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Quelle: Swiss Policy Research (SPR) ist ein Forschungs- und Informationsprojekt zu geopolitischer Propaganda in Schweizer und internationalen Medien.

Von Fachleuten präsentierte, vollständig referenzierte Fakten zu Covid-19, die unseren Lesern eine realistische Risikobeurteilung ermöglichen sollen. (Updates siehe unten)

“Die einzige Art, gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit.” (Albert Camus, 1947)

Übersicht

  1. Laut den neuesten immu­nol­o­gis­chen Stu­di­en liegt die Letal­ität von Covid-19 (IFR) bei ins­ge­samt cir­ca 0.1% und damit im Bere­ich ein­er starken Influen­za (Grippe). Bei Per­so­n­en mit hohem Risiko oder hoher Expo­si­tion ist eine frühzeit­ige oder pro­phy­lak­tis­che Behand­lung entschei­dend.
  2. In Län­dern wie den USA, Großbri­tan­nien und auch Schwe­den (ohne Lock­down) liegt die Gesamt­mortalität seit Jahres­be­ginn im Bere­ich ein­er starken Grippe­sai­son; in Län­dern wie Deutsch­land und der Schweiz liegt die Gesamt­mor­tal­ität im Bere­ich ein­er milden Grippe­sai­son.
  3. Das Ster­berisiko für die All­ge­mein­bevölkerung im Schul- und Arbeit­salter liegt selb­st in den weltweit­en “Hotspots” zumeist im Bere­ich ein­er täglichen Aut­o­fahrt zur Arbeit. Das Risiko wurde zunächst über­schätzt, da Per­so­n­en mit milden oder keinen Symp­tomen nicht erfasst wur­den.
  4. Bis zu 80% aller test­pos­i­tiv­en Per­so­n­en bleiben symp­tom­los. Selb­st unter den 70- bis 79-Jähri­gen bleiben rund 60% symp­tom­los. Cir­ca 95% aller Per­so­n­en zeigen höch­stens mod­er­ate Symp­tome.
  5. Bis zu 60% aller Per­so­n­en ver­fü­gen bere­its über eine gewisse zel­luläre Hinter­grund­immunität gegen das neue Virus durch den Kon­takt mit bish­eri­gen Coro­n­aviren (d.h. Erkäl­tungsviren). Die Annahme, es gebe keine Immu­nität gegen das neue Coro­n­avirus, war nicht zutr­e­f­fend.
  6. Das Medi­anal­ter der Ver­stor­be­nen liegt in den meis­ten Län­dern (inkl. Ital­ien) bei über 80 Jahren (z.B. in Schwe­den bei 86 Jahren) und nur cir­ca 4% der Ver­stor­be­nen hat­ten keine ern­sthaften Vor­erkrankun­gen. Das Ster­be­pro­fil entspricht damit im Wesentlichen der nor­malen Sterblichkeit.
  7. In vie­len Län­dern ereigneten sich bis zu zwei Drit­tel aller Todes­fälle in Pflege­heimen, die von einem all­ge­meinen Lock­down nicht prof­i­tieren. Zudem ist oft­mals nicht klar, ob diese Men­schen wirk­lich an Covid-19 star­ben oder an wochen­langem Stress und Iso­la­tion.
  8. Bis zu 30% aller zusät­zlichen Todes­fälle wur­den nicht durch Covid-19 verur­sacht, son­dern durch die Fol­gen von Lock­down, Panik und Angst. So ging etwa die Behand­lung von Herz­in­fark­ten und Hirn­schlä­gen um bis zu 60% zurück, da sich Patien­ten nicht mehr in die Kliniken wagten.
  9. Selb­st bei den soge­nan­nten “Covid19-Todes­fällen” ist oft­mals nicht klar, ob sie an oder mit Coro­n­aviren (d.h. an den Vor­erkrankun­gen) star­ben oder als “Ver­dachts­fälle” gar nicht getestet wur­den. Die offiziellen Zahlen reflek­tieren diese Unter­schei­dun­gen jedoch oft­mals nicht.
  10. Viele Medi­en­berichte, wonach auch junge und gesunde Per­so­n­en an Covid-19 star­ben, stell­ten sich als falsch her­aus: Viele dieser jun­gen Men­schen star­ben entwed­er nicht an Covid-19, waren doch bere­its schw­er vor­erkrankt (z.B. an Leukämie), oder sie waren 109 statt 9 Jahre alt. Die ange­bliche Zunahme der Kawasa­ki-Krankheit bei Kindern war eben­so eine Falschmel­dung.
  11. Region­al stark erhöhte Sterblichkeit­en kön­nen entste­hen, wenn es zu einem infek­tions- oder panikbe­d­ingten Kol­laps der Alten- und Krankenpflege kommt oder zusät­zliche Risiko­fak­toren wie starke Luftver­schmutzung beste­hen. Frag­würdi­ge Vorschriften zum Umgang mit Ver­stor­be­nen führten teil­weise zu zusät­zlichen Eng­pässen bei Bestat­tun­gen und Kremierun­gen.
  12. In Län­dern wie Ital­ien und Spanien sowie teil­weise Großbri­tan­nien und den USA haben auch Grippewellen bere­its bish­er zu ein­er Über­las­tung der Kranken­häuser geführt. Derzeit müssen zudem bis zu 15% der Ärzte und Pfleger, auch ohne Symp­tome, in Quar­an­täne.
  13. Die oft gezeigten Expo­nen­tialkur­ven mit “Coro­n­afällen” sind irreführend, da auch die Anzahl der Tests expo­nen­tiell zunahm. In den meis­ten Län­dern blieb das Ver­hält­nis von pos­i­tiv­en Tests zu Tests ins­ge­samt (sog. Pos­i­tiven­rate) kon­stant bei 5% bis 25% oder nahm nur leicht zu. Der Höhep­unkt der Aus­bre­itung war in den meis­ten Län­dern bere­its vor dem Lock­down erre­icht.
  14. Län­der ohne Aus­gangssper­ren, wie z.B. Japan, Süd­ko­rea, Weißrus­s­land und Schwe­den, haben keinen neg­a­tiv­eren Ver­lauf als viele andere Län­der erlebt. Schwe­den wurde von der WHO sog­ar als vor­bildlich­es Mod­ell gelobt und prof­i­tiert nun von ein­er hohen Immu­nität. 75% der schwedis­chen Todes­fälle erfol­gten in Pflegeein­rich­tun­gen, die zu spät geschützt wur­den.
  15. Die Angst vor ein­er Knap­pheit an Beat­mungs­geräten war unberechtigt. Laut Lun­gen­fachärzten ist die inva­sive Beat­mung (Intu­ba­tion) von Covid19-Patien­ten, die teil­weise aus Angst vor dem Virus geschah, zudem oft­mals kon­trapro­duk­tiv und schädigt die Lun­gen zusät­zlich.
  16. Ver­schiedene Stu­di­en zeigten, dass die haup­säch­liche Über­tra­gung des Virus wed­er durch weitre­ichende Aerosole (in der Luft schwebende Par­tikel) noch über Ober­flächen geschieht, son­dern durch direk­ten Kör­perkon­takt und Tröpfchen beim Hus­ten und Niesen.
  17. Die Wirk­samkeit von Masken bei gesun­den und symp­tom­losen Per­so­n­en bleibt wis­senschaftlich frag­würdig. Experten war­nen zudem, dass solche Masken die Atmung beein­trächti­gen und zu “Keim­schleud­ern” wer­den kön­nen (mehr dazu).
  18. Viele Kliniken in Europa und den USA blieben stark unter­belegt und mussten teil­weise sog­ar Kurzarbeit anmelden. Mil­lio­nen von Oper­a­tio­nen und Ther­a­pi­en wur­den abge­sagt, darunter auch zahlre­iche Krebs­unter­suchungen und Organ­trans­plan­ta­tionen.
  19. Mehrere Medi­en wur­den dabei ertappt, wie sie die Sit­u­a­tion in Kliniken zu drama­tisieren ver­sucht­en, teil­weise sog­ar mit manip­u­la­tiv­en Bildern. Generell bewirk­te die unser­iöse Berichter­stat­tung viel­er Medi­en eine Max­imierung der Angst in der Bevölkerung.
  20. Die inter­na­tion­al ver­wen­de­ten Virentestk­its sind fehler­an­fäl­lig und kön­nen falsche pos­i­tive und falsche neg­a­tive Resul­tate ergeben. Der offizielle Virentest wurde aus Zeit­druck zudem nicht klin­isch vali­diert und kann auch auf andere Coro­n­aviren pos­i­tiv reagieren.
  21. Zahlre­iche inter­na­tion­al renom­mierte Experten aus den Bere­ichen Virolo­gie, Immunolo­gie und Epi­demi­olo­gie hal­ten die getrof­fe­nen Maß­nah­men für kon­trapro­duk­tiv und empfehlen eine rasche natür­liche Immu­nisierung der All­ge­mein­bevölkerung und den Schutz von Risiko­grup­pen.
  22. Für die Schließung von Schulen gab es zu keinem Zeit­punkt einen medi­zinis­chen Grund, da das Erkrankung- und Übertragungs­risiko bei Kindern äußerst ger­ing ist. Auch für Klein­klassen, Masken oder Abstand­sregeln in Schulen gibt es keinen medi­zinis­chen Grund.
  23. Die Behaup­tung, nur (starkes) Covid-19 könne, im Unter­schied zur Influen­za, Throm­bosen und Lun­genem­bolien verur­sachen, ist nicht zutr­e­f­fend, denn seit 50 Jahren ist bekan­nt, dass auch eine starke Influen­za das Risiko für Throm­bosen und Emobolien stark erhöht.
  24. Mehrere Experten beze­ich­neten forcierte Impf­stoffe gegen Coro­n­aviren als unnötig oder sog­ar gefährlich. Tat­säch­lich führte etwa der Impf­stoff gegen die sog. Schweine­grippe von 2009 zu teil­weise schw­eren neu­rol­o­gis­chen Schä­den und Kla­gen in Mil­lio­nen­höhe. Auch bei den Tests von Coro­na-Impf­stof­fen kam es bere­its zu gravieren­den Kom­p­lika­tio­nen.
  25. Eine glob­ale Pan­demie kann sich dur­chaus über mehrere Jahre erstreck­en, doch viele Stu­di­en zu ein­er “Zweit­en Welle” basieren auf sehr unre­al­is­tis­chen Annah­men, wie z.B. einem kon­stan­ten Erkrankungs- und Ster­berisiko über alle Alters­grup­pen.
  26. In Städten wie New York City beschrieben Kranken­schwest­ern eine oft tödliche Fehlbe­hand­lung von Covid-Patien­ten auf­grund frag­würdi­ger finanzieller Anreize und ungeeigneter Meth­o­d­en. Hinge­gen zeigte sich eine frühe Behand­lung mit Zink und HCQ als dur­chaus wirkungsvoll.
  27. Die Anzahl an Men­schen, die auf­grund der Maß­nah­men an Arbeit­slosigkeit, Depres­sio­nen und häus­lich­er Gewalt lei­den, hat weltweit Höchst­werte erre­icht. Mehrere Experten gehen davon aus, dass die Maß­nah­men wesentlich mehr Leben fordern wer­den als das Virus selb­st. Laut UNO sind weltweit 1.6 Mil­liar­den Men­schen vom akuten Ver­lust ihrer Lebens­grund­lagen bedro­ht.
  28. NSA-Whistle­blow­er Edward Snow­den warnte, dass “Coro­na” für den per­ma­nen­ten Aus­bau weltweit­er Überwachungs­instrumente genutzt wird. Der renom­mierte Virologe Pablo Gold­schmidt sprach von einem “glob­alen Medi­en­ter­ror” und “total­itären Maß­nah­men”. Der britis­che Infek­ti­ologe Pro­fes­sor John Oxford sprach von ein­er “Medi­en-Epi­demie”.
  29. Über 600 Wis­senschaftler haben vor ein­er “beispiel­losen Überwachung der Gesellschaft” durch prob­lema­tis­che Apps zur Kontakt­­verfolgung gewarnt. In eini­gen Län­dern wird diese Kontakt­ver­folgung bere­its direkt vom Geheim­di­enst durchge­führt. Weltweit kam es zur Überwachung der Zivil­bevölkerung durch Drohnen und zu teil­weise mas­siv­er Polizeige­walt.
  30. Eine WHO-Studie von 2019 zu Maß­nah­men gegen Grippepan­demien ergab, dass “Kontakt­verfolgung” aus medi­zinis­ch­er Sicht “unter keinen Umstän­den zu empfehlen” ist. Den­noch wur­den Trac­ing-Apps in mehreren Län­dern bere­its teil­weise oblig­a­torisch.
Siehe auch:

Juli 2020

Zur Entwicklung der Pandemie

In den meis­ten west­lichen Län­dern war der Höhep­unkt der Coro­n­avirus-Infek­tio­nen bere­its im März oder April und oft­mals noch vor dem Lock­down erre­icht. Der Höhep­unkt der Todes­fälle lag in den meis­ten west­lichen Län­dern im April. Sei­ther gehen die Hos­pi­tal­isierun­gen und Todes­fälle in den meis­ten west­lichen Län­dern wieder zurück (siehe Grafiken unten).

Diese Entwick­lung gilt auch für Län­der ohne Lock­down, wie z.B. Schwe­den, Weißrus­s­land und Japan. Die kumulierte Jahressterblichkeit liegt in den meis­ten west­lichen Län­dern weit­er­hin im Bere­ich ein­er milden (z.B. CH, AT, DE) bis starken (z.B. USA, UK) Grippewelle.

Nach dem Ende des Lock­downs wurde die Anzahl der Coro­na-Tests in der risikoschwachen All­ge­mein­bevölkerung in vie­len Län­dern stark erhöht, beispiel­sweise im Zusam­men­hang mit der Rück­kehr der Men­schen an die Arbeit­splätze und in die Schulen.

Dies führte in eini­gen Län­dern oder Regio­nen zu einem gewis­sen Anstieg der pos­i­tiv­en Testre­sul­tate, was von vie­len Medi­en und Behör­den als ein gefährlich­er Anstieg der “Fal­lzahlen” dargestellt wurde und teil­weise zu neuen Restrik­tio­nen führte, selb­st wenn die Pos­i­tiven­rate sehr tief blieb.

Die “Fal­lzahlen” sind indes eine irreführende Größe und nicht mit Erkrank­ten oder Infizierten gle­ichzuset­zen. Bei einem pos­i­tiv­en Test kann es sich etwa um nicht-infek­tiöse Viren­frag­mente, Mehrfacht­ests, eine asymp­to­ma­tis­che Infek­tion, oder um ein falsch-pos­i­tives Resul­tat han­deln.

Das Zählen von ange­blichen “Fal­lzahlen” ist auch deshalb nicht zielführend, da Anti­körper­studien und immu­nol­o­gis­che Unter­suchun­gen ohne­hin längst gezeigt haben, dass das Coro­n­avirus bis zu fün­fzig­mal weit­er ver­bre­it­et ist als auf­grund der täglichen PCR-Tests angenom­men wird.

Entschei­dend sind vielmehr die Erkrankun­gen, die Hos­pi­tal­isierun­gen, und die Todes­fälle. Bei den Hos­pi­tal­isierun­gen ist zu beacht­en, dass viele Kliniken inzwis­chen wieder im Nor­mal­be­trieb sind und alle Patien­ten, auch die asymp­to­ma­tis­chen, zusät­zlich auf Coro­n­aviren testen. Entschei­dend ist deshalb auch hier die Anzahl der tat­säch­lichen Covid-Patien­ten.

Im Falle Schwe­dens musste die WHO z.B. die Ein­stu­fung als “Risikoland” zurück­nehmen, nach­dem klar wurde, dass die schein­bare Zunahme der “Fälle” auf ein­er Zunahme der Tests beruhte. Tat­säch­lich sind die Hos­pi­tal­isierun­gen und Todes­fälle in Schwe­den seit April rück­läu­fig.

Mehrere Län­der befind­en sich seit Mai sog­ar in ein­er rel­a­tiv­en Unter­sterblichkeit. Der Grund dafür ist, dass das Medi­anal­ter der Coro­na-Todes­fälle oft­mals über der durch­schnit­tlichen Lebenser­wartung lag. Bis zu 80% der Todes­fälle ereigneten sich in Pflegeein­rich­tun­gen.

In Län­dern und Regio­nen, in denen die Aus­bre­itung des Coro­n­avirus bish­er stark reduziert wurde, ist es den­noch abso­lut möglich, dass es zu einem erneuten Anstieg an Erkrankun­gen kommt. In diesen Fällen ist eine frühzeit­ige und wirkungsvolle Behand­lung wichtig (siehe unten).

Die glob­ale Covid-19-Mor­tal­ität liegt derzeit – trotz der heute deut­lich älteren Bevölkerung – eine ganze Größen­ordnung unter den Grippepan­demien von 1957 (asi­atis­che Grippe) und 1968 (Hongkong-Grippe) und im Bere­ich der eher milden “Schweine­grippe-Pan­demie” von 2009.

Die folgenden Grafiken illustrieren die Diskrepanz zwischen “Fällen” und Todesfällen:
Die folgenden Grafiken vergleichen Covid-19 mit früheren Grippewellen (mehr):
Die folgende Grafik vergleicht Schweden (kein Lockdown) mit New York State:
Todes­fälle in Schwe­den ver­sus New York State (FEE/Paul Yow­ell)
Die folgende Grafik vergleicht Covid-19 mit früheren Pandemien:
Glob­al Covid mor­tal­i­ty com­pared to ear­li­er pan­demics (DB Research)
Zur Letalität von Covid-19

Die meis­ten Antikör­per­stu­di­en ergaben eine bevölkerungs­basierte Infec­tion Fatal­i­ty Rate (IFR) zwis­chen 0.1% und 0.3%. Die US-Gesund­heits­be­hörde CDC pub­lizierte im Mai eine immer noch vor­sichtige “beste Schätzung” von 0.26% (basierend auf 35% asymp­to­ma­tis­chen Fällen).

