nen­tes dring­li­ches Bun­des­ge­setz zu über­füh­ren. Die meis­ten Schwei­zer Medi­en haben über die­se fol­gen­rei­che Ankün­di­gung nicht oder nur am Ran­de berichtet.
  • Die Schwei­zer Armee begann mit der Tes­tung einer App zur Kon­takt­ver­fol­gung, die ab dem 11. Mai in Zusam­men­ar­beit mit Goog­le und Apple ein­ge­führt wer­den soll. Ein Schwei­zer “Daten­schüt­zer” erklär­te der­weil: “Wenn die Con­ta­ct-Tra­cing-App geeig­net und erfor­der­lich ist, braucht es kei­ne Freiwilligkeit”.
  • Auf dem Schwei­zer Bun­des­platz in Bern kam es zu ver­schie­de­nen Mahn­wa­chen mit rund 400 Teil­neh­mern, die sich gegen Ein­schrän­kun­gen der Ver­fas­sungs­rech­te aus­spra­chen. Die Kund­ge­bun­gen wur­de jeweils von der Poli­zei geräumt.
  • Im Rah­men von Covid19 kam nicht die seit lan­gem bestehen­de Schwei­zer Pan­de­mie-Kom­mis­si­on zum Ein­satz, son­dern eine eigens gegrün­de­te “Covid-19 Task For­ce”, deren Mit­glie­der teil­wei­se Inter­es­sens­kon­flik­te im Bereich der Phar­ma­zie aufweisen.
  • Video: “Gehört der Bun­des­rat ins Gefäng­nis?” Der Schwei­zer Jour­na­list Reto Brenn­wald inter­view­te den Unter­neh­mer Dani­el Stri­cker, der Mit­te März für eini­ge Wochen aus der Schweiz nach Schwe­den flüch­te­te und die Coro­na-Poli­tik des Schwei­zer Bun­des­ra­tes stark kritisiert.
  • Eine Schwei­zer Pfle­ge­fach­frau hat einen viel­be­ach­te­ten Bei­trag zur aktu­el­len Situa­ti­on ver­fasst. Sie erklärt, dass die Schwei­zer Kran­ken­häu­ser weit­ge­hend leer blie­ben und teil­wei­se Kurz­ar­beit anmel­den muss­ten. Es sei zudem sehr unge­wöhn­lich, Men­schen 80+ wegen Grip­pe oder Lun­gen­ent­zün­dung auf die Inten­siv­sta­ti­on zu ver­le­gen, wo sie dann ein­sam statt im Krei­se ihrer Fami­lie ster­ben müs­sen. Wür­de man dies tun, wären die Inten­siv­sta­tio­nen fast jeden Win­ter über­las­tet. Die Pfle­ge­fach­frau kri­ti­siert, dass die meis­ten Medi­en die neue­ren wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se zur ins­ge­samt gerin­gen Gefahr durch Covid19 nicht aus­rei­chend the­ma­ti­siert haben.
Kumu­lier­te Todes­fäl­le im Ver­gleich zum Erwar­tungs­wert, 2010 bis 2020 (KW17, BFS/​Stotz)
Deutsch­land und Österreich
  • In Deutsch­land und Öster­reich besteht ähn­lich wie in Däne­mark, Finn­land, Grie­chen­land, Ungarn, Irland, Luxem­burg, Mal­ta, Nor­we­gen und Por­tu­gal bis­her kei­ne Übersterb­lich­keit.
  • Laut einem gele­ak­ten Pro­to­koll der öster­rei­chi­schen Coro­na-Taskfor­ce soll Kanz­ler Kurz im März gefor­dert haben, dass die Bevöl­ke­rung “mehr Angst” vor einer Anste­ckung oder dem Tod der Eltern oder Groß­el­tern haben müs­se. Bereits zuvor wur­de ein Stra­te­gie­pa­pier des deut­schen Bundes­­innen­­mini­steriums bekannt, das eben­falls eine psy­cho­lo­gi­sche Angst­kam­pa­gne for­der­te, die von Poli­tik und Medi­en tat­säch­lich auch umge­setzt wur­de. Rück­bli­ckend stellt sich die Fra­ge, wie­vie­le Men­schen an den Fol­gen die­ser weit­ge­hend unbe­grün­de­ten Angst gestor­ben sind.