Ende Mai erschien indes eine immu­nol­o­gis­che Studie der Uni­ver­sität Zürich, die erst­mals nach­wies, dass die üblichen Antikör­p­er-Tests, die Antikör­p­er im Blut messen (IgG und IgM), höch­stens ca. ein Fün­f­tel aller Coro­n­avirus-Infek­tio­nen erken­nen kön­nen.

Der Grund dafür ist, dass das neue Coro­n­avirus bei den meis­ten Men­schen bere­its durch Antikör­p­er auf der Schleimhaut (IgA) oder durch eine zel­luläre Immu­nität (T‑Zellen) neu­tral­isiert wird und sich dabei keine oder nur milde Symp­tome aus­bilden.

Dies bedeutet, dass das neue Coro­n­avirus ver­mut­lich viel weit­er ver­bre­it­et ist als bish­er angenom­men und die Letal­ität pro Infek­tion rund fünf­mal niedriger liegt als bish­er ver­mutet. Die wirk­liche Letal­ität kön­nte somit deut­lich unter 0.1% und damit im Bere­ich der Influen­za liegen.

Die Schweiz­er Studie dürfte zugle­ich erk­lären, warum Kinder im Nor­mal­fall gar nicht oder nur mild am neuen Coro­n­avirus erkranken (auf­grund des häu­fi­gen Kon­tak­ts mit bish­eri­gen Coro­na-Erkäl­tungsviren), und warum selb­st Hotspots wie New York City eine Antikör­p­er-Ver­bre­itung (IgG/IgM) von höch­stens 20% fan­den – denn dies entspricht bere­its der Her­den­im­mu­nität.

Die Schweiz­er Studie wurde inzwis­chen von weit­eren Stu­di­en bestätigt:

  1. Eine schwedis­che Studie ergab, dass Per­so­n­en mit milder oder asymp­to­ma­tis­ch­er Erkrankung das Virus oft­mals mit T‑Zellen neu­tral­isieren, ohne Antikör­p­er aus­bilden zu müssen. Die T‑Zellen-Immu­nität war etwa dop­pelt so häu­fig wie die Antikör­p­er-Immu­nität.
  2. Eine umfan­gre­iche spanis­che Studie ergab, dass weniger als 20% der  symp­to­ma­tis­chen Per­so­n­en und ca. 2% der getesteten asymp­to­ma­tis­chen Per­so­n­en IgG-Antikör­p­er hat­ten.
  3. Eine deutsche Studie (Preprint) ergab, dass 81% der Per­so­n­en, die noch keinen Kon­takt mit dem neuen Coro­n­avirus hat­ten, bere­its über kreuzreak­tive T‑Zellen und damit über eine gewisse Hin­ter­grundim­mu­nität ver­fü­gen. Der Grund dafür dürfte der Kon­takt mit bish­eri­gen Coro­n­aviren (Erkäl­tungsviren) sein.
  4. Eine chi­ne­sis­che Studie im Fach­magazin Nature ergab, dass bei 40% der asymp­to­ma­tis­chen Per­so­n­en und bei 12.9% der symp­to­ma­tis­chen Per­so­n­en nach der Erhol­ungsphase keine IgG-Antikör­p­er mehr nach­weis­bar sind.
  5. Eine weit­ere chi­ne­sis­che Studie mit knapp 25,000 Klinikmi­tar­beit­ern in Wuhan ergab, dass höch­stens ein Fün­f­tel der ver­mut­lich infizierten Mitar­beit­er IgG-Antikör­p­er aufwiesen.
  6. Eine kleine franzö­sis­che Studie (Preprint) ergab, dass sechs Fam­i­lien­mit­glieder von Covid-Patien­ten eine T‑Zellen-Immu­nität ohne Antikör­p­er entwick­el­ten.

Video-Inter­view: Swedish Doc­tor: T‑cell immu­ni­ty and the truth about Covid-19 in Swe­den

In diesem Zusam­men­hang kam eine US-Studie im Fachjour­nal Sci­ence Trans­la­tion­al Med­i­cine anhand ver­schieden­er Indika­toren zum Ergeb­nis, dass die Letal­ität von Covid-19 weit tiefer liegt als ursprünglich angenom­men, seine Aus­bre­itung in eini­gen Hotspots aber bis zu 80-mal schneller erfol­gte als ver­mutet, was den raschen Anstieg an Erkrankun­gen erk­lären würde.

Eine Unter­suchung im öster­re­ichis­chen Skiort Ischgl, einem der ersten europäis­chen “Coro­na-Hotspots”, fand Antikör­p­er bei 42% der Bevölkerung. 85% der Infek­tio­nen blieben “unbe­merkt” (d.h. sehr mild), ca. 50% der Infek­tio­nen ver­liefen ganz ohne (spür­bare) Symp­tome.

Der hohe Antikör­per­w­ert von 42% in Ischgl ergab sich, weil in Ischgl auch auf IgA-Antikör­p­er im Blut getestet wurde (statt nur auf IgM/IgG), und dies rel­a­tiv zeit­nah bere­its im April. Wäre zusät­zlich auf mukos­ale IgA und auf T‑Zellen getestet wor­den, hätte sich zweifel­los eine nochmals deut­lich höhere Immu­nität im Bere­ich der Her­den­im­mu­nität ergeben.

In Ischgl kam es zu zwei Coro­na-Todes­fällen (bei­des vor­erkrank­te Män­ner über 80 Jahren), was ein­er rohen IFR von 0.26% entspricht. Angepasst an die Gesamt­bevölkerung und die tat­säch­liche Immu­nität dürfte die Covid-Letal­ität auch in Ischgl bei unter 0.1% liegen.

Auf­grund der eher gerin­gen Letal­ität fällt Covid-19 höch­stens in die Stufe 2 des von den US-Gesund­heits­be­hör­den entwick­el­ten fün­f­stu­fi­gen Pan­demie-Plans. Für diese Stufe ist lediglich die “frei­willige Isolierung kranker Per­so­n­en” als Haupt­maß­nahme vorge­se­hen. Weit­erge­hende Maß­nah­men wie Mund­schutzpflicht, Schulschließun­gen, Abstand­sregeln, Kon­tak­tver­fol­gung, Imp­fun­gen und Lock­downs ganz­er Gesellschaften sind hinge­gen nicht angezeigt.

Die neuen immu­nol­o­gis­chen Resul­tate bedeuten zudem, dass “Immu­nität­sausweise” und Massen­imp­fun­gen nicht funk­tion­ieren kön­nen und mithin keine sin­nvollen Strate­gien sind.

Einige Medi­en sprechen weit­er­hin von ange­blich viel höheren Covid-Letal­itätswerten. Diese Medi­en beziehen sich jedoch auf ver­al­tete Sim­u­la­tion­s­mod­elle, ver­wech­seln Mor­tal­ität und Letal­ität, oder CFR und IFR, oder “rohe IFR” und bevölkerungs­basierte IFR. Mehr zu diesen Fehlern hier.

Im Juli wurde von ein­er ange­blichen Antikör­p­er-Ver­bre­itung von “bis zu 70%” in eini­gen Stadt­teilen New Yorks berichtet. Dabei han­delt es sich jedoch nicht um einen bevölkerungs­basierten Wert, son­dern um Antikör­p­er bei Men­schen, die eine Not­fall­sta­tion aufge­sucht hat­ten.

Die fol­gende Grafik zeigt die tat­säch­liche Entwick­lung der Coro­na-Todes­fälle in Schwe­den (kein Lock­down, keine Maskenpflicht) im Ver­gle­ich mit den Prog­nosen des Impe­r­i­al Col­lege Lon­don (orange: keine Maß­nah­men; grau: mod­er­ate Maß­nah­men). Die schwedis­che Jahres­gesamt­sterblichkeit liegt im Bere­ich ein­er mit­tleren Grippewelle und 3.6% unter den Vor­jahren.

Coro­na-Todes­fälle in Schwe­den: Prog­nose des Impe­r­i­al Col­lege Lon­don vs. Real­ität (HTY/FOHM)
Zu den Gesundheitsrisiken durch Covid-19

Warum ist das neue Coro­n­avirus für viele Men­schen unge­fährlich, für einige Men­schen aber sehr gefährlich? Der Grund liegt bei Beson­der­heit­en des Virus und des Immun­sys­tems.

Viele Men­schen, darunter fast alle Kinder, kön­nen das neue Coro­n­avirus mit ein­er beste­hen­den Immu­nität (durch den Kon­takt mit früheren Coro­na-Erkäl­tungsviren) oder durch Antikör­p­er bere­its auf der Schleimhaut (IgA) neu­tral­isieren, ohne dass es viel Schaden anricht­en kann.

Gelingt das jedoch nicht, kann das Virus in den Organ­is­mus ein­drin­gen. Dort kann das Virus auf­grund sein­er effizien­ten Nutzung des ACE2-Zell­rezep­tors zu Kom­p­lika­tio­nen in der Lunge (Pneu­monie), den Gefäßen (Throm­bosen, Embolien), und weit­eren Orga­nen führen.

Reagiert das Immun­sys­tem in diesem Fall zu schwach (bei älteren Men­schen) oder zu stark (bei eini­gen jün­geren Men­schen), kann es zu einem kri­tis­chen Krankheitsver­lauf kom­men.

Es ist auch zutr­e­f­fend, dass die Symp­tome oder Kom­p­lika­tio­nen ein­er ern­sthaften Covid-19-Erkrankun­gen in eini­gen Fällen während Wochen oder sog­ar Monat­en anhal­ten kön­nen.

Deshalb ist das neue Coro­n­avirus keines­falls zu unter­schätzen und eine frühzeit­ige und wirkungsvolle Behand­lung bei Risikopa­tien­ten abso­lut entschei­dend.

Länger­fristig kön­nte sich das neue Coro­n­avirus zu einem typ­is­chen Erkäl­tungsvirus entwick­eln, ähn­lich dem Coro­n­avirus NL63, das eben­falls den ACE2-Zell­rezep­tor nutzt und heutzu­tage Atemwegs- und Lun­genentzün­dun­gen vor allem bei Kleinkindern und Pflegepa­tien­ten aus­löst.

Zur Behandlung von Covid-19

Hin­weis: Patien­ten wen­den sich an einen Arzt.

Mehrere Stu­di­en haben inzwis­chen belegt, was einige behan­del­nde Ärzte bere­its seit März fest­gestellt haben: Eine frühzeit­ige Behand­lung von Covid-Patien­ten mit Zink und dem Malar­i­amit­tel Hydrox­y­chloro­quin (HCQ) ist tat­säch­lich wirkungsvoll.

US-Ärzte bericht­en von ein­er Reduk­tion der Hos­pi­tal­isierungsrate um bis zu 84% und von ein­er Sta­bil­isierung des Gesundheits­zustandes oft­mals inner­halb von weni­gen Stun­den.

Zink besitzt antivi­rale Eigen­schaften, HCQ unter­stützt die Zinkauf­nahme und besitzt zusät­zliche antivi­rale Eigen­schaften. Diese Medika­mente wer­den von Ärzten bei Bedarf ergänzt durch ein Antibi­otikum (zur Ver­hin­derung ein­er bak­teriellen Super­in­fek­tion) und durch ein Blutverdün­nungsmit­tel (zur Ver­hin­derung infek­tions­be­dinger Throm­bosen und Embolien).

Die ange­blich oder tat­säch­lich neg­a­tiv­en Resul­tate mit HCQ im Rah­men einiger Stu­di­en beruht­en nach heutigem Wis­sens­stand auf einem ver­späteten Ein­satz, stark über­höht­en Dosen (bis 2400mg/T), manip­ulierten Daten­sätzen, oder Kon­traindika­tio­nen (z.B. Fav­is­mus).

Die WHO, viele Medi­en und einige Behör­den kön­nten durch ihr ablehnen­des Ver­hal­ten, das vielle­icht poli­tisch motiviert oder durch phar­mazeutis­che Inter­essen bee­in­flusst war, in den ver­gan­genen Monat­en erhe­blichen und unnöti­gen gesund­heitlichen Schaden angerichtet haben.

So geht der franzö­sis­che Medi­z­in­pro­fes­sor Jaouad Zem­mouri davon aus, dass Europa mit ein­er kon­se­quenten HCQ-Behand­lungsstrate­gie bis zu 78% der Covid-Todes­fälle hätte ver­mei­den kön­nen.

HCQ-Kon­traindika­tio­nen wie zum Beispiel Fav­is­mus oder Herzprob­leme müssen beachtet wer­den, aber die neue Ford-Studie erre­ichte auch mit 56% afroamerikanis­chen Patien­ten (die häu­figer Fav­is­mus aufweisen) eine Reduk­tion der Sterblichkeit in Kliniken um rund 50%.

Der entschei­dende Punkt bei der Behand­lung von Risikopa­tien­ten ist jedoch die frühzeit­ige Inter­ven­tion bere­its bei Entwick­lung der ersten typ­is­chen Symp­tome, um eine Pro­gres­sion der Erkrankung zu ver­hin­dern und eine inten­sivmedi­zinis­che Hos­pi­tal­isierung zu ver­mei­den.

Die meis­ten Län­der reagierten auch in diesem Punkt unglück­lich: Nach der Infek­tion­swelle im März kam ein Lock­down, sodass die bere­its infizierten und verängstigten Men­schen ohne Behand­lung bei sich zuhause eingeschlossen waren und oft­mals solange warteten, bis sie eine schwere Atem­not entwick­el­ten und direkt auf die Inten­sivs­ta­tion gebracht wer­den mussten, wo sie dann oft­mals noch sediert und intubiert wur­den und mit hoher Wahrschein­lichkeit star­ben.

Es ist denkbar, dass ein Zink-HCQ-Pro­tokoll, das ein­fach, sich­er und kostengün­stig ist, kom­plexere Medika­mente, Imp­fun­gen und Maß­nah­men weit­ge­hend obso­let machen kön­nte.

Zulet­zt zeigte eine Fall­studie aus Frankre­ich, dass bei vier der ersten fünf Patien­ten, die mit dem teuren Medika­ment Remde­sivir des Phar­makonz­erns Gilead behan­delt wur­den, die Behand­lung wegen Leber­prob­le­men und Nieren­ver­sagen abge­brochen wer­den musste.

Mehr dazu: Zur Behand­lung von Covid-19

Zur Wirksamkeit von Masken

Ver­schiedene Län­der haben eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr, im Detail­han­del oder all­ge­mein in der Öffentlichkeit einge­führt oder disku­tieren diese aktuell.

Einige mögen argu­men­tieren, dass sich die Diskus­sion auf­grund der deut­lich gerin­geren Letal­ität und Hos­pi­tal­isierungsrate von Covid-19 und der Behandlungs­möglichkeiten bere­its erübrigt hat, da das ursprüngliche Ziel bezüglich “flat­ten the curve” nicht mehr im Fokus ste­ht.

Den­noch kann man die Frage nach der generellen Wirk­samkeit von Masken stellen. Im Falle von Influen­za-Epi­demien und ‑Pan­demien ist die Antwort aus wis­senschaftlich­er Sicht bere­its klar: Masken im All­t­ag habe keine oder eine sehr geringe Wirkung auf das Infek­tion­s­geschehen. Bei unsachgemäßer Ver­wen­dung kön­nen sie das Infek­tion­srisiko sog­ar erhöhen.

Das beste und aktuell­ste Beispiel dafür ist iro­nis­cher­weise das oft genan­nte Masken­land Japan: Japan erlebte seine let­zte starke Grippewelle mit rund fünf Mil­lio­nen Erkank­ten trotz Masken ger­ade erst vor einem Jahr, im Jan­u­ar und Feb­ru­ar 2019.

Bei Influen­za-Viren kommt allerd­ings im Unter­schied zu SARS-Coro­n­aviren der wichtige Fak­tor hinzu, dass sie sehr wesentlich durch Kinder über­tra­gen wer­den. Japan musste 2019 beispiel­sweise rund zehn­tausend Schulen wegen akuter Krankheit­saus­brüche schließen.

Beim SARS-1-Virus von 2002 und 2003 gibt es eine gewisse Evi­denz, dass medi­zinis­che Masken vor ein­er Infek­tion teil­weise schützen kön­nen. Doch SARS‑1 ver­bre­it­ete sich fast nur in Kranken­häusern, d.h. in einem pro­fes­sionellen Umfeld, und kaum in der All­ge­mein­heit.

Eine bekan­nte Studie von 2015 zeigte hinge­gen, dass die heutzu­tage ver­bre­it­eten Stoff­masken auf­grund ihrer Poren­größe für 97% der viralen Par­tikel durch­läs­sig sind und das Infek­tion­srisiko durch die Spe­icherung von Feuchtigkeit zusät­zlich erhöhen kön­nen.

Einige Stu­di­en argu­men­tierten zulet­zt, Masken im All­t­ag seien im Falle des neuen Coro­n­avirus den­noch wirk­sam und kön­nten zumin­d­est die Ansteck­ung ander­er Per­so­n­en ver­hin­dern.

Diese Stu­di­en sind jedoch method­isch schwach und bele­gen teil­weise eher das Gegen­teil. Typ­is­cher­weise ignori­eren diese Stu­di­en den Effekt ander­er zeit­gle­ich­er Maß­nah­men, die natür­liche Entwick­lung der Infek­tion­szahlen, die Verän­derung der Test-Aktiv­ität, oder sie ver­gle­ichen Län­der mit sehr unter­schiedlichen Voraus­set­zun­gen.