  • Ein Offe­ner Brief mit bereits rund 5000 Unter­schrif­ten von Men­schen über 64 Jah­ren for­dert: “Coro­na: Schüt­zen Sie uns Älte­re nicht um die­sen Preis! Selbst­be­stimmt altern und ster­ben!” Für den Schutz einer Risi­ko­grup­pe dürf­ten nicht die Grund­rech­te der gesam­ten Gesell­schaft außer Kraft gesetzt wer­den, for­dern die Autoren.
  • In Öster­reich (und womög­lich auch in ande­ren Län­dern) ist ein Kuss unter Ver­lieb­ten, aber nicht zusam­men­le­ben­den Men­schen wei­ter­hin ver­bo­ten. Dies gel­te sowohl in der Öffent­lich­keit als auch in den eige­nen vier Wän­den, erklär­te der öster­rei­chi­sche Gesundheitsminister.
  • Eine deut­sche Rechts­an­wäl­tin klagt der­zeit vor meh­re­ren Gerich­ten gegen die ein­ge­führ­ten Coro­na-Maß­nah­men, da die­se “ekla­tant ver­fas­sungs­wid­rig” seien.
  • Vide­os: In Deutsch­land kam es zuletzt zu teil­wei­se erheb­li­chen Über­grif­fen durch die Poli­zei. Eine jun­ge Frau wur­de beim Ein­kau­fen von meh­re­ren Poli­zis­ten auf rabia­te Wei­se fest­ge­nom­men, da sie einer Poli­zis­tin offen­bar “20cm zu nahe gekom­men sei”. Eine ande­re Frau wur­de von der Poli­zei auf einer Kund­ge­bung ange­wie­sen, das deut­sche Grund­ge­setz nicht vor der Brust zu hal­ten, da dies eine “uner­laub­te poli­ti­sche Bot­schaft” sei. Auch der Orga­ni­sa­tor einer fried­li­chen Kund­ge­bung in Ber­lin wur­de auf eher bra­chia­le Wei­se ver­haf­tet. Selbst älte­re Frau­en wur­den auf unver­hält­nis­mä­ßi­ge Wei­se fest­ge­nom­men. (Vor­sicht: Ver­stö­ren­de Bil­der von Polizeigewalt).
Wei­te­re Meldungen
  • Die Che­fin von You­tube erklär­te Ende April in einem Inter­view, dass Videobei­trä­ge zum Coro­na­vi­rus, die den Vor­ga­ben der WHO oder der natio­na­len Gesund­heits­be­hör­den wider­spre­chen, ent­fernt wer­den. So wur­de bei­spiels­wei­se das kri­ti­sche Video der bei­den kali­for­ni­schen Not­fall­ärz­te mit über fünf Mil­lio­nen Ansich­ten gelöscht. Eben­so wur­de das wei­ter oben ver­link­te Inter­view mit Pro­fes­sor Sucha­rit Bhak­di von You­tube zeit­wei­se entfernt.
  • Im US-Maga­zin The Atlan­tic ver­fass­ten zwei Rechts­pro­fes­so­ren einen Bei­trag mit dem Titel: “Inter­net Speech Will Never Go Back to Nor­mal. In the deba­te over free­dom ver­sus con­trol of the glo­bal net­work, Chi­na was lar­ge­ly cor­rect, and the U.S. was wrong.”
  • Mathi­as Döpf­ner, Vor­stands­vor­sit­zen­der von Axel Sprin­ger und einer der ein­fluss­reichs­ten Medi­en­ma­na­ger Deutsch­lands, for­dert im Zuge der Coro­na-Kri­se eine “Abkopp­lung von Chi­na” und eine Stär­kung des trans­at­lan­ti­schen Bünd­nis­ses mit den USA.
  • Washing­ton Post: “The last time the government sought a ‘warp speed’ vac­ci­ne, it was a fias­co”. Die Schwei­ne­grip­pe-Express-Imp­fung von 1976 führ­te zu Läh­mun­gen und Todesfällen.
  • Rück­blick: Wood­stock Occur­red in the Midd­le of a Pan­de­mic. Zum ver­gleichs­wei­se ent­spann­ten Umgang mit der welt­wei­ten Grip­pe­pan­de­mie von 1968. (Mehr dazu).
Covid-19 und die Medien

Vie­le Men­schen sind erstaunt und irri­tiert über die unse­riö­se und oft­mals angst­ver­stär­ken­de Bericht­erstat­tung vie­ler Medi­en. Es han­delt sich dabei offen­kun­dig nicht um eine “gewöhn­li­che Bericht­erstat­tung”, son­dern um klas­si­sche und mas­si­ve Pro­pa­gan­da, wie sie übli­cher­wei­se im Zusam­men­hang mit Angriffs­krie­gen oder angeb­li­chem Ter­ro­ris­mus zum Ein­satz kommt.

SPR hat die Medi­en­netz­wer­ke, die für die Ver­brei­tung sol­cher Pro­pa­gan­da zustän­dig sind, in frü­he­ren Info­gra­fi­ken für die USA, für Deutsch­land und für die Schweiz dar­ge­stellt. Auch das Inter­net­le­xi­kon Wiki­pe­dia ist ein inte­gra­ler Bestand­teil die­ser geo­po­li­tisch-media­len Netzwerke.

In einem Medi­en­na­vi­ga­tor für eng­li­sche Medi­en und für deut­sche Medi­en wur­de die poli­ti­sche und geo­po­li­ti­sche Aus­rich­tung ver­schie­de­ner Medi­en dar­ge­stellt. Die­se Medi­en-Navi­ga­to­ren kön­nen auch bezüg­lich der Covi­d19-Berich­t­er­stat­tung eine ers­te Ori­en­tie­rungs­hil­fe bieten.

Wenn im Fern­se­hen bei­spiels­wei­se Bil­der von Sol­da­ten in Schutz­an­zü­gen zu sehen sind, die gan­ze Stra­ßen­zü­ge des­in­fi­zie­ren, dann belegt das eben nicht die Gefähr­lich­keit des Coro­na­vi­rus, son­dern es belegt – wie Pro­fes­sor Gies­ecke es wohl­wol­lend for­mu­lier­te – nutz­lo­sen “poli­ti­schen Akti­vis­mus”. Oder wie ande­re es for­mu­lie­ren wür­den: Propaganda.

Covid-19 und Massenüberwachung

Die bei wei­tem bedeu­tends­te und aus zivil­ge­sell­schaft­li­cher Sicht gefähr­lichs­te Ent­wick­lung in Zusam­men­hang mit dem Coro­na­vi­rus ist der poli­ti­sche Ver­such, die Mas­sen­über­wa­chung und Kon­trol­le der Gesell­schaft mas­siv aus­zu­bau­en. NSA-Whist­leb­lower Edward Snow­den warn­te in die­sem Zusam­men­hang vor der Ent­ste­hung einer “Archi­tek­tur der Unter­drü­ckung”.

Das grip­pe­ähn­li­che Coro­na­vi­rus dient dabei als Anlass oder als Vor­wand für die Ein­füh­rung von stra­te­gi­schen Maß­nah­men zur erwei­ter­ten Kon­trol­le einer zuneh­mend unru­hi­gen Bevöl­ke­rung. Zu den wich­tigs­ten der­zeit dis­ku­tier­ten Instru­men­ten in die­sem Zusam­men­hang gehören:

  1. Die Ein­füh­rung von Appli­ka­tio­nen zur gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Kontaktverfolgung
  2. Der Auf­bau von Ein­hei­ten zur Durch­set­zung der Ver­fol­gung und Iso­lie­rung von Bürgern
  3. Die Ein­füh­rung von digi­ta­len bio­me­tri­schen Aus­wei­sen, über die die Teil­nah­me an gesell­schaft­li­chen und beruf­li­chen Akti­vi­tä­ten kon­trol­liert und regu­liert wer­den kann.
  4. Die erwei­ter­te Kon­trol­le von Rei­se­ver­kehr und Zah­lungs­ver­kehr (Bar­geld­ab­schaf­fung).
  5. Die Schaf­fung von gesetz­li­chen Grund­la­gen für einen Zugriff und Ein­griff in die bio­lo­gi­schen Sys­te­me der Bür­ger durch Regie­run­gen oder Kon­zer­ne (durch sog. “Pflicht­imp­fun­gen”).

In den USA hat im April der ehe­ma­li­ge US-Prä­si­dent Bill Clin­ton die Ein­füh­rung eines natio­na­len Netz­werks von “Kon­takt­ver­fol­gern” mit Gou­ver­neu­ren ver­schie­de­ner Bun­des­staa­ten dis­ku­tiert. Der Gou­ver­neur von New York, Andrew Cuo­mo, kün­dig­te dar­auf­hin an, zusam­men mit dem Mil­li­ar­där und ehe­ma­li­gen Bür­ger­meis­ter von New York City, Micha­el Bloom­berg, eine “Kon­takt­ver­fol­gungs-Armee” mit bis zu 17,000 Kon­takt­ver­fol­gern für New York aufzubauen.