Ein Überblick:

  1. Eine deutsche Studie behauptete, die Ein­führung ein­er Maskenpflicht in deutschen Städten habe zu einem Rück­gang der Infek­tio­nen geführt. Doch die Dat­en bele­gen das nicht: In eini­gen Städten gab es keine Verän­derung, in anderen eine Abnahme, in weit­eren eine Zunahme der Infek­tio­nen (s. Grafik unten). Die als Vor­bild präsen­tierte Stadt Jena führte gle­ichzeit­ig die streng­sten Quar­an­täneregeln Deutsch­lands ein, was die Studie jedoch nicht erwäh­nte.
  2. Eine Studie im Fachjour­nal PNAS behauptete, Masken hät­ten in drei Hotspots (darunter New York City) zu einem Rück­gang der Infek­tio­nen geführt. Dabei wur­den wed­er der natür­liche Rück­gang der Infek­tio­nen noch andere Maß­nah­men berück­sichtigt. Die Studie war so fehler­haft, dass über 40 Wis­senschaftler einen Rück­zug der Studie emp­fahlen.
  3. Eine amerikanis­che Studie behauptete, die Maskenpflicht habe in 15 Bun­desstaat­en zu einem Rück­gang der Infek­tio­nen geführt. Die Studie berück­sichtigte nicht, dass das Infek­tion­s­geschehen zu diesem Zeit­punkt in den meis­ten Bun­desstaat­en ohne­hin bere­its rück­läu­fig war. Ein Ver­gle­ich mit anderen Bun­desstaat­en wurde nicht durchge­führt.
  4. Eine amerikanisch-kanadis­che Studie behauptete, Län­der mit ein­er Maskenpflicht hät­ten weniger Todes­fälle als Län­der ohne Maskenpflicht. Doch dabei wur­den afrikanis­che, lateinamerikanis­che, asi­atis­che und osteu­ropäsiche Län­der mit sehr unter­schiedlichen Infek­tion­s­geschehen und Bevölkerungsstruk­turen ver­glichen.
  5. Eine Metas­tudie im Fachjour­nal Lancet behauptete, Masken “kön­nten” zu ein­er Reduk­tion des Infek­tion­srisikos führen, doch die unter­sucht­en Stu­di­en bezo­gen sich haupt­säch­lich auf Kranken­häuser (Sars‑1) und die Stärke der Evi­denz wurde mit “ger­ing” angegeben.

Der medi­zinis­che Nutzen ein­er Maskenpflicht bleibt daher weit­er­hin fraglich. Eine länder­ver­gleichende Unter­suchung der Uni­ver­si­ty of East Anglia kam etwa zum Ergeb­nis, dass eine Maskenpflicht keinen mess­baren Effekt auf die Covid-Infek­tio­nen oder Todes­fälle hat­te.

Bekan­nt ist auch, dass die sehr weit ver­bre­it­eten Masken den ursprünglichen Aus­bruch in der chi­ne­sis­chen Stadt Wuhan nicht ver­hin­dern kon­nten.

Schwe­den zeigte, dass es auch ohne Lock­down, ohne Maskenpflicht und mit ein­er der tief­sten Inten­siv­bet­tka­paz­itäten Europas nicht zu ein­er Über­las­tung der Kranken­häuser kom­men muss. Tat­säch­lich liegt die schwedis­che Jahres­ge­samt­mor­tal­ität im Bere­ich früher­er Grippewellen.

Prob­lema­tisch wird es, wenn Behör­den der Bevölkerung sug­gerieren, durch eine Maskenpflicht sinke das Infek­tion­srisiko etwa im öffentlichen Verkehr. Dafür gibt es keine Evi­denz. Ob mit oder ohne Masken beste­ht in dicht beset­zten Innen­räu­men ein erhöht­es Infek­tion­srisiko.

Inter­es­san­ter­weise ste­ht an der Spitze der Forderung nach ein­er weltweit­en Maskenpflicht eine Lob­by­gruppe namens “masks4all” (Masken für alle), die von einem “Young Leader” des World Eco­nom­ic Forum (WEF) Davos gegrün­det wurde.

Maskenpflicht in deutschen Städten: Keien rel­e­vante Wirkung. (IZA 2020)
Zur Rolle von Kontaktverfolgung

Zahlre­iche Län­der haben für teils sehr viel Geld Smart­phone-App­lika­tio­nen und Spezialein­heit­en zur gesamt­ge­sellschaftlichen Kon­tak­tver­fol­gung ein­gerichtet. Es gibt indes keine Evi­denz, dass diese einen epi­demi­ol­o­gisch rel­e­van­ten Beitrag zum Pan­demie-Man­age­ment leis­ten kön­nen.

Beim Trac­ing-Pio­nier Island ist die App bere­its weit­ge­hend gescheit­ert, in Nor­we­gen wurde sie aus Daten­schutz­gründen gestoppt, in Indi­en, Argen­tinien, Sin­ga­pur und weit­eren Län­dern wurde sie nachträglich doch noch oblig­a­torisch, in Israel wird sie direkt vom Geheim­di­enst betrieben.

Eine WHO-Studie zu Grippepan­demien kam 2019 zudem zum Ergeb­nis, dass Kon­tak­tver­fol­gung aus medi­zinis­ch­er Sicht nicht sin­nvoll und “unter keinen Umstän­den zu empfehlen” ist. Das typ­is­che Anwen­dungs­ge­bi­et dafür sind eher sex­uell über­trag­bare Krankheit­en oder Vergif­tun­gen.

Zudem beste­hen weit­er­hin ern­sthafte Bedenken bezüglich Daten­schutz und Bürg­er­recht­en.

NSA-Whistle­blow­er Edward Snow­den warnte bere­its im März, dass Regierun­gen die Coro­na-Krise zum Anlass oder Vor­wand für den Aus­bau der gesellschaftlichen Überwachung und Kon­trolle nehmen und damit eine “Architek­tur der Unter­drück­ung” erricht­en kön­nten.

Eine Whistle­blow­erin, die an einem Aus­bil­dung­spro­gramm für Kon­tak­tver­fol­ger in den USA teilgenom­men hat­te, beschrieb dieses als “total­itär” und eine “Gefahr für die Gesellschaft”.

Der Schweiz­er Infor­matik-Pro­fes­sor Serge Vau­de­nay machte öffentlich, dass die Pro­tokolle zur Kon­tak­tver­fol­gung keineswegs “dezen­tral” und “trans­par­ent” sind, denn die eigentliche Funk­tion­al­ität wird durch eine Schnittstelle von Google und Apple (GAEN) imple­men­tiert, die für die Öffentlichkeit nicht ein­se­hbar und nicht kon­trol­lier­bar ist (d.h. kein “Open Source”).

Diese nicht-ein­se­hbare Schnittstelle wurde von Google und Apple inzwis­chen in drei Mil­liar­den Mobil­tele­fone inte­gri­ert. Laut Pro­fes­sor Vau­de­nay kann diese Schnittstelle zudem alle Kon­tak­te, nicht nur die medi­zinisch “rel­e­van­ten”, aufze­ich­nen und spe­ich­ern. Ein deutsch­er Infor­matik-Experte beze­ich­nete Trac­ing-Apps sein­er­seits als ein “Tro­janis­ches Pferd”.

Für weit­ere Infor­ma­tio­nen zur “Kon­tak­tver­fol­gung” siehe das Update vom Juni.

Siehe auch: Inside the NSA’s Secret Tool for Map­ping Your Social Net­work (Wired)

“Con­tact Trac­ing” durch Google und Apple
Weitere Meldungen
Zum Ursprung des neuen Coronavirus

Im Juni-Update wurde dargestellt, dass renom­mierte Virolo­gen einen Labor-Ursprung des neuen Coro­n­avirus für “min­destens so plau­si­bel” hal­ten wie einen natür­lichen Ursprung. Der Grund dafür sind einige genetis­che Beson­der­heit­en des Virus im Bere­ich der Rezep­torbindung, die zu ein­er beson­ders hohen Über­trag­barkeit und Infek­tiosität beim Men­schen führen.

Inzwis­chen gibt es weit­ere Evi­den­zfür diese Hypothese. Siehe dazu:

Die Entwick­lun­gen seit Anfang 2020 zeigen, dass das neue Coro­n­avirus nicht als “Biowaffe” im engeren Sinne zu sehen ist, da es zu wenig tödlich und zu wenig gezielt ein­set­zbar ist. Allerd­ings kann es dur­chaus die Bevölkerung in Angst ver­set­zen und poli­tisch genutzt wer­den.

Den­noch bleibt, neben einem möglichen Labor-Ursprung, auch ein natür­lich­er Ursprung des neuen Coro­n­avirus eine real­is­tis­che Möglichkeit, obschon die Hypothese vom “Wuhan-Tier­markt” und zulet­zt die Pan­golin-Hypothese von Experten inzwis­chen ver­wor­fen wur­den.

Das Virol­o­gis­che Insti­tut in Wuhan (WIV)

(Zulet­zt aktu­alsiert: 17. Juli)

Juni 2020

A. Allgemeiner Teil
Studien zur Letalität von Covid-19

Stan­ford-Pro­fes­sor John Ioan­ni­dis pub­lizierte im Mai eine Über­sicht der bish­eri­gen Covid19-Antikör­p­er-Stu­di­en. Dem­nach liegt die Letal­ität von Covid19 (IFR) in den meis­ten Län­dern und Regio­nen bei unter 0.16%. Für drei Hotspots fand Ioan­ni­dis eine Ober­gren­ze von 0.40%.

Auch die US-Gesund­heits­be­hörde CDC reduzierte in ihrem neuesten Bericht die Covid19-Letal­ität (IFR) auf 0.26% (best esti­mate). Selb­st dieser Wert ist noch als Ober­gren­ze zu sehen, da die CDC kon­ser­v­a­tiv von 35% asymp­to­ma­tis­chen Fällen aus­ge­ht, während die meis­ten Stu­di­en auf 50 bis 80% asymp­to­ma­tis­che Fälle hin­deuten.

Ende Mai pub­lizierten Schweiz­er Immunolo­gen um Pro­fes­sor Onur Boy­man allerd­ings die bish­er wohl wichtig­ste Studie zur Covid19-Letal­ität. Diese Preprint-Studie kam zum Ergeb­nis, dass die üblichen Antikör­p­er-Tests, die Antikör­p­er im Blut messen (IgG und IgM), höch­stens ca. ein Fün­f­tel aller Covid19-Infek­tio­nen erken­nen kön­nen (Zeitungs­bericht auf Englisch; Orig­i­nal­studie).

Der Grund dafür ist, dass das neue Coro­n­avirus bei den meis­ten Men­schen bere­its durch Antikör­p­er auf der Schleimhaut (IgA) oder durch eine zel­luläre Immu­nität (T‑Zellen) neu­tral­isiert wird und sich dabei keine oder nur milde Symp­tome aus­bilden.

Dies bedeutet, dass das neue Coro­n­avirus ver­mut­lich noch viel weit­er ver­bre­it­et ist als bish­er angenom­men und die Letal­ität pro Infek­tion bis zu fünf­mal niedriger liegt als bish­er ver­mutet. Die wirk­liche Letal­ität kön­nte somit deut­lich unter 0.1% und damit im Bere­ich der Influen­za liegen.

Tat­säch­lich zeigten inzwis­chen mehrere Stu­di­en, dass bis zu 60% aller Men­schen bere­its über eine gewisse zel­luläre Immu­nität gegen Covid-19 ver­fü­gen, die durch den Kon­takt mit bish­eri­gen Coro­n­aviren (Erkäl­tungsviren) erwor­ben wurde. Ins­beson­dere Kinder kom­men oft in Kon­takt mit solchen Coro­n­aviren, was ihre Unempflindlichkeit gegenüber Covid19 miterk­lären kön­nte.

Die neue Schweiz­er Studie dürfte zudem erk­lären, warum Antikör­p­er-Stu­di­en selb­st in Hotspots wie New York oder Madrid eine Infek­tion­srate von höch­stens ca. 20% fan­den, denn dies würde ein­er tat­säch­lichen Rate von nahezu 100% entsprechen. In vie­len Regio­nen dürfte die tat­säch­liche Aus­bre­itung bere­its bei deut­lich über 50% und damit im Bere­ich der Her­den­im­mu­nität liegen.

Sollte sich die Schweiz­er Unter­suchung bestäti­gen, so würde die Ein­schätzung der Oxford-Epi­demi­olo­gin Prof. Sune­tra Gup­ta zutr­e­f­fen, die bere­its früh von ein­er sehr weit­en Ver­bre­itung von Covid-19 und ein­er gerin­gen Letal­ität zwis­chen 0.01% unter 0.1% aus­ging.

Trotz der ver­gle­ich­sweise gerin­gen Letal­ität von Covid-19 (Todes­fälle pro Infek­tio­nen) kann die Mor­tal­ität (Todes­fälle pro Bevölkerung) region­al und kurzfristig den­noch stark erhöht sein, wenn sich das Virus rasch aus­bre­it­et und dabei Risiko­grup­pen wie ins­beson­dere Patien­ten in Pflege­heimen erre­icht, wie das in mehreren Hotspots tat­säch­lich geschah (siehe unten).

Auf­grund der eher gerin­gen Letal­ität fällt Covid-19 höch­stens in die Stufe 2 des von den US-Gesund­heits­be­hör­den entwick­el­ten fün­f­stu­fi­gen Pan­demie-Plans. Für diese Stufe ist lediglich die “frei­willige Isolierung kranker Per­so­n­en” als Haupt­maß­nahme vorge­se­hen. Weit­erge­hende Maß­nah­men wie Mund­schutzpflicht, Schulschließun­gen, Abstand­sregeln, Kon­tak­tver­fol­gung, Imp­fun­gen und Lock­downs ganz­er Gesellschaften sind hinge­gen nicht angezeigt.

Bezüglich Kon­tak­tver­fol­gung kam eine WHO-Studie zu Influen­za-Pan­demien von 2019 zudem zum Ergeb­nis, dass diese aus medi­zinis­ch­er Sicht “unter keinen Umstän­den zu empfehlen” ist, da bei leicht über­trag­baren und ins­ge­samt eher milden Atemwegs­erkrankungen nicht zielführend.

Manch­mal wird argu­men­tiert, man habe die eher geringe Letal­ität zu Beginn nicht gekan­nt. Das ist nicht ganz richtig, denn die Dat­en aus Süd­ko­rea, der Kreuz­fahrtschiffe und selb­st aus Ital­ien zeigten bere­its im März, dass das Risiko für die All­ge­mein­bevölkerung ziem­lich ger­ing ist.

Viele Gesund­heits­be­hör­den wussten dies auch, wie etwa geleak­te Emails aus Däne­mark von Mitte März zeigen: “Die dänis­che Gesund­heits­be­hörde ist weit­er­hin der Ansicht, dass Covid-19 nicht als all­ge­mein gefährliche Krankheit beze­ich­net wer­den kann, da es wed­er einen nor­maler­weise schw­er­wiegen­den Ver­lauf noch eine hohe Sterblichkeit­srate aufweist.”

Einige Medi­en berech­nen jedoch weit­er­hin eine ange­blich viel höhere Covid19-Letal­ität von teil­weise über 1%, indem sie ein­fach Todes­fälle durch “Infek­tio­nen” divi­dieren, ohne die Alters- und Risikoverteilung zu berück­sichti­gen, die ger­ade bei Covid19 abso­lut entschei­dend ist.

Die aktuellen Dat­en des europäis­chen Mor­tal­itätsmon­i­tor­ings Euro­mo­mo zeigen, dass sich in mehreren Län­dern inzwis­chen eine Unter­sterblichkeit abze­ich­net, so in Frankre­ich, Ital­ien, Spanien und auch der Schweiz. Der Grund dafür ist, dass der Alters­durch­schnitt der Covid19-Todes­fälle sehr hoch lag, und in dieser Alters­gruppe nun bere­its weniger Men­schen als üblich ster­ben.

Siehe auch: Stud­ies on Covid-19 lethal­i­ty

Beispiel: Todesrate pro Alters­gruppe in Mass­a­chu­setts, USA (Quelle)
Zur Rolle der Pflegeheime

Pflege­heime spiel­ten eine absolute Schlüs­sel­rolle in der Covid-19-Pan­demie. In den meis­ten Län­dern ereigneten sich ein bis zwei Drit­tel aller Covid19-Todes­fälle in Pflege­heimen, in Kana­da und eini­gen US-Bun­desstaat­en sog­ar bis zu 80%. Auch in Schwe­den, das keinen Lock­down ver­hängte, erfol­gten 75% der Todes­fälle in Pflege­heimen und Pflege­woh­nun­gen.

Umso beden­klich­er ist es, dass manche Behör­den ihre Pflege­heime verpflichteten, erkrank­te Per­so­n­en aus den Kliniken bei sich aufzunehmen, was in der Folge fast immer zu zahlre­ichen Neuin­fek­tio­nen und Todes­fällen führte. Dies geschah etwa in Nordi­tal­ien, Eng­land und den stark betrof­fe­nen US-Bun­desstaat­en New York, New Jer­sey und Penn­syl­va­nia.

Aus Nordi­tal­ien ist zudem bekan­nt, dass die ver­bre­it­ete Angst vor dem Virus und der angekündigte Lock­down zu ein­er Flucht der vor­wiegend osteu­ropäis­chen Pflegekräfte führte, wodurch der Zusam­men­bruch der Alter­spflege noch beschle­u­nigt wurde.

In den USA ent­fall­en ins­ge­samt min­destens 42% aller Covid19-Todes­fälle auf jene 0.6% der Bevölkerung, die in Pflege­heimen leben. Dabei erfordern Pflege­heime einen geziel­ten Schutz und prof­i­tieren ger­ade nicht von einem all­ge­meinen Lock­down der gesamten Gesellschaft.

Es ist bekan­nt, dass auch gewöhn­liche Coro­n­aviren (Erkäl­tungsviren) für Men­schen in Pflege­heimen gefährlich sein kön­nen. Stan­ford-Pro­fes­sor John Ioan­ni­dis machte bere­its Mitte März darauf aufmerk­sam, dass Coro­n­aviren dort eine Fall­sterblichkeit von bis zu 8% erre­ichen.