In Groß­bri­tan­ni­en und vie­len wei­te­ren Län­dern wird der­weil von Regie­run­gen die Ein­füh­rung bio­me­tri­scher “Immu­ni­täts­aus­wei­se” gefor­dert und als angeb­lich “ein­zi­ger Aus­weg” aus dem pri­mär poli­tisch moti­vier­ten Lock­down dar­ge­stellt. Das bri­ti­sche Tony Blair Insi­tu­te for­der­te zudem den “Aus­bau der tech­no­lo­gi­schen Über­wa­chung”, um “das Coro­na­vi­rus bekämp­fen zu können”.

In den USA soll das kali­for­ni­sche Daten­ana­ly­se-Unter­neh­men Palan­tir eine Schlüs­sel­rol­le beim Auf­bau der Daten­platt­form zur Über­wa­chung der (bereits abklin­gen­den) Aus­brei­tung des Coro­na­vi­rus spie­len. Palan­tir ist bekannt für sei­ne Infor­ma­tik­pro­jek­te mit Geheim­diens­ten und dem Mili­tär und wur­de von US-Mil­li­ar­där und Trump-Unter­stüt­zer Peter Thiel gegründet.

In Isra­el wird die Kon­takt­über­wa­chung der Zivil­be­völ­ke­rung durch den Inlands­ge­heim­dienst Shin Bet durch­ge­führt auf Basis einer Soft­ware der NSO Group, die bekannt ist für ihre welt­weit zur Über­wa­chung von Akti­vis­ten und Men­schen­recht­lern genutz­ten Spionageprogramme.

Län­der wie Russ­land und Chi­na möch­ten die Über­wa­chung der Bevöl­ke­rung im Zuge von “Coro­na” eben­falls mas­siv aus­bau­en, wer­den dies aber ver­mut­lich unab­hän­gig von den USA tun.

Die Idee, dass eine Pan­de­mie für den Aus­bau von Über­wa­chung und Kon­trol­le der Bevöl­ke­rung genutzt wer­den kann, ist nicht neu: Bereits 2010 beschrieb die ame­ri­ka­ni­sche Rocke­fel­ler Foun­da­ti­on in einem Bericht zu tech­no­lo­gi­schen und gesell­schaft­li­chen Zukunfts­ent­wick­lun­gen ein „Lock Step Sze­na­rio“, in dem die heu­ti­gen Ent­wick­lun­gen über­ra­schend prä­zi­se anti­zi­piert wur­den (ab Sei­te 18). Das Sze­na­rio war damals als eine Art auto­ri­tä­rer “worst case” gedacht.

Über 500 Wis­sen­schaft­ler haben bereits in einem Offe­nen Brief vor einer “bei­spiel­lo­sen Über­wa­chung der Gesell­schaft” durch Appli­ka­tio­nen zur Kon­takt­ver­fol­gung gewarnt.

Auch das soge­nann­te Cen­ter for Health Secu­ri­ty der Johns Hop­kins Uni­ver­si­tät, das im Zen­trum des Covi­d19-Pan­de­mie-Manage­ments steht und durch sei­ne irre­füh­ren­den Dar­stel­lun­gen stark zur welt­wei­ten Eska­la­ti­on bei­trug, ist sehr eng mit dem US-Sicher­heits­ap­pa­rat ver­bun­den und war bereits in des­sen frü­he­re Simu­la­tio­nen und Ope­ra­tio­nen involviert.

Gene­rell ist die Koope­ra­ti­on mit pri­va­ten Akteu­ren zur Errei­chung geo­stra­te­gi­scher Zie­le kein neu­es oder unge­wöhn­li­ches Phä­no­men in der ame­ri­ka­ni­schen Außen- und Sicherheitspolitik.

Micro­soft-Grün­der Bill Gates, der wich­tigs­te pri­va­te Spon­sor von WHO, Impf­stoff­industrie und bio­me­tri­schen Pro­jek­ten, finan­zier­te z.B. bereits 2003 ein Glo­bal Health Pro­gram des US Coun­cil on For­eign Rela­ti­ons, bei dem es um die Fra­ge geht, wie Gesund­heits­po­li­tik die Geo­po­li­tik beein­flusst und umge­kehrt für die Errei­chung geo­stra­te­gi­scher Zie­le genutzt wer­den kann.

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