Zudem ist oft nicht klar, ob diese Men­schen wirk­lich an Covid-19 star­ben oder am wochen­lan­gen Stress und der total­en Iso­la­tion. So gab es in englis­chen Pflege­heimen ca. 30,000 zusät­zliche Todes­fälle, aber bei nur 10,000 ist Covid19 auf dem Toten­schein ver­merkt.

Allein im April star­ben in Eng­land und Wales rund 10,000 zusät­zliche Demen­z­pa­tien­ten ohne Coro­na-Infek­tion auf­grund der wochen­lan­gen Iso­la­tion. In mehreren Län­dern wur­den inzwis­chen Unter­suchun­gen zur Sit­u­a­tion in Pflege­heimen ein­geleit­et oder gefordert.

Zur Rolle der Krankenhäuser

Der zweite zen­trale Fak­tor bezüglich Infek­tio­nen und Todes­fällen, neben den Pflege­heimen, sind die Kranken­häuser selb­st. Bere­its in ein­er Fall­studie in Wuhan zeigte sich, dass sich ca. 41% der hos­pi­tal­isierten Patien­ten im Kranken­haus selb­st mit Covid19 angesteckt hat­ten.

Auch in Nordi­tal­ien, Spanien, Eng­land und weit­eren stark betrof­fe­nen Regio­nen spielte die Ansteck­ung in Kranken­häusern eine entschei­dende Rolle, d.h. die Kliniken wur­den selb­st zum Haup­tüber­tra­gung­sort von Covid19 auf bere­its geschwächte Men­schen (sog. nosoko­mi­ale Infek­tion) – ein Prob­lem, das bere­its beim SARS-Aus­bruch von 2003 beobachtet wurde.

Nach heutigem Ken­nt­nis­stand hat­ten jene Län­der, die Infektions­ausbrüche in Pflege­heimen und Kranken­häusern ver­mei­den kon­nten, ver­gle­ich­sweise wenige Todes­fälle zu bekla­gen. Der all­ge­meine Lock­down spielte hinge­gen keine bzw. eine kon­trapro­duk­tive Rolle (siehe unten).

Hinzu kommt eine mitunter tödliche Fehlbe­hand­lung von Covid19-Patien­ten durch aggres­sive Medika­mente oder inva­sive Beat­mung (Intu­ba­tion), vor deren Risiken Fach­leute seit Monat­en warn­ten. So gibt es in den USA finanzielle Anreize, Covid-Patien­ten an Beatmungs­maschinen anzuschließen. In New York wurde dies­bezüglich inzwis­chen eine Unter­suchung ein­geleit­et.

Siehe auch: Eine Under­cov­er-Kranken­schwest­er berichtet aus New York City (Video)

Zum Krankheitsbild von Covid-19

Der bekan­nte Ham­burg­er Rechtsmedi­zin­er Pro­fes­sor Klaus Püschel stellte im Mai seine weltweit erst­ma­lige Studie (englisch) zu den ersten 12 von 190 detail­lierten Coro­na-Obduk­tio­nen an ein­er Pressekon­ferenz (deutsch) vor.

Pro­fes­sor Püschel betonte erneut, dass Covid-19 “nicht ansatzweise so bedrohlich ist, wie zunächst ver­mutet wurde”. Die Gefahr sei “durch Medi­en­bilder viel zu sehr bee­in­flusst” wor­den. Die Medi­en hät­ten auf schwere Einzelfälle fokusiert und mit “völ­lig falschen Botschaften” Panik geschürt. Covid-19 sei kein “Killervirus” und der Ruf nach neuer Medi­zin oder Impf­stof­fen “von Angst geprägt”.

Die konkrete Todesur­sache der unter­sucht­en Todes­fälle sei jew­eils eine Lun­genentzün­dung gewe­sen, allerd­ings lagen in cir­ca 50% der Fälle auch Venen­throm­bosen in den Beinen vor, die in der Folge zu tödlichen Lun­genem­bolien führen kön­nen. Teil­weise seien zudem die Nieren und der Herz­muskel betrof­fen gewe­sen. Pro­fes­sor Püschel emp­fiehlt deshalb bei ern­sthaften Covid-Erkrankun­gen die präven­tive Abgabe von blutverdün­nen­den Medika­menten.

Bezüglich der Throm­bosen und Lun­genem­bolien betonte Pro­fes­sor Püschel – wie zuvor bere­its andere Experten – dass ein “Lock­down” mit Quar­an­täne zuhause “genau die falsche Maß­nahme” sei, da der Bewe­gungs­man­gel Throm­bosen zusät­zlich fördert. Auch US-Fachärzte haben vor diesem Risiko gewarnt, nach­dem selb­st bei Covid-neg­a­tiv­en Per­so­n­en uner­wartete Throm­bosen auf­trat­en.

Viele Medi­en inter­pretierten die Obduk­tions­be­funde wiederum falsch und sprachen von Covid-19 als ein­er beson­ders gefährlichen Krankheit, die ange­blich im Unter­schied zur Influen­za zu Throm­bosen und Lun­genem­bolien führe. Das ist nicht richtig: Bere­its seit 50 Jahren ist bekan­nt, dass auch eine schwere Influen­za das Risiko für Throm­bosen und Embolien stark erhöht und den Herz­muskel und andere Organe betr­e­f­fen kann. Sog­ar die Empfehlung bezüglich präven­tivem Blutverdün­ner bei schw­er­er Influen­za ist schon seit 50 Jahren bekan­nt.

Kinder und Schulen

Zahlre­iche Stu­di­en haben inzwis­chen belegt, dass Kinder an Covid19 kaum erkranken und das Virus nicht oder kaum über­tra­gen, was bere­its vom SARS-Aus­bruch von 2003 bekan­nt war. Für die Schließung von Schulen gab es deshalb zu keinem Zeit­punkt einen medi­zinis­chen Grund.

Dementsprechend reg­istri­erten all jene Län­der, die ihre Schulen bere­its im Mai wieder öffneten, keine Zunahme an Infek­tions­fällen. Län­der wie Schwe­den, die ihre Grund­schulen ohne­hin nie schlossen, hat­ten damit eben­falls keine Prob­leme.

Eine Preprint-Studie des deutschen Virolo­gen Chris­t­ian Drosten argu­men­tierte, die Ansteck­ungs­ge­fahr durch Kinder sei doch ver­gle­ich­bar mit Erwach­se­nen und Schulen soll­ten deshalb geschlossen bleiben. Mehrere Forsch­er wiesen jedoch method­is­che Fehler in der Studie nach. Drosten nahm die Empfehlung bzgl. Schulschließun­gen daraufhin zurück.

In eini­gen Schulen, beispiel­sweise in Frankre­ich und Israel, soll es den­noch zu ange­blichen “Coro­na-Aus­brüchen” gekom­men sein. Es dürfte sich dort jedoch um Über­tra­gun­gen von Lehrern auf Schüler han­deln, die zu ihrem Lei­d­we­sen regelmäßig getestet wer­den, obschon sie kaum Symp­tome zeigen und selb­st kaum oder gar nicht ansteck­end sind.

Zum The­ma Kawasa­ki-Krankheit kri­tisierte die britis­che Kawasa­ki Dis­ease Foun­da­tion erneut die unser­iöse und reißerische Medi­en­berichter­stat­tung. Tat­säch­lich gebe es bish­er keine sig­nifikante Zunahme an Kawasa­ki-Fällen und keinen belegten Zusam­men­hang mit Covid-19. All­ge­meine entzündliche Reak­tio­nen in einzel­nen Kindern seien auch von anderen Viren­in­fek­tio­nen bekan­nt, die Anzahl der bish­er gemelde­ten Fälle sei indes äußerst ger­ing.

Auch deutsche medi­zinis­che Ver­bände veröf­fentlicht­en eine Ent­war­nung: Covid-19 ver­laufe bei nahezu allen Kindern unmerk­lich oder sehr mild. Schulen und Kitas seien deshalb umge­hend und ohne Ein­schränkun­gen zu öff­nen, d.h. es brauche keine Kle­in­grup­pen, Abstand­sregeln oder Masken.

Schulkinder in Frankre­ich, die in Box­en spie­len müssen (15. Mai 2020, Dai­ly­Mail)
Zur Wirksamkeit von Masken

Unab­hängig von der ohne­hin ver­gle­ich­sweise gerin­gen Letal­ität von Covid19 in der Allgemein­bevölkerung (siehe oben) gibt es für die Wirk­samkeit von Masken bei gesun­den und symp­tom­losen Men­schen im All­t­ag weit­er­hin keine wis­senschaftlichen Belege.

Eine län­derver­gle­ichende Unter­suchung der Uni­ver­sität von East Anglia kam zum Ergeb­nis, dass eine Maskenpflicht keinen Nutzen brachte und das Infek­tion­srisiko sog­ar erhöhen kön­nte.

Zwei US-Pro­fes­soren und Experten für Atem- und Infek­tion­ss­chutz der Uni­ver­sität von Illi­nois erk­lären in einem Auf­satz, dass Masken im All­t­ag keine Wirkung haben, wed­er als Selb­stschutz noch zum Schutz Drit­ter (soge­nan­nte Quel­lenkon­trolle). Auch hät­ten die weitver­bre­it­eten Masken den Aus­bruch in der chi­ne­sis­chen Stadt Wuhan nicht ver­hin­dert.

Eine Studie vom April 2020 in der Fachzeitschrift Annals of Inter­nal Med­i­cine kam zum Ergeb­nis, dass wed­er Stoff­masken noch chirur­gis­che Masken die Ver­bre­itung des Covid19-Virus durch Hus­ten ver­hin­dern kön­nen.

Ein Artikel im New Eng­land Jour­nal of Med­i­cine vom Mai 2020 kommt eben­falls zum Ergeb­nis, dass Masken im All­t­ag keinen oder kaum Schutz bieten. Der Ruf nach ein­er Maskenpflicht sei ein “irra­tionaler Angstre­flex”.

Eine von der US-Gesund­heits­be­hörde CDC veröf­fentliche Metas­tudie vom Mai 2020 zu Influen­za-Pan­demien kam eben­falls zum Ergeb­nis, dass Masken wed­er das Infek­tions- noch das Über­tra­gungsrisiko (Quel­lenkon­trolle) reduzieren kön­nen.

Eine Studie im British Med­ical Jour­nal von 2015 kam zum Ergeb­nis, dass Stoff­masken 97% aller Par­tikel durch­ließen und das Infek­tion­srisiko durch Spe­icherung der Feuchtigkeit erhöhen kön­nen.

Die WHO erk­lärte im Juni überdies, dass die oft disku­tierte “asymp­to­ma­tis­che Über­tra­gung” in Wirk­lichkeit “sehr sel­ten” ist, wie Dat­en aus zahlre­ichen Län­dern zeigten. Die weni­gen bestätigten Fälle erfol­gten zumeist durch direk­ten Kör­perkon­takt wie Hand­schlag oder Küsse.

In Öster­re­ich wird die Maskenpflicht im Han­del und in der Gas­tronomie ab Mitte Juni wieder aufge­hoben. In Schwe­den wurde nie eine Maskenpflicht einge­führt, da diese “keinen zusät­zlichen Schutz für die Bevölkerung bietet”, wie die Gesund­heits­be­hörde erk­lärte.

Zahlre­iche Poli­tik­er, Medi­en­leute und Polizis­ten wur­den bere­its dabei erwis­cht, wie sie ihre Masken in ein­er Men­schen­menge extra für die Fernsehkam­eras anzo­gen oder sofort wieder ablegten, als sie glaubten, es werde nicht mehr gefilmt.

In manchen Fällen kam es zu bru­tal­en Polizeiüber­grif­f­en, da eine Per­son ihre Maske “nicht richtig getra­gen” habe. In anderen Fällen durften Men­schen mit ein­er Behin­derung, die ärztlich attestiert keine Maske tra­gen kön­nen und müssen, Einkaufhäuser nicht betreten.

Ent­ge­gen all dieser Evi­denz propagiert eine Gruppe namens “masks4all”, die von einem Young Leader des World Eco­nom­ic Forum (WEF) Davos gegrün­det wurde, eine weltweite Maskenpflicht. Ver­schiedene Regierun­gen und die WHO scheinen darauf anzus­prechen.

Kri­tik­er ver­muten in diesem Zusam­men­hang, dass die Masken eher eine psy­chol­o­gis­che oder poli­tis­che Funk­tion erfüllen (“Maulko­rb” bzw. “sicht­bares Zeichen des Gehor­sams”) und bei häu­figem Tra­gen wom­öglich zu zusät­zlichen gesund­heitlichen Prob­le­men führen kön­nen.

Eine Studie aus Deutsch­land zeigte empirisch, dass die Ein­führung von Masken keine Auswirkung auf die Infek­tion­szahlen hat­te (siehe Grafik). Nur in der Stadt Jena kam es zu ein­er deut­lichen Reduk­tion, doch Jena führte zeit­gle­ich sehr strenge Quar­an­tänevorschriften ein.

Die Ein­führung von Masken in deutschen Städten blieb ohne Wirkung auf die Infek­tion­szahl. (IZA)
Zum Ursprung des Virus

Mitte März argu­men­tierten einige Forsch­er in einem Brief an die Fachzeitschrift Nature Med­i­cine, dass das Covid19-Virus natür­lichen Ursprungs sein müsse und nicht “aus einem Labor” stam­men könne. Als Grund nan­nten sie die Struk­tur des Virus und den Umstand, dass die Bindung an den men­schlichen ACE2-Zell­rezep­tor nicht dem the­o­retis­chen Max­i­mum entspreche.

Inzwis­chen haben jedoch zahlre­iche renom­mierte Virolo­gen dieser Argu­men­ta­tion wider­sprochen. Ein kün­stlich­er Ursprung im Rah­men von virol­o­gis­ch­er Funk­tions­forschung sei “min­destens so plau­si­bel” wie ein natür­lich­er Ursprung. Tat­säch­lich werde an solchen Coro­n­aviren seit bald 20 Jahren (dem SARS-Aus­bruch von 2003) in mehreren Laboren inten­siv geforscht.

Als Argu­mente für einen kün­stlichen Ursprung wer­den ins­beson­dere ange­führt, dass die Bindung an den men­schlichen ACE2-Zell­rezep­tor deut­lich stärk­er sei als bei allen üblichen Ursprungstieren, und dass bish­er kein direk­tes Ursprungsti­er iden­ti­fiziert wer­den kon­nte. Zudem enthalte das Virus einige auf­fäl­lige funk­tionale Gense­quen­zen, die kün­stlich einge­fügt wor­den sein kön­nten (s. Grafik).

Die anfängliche The­o­rie vom Tier­markt in Wuhan wurde inzwis­chen ver­wor­fen, da keines der dor­ti­gen Tiere pos­i­tiv getestet wurde, und ein Drit­tel der allerersten Patien­ten keine Verbindung zum Tier­markt hat­ten. Der Tier­markt wird nun als sekundär­er Über­tra­gung­sort gese­hen.

Es ist bekan­nt, dass das virol­o­gis­che Labor in Wuhan in Zusam­me­nar­beit mit den USA und Frankre­ich an Coro­n­aviren forschte und dabei auch “poten­tiell pan­demis­che Patho­gene” (PPP) erzeugte, die beson­ders leicht über­trag­bar und/oder beson­ders gefährlich sind. Außer­dem kam es in Chi­na und auch in den USA bere­its zu mehreren Laborun­fällen mit Freiset­zung von Viren.

Der unvor­ein­genommene Beobachter muss daher weit­er­hin mehrere real­is­tis­che Möglichkeit­en in Betra­cht ziehen: Ein natür­lich­er Ursprung des Virus (wie er bei SARS 2003 angenom­men wird), ein Laborun­fall im Rah­men von Funk­tions­forschung (ver­mut­lich in Wuhan), oder sog­ar eine gezielte Freiset­zung durch einen geopoli­tisch inter­essierten Akteur in Ost oder West.

Gle­ich­wohl ist beim Covid19-Virus nicht von ein­er “Biowaffe” im klas­sichen Sinne zu sprechen: Das Virus ist zwar sehr leicht über­trag­bar, aber für die All­ge­mein­bevölkerung nicht beson­ders gefährlich. Tierver­suche haben gezeigt, dass wesentlich tödlichere Coro­n­aviren erzeugt wer­den kön­nen.

Addi­tion­al func­tion­al amino acids in the SARS-CoV­‑2 spike pro­tein (Ander­sen, edit­ed)
Impfungen gegen Covid-19

Ver­schiedene Poli­tik­er in Europa und den USA haben erk­lärt, dass die “Coro­na-Krise” erst durch einen noch zu entwick­len­den Impf­stoff been­det wer­den könne.

Allerd­ings haben viele Experten bere­its darauf hingewiesen, dass ein forciert­er Impf­stoff gegen das neue Coro­n­avirus auf­grund der ins­ge­samt gerin­gen Letal­ität (siehe oben) und der bere­its abklin­gen­den Ver­bre­itung nicht unbe­d­ingt erforder­lich ist. Der Schutz von Risiko­grup­pen, ins­beson­dere in Pflege­heimen, könne wesentlich geziel­ter erfol­gen.

Einige Experten wie der Schweiz­er Infek­ti­ologe Dr. Pietro Ver­naz­za haben zudem darauf hingewiesen, dass ger­ade die Hochrisiko­gruppe erfahrungs­gemäß am wenig­sten von ein­er Imp­fung prof­i­tiert, da ihr Immun­sys­tem nicht mehr aus­re­ichend auf den Impf­stoff reagiert.

Ver­schiedene Experten haben zudem auf die erhe­blichen Gesund­heit­srisiken eines forcierten Impf­stoffes hingewiesen. Tat­säch­lich führte beispiel­sweise die Imp­fung gegen die soge­nan­nte “Schweine­grippe” von 2009/2010 zu teil­weise schw­eren neu­rol­o­gis­chen Schä­den ins­beson­dere bei Kindern und zu Schaden­­ersatz­forderungen in Mil­lio­nen­höhe.

Den­noch wur­den bere­its mehrere Mil­liar­den Dol­lar pri­vater und öffentlich­er Gelder für die Entwick­lung eines Impf­stoffes einge­sam­melt. Auch ein “Immu­nität­sausweis” für Arbeit und Reisen wird weit­er­hin disku­tiert. Allerd­ings kam es bei den bei­den führen­den Impf­stoff-Pro­jek­ten, ent­ge­gen den meis­ten Medi­en­darstel­lun­gen, zu teil­weise gravieren­den Kom­p­lika­tio­nen.

Im Falle des Impf­stoffes der Uni­ver­sität Oxford erkrank­ten im Tierver­such alle sechs Rhe­susaf­fen trotz Imp­fung an Covid19 und waren gle­ich infek­tiös wie die ungeimpften Affen. Den­noch wurde der Impf­stoff in die Test­phase mit Men­schen weit­erge­zo­gen. Der Pro­jek­tleit­er erk­lärte jedoch, dass das Coro­n­avirus in der Bevölkerung bere­its so sel­ten gewor­den sei, dass der klin­is­che Ver­such mit 50%iger Wahrschein­lichkeit kein Ergeb­nis liefern werde.

Im Falle des neuar­ti­gen RNA-Impf­stoffes der Fir­ma Mod­er­na, der ungewöhn­licher­weise direkt im Men­schen­ver­such getestet wurde, hat­ten 20% der Teil­nehmer in der hochdosierten Gruppe eine “schwere Neben­wirkung”, obschon Mod­er­na nur sehr gesunde Per­so­n­en zum Ver­such zuließ.

Ein­er der Mod­er­na-Teil­nehmer wurde von CNN danach als “Held” präsen­tiert und inter­viewt. Dabei wurde jedoch vere­in­bart, nicht zu erwäh­nen, dass der Teil­nehmer nach der Imp­fung ohn­mächtig und “so krank wie noch nie in seinem Leben” wurde. Mehrere Experten kri­tisierten zudem, dass Mod­er­na ihre klin­is­chen Dat­en nicht aus­re­ichend offen­gelegt habe.

Der Leit­er des US-Pro­gramms zur raschen Entwick­lung eines Coro­na-Impf­stoffes war zuvor selb­st Direk­tor bei Mod­er­na. Präsi­dent Trump kündigte zudem an, den Impf­stoff wom­öglich mit dem US-Mil­itär lan­desweit zu verteilen. Einige Län­der wie etwa Däne­mark schufen bere­its geset­zliche Grund­la­gen für eine Pflichtimp­fung der gesamten Bevölkerung. Auch in Deutsch­land haben sich ver­schiedene Poli­tik­er für eine Impf­pflicht aus­ge­sprochen.

Befür­worter ein­er Impf­pflicht wie der Weltarzt­präsi­dent Frank Mont­gomery argu­men­tieren, die Bevölkerung müsse sich impfen lassen, um jene zu schützen, die sich aus gesund­heitlichen Grün­den nicht impfen lassen kön­nen. Angesichts der eher gerin­gen Letal­ität von Covid19 und der bere­its sehr weit­en Ver­bre­itung erscheint diese Argu­men­ta­tion jedoch über­aus frag­würdig. Hinzu kom­men die oben dargestellen, dur­chaus ern­sthaften Impf­stof­frisiken.

Der Chef des größten europäis­chen Tick­et­por­tals Even­tim erk­lärte gle­ich­wohl, dass es wom­öglich “erst wieder Ver­anstal­tun­gen geben könne, wenn es einen Impf­stoff oder ein entsprechend wirk­sames Medika­ment gibt – da wer­den wir noch einige Zeit warten müssen.”

Der britis­che Pre­mier­min­is­ter Boris John­son, der den Impf­stoff-Gipfel Anfang Juni zusam­men mit US-Mil­liardär Bill Gates leit­ete, nan­nte die Imp­fal­lianz GAVI eine Art “Gesund­heits-NATO”. Ein “Imp­fausweis” dürfte allerd­ings daran scheit­ern, dass selb­st Antikör­p­er-Tests höch­stens 20% der Infek­tio­nen nach­weisen kön­nen, wie die Studie von Pro­fes­sor Boy­man erst­mals zeigte.

Regierungschefs am Glob­alen Impf­stof­fgipfel vom 4. Juni 2020 (GAVI)
Medikamente gegen Covid-19

Die Sit­u­a­tion im Bere­ich hil­fre­ich­er Medika­mente bei schw­eren Covid19-Fällen ist weit­er­hin sehr unklar. Ein gewiss­er Kon­sens beste­ht lediglich darin, dass Blutverdün­ner hil­fre­ich sind, um lebens­bedro­hende Throm­bosen und Embolien vorzubeu­gen (wie bei schw­er­er Influen­za).

Heftige Diskus­sio­nen gibt es seit Monat­en um das Malar­ia-Medika­ment Hydrox­y­chloro­quin (HCQ). Die Fachzeitschrift Lancet pub­lizierte Ende Mai eine Studie, wonach HCQ ver­mehrt zu Herzprob­le­men führe. Die WHO stellte daraufhin alle ihre HCQ-Stu­di­en ein. Kurz darauf wurde jedoch bekan­nt, dass die Lancet-Studie auf einem manip­ulierten Daten­satz beruhte.

Die Lancet-Studie sowie eine weit­ere Studie im New Eng­land Jour­nal of Med­i­cine (NEJM) mussten zurück­ge­zo­gen wer­den, was einen der größten Medi­zin­skan­dale der let­zten Jahre darstellt. Der Grund für die manip­ulierte Studie ist nicht klar, allerd­ings scheint der Haup­tau­tor zugle­ich an ein­er Studie zum konkur­ri­eren­den Medika­ment Remde­sivir beteiligt zu sein.

Die Ver­wen­dung von Remde­sivir des Phar­makonz­erns Gilead kam ihrer­seits unter Druck nach­dem eine erste Studie zeigte, dass das Medika­ment das Ster­berisiko nicht senken kon­nte. Viele Medi­en ignori­erten das jedoch und berichteten den­noch pos­i­tiv über das Medika­ment.

Ein ehe­ma­liger franzö­sis­ch­er Gesund­heitsmin­is­ter ver­ri­et in einem Inter­view, dass die Edi­toren von Lancet und NEJM in ein­er ver­traulichen Diskus­sion­srunde erk­lärten, der Ein­fluss von Phar­mafir­men sei so groß, ja “krim­inell”, gewor­den, dass man nicht mehr von Wis­senschaft sprechen könne.

Ver­schiedene Kliniken nutzen oder studieren HCQ bei Covid19-Patien­ten, teil­weise in Kom­bi­na­tion mit Zink, Vit­a­mi­nen oder anderen Medika­menten. Allerd­ings ist bekan­nt, dass HCQ bei der Stof­fwech­selbeson­der­heit Fav­is­mus, die ins­beson­dere bei Men­schen aus Afri­ka und dem Mit­telmeer­raum vorkommt, zu tödlichen Kom­p­lika­tio­nen führen kann.

Es ist lei­der davon auszuge­hen, dass eine falsche oder zu aggres­sive Medika­tion mit HCQ, Steroiden, Antibi­oti­ka und antivi­ralen Mit­teln sowie inva­siv­er Beat­mung während der Coro­na-Pan­demie zu zahlre­ichen zusät­zlichen und ver­mei­d­baren Todes­fällen geführt hat.

Expertenstimmen (Auswahl)
  • Der deutsche Virologe Prof. Hen­drik Streeck kri­tisierte den Lock­down und erk­lärte, dass mit­tler­weise “alle Experten zur Ein­schätzung der Anfangszeit zurück­kehren”, dass Covid-19 “nicht bagatel­lisiert wer­den sollte, aber auch nicht drama­tisiert wer­den” dürfe. Der Grund der sink­enden Risiko­bewertung sei die “enorme Anzahl von Infek­tio­nen, die fol­gen­los blieben”. Streeck rech­net in Deutsch­land weit­er­hin mit kein­er Über­sterb­lichkeit bis Ende Jahr, da das Durch­schnitts­alter der Todes­fälle mit 81 Jahren “eher ober­halb der Lebens­erwartung” liege. “Coro­na-Apps” und massen­weise Coro­na-Tests hält Streeck nicht für sin­nvoll. Auch die all­ge­meine Ver­wen­dung von Masken kri­tisiert er, diese böten kaum Schutz und wür­den rasch zum “Nährbo­den für Bak­te­rien und Pilze”. Schulen und Kitas soll­ten möglichst rasch wieder geöffnet wer­den, da Erkrankungs- und Ansteck­ungsrisiko bei Kindern sehr ger­ing seien.
  • Ein Ober­arzt für Inten­sivmedi­zin am Uni­ver­sitätsspi­tal Zürich, der selb­st kri­tis­che Covid-19-Patien­ten betreute, kri­tisierte in einem viel­beachteten Video die “Angst­macherei” im Zusam­men­hang mit der Krankheit. Für die über­wiegende Mehrzahl aller Men­schen beste­he kein sig­nifikantes Ster­berisiko, die Zahlen seien ins­ge­samt ver­gle­ich­bar mit früheren Grippewellen. Risiko­grup­pen kön­nten gezielt geschützt wer­den, während der generelle Lock­down lediglich die Immu­nisierung der All­ge­mein­bevölkerung ver­hin­dere. Zudem ster­ben Men­schen auf­grund der verord­neten medi­zinis­chen Unter­ver­sorgung in anderen Bere­ichen. Der medi­zinis­che und gesellschaftliche Schaden sei längst höher als der Nutzen. Auch der teil­weise oblig­a­torische Mund­schutz für Schulkinder habe “keinen medi­zinis­chen Sinn und Nutzen” und belaste die Kinder stark. Die “tägliche Zäh­lerei” der Fälle sei unsin­nig und ver­bre­ite lediglich Angst. Die kon­trapro­duk­tiv­en Maß­nah­men müssten rasch gestoppt wer­den. Schweiz­er Medi­en ver­sucht­en nach der weit­en Ver­bre­itung des Videos das Uni­ver­sitätsspi­tal Zürich unter Druck zu set­zen. Das Orig­i­nalvideo wurde vom Arzt inzwis­chen ent­fer­nt.
  • Der Schweiz­er Che­farzt für Infek­ti­olo­gie, Dr. Pietro Ver­naz­za, erk­lärt am Beispiel aktueller Fall­stu­di­en, dass Fieber­mes­sun­gen und Kon­tak­tver­fol­gun­gen auf­grund der oft symp­tom­losen Ver­läufe und leicht­en Über­trag­barkeit von Covid19 nicht sin­nvoll sind.
  • Der bekan­nte Schweiz­er Immunologe Dr. Beda Stadler erk­lärt in einem Beitrag, dass Covid19 eine “sehr selek­tive Krankheit” sei und nur für sehr wenige Men­schen ein echt­es Risiko darstelle. Die Medi­en hät­ten sich hinge­gen auf die weni­gen atyp­is­chen Einzelfälle konzen­tri­ert, die es aber bei jed­er Krankheit gebe. Viele Wis­senschaftler hät­ten sich zu stark auf ihre Mod­elle und zu wenig auf die Real­ität konzen­tri­ert. Die geplante Kon­tak­tver­fol­gung sei medi­zinisch “sinn­los” und ver­bre­ite “höch­stens Panik”.
  • Stan­ford-Pro­fes­sor John Ioan­ni­dis erk­lärt in einem Inter­view mit CNN, dass Covid19 eine “ver­bre­it­ete und milde Erkrankung” sei, die für die All­ge­mein­bevölkerung gle­ich gefährlich oder sog­ar weniger gefährlich als die Influen­za (Grippe) sei. Zu schützen seien ins­beson­dere Patien­ten in Pflege­heimen und Kranken­häusern.
  • Stan­ford-Pro­fes­sor Dr. Scott Atlas erk­lärt in einem CNN-Inter­view, dass man “durch die falsche Idee, Covid19 stop­pen zu müssen, eine katas­trophale Sit­u­a­tion im Gesund­heits­bere­ich geschaf­fen” habe. Es seien irra­tionale Äng­ste erzeugt wor­den, denn die Erkrankung sei “insge­samt mild”. Deshalb gebe es auch “abso­lut keinen Grund” für umfan­gre­iche Tes­tun­gen in der All­ge­mein­bevölkerung, diese seien nur gezielt in Kranken­häusern und Pflege­heimen erforder­lich.
  • Der britis­che Chefmedi­zin­er Dr. Chris Whit­ty erk­lärte, dass Covid19 “für den größten Teil der Bevölkerung” keine Gefahr darstelle. Die meis­ten Men­schen wür­den nicht oder nur mild daran erkranken und selb­st bei jenen, die stark erkranken, seien die Heilungschan­cen gut.
  • Stan­ford-Pro­fes­sor und Chemie-Nobel­preisträger Michael Levitt erk­lärt in einem neuen Beitrag, dass die Lock­downs keine Leben gerettet aber viele gekostet haben. Es habe sich weltweit ein “Panik-Virus” unter den Poli­tik­ern ver­bre­it­et.
  • Pro­fes­sor Karel Siko­ra von der Uni­ver­si­ty of Buck­ing­ham argu­men­tiert in einem Inter­view, dass die Angst let­ztlich “viel mehr Men­schen töten wird als das Virus”, darunter unbe­han­delte Herz- und Kreb­spa­tien­ten. Schulen soll­ten rasch geöffnet wer­den und Masken eine indi­vidu­elle Entschei­dung bleiben, da ihr Nutzen nicht belegt sei. Man solle zurück in ein “altes Nor­mal” und kein “neues Nor­mal”. (Hin­weis: Das Video mit Pro­fes­sor Siko­ra wurde von Youtube zeitweise gelöscht und erst nach Protesten wieder aufgeschal­tet).
  • Der ehe­ma­lige israelis­che Gesund­heitsmin­is­ter Pro­fes­sor Yoram Lass hält die Lock­down-Maß­nah­men für “völ­lig unver­hält­nis­mäßig” und eine akute Bedro­hung für weltweit hun­derte Mil­lio­nen Men­schen. Covid19 sei ver­gle­ich­bar mit ein­er Grippe-Epi­demie und hätte niemals eine solche poli­tis­che Zer­störung von Exis­ten­zen gerecht­fer­tigt. Man habe die Men­schen eingeschüchtert und “gehirnge­waschen”.
  • Die Oxford-Pro­fes­sorin für Epi­demi­olo­gie, Sune­tra Gup­ta, argu­men­tiert in einem neuen Inter­view, dass die Letal­ität von Covid19 unter 0.1% liegen dürfte und bere­its sehr viele Men­schen in Kon­takt mit dem Virus kamen, ohne Antikör­p­er auszu­bilden.
  • Ein Mitar­beit­er des deutschen Innen­min­is­teri­ums, zuständig für Katas­tro­phen­schutz, ver­fasste zusam­men mit exter­nen Fach­leuten ein rund 100-seit­iges Analy­sep­a­pi­er zum Coro­na-Krisen­man­age­ment, das Anfang Mai der Presse zuge­spielt wurde und für heftige Reak­tio­nen sorgte. Im Analy­sep­a­pi­er wird Covid-19 als ein “glob­aler Fehlalarm” beschrieben, da für die All­ge­mein­bevölkerung “ver­mut­lich zu keinem Zeit­punkt eine über das Nor­mal­maß hin­aus­ge­hende Gefahr” bestanden habe. Der Kol­lat­er­alschaden durch den Lock­down sei inzwis­chen deut­lich höher ist als der erkennbare Nutzen und übertr­e­ffe das Gefahren­po­ten­tial des Coro­n­avirus bei weit­em. So seien allein im März und April in Deutsch­land über eine Mil­lion Oper­a­tio­nen nicht durchge­führt wor­den. Das Krisen­management und die Gefahre­n­analyse hät­ten weit­ge­hend ver­sagt, die vom RKI geliefer­ten Dat­en seien als Grund­lage für die Entschei­dungs­find­ung zudem “nicht zu gebrauchen”. Der Beamte wurde in der Folge beurlaubt und erhielt ein Dien­stver­bot, da er das Papi­er “ohne Autorisierung” erstellt habe.
  • Eine Gruppe um Pro­fes­sor Suchar­it Bhak­di hat den Vere­in Medi­zin­er und Wis­senschaflter für Gesund­heit, Frei­heit und Demokratie (MWGFD) gegrün­det, dem sich bere­its über 16,000 Unter­stützer angeschlossen haben. Anfang Juni veröf­fentlichte die Gruppe einen Aufruf an die Bun­desregierung und alle Lan­desregierun­gen, die ver­hängten Coro­na-Maß­nah­men sofort und voll­ständig aufzuheben (Video zur Ini­tia­tive). Das Ende Juni erscheinende Buch von Pro­fes­sor Bhak­di, Coro­na Fehlalarm?, ist allein auf­grund der Vorbestel­lun­gen bere­its Ama­zon-Best­seller.
  • Über­sicht: 250 weltweite Experten­stim­men gegen Coro­na-Dog­men
Erfolgsbeispiele

Schwe­den: Schwe­den ver­hängte keinen Lock­down, keine Maskenpflicht und keine Grundschul­schließungen, son­dern set­zte haupt­säch­lich auf die Eigen­ver­ant­wor­tung und Koop­er­a­tion der Bevölkerung. Dieses Vorge­hen bewährte sich und Schwe­den sah in der Allgemein­bevölkerung lediglich eine geringe Sterblichkeit im Rah­men ein­er saisonalen Grippewelle.

Den­noch fiel die Gesamt­sterblichkeit in Schwe­den tat­säch­lich höher aus als in den skan­di­navis­chen Nach­bar­län­dern oder in Deutsch­land, was von vie­len Medi­en als ein ange­blich­es “Scheit­ern der schwedis­chen No-Lock­down-Strate­gie” dargestellt wurde.

Dabei wird jedoch zumeist ver­schwiegen, dass sich cir­ca drei Vier­tel der schwedis­chen Todes­fälle in Pflege­heimen und Pflege­woh­nun­gen ereigneten, die einen geziel­ten Schutz erfordern und von einem all­ge­meinen Lock­down der Gesellschaft ger­ade nicht prof­i­tieren. Das Medi­anal­ter der schwedis­chen Todes­fälle liegt mit 86 Jahren denn auch weltweit ver­mut­lich am höch­sten.

Die schwedis­che Regierung hat sich zudem als eine der weni­gen für den ungenü­gen­den Schutz der Pflegepa­tien­ten entschuldigt und eine Unter­suchung angekündigt, was von vie­len Medi­en indes erneut als ange­blich­es “Scheit­ern der No-Lock­down-Strate­gie” dargestellt wurde.

Tat­säch­lich blieb die Gesamt­sterblichkeit in Schwe­den aber immer noch unter den starken saisonalen Grippewellen der let­zten dreißig Jahre. Zudem dürfte Schwe­den nun von ein­er sehr hohen natür­lichen Immu­nität prof­i­tieren, ins­beson­dere in Anbe­tra­cht der neuen Stu­di­en zur effek­tiv­en Reich­weite der Antikör­p­er-Tests (siehe oben).

Schwe­den: Gesamt­sterblichkeit, Novem­ber bis Mai, seit 1990 (SCB/Twitter)

Flori­da: Flori­da führte trotz zahlre­ich­er Senioren nur geringe Ein­schränkun­gen ein, sog­ar die beliebten Strände wur­den frühzeit­ig wieder geöffnet, was von vie­len US-Medi­en heftig kri­tisiert wurde. Den­noch schnitt Flori­da im Ver­gle­ich mit anderen Bun­desstaat­en sehr gut ab und zählte zulet­zt bei 21 Mil­lio­nen Ein­wohn­ern ca. 2300 Todes­fälle, was in etwa der Mor­tal­ität von Deutsch­land entspricht.

Der Gou­verneur erk­lärte in einem Inter­view, dass man auf­grund der Zahlen aus Süd­ko­rea und Ital­ien und ent­ge­gen der Medi­en­darstel­lung frühzeit­ig erkan­nt habe, dass Covid19 nur für eine sehr kleine Risiko­gruppe gefährlich ist und deshalb die Pflege­heime best­möglich geschützt habe. Pflege­heime seien im Sinne der Präven­tion sog­ar noch wichtiger gewe­sen als die Kliniken selb­st, und diese Strate­gie habe sich bewährt. Bere­its Ende Mai gab der Gou­verneur bekan­nt, dass Som­mer­lager und Jugen­dak­tiv­itäten uneingeschränkt durchge­führt wer­den kön­nen.

Japan: Japan reg­istri­erte einige der ersten Covid19-Fälle außer­halb Chi­nas, führte jedoch keinen Lock­down ein. Schon Ende März fragte die Japan Times: “Wo bleibt die Coro­n­avirus-Explo­sion?”.  Bloomberg berichtet nun, dass diese bis heute aus­blieb: Es gab keine Bewe­gung­sein­schränkun­gen, Restau­rants und Friseure blieben offen, es gab keine “Track­ing-Apps” und keine Maßen­tests der All­ge­mein­bevölkerung. Den­noch – oder deshalb – weist Japan nun im Ver­gle­ich mit den G7-Indus­trielän­dern bei weit­em am wenig­sten Todes­fälle auf (<1000).

Manche argu­men­tieren, die Atem­schutz­masken seien für Japans Erfolg entschei­dend gewe­sen. Doch Atem­schutz­masken sind in Japan frei­willig und hiel­ten auch den Aus­bruch in der chi­ne­sis­chen Stadt Wuhan nicht auf, während Schwe­den, Flori­da und andere erfol­gre­iche Regio­nen keine Masken in der All­ge­mein­bevölkerung ein­set­zten.

Weißrus­s­land: Weißrus­s­land hat von allen Indus­trien­atio­nen wohl am wenig­sten Ein­schränkun­gen einge­führt und sog­ar Großver­anstal­tun­gen wie die 75-Jahre-Feier­lichkeit­en zum Ende des Zweit­en Weltkriegs durchge­führt. Den­noch zählt Weißrus­s­land auch nach über drei Monat­en offiziell weniger als 300 Covid-Todes­fälle. Langzeit­präsi­dent Lukaschenko, der Coro­na wieder­holt als “Psy­chose” beze­ich­net hat­te, erk­lärte Mitte Mai, die Haupt­stadt Min­sk habe den Höhep­unkt bere­its über­schrit­ten. Die Entschei­dung, Covid19-Fälle wie eine nor­male Lungen­ent­zündung zu behan­deln, sei richtig gewe­sen. Ob die weißrus­sis­chen Zahlen wirk­lich kor­rekt sind, wird aber let­ztlich erst die Sta­tis­tik zur Gesamt­sterblichkeit zeigen kön­nen.

Ein Strand in Flori­da während der Coro­na-Pan­demie (NBC)
Weitere Meldungen
  • Über­tra­gungswege: Ein neuer Bericht der US-Gesund­heits­be­hörde CDC kommt zum Ergeb­nis, dass das Virus haupt­säch­lich durch direk­ten Per­so­n­enkon­takt über­tra­gen wird und sich “nicht leicht auf Ober­flächen ver­bre­it­en kann.” Bere­its der deutsche Virologe Hen­drik Streeck kon­nte nach­weisen, dass sich das neue Coro­n­avirus nicht oder kaum über Gegen­stände und in der Luft schwebende Aerosole ver­bre­it­et.
  • Abstand­sregeln: Island hat die Abstan­dregeln Ende Mai für option­al erk­lärt und Bars und Clubs wieder geöffnet. Die Schweiz wan­delte die Abstandsvorschriften in eine frei­willige Empfehlung um. Eine Cochrane-Unter­suchung von 2011 ergab bere­its, dass es für die Wirk­samkeit von “social dis­tanc­ing” Maß­nah­men bis­lang kaum Evi­denz gebe.
  • Oper­a­tio­nen: Laut einem Artikel im British Jour­nal of Surgery wur­den auf­grund der Coro­na-Maß­nah­men während 12 Wochen weltweit rund 28 Mil­lio­nen Oper­a­tio­nen abge­sagt oder ver­schoben, darunter auch viele Kreb­sop­er­a­tio­nen.
  • Leben­s­jahre: Eine Auswer­tung von vier US-Pro­fes­soren kommt zum Ergeb­nis, dass der Lock­down in den USA etwa dop­pelt soviele Leben­s­jahre kosten wird wie Covid-19 und damit auch aus rein medi­zinis­ch­er Sicht eine stark kon­trapro­duk­tive Maß­nahme war.
  • Virustest: Ein deutsch­er Math­e­matik­er erk­lärt, warum die gerin­gen verbleiben­den Infek­tion­szahlen in vie­len Län­dern selb­st bei ziem­lich genauen Virentests größ­ten­teils aus falschen pos­i­tiv­en Resul­tat­en beste­hen und die Pan­demie damit schein­bar nie ganz endet.
  • “Zweite Welle”: Stu­di­en zu ein­er “zweit­en Welle” gehen teil­weise von sehr unre­al­is­tis­chen Annah­men aus wie etwa einem kon­stan­ten Infek­tions- und Ster­berisiko über alle Alters­grup­pen. Den­noch zeigt das Beispiel der Hongkong-Grippe von 1968, dass sich die glob­ale Aus­bre­itung von Pan­demien dur­chaus über einige Saisons hinziehen kann.
  • Ital­ien: In Mai­land hat­ten bere­its Mitte Feb­ru­ar, d.h. noch vor Aus­bruch der dor­ti­gen Epi­demie, knapp 5% der Bevölkerung Antikör­p­er gegen Covid19. Dies deutet erneut daraufhin, dass das Virus bere­its früher als bish­er angenom­men in Europa zirkulierte, ohne aufz­u­fall­en.
  • Arbeit­slosigkeit: Die Inter­na­tionale Arbeit­sagen­tur ILO rech­net damit, dass auf­grund der poli­tis­chen Coro­na-Maß­nah­men die Hälfte der weltweit­en Arbeit­nehmer oder 1.6 Mil­liar­den Men­schen akut vom Ver­lust ihrer Lebens­grund­la­gen bedro­ht sind.
  • Fak­tencheck: 13 irreführende und falsche Behaup­tun­gen zur Coro­na-Epi­demie
  • Rück­blick: Warum das Leben während der Grippe-Pan­demien von 1968/69 (Hongkong-Grippe) und von 1957 (Asi­atis­che Grippe) weitest­ge­hend nor­mal weit­erg­ing.
Hat der Lockdown Leben gerettet?

Viele Medi­en berichteten von ein­er Studie des Impe­r­i­al Col­lege Lon­don, wonach die Lock­downs in Europa ange­blich “3 Mil­lio­nen Leben gerettet” hät­ten. In Wirk­lichkeit ver­glich das Impe­r­i­al Col­lege Lon­don ein­fach die unre­al­is­tis­chen Vorher­sagen des eige­nen Mod­ells mit der Real­ität. Beson­ders deut­lich wird das am Beispiel Schwe­dens, das auch ohne Lock­down nur einen Bruchteil der Todes­fälle hat­te, die vom Impe­r­i­al Col­lege Mod­ell prog­nos­tiziert wur­den (siehe Grafik).

Impe­r­i­al-Mod­ell vs. Real­ität in Schwe­den. Orange: Prog­nose ohne Maß­nah­men; grau: Prog­nose mit mod­er­at­en Maß­nah­men; blau: Real­ität. (GRC; 8. Mai 2020)
Zur Rolle der Medien

Die meis­ten tra­di­tionellen Medi­en, die fast alle in geopoli­tis­che Net­zw­erke einge­bun­den sind, ver­bre­it­eten während der Coro­na-Zeit über­wiegend Angst­pro­pa­gan­da, wie man dies son­st im Zusam­men­hang mit Angriff­skriegen oder ange­blichen Ter­ro­ran­schlä­gen beobachtet.

Dabei wurde das Risiko für die All­ge­mein­bevölkerung stark überze­ich­net, die Regierungspoli­tik kaum hin­ter­fragt, die Sit­u­a­tion in Kranken­häusern drama­tisiert, manip­u­la­tive Bilder ver­wen­det, Kam­pag­nen insze­niert, und Protestierende sys­tem­a­tisch als “Idioten” dif­famiert.

Einige kon­ser­v­a­tive Medi­en kri­tisierten zwar die wirtschafts­schädlichen Lock­down-Maß­nah­men. Die wirk­liche Frage wird aber sein, ob sie auch die nun geplanten Überwachungs­maßnahmen wie die gesamt­gesell­schaftliche Kon­tak­tver­fol­gung kri­tisieren wer­den (siehe unten).

Die meis­ten unab­hängi­gen Medi­en real­isierten früher oder später, dass das Risiko des Coro­n­avirus über­trieben und poli­tisch instru­men­tal­isiert wurde. Nur einige wenige unab­hängige Medi­en real­isierten das nicht, da ihnen vielle­icht das medi­zinis­che Hin­ter­grund­wis­sen fehlte.

Einige Ana­lysten ver­glichen Covid-19 zudem mit ein­er Psy­chol­o­gis­chen Oper­a­tion, bei der die Angst vor dem Virus genutzt wird, um poli­tis­che und gesellschaftliche Verän­derun­gen her­beizuführen.

US-Plat­tfor­men wie Google, Youtube, Face­book und Twit­ter betrieben bei Coro­na-The­men eine umfan­gre­iche Zen­sur, indem kri­tis­che Stand­punk­te selb­st von Ärzten gelöscht oder ihre Ver­bre­itung eingeschränkt wurde, wie dies bei geopoli­tis­chen The­men seit langem üblich ist.

Mod­erne Medi­en­nutzer haben jedoch die Möglichkeit, manip­u­la­tions­freie Such­maschi­nen wie z.B. Duck­Duck­Go und unab­hängige Video­plat­tfor­men wie z.B. Bitchute zu nutzen, sowie auf pro­pa­gan­dis­tis­chen Medi­en­seit­en generell einen Werbe- und Track­ing­block­er einzuset­zen.

Ein kri­tis­ches Inter­view mit Prof. Siko­ra, das von Youtbe zeitweise gelöscht wurde (Unherd)
Politische Entwicklungen

Zahlre­iche Beobachter haben bere­its darauf aufmerk­sam gemacht, dass die über­wiegend poli­tisch her­beige­führte “Coro­na-Krise” für weitre­ichende gesellschaftliche und ökonomis­che Verän­derun­gen instru­men­tal­isiert wird oder wer­den kön­nte.

NSA-Whistle­blow­er Edward Snow­den warnte bere­its im März, dass Regierun­gen die vorüberge­hende Coro­na-Krise zum Anlass oder Vor­wand für den per­ma­nen­ten Aus­bau der gesellschaftlichen Überwachung und Kon­trolle nehmen und damit eine “Architek­tur der Unter­drück­ung” erricht­en.

Zu den derzeit disku­tierten oder bere­its einge­führten Maß­nah­men zählen ins­beson­dere:

  1. Die Ein­führung von App­lika­tio­nen zur gesamt­ge­sellschaftlichen Kon­tak­tver­fol­gung
  2. Der Auf­bau von Ein­heit­en zur Durch­set­zung der Ver­fol­gung und Isolierung von Bürg­ern
  3. Die Ein­führung von dig­i­tal­en bio­metrischen Ausweisen, über die die Teil­nahme an gesellschaftlichen und beru­flichen Aktiv­itäten kon­trol­liert und reg­uliert wer­den kann.
  4. Die erweit­erte Kon­trolle von Rei­sev­erkehr und Zahlungsverkehr (Bargeld­ab­schaf­fung).
  5. Die Schaf­fung von geset­zlichen Grund­la­gen für einen Zugriff auf die biol­o­gis­chen Sys­teme der Bürg­er durch Regierun­gen oder Konz­erne (durch sog. “Pflichtimp­fun­gen”).

Über 600 Wis­senschaftler haben vor ein­er “beispiel­losen Überwachung der Gesellschaft” durch prob­lema­tis­che Apps zur Kontakt­­verfolgung gewarnt. In eini­gen Län­dern wird diese Kontakt­ver­folgung bere­its direkt vom Geheim­di­enst durchge­führt. Weltweit kam es bere­its zur Überwachung der Zivil­bevölkerung durch Drohnen und zu teil­weise mas­siv­er Polizeige­walt.

Im Mai fügten Apple und Google eine Schnittstelle zur Kon­tak­tver­fol­gung in die Betriebs­systeme von drei Mil­liar­den Mobil­tele­fo­nen ein, die nun von nationalen Behör­den genutzt wer­den kann.

Dies obschon eine WHO-Studie zu pan­demis­ch­er Influen­za 2019 zum Ergeb­nis kam, dass eine Kon­tak­tver­fol­gung aus medi­zinis­ch­er Sicht nicht sin­nvoll und “unter keinen Umstän­den zu empfehlen” ist. Tat­säch­lich ist der epi­demi­ol­o­gis­che Nutzen solch­er Apps höchst zweifel­haft.

Oft­mals wird argu­men­tiert, die App­lika­tio­nen zur Kon­tak­tver­fol­gung wür­den “frei­willig” bleiben und seien “daten­schutzkon­form”. Doch bei­des ist in der Prax­is nicht wirk­lich zutr­e­f­fend.

In mehreren Län­dern ist die Nutzung der App­lika­tio­nen bere­its für gewisse Aktiv­itäten oblig­a­torisch. So ver­lan­gen in Indi­en ver­schiedene Arbeit­ge­ber, Ver­wal­tun­gen, Ver­mi­eter und Transport­unter­nehmen die Trac­ing-App, die bere­its 100 Mil­lio­nen Inder instal­liert haben. In Argen­tinien müssen alle, die sich im “öffentlichen Raum” aufhal­ten, die Kon­tak­tver­fol­gung aktivieren.

Auch einige deutsche Poli­tik­er sprachen sich bere­its für eine  Bevorzu­gung von App-Nutzern bei Reisen oder Restau­rantbe­suchen aus. Der israelis­che Pre­mier Netanyahu sprach sein­er­seits von der Ver­wen­dung von “Sen­soren” zur Abstand­skon­trolle bei Kindern.

In Sin­ga­pur haben sich die “frei­willige” App weniger Per­so­n­en als erwartet instal­liert, weshalb die Regierung diese nun für gewisse öffentliche Räume oder Dien­ste eben­falls oblig­a­torisch machen möchte. In eini­gen Parks wird die Abstand­skon­trolle zudem von DARPA-Robot­ern überwacht.

In Aus­tralien wer­den Men­schen, die die App zur Kon­tak­tver­fol­gung nicht nutzen möcht­en, von Medi­en als Idioten und Gefährder beschimpft und damit sozial unter Druck geset­zt.


Sin­ga­pur: Eine DARPA-Robot­er­hund kon­trol­liert das Social Dis­tanc­ing (CNA)

Auch der Daten­schutz der ange­blich “dezen­tralen” Kon­tak­tver­fol­gung ist prob­lema­tisch. Der nieder­ländis­che IT-Pro­fes­sor Jaap-Henk Hoep­mann erk­lärte schon im April, dass auch ver­meintlich dezen­trale Lösun­gen sehr leicht für eine Überwachung genutzt wer­den kön­nen.

Der Präsi­dent der deutschen Gesellschaft für Infor­matik ver­mutete auf­grund der Geschwind­keit der Ein­führung zudem, dass die Funk­tio­nen in den Geräten “längst schon drin waren” und nur noch ein wenig “Fine­tun­ing” erforder­lich war. Die Apps sieht er als ein “tro­janis­ches Pferd”.

Par­al­lel zur Ein­führung der App­lika­tio­nen haben zahlre­iche Län­der damit begonnen, Spezialein­heit­en zur Kon­tak­tver­fol­gung und Isolierung der Bürg­er aufzubauen.

In den USA wur­den dazu mil­liar­den­schwere Geset­zesvorhaben zum Auf­bau eines nationalen “Coro­na Test­ing and Trac­ing Corps” mit bis zu 180,000 Mit­gliedern einge­bracht. Die Bun­desstaat­en New York und Kali­fornien sind bere­its dabei, “Kon­tak­tver­fol­gungs-Armeen” mit je bis zu 20,000 Mit­gliedern aufzubauen. Im Bun­desstaat Wash­ing­ton soll dabei die Nation­al­gar­de mitwirken und wer sich nicht “frei­willig” isoliert, kann dazu gezwun­gen wer­den.

Ital­ien kündigte eben­falls den Auf­bau eines Korps mit 60,000 Frei­willi­gen an, die Schweiz und andere Län­der haben mit dem Auf­bau solch­er Ein­heit­en bere­its begonnen. In Deutsch­land kam es bere­its zu Massen­tes­tun­gen in Wohn­häusern unter Andro­hung von polizeilichem Zwang.

Die Soft­ware für die gesamt­ge­sellschaftliche Kon­tak­tver­fol­gung in den USA, in Großbri­tan­nien und wom­öglich in weit­eren europäis­chen Län­dern wird von der CIA-nahen Tech­nolo­giefir­ma Palan­tir des US-Mil­liardärs Peter Thiel bere­it­gestellt. In Israel wird zur Kon­tak­tver­fol­gung Soft­ware der Spi­onage­fir­ma NSO ver­wen­det, mit der auch Men­schen­rechtler überwacht wer­den.

Eine Whistle­blow­erin, die an einem Aus­bil­dung­spro­gramm für Kon­tak­tver­fol­ger in den USA teilgenom­men hat­te, beschrieb dieses als “total­itär” und eine “Gefahr für die Gesellschaft”.

Alle diese Maß­nah­men erfol­gen, obschon der epi­demi­ol­o­gis­che Nutzen unklar ist und sich die WHO expliz­it gegen eine Kon­tak­tver­fol­gung aussprach, die son­st vor allem bei schw­eren sex­uellen Krankheit­en oder Lebens­mit­telvergif­tun­gen zum Ein­satz kommt, die sich im Unter­schied zu häu­fi­gen Atemwegserkrankun­gen leicht nachver­fol­gen lassen.

Zusät­zlich zu App­lika­tio­nen und Spezialein­heit­en zur Kon­tak­tver­fol­gung gibt es weit­er­hin konkrete Pro­jek­te oder Pla­nun­gen für “Immu­nität­sausweise”, mit denen sich beispiel­sweise die Reise- und Arbeit­stätigkeit der Bevölkerung reg­ulieren ließe. Tat­säch­lich plante die EU die Ein­führung eines solchen europäis­chen Impf­pass­es bere­its seit 2018.

Solche “Imp­fausweise” sind wiederum ver­bun­den mit einem weltweit­en “Impf­pro­gramm”, an dem derzeit eben­falls gear­beit­et wird. So forderte US-Mil­liardär und Impf­stoff-Investor Bill Gates beispiel­sweise eine Coro­na-Imp­fung für “sieben Mil­liar­den Men­schen”. AstraZeneca bere­it­et die Pro­duk­tion von zwei Mil­liar­den Dosen des weit­er­hin ungetesteten Oxford-Impf­stoffes vor.

Aus strate­gis­ch­er Sicht ermöglicht ein solch­es glob­ales Impf­pro­gramm länger­fristig den Zugriff auf die biol­o­gis­chen Sys­teme der Men­schen, darunter ins­beson­dere das Immun- und Ner­ven­sys­tem sowie das genetis­che und repro­duk­tive Sys­tem.

Im ökonomis­chen Bere­ich zeich­net sich der­weil ein Dig­i­tal­isierungs- und Zentrali­sierungs­schub zugun­sten einiger weniger Tech­nolo­giekonz­erne ab, wie dies die amerikanis­che Nation­al Secu­ri­ty Com­mis­sion on Arti­fi­cial Intel­li­gence (NSCAI) unter Leitung des ehe­ma­li­gen Google-CEO Eric Schmidt bere­its 2019 in einem Strate­giepa­pi­er forderte, um mit Chi­na mithal­ten zu kön­nen.

Das World Eco­nom­ic Forum (WEF) Davos, das zusam­men mit der Gates Stiftung und der Johns Hop­kins Uni­ver­sität bere­its an der bekan­nten Coro­n­avirus-Pan­demie-Übung “Event 201” vom Okto­ber 2019 beteiligt war, rief dies­bezüglich einen glob­alen “Great Reset” aus, um die ökonomis­chen und gesellschaftlichen Struk­turen für das 21. Jahrhun­dert vorzu­bere­it­en.

In einem Offe­nen Brief warn­ten der­weil mehrere Kardinäle und Bis­chöfe der katholis­chen Kirche, dass unter dem Vor­wand des Coro­n­avirus eine weltweite Panik aus­gelöst wor­den sei, um “inakzept­able For­men der glob­alen Überwachung und Kon­trolle der Bevölkerung” einzuführen.

Die Idee, dass eine Pan­demie für den Aus­bau glob­aler Überwachungs- und Kontroll­instrumente genutzt wer­den kann, ist nicht neu. Bere­its 2010 beschrieb die amerikanis­che Rock­e­feller Foun­da­tion in einem Arbeitspa­pi­er zu tech­nol­o­gis­chen und gesellschaftlichen Zukunfts­entwicklungen ein “Gle­ich­schritt-Szenario” mit ein­er Grippe-Pan­demie aus Chi­na, in dem die heuti­gen Entwick­lun­gen über­raschend präzise antizip­iert wur­den (ab Seite 18).

Es gibt aber auch Reak­tio­nen der Bevölkerung: So haben zum Beispiel Spanien, Ital­ien und Deutsch­land Demon­stra­tio­nen für Grun­drechte mit zehn­tausenden Men­schen erlebt.

Siehe auch: Inside the NSA’s Secret Tool for Map­ping Your Social Net­work (Wired)

Kreative Beiträge
The Land­ing AI Social Dis­tanc­ing Detec­tor (Youtube)
B. Länder und Regionen
Skandinavien
  • Däne­mark: In Däne­mark wurde durch geleak­te E‑Mails bekan­nt, dass sich die Gesund­heits­be­hörde im März anders als poli­tisch dargestellt gegen einen Lock­down aussprach und schrieb: “Die dänis­che Gesund­heits­be­hörde ist weit­er­hin der Ansicht, dass Covid-19 nicht als all­ge­mein gefährliche Krankheit beze­ich­net wer­den kann, da es wed­er einen nor­maler­weise schw­er­wiegen­den Ver­lauf noch eine hohe Sterblichkeit­srate aufweist.” Außer­dem wurde eine tat­säch­lich tief­ere Repro­duk­tion­szahl aus poli­tis­chen Grün­den nicht veröf­fentlicht, um den Lock­down zu begrün­den. Das dänis­che Par­la­ment hat nun eine Unter­suchung der Regierungspoli­tik durch eine Expertenkom­mis­sion beschlossen.
  • Nor­we­gen: Die nor­wegis­che Pre­mier­min­is­terin räumte öffentlich ein, dass sie im März in Panik ver­fall­en sei und die meis­ten der beschlosse­nen Lock­down-Maß­nah­men ver­mut­lich nicht erforder­lich gewe­sen wären. Auch in Nor­we­gen wurde bekan­nt, dass die Repro­duk­tion­szahl bere­its vor dem Lock­down gegen den sta­bilen Wert von 1 fiel. Im Falle ein­er “zweit­en Welle” müsse eine wesentlich san­ftere Strate­gie ohne Lock­down gewählt wer­den.
  • Schwe­den: Schwe­den kam trotz inter­na­tionalem Druck gut ohne Lock­down durch die Coro­na-Zeit (siehe oben): Die Gesamt­sterblichkeit bewegte sich im Rah­men früher­er stark­er Grippewellen. 75% der Todes­fälle fie­len in Pflege­heimen und Pflege­woh­nun­gen vor, wozu die Regierung eine Unter­suchung ein­leit­ete. Inter­na­tionale Medi­en ver­sucht­en dies als “Scheit­ern der schwedis­chen Strate­gie” darzustellen, was indes nicht richtig ist, da Pflege­heime einen geziel­ten Schutz benöti­gen und von einem all­ge­meinen gesellschaftlichen Lock­down ger­ade nicht prof­i­tieren.
  • Schulen: Sowohl Finn­land als auch Däne­mark stell­ten nach der Wieder­eröff­nung ihrer Schulen keine Zunahme der Coro­na-Fälle fest. Schwe­den behielt seine Grund­schulen offen.
Schweiz
Kumulierte Sterblichkeit im Ver­gle­ich zum Erwartungswert (2010–2020, BFS/Stotz)

Medi­zinis­che Aspek­te:

  • Die Schweiz befind­et sich nach ca. fünf Wochen rel­a­tiv­er Über­sterblichkeit seit Mitte Mai bere­its in ein­er Unter­sterblichkeit. Die kumulierte Sterblichkeit seit Anfang Jahr liegt im Bere­ich ein­er üblichen Grippe­sai­son und weit unter der starken Grippe­sai­son von 2015 (siehe Grafik oben). Rund 50% der Todes­fälle ereigneten sich in Pflege­heimen, die von einem Lock­down nicht prof­i­tierten. Der Alters­me­di­an der Todes­fälle liegt bei ca. 84 Jahren und damit sog­ar etwas über der durch­schnit­tlichen Schweiz­er Lebenser­wartung.
  • Im Kan­ton Zürich kam es zu ins­ge­samt 130 test­pos­i­tiv­en Todes­fällen. Mehr als die Hälfte davon (78) erfol­gte in Pflege­heimen. Wiederum etwas mehr als die Hälfte dieser Todes­fälle (40) erfol­gte in zwei Pflege­heimen, die Covid19-Patien­ten aus Kranken­häusern aufnehmen mussten und diese teil­weise ungenü­gend isolieren kon­nten.
  • Die ETH Zürich hat ihre Studie, wonach der Rück­gang der Aus­bre­itung von Covid19 bere­its vor dem Lock­down ein­set­zte, inzwis­chen mehrmals umfor­muliert, um dem Bun­desrat nicht mehr offen zu wider­sprechen. Doch das Ergeb­nis bleibt das­selbe: Der Lock­down war medi­zinisch unnötig und gesellschaftlich kon­trapro­duk­tiv. Die Prog­nosen der Behör­den und Hochschulen beruht­en auf teil­weise völ­lig unre­al­is­tis­chen Annah­men.
  • Forsch­er der ETH Lau­sanne haben eine Studie vorgestellt, in der sie vor dem Risiko ein­er “zweit­en Welle” war­nen, die die Schweiz über­fordern kön­nte. Der Haup­tau­tor der Studie, Pro­fes­sor Jacques Fel­lay, ist zugle­ich Mit­glied der Coro­na-Task­force des Bun­desrates und Befür­worter eines Coro­na-Impf­stoffes. Eine unab­hängige Analyse dieser Studie ergab indes, dass sie auf sehr unre­al­is­tis­chen Annah­men beruht und beispiel­sweise ein kon­stantes Erkrankungs- und Ster­berisiko für alle Alters­grup­pen annimmt.
  • Medi­z­in­un­ternehmer Stephan Rietik­er von Inside-Coro­na kommt mit Blick auf das Coro­na-Man­age­ments des Bun­desrates zu einem ver­nich­t­en­den Faz­it. Der Bun­desrat habe die Erken­nt­nisse der eige­nen Pan­demiekom­mis­sion weit­ge­hend ignori­ert und groteske Fehlentschei­de mit fol­gen­re­ichem Schaden für Bevölkerung und Wirtschaft getrof­fen. Es sei eine untaugliche “Eindäm­mungsstrate­gie” ver­fol­gt wor­den im naiv­en Glauben, die Zeit bis zu einem Impf­stoff “über­brück­en” zu kön­nen. Das geplante generelle “Con­tact Trac­ing” werde Unmen­gen an Geld ver­schlin­gen und am Ende “kläglich scheit­ern”. Es sei höch­ste Zeit, das Notrecht aufzuheben und die Entschei­der zur Ver­ant­wor­tung zu ziehen.

Medi­en:

Poli­tis­che Aspek­te:

  • In der Schweiz kam es seit April zu wöchentlichen Coro­na- und Grun­drechte-Demon­stra­tio­nen in Bern, Zürich und anderen Städten. Dabei kam es zu teil­weise erhe­blich­er Polizeige­walt, siehe »Coro­na-Repres­sion in der Schweiz«. Von staat­stra­gen­den Medi­en wur­den die Teil­nehmer dieser Demon­stra­tio­nen zumeist als Wirrköpfe oder Extrem­is­ten dargestellt.
  • Der Bun­desrat plant, die beste­hen­den Notverord­nun­gen in dringlich­es Bun­desrecht umzuwan­deln, woge­gen eine Online-Peti­tion ges­tartet wurde.
  • Der Bun­desrat hat Ende Mai eine geset­zliche Grund­lage für die “Coro­na-Trac­ing-App” ver­ab­schiedet, die nun vom Par­la­ment berat­en und bewil­ligt wird. Apple und Google haben ihre mobilen Betrieb­ssys­teme mit ein­er entsprechen­den Schnittstelle aus­gerüstet. Ent­ge­gen der ursprünglichen Darstel­lung wer­den “anonyme” Dat­en doch im Aus­land auf Ama­zon-Servern gespe­ichert. Die Nutzung der App solle “frei­willig” bleiben. Update: 26 Nation­al­räte stimmten gegen die Ein­führung der Prox­im­i­ty-Trac­ing-App.
  • Der Kan­ton Zürich und einige andere Kan­tone haben bere­its Zen­tren zur gesamt­gesell­schaftlichen Kon­tak­tver­fol­gung ein­gerichtet, beste­hend aus Mitar­beit­ern der Polizei und Gesund­heits­direktion, die poten­tiell “infizierte” Per­so­n­en kon­tak­tieren und sie in eine Quar­an­täne ein­weisen sollen. Die Erfahrun­gen vom Früh­jahr hät­ten gezeigt, dass das Zen­trum kün­ftig stark aus­ge­baut oder aus­ge­lagert wer­den müsse.
  • Eine Umfrage der Hochschule Win­terthur ZHAW ergab, dass 40% der Schweiz­er eine stärkere Überwachung durch “Coro­na-Apps” befürcht­en. Den­noch plane eine Mehrheit, die App zur Kon­tak­tver­fol­gung zu nutzen.
  • In der Schweiz stieg die Arbeit­slosigkeit durch den Lock­down um 36% auf 3.4%. Die Kurzarbeit stieg auf knapp 40% aller Arbeit­skräfte, den höch­sten Wert in Europa.
  • Im Rah­men von Covid19 kam nicht die seit langem beste­hende Schweiz­er Pan­demie-Kom­mis­sion zum Ein­satz, son­dern eine eigens gegrün­dete “Covid-19 Task­force”, deren Mit­glieder teil­weise Inter­essen­skon­flik­te im Bere­ich der Phar­mazie aufweisen.
  • Video: “Gehört der Bun­desrat ins Gefäng­nis?” Der Schweiz­er Jour­nal­ist Reto Bren­nwald inter­viewte den Unternehmer Daniel Strick­er, der Mitte März für einige Wochen aus der Schweiz nach Schwe­den flüchtete und die Coro­na-Poli­tik des Schweiz­er Bun­desrates stark kri­tisiert.
  • US-Mil­liardär und Impf­stoff-Investor Bill Gates hat der Schweiz­er Heilmit­tel­be­hörde Swissmedic im Feb­ru­ar 2020 eine Spende von 900,000 Dol­lar für “Pro­jek­te in Afri­ka” zukom­men lassen.
  • Die Schweiz wird die von Bill Gates geförderte glob­ale Impf­stof­fal­lianz GAVI mit 30 Mil­lio­nen Franken für die Entwick­lung eines Coro­na-Impf­stoffes unter­stützen.
  • Der Coro­na-kri­tis­che Aar­gauer Arzt, der im April von ein­er Son­dere­in­heit der Polizei bru­tal festgenom­men und vorüberge­hend in die Psy­chi­a­trie ein­geliefert wurde, forderte eine externe Admin­is­tra­tivun­ter­suchung zu seinem Fall, die von der Regierung nun ein­geleit­et wurde. Bere­its zuvor wurde bekan­nt, dass der Arzt ent­ge­gen der Behaup­tung der Polizei wed­er Ange­hörige noch Behör­den bedro­hte noch im Besitz ein­er gelade­nen Waffe war.
Deutschland und Österreich
  • In Deutsch­land und Öster­re­ich kam es zu kein­er sig­nifikan­ten Über­sterblichkeit seit März. Tat­säch­lich zeigte sich in Deutsch­land bevölkerungsko­r­rigiert sog­ar eine leichte Unter­sterblichkeit seit Jahres­be­ginn, wie ein Pro­fes­sor der Uni Kon­stanz nach­wies.
  • In Öster­re­ich wurde durch geleak­te Pro­tokolle wie bere­its in Däne­mark und Eng­land bekan­nt, dass der Lock­down poli­tisch motiviert war und sich die Gesund­heit­sex­perten mehrheitlich dage­gen aussprachen: Diese emp­fahlen Kan­zler Kurz bere­its im März, von der Botschaft eines “ganz gefährlichen Virus” abzukom­men, da das Virus bere­its weit ver­bre­it­et und für den Großteil der Bevölkerung nicht gefährlich sei.
  • In Deutsch­land wur­den auf­grund des Coro­na-Lock­downs bis Ende Mai fast eine Mil­lion Oper­a­tio­nen abge­sagt. Deutsche Onkolo­gen war­nen vor Verzögerun­gen bei Diag­nos­tik und Ther­a­pie von Kreb­serkrankun­gen auf­grund des Lock­downs. Krebs sei eine “weitaus größere Gefahr als COVID-19”, beton­ten die medi­zinis­chen Fachver­bände.
  • Deutsche Kinderärzte bericht­en auf­grund des Lock­downs von mas­siv­er Gewalt gegen Kinder. Sie sähen Ver­let­zun­gen wie son­st nur nach Autoun­fällen, darunter Knochen­brüche oder Schüt­tel­trau­ma­ta. Die Zahl der Anrufe bei der Kinder­schutzhot­line habe stark zugenom­men.
  • Der Berlin­er Rechtsmedi­zin­er Pro­fes­sor Michael Tsokos berichtete von “Coro­na-Suiziden” von Men­schen, die sich vor ein­er Infek­tion fürcht­en oder glauben, infiziert zu sein. Pro­fes­sor Tsokos kri­tisierte die Panikmache und Ver­bre­itung von “Hor­rorszenar­ien” durch Medi­en und einige Virolo­gen. Er befürchtet, dass auf die “infek­ti­ol­o­gis­che Pan­demie” nun eine “psy­cho-soziale Pan­demie” fol­gen wird. Tat­säch­lich sind die Suizide und Suizid­ver­suche in Berlin im ersten Quar­tal bere­its “drastisch angestiegen”.
  • Wirtschaft­sex­perten rech­nen in Deutsch­land bis 2021 mit ca. 10,000 zusät­zlichen Insol­ven­zen von Fir­men auf­grund der poli­tis­chen Coro­na-Maß­nah­men.
  • In deutschen Städten kam es seit April zu eini­gen der größten Coro­na- und Grun­drechte-Demon­stra­tio­nen Europas mit bis zu 25,000 Teil­nehmern. Dabei kam es allerd­ings auch zu teil­weise gravieren­der Polizeige­walt, beispiel­sweise bei der Ver­haf­tung des Veg­ankochs Atti­la Hild­mann oder der 68-jähri­gen ehe­ma­li­gen DDR-Bürg­er­recht­lerin Ange­li­ka Barbe. Außer­dem kam es in Deutsch­land zu Bran­dan­schlä­gen und teil­weise lebens­bedrohlichen Über­fällen auf Demon­stri­erende und Medi­en­leute durch zumeist schwarz ver­mummte Grup­pierun­gen, die sich vor staatlich­er Ver­fol­gung offen­bar nicht zu fürcht­en scheinen.
  • Wern­er Win­ter­stein, Enkel eines von Nation­al­sozial­is­ten ermorde­ten öster­re­ichisch-jüdis­chen Jus­tizmin­is­ters, nahm an ein­er Grun­drechte-Demon­stra­tion in Wien teil und erk­lärte, er sei “erschüt­tert über die stille Machter­grei­fung durch Ele­mente, die von ‚neuer Nor­mal­ität‘ am Rande des demokratis­chen Mod­ells sprechen.” Die Coro­na-bed­ingte Ein­teilung von Bürg­ern in ver­schiedene Kat­e­gorien und die Schaf­fung eines neuen Denun­zianten­tums seien gefährliche Entwick­lun­gen. Er beobachte einen Man­gel an Zivil­courage und eine Unter­w­er­fung unter die Obrigkeit. Die geplanten Coro­na-Apps gehen “in Rich­tung totaler Überwachungsstaat” und seien abzulehnen.
Deutsch­land: Wöchentliche Mor­tal­ität, 2017 bis 2020 (Destatis/RKI)
Vereinigte Staaten
  • In den USA gab es bis Ende Mai ca. 100,000 test­pos­i­tive Todes­fälle. Die Gesamt­sterblichkeit seit Anfang Jahr lag indes im Bere­ich der starken Grippe­sai­son von 2017/2018 (siehe Grafik unten). Min­destens 42% der Todes­fälle erfol­gten in Pflege­heimen, die 0.6% der US-Bevölkerung aus­machen und nicht von einem all­ge­meinen Lock­down prof­i­tierten.
  • In den Bun­desstaat­en, die keinen Lock­down ein­führten oder ihn früh wieder aufhoben, kam es laut ein­er Studie von JP Mor­gan zu kein­er erhöht­en Sterblichkeit.
  • Eine Auswer­tung von vier US-Pro­fes­soren kommt zum Ergeb­nis, dass der Lock­down in den USA etwa dop­pelt soviele Leben­s­jahre kosten wird wie Covid-19.
  • Über 600 Ärzte warn­ten US-Präsi­dent Don­ald Trump in einem Offe­nen Brief vor den Gefahren eines ver­längerten Lock­downs. Der Lock­down sei selb­st eine medi­zinis­che Großkatas­tro­phe gewe­sen (mass casu­al­ty inci­dent). Außer­halb von New York City sei keine einzige US-Stadt durch Coro­na beson­ders belastet gewe­sen.
  • In einem weit­eren Offe­nen Brief an US-Vizepräsi­dent Mike Pence fordern amerikanis­che Ärzte die rasche Öff­nung der Gesellschaft. Die Gefährlichkeit von Covid-19 habe sich als viel geringer her­aus­gestellt als ursprünglich angenom­men. Die Risiko­grup­pen seien bekan­nt und kön­nten gezielt geschützt wer­den. Eine sichere Immu­nisierung der Gesellschaft sei auch ohne Imp­fung möglich. Die Medi­en hät­ten die Bevölkerung unnötig ter­ror­isiert und damit einen starken Anstieg von Verzwei­flung und Suizid­ab­sicht­en aus­gelöst.
  • Die meis­ten der für ins­ge­samt 660 Mil­lio­nen Dol­lar gebaut­en Feld­hos­pi­tale der US-Armee haben im Mai wieder geschlossen, ohne einen einzi­gen Patien­ten behan­delt zu haben.
  • Ein kali­for­nisch­er Trau­ma-Arzt erk­lärt in einem Beitrag, dass es im Mai mehr Suizid­ver­suche gegeben habe als nor­maler­weise in einem ganzen Jahr, und dass die Suizide die Coro­na-Todes­fälle in Kali­fornien bere­its bei weit­em übertr­e­f­fen.
  • Im stark betrof­fe­nen Bun­desstaat New York wurde eine unab­hängige Unter­suchung gefordert zur Anord­nung des Gou­vernours, dass Pflege­heime Coro­na-Patien­ten aufnehmen müssen. In New York­er Pflege­heimen kam es zu über 5000 Todes­fällen. Auch in den stark betrof­fe­nen Staat­en New Jer­sey und Penn­syl­va­nia gab es solche Anord­nun­gen.
  • Der größte Kranken­hausver­bund New Yorks hat eine Unter­suchung zum Ein­satz inva­siv­er Beat­mungs­geräte angekündigt. Im April wurde bekan­nt, dass US-Kliniken hohe Prämien erhal­ten, wenn sie Covid-19-Patien­ten aufnehmen und diese an Beat­mungs­maschi­nen anschließen, obschon Fach­leute längst vor den Gefahren ein­er inva­siv­en Beat­mung warn­ten. Eine New York­er Kranken­schwest­er sprach dabei sog­ar von einem “Massen­mord”.
  • Im Bun­desstaat Wash­ing­ton bestätigte die Gesund­heits­be­hörde, dass selb­st Mor­dopfer als “Coro­na­tote” gezählt wur­den, wenn sie pos­i­tiv auf das Coro­n­avirus testeten. Auch die New York Times lis­tete auf ihrer Titel­seite zu “Coro­na-Opfern” ein Mor­dopfer auf. Selb­st der Ende Mai bei ein­er Fes­t­nahme ver­stor­bene George Floyd testete pos­i­tiv auf Coro­na.
  • Bis Ende Mai geri­eten in den USA über 40 Mil­lio­nen Men­schen in die Arbeit­slosigkeit. Schätzun­gen gehen davon aus, dass cir­ca 42% der ver­lore­nen Arbeit­splätze nicht mehr eröffnet wer­den und die schw­er­ste Rezes­sion seit dem Zweit­en Weltkrieg ein­tritt (siehe unten).
  • US-Mil­liardäre sahen durch “Coro­na” den­noch einen Ver­mö­gen­szuwachs von $434 Mil­liar­den.
USA: Gesamt­sterblichkeit 2017/18 und 2019/2020 (pop­u­la­tion adjust­ed). Source: NCHS/Twitter
USA: Job­ver­lust in Rezes­sio­nen seit 1945 (BLS/CRB)
Großbritannien
Mor­tal­ität 2020 im Ver­gle­ich zu den starken Grippewellen von 1999 und 2000 (an die Bevölkerung angepasst und zeitlich ver­schoben). Quelle: ONS/OffGuardian
Südamerika und Afrika

Nach­dem die Coro­na-Aus­bre­itung in Europa und den USA abklang, fokusierten viele Medi­en auf die Sit­u­a­tion in Südameri­ka, ins­beson­dere auch in Brasilien. Tat­sache ist jedoch, dass Brasilien mit seinen 210 Mil­lio­nen Ein­wohn­er deut­lich bess­er daste­ht als die meis­ten wes­teu­ropäis­chen Län­der.

In anderen lateinamerikanis­chen Län­dern wie etwa Ecuador ver­bre­it­et sich neben dem Coro­n­avirus zusät­zlich noch das Dengue­fieber mit ähn­lichen Symp­tomen, was zu ein­er dop­pel­ten Belas­tung des Gesund­heitssys­tems führen kann. Den­noch wurde z.B. in Peru fest­gestellt, dass ähn­lich wie in anderen Län­dern ca. 80% der bestätigten Coro­n­afälle symp­tom­los bleiben.

Einige Medi­en berichteten von ange­blich “rund um die Uhr” laufend­en Kre­ma­to­rien in Mex­i­co City. Ein in Mexiko leben­der Youtu­ber besuchte daraufhin die Stadt und die dor­ti­gen Kranken­häuser, Bestattungs­­unternehmen und Kre­ma­to­rien, die alle sehr wenig Betrieb hat­ten.

Generell gab es in Südameri­ka und auch in Afri­ka bish­er eine deut­lich gerin­gere Coro­na-Sterblichkeit als in Europa und den USA, was an der jün­geren Bevölkerung und an kli­ma­tis­chen Fak­toren liegen kön­nte. Hinge­gen rech­net die Welt­bank mit bis zu 60 Mil­lio­nen Armut­sopfern auf­grund der glob­alen poli­tis­chen Coro­na-Maß­nah­men.

C. Zur Rolle von Bill Gates

US-Mul­ti­mil­liardär und Microsoft-Grün­der Bill Gates ist der wichtig­ste pri­vate Spon­sor der WHO und der Impf­stoff-Indus­trie und ste­ht deshalb aktuell beson­ders im Fokus. In den fol­gen­den Abbil­dun­gen wird sein phar­mazeutis­ches und medi­ales Net­zw­erk grafisch dargestellt.

Siehe auch:

För­der­mit­tel von Bill Gates in USA/UK und Deutsch­land

(Aktu­al­isiert: 23. Juni 2020)

Mai 2020

Interviews mit Experten
  • Stan­ford-Pro­fes­sor John Ioan­ni­dis erk­lärt in einem Inter­view mit CNN, dass Covid19 eine “ver­bre­it­ete und milde Erkrankung” sei, die für die All­ge­mein­bevölkerung gle­ich gefährlich oder sog­ar weniger gefährlich als die Influen­za (Grippe) sei. Zu schützen seien ins­beson­dere Patien­ten in Pflege­heimen und Kranken­häusern.
  • Stan­ford-Pro­fes­sor Dr. Scott Atlas erk­lärt in einem Inter­view mit CNN, dass man “durch die falsche Idee, Covid19 stop­pen zu müssen, eine katas­trophale Sit­u­a­tion im Gesund­heits­bere­ich geschaf­fen” habe. Es seien irra­tionale Äng­ste erzeugt wor­den, denn die Erkrankung sei “ins­ge­samt mild”. Deshalb gebe es auch “abso­lut keinen Grund” für umfan­gre­iche Tes­tun­gen in der All­ge­mein­bevölkerung, diese seien nur gezielt in Kranken­häusern und Pflege­heimen erforder­lich. Pro­fes­sor Atlas ver­fasste Ende April einen Artikel mit dem Titel “Die Dat­en sind da – Stoppt die Panik und been­det die totale Iso­la­tion”, der über 15.000 Kom­mentare erzeugte.
  • Epi­demi­ologe Dr. Knut Wit­tkows­ki erk­lärt in einem neuen Inter­view, dass die Gefährlichkeit von Covid19 ver­gle­ich­bar mit ein­er Influen­za sei und der Höhep­unkt in den meis­ten Län­dern bere­its vor dem Lock­down über­schrit­ten war. Der Lock­down ganz­er Gesellschaften sei eine katas­trophale Entschei­dung ohne Nutzen aber mit enor­men Schä­den gewe­sen. Die wichtig­ste Maß­nahme sei der Schutz von Pflege­heimen. Die Aus­sagen von Bill Gates zu Covid19 seien “absurd” und hät­ten “nichts mit der Real­ität zu tun”, eine Imp­fung gegen Covid19 sei nicht erforder­lich. Das ein­flussre­iche Covid19-Mod­ell des britis­chen Epi­demi­olo­gen Neil Fer­gu­son sei ein “völ­liger Fehlschlag” gewe­sen. (Deutsches Tran­skript des Inter­views) (Hin­weis: Das Inter­view wurde von Youtube ent­fer­nt.)
  • Der deutsche Virologe Hen­drik Streeck erk­lärt in einem neuen Inter­view die finalen Resul­tate sein­er Antikör­p­er-Studie. Streeck fand eine Covid19-Letal­ität von 0.36%, erk­lärt jedoch, dass dies eine Ober­gren­ze sei und die Letal­ität ver­mut­lich im Bere­ich 0.24 bis 0.26% oder sog­ar darunter liege. Das Durch­schnittsalter der test­pos­i­tiv­en Ver­stor­be­nen lag bei ca. 81 Jahren. Laut Pro­fes­sor Streeck ist es keine gute Strate­gie, auf einen Impf­stoff zu warten, da die Mach­barkeit und Wirk­samkeit eines Impf­stoffes unsich­er sind.
  • Biolo­giepro­fes­sor und Nobel­preisträger Michael Levitt, der sich seit Feb­ru­ar mit der Aus­bre­itung von Covid19 befasst, beschreibt den all­ge­meinen Lock­down als einen “riesi­gen Fehler” und fordert geziel­tere Maß­nah­men, ins­beson­dere zum Schutz der Risiko­grup­pen.
  • Der emer­i­tierte Mikro­bi­olo­gie-Pro­fes­sor Suchar­it Bhak­di erk­lärt in einem neuen Inter­view, dass Poli­tik und Medi­en zu Covid19 eine “unerträgliche Angst­macherei” und eine “unver­ant­wortliche Desin­for­ma­tion” gegenüber der Bevölkerung betreiben. Atem­schutz­masken für die Allgemein­bevölkerung seien gesund­heits­schädliche Keim­fänger. Die gegen­wär­tige Krise sei von den Poli­tik­ern selb­st her­beige­führt wor­den und habe wenig mit dem Virus zu tun. Ein Impf­stoff gegen Coro­n­aviren sei wie schon bei der Schweine­grippe “unnötig und gefährlich”. Die WHO übernehme für ihre vie­len Fehlentschei­dun­gen seit Jahren keine Ver­ant­wor­tung.
  • Der Schweiz­er Che­farzt für Infek­ti­olo­gie, Dr. Pietro Ver­naz­za, erk­lärt in einem neuen Inter­view, dass die Covid19-Erkrankung “für die aller­meis­ten Men­schen mild ver­läuft”. Die “Zäh­lerei von Infizierten und der Ruf nach mehr Tests” wür­den nicht viel brin­gen. Zudem wür­den die meis­ten Leute, die in der Corona­statistik aufge­führt sind, nicht nur an Covid-19 ster­ben. Die Sterblichkeit von Covid-19 liege nach bish­eri­gen Erken­nt­nis­sen “in der Größenord­nung ein­er saisonalen Grippe”. Für den Nutzen von Atem­schutz­masken bei Men­schen, die selb­st keine Symp­tome zeigen, gebe es keine Belege. (Archivver­sion)
Medizinische Studien
  • Eine neue Über­sicht aller bish­eri­gen PCR- und Antikör­p­er-Stu­di­en zeigt, dass der Medi­an­wert der Covid19-Letal­ität (IFR) bei ca. 0.2% und damit im Bere­ich ein­er starken Influen­za liegt.
  • Eine neue Antikör­p­er-Studie mit dänis­chen Blut­spendern ergab eine sehr tiefe Covid19-Letal­ität (IFR) von 0.08% für Per­so­n­en unter 70 Jahren.
  • Eine neue Antikör­p­er-Studie aus dem Iran, einem der am früh­esten und am stärk­sten von Covid19 betrof­fe­nen Län­der, kommt eben­falls auf eine sehr tiefe Letal­ität von 0.08% bis 0.12%.
  • Eine neue Antikör­p­er-Studie aus Japan kommt zum Ergeb­nis, dass dort ca. 400 bis 800 mal mehr Men­schen mit dem neuen Coro­n­avirus Kon­takt hat­ten als bish­er angenom­men, jedoch keine oder kaum Symp­tome zeigten. Japan hat­te bish­er rel­a­tiv wenig getestet.
  • Eine neue Studie aus Deutsch­land mit Beteili­gung des Virolo­gen Chris­t­ian Drosten zeigt, dass rund ein Drit­tel der Bevölkerung bere­its eine gewisse zel­luläre Immu­nität gegen das Covid19-Coro­n­avirus aufweist, ver­mut­lich durch den Kon­takt mit früheren Coro­n­aviren (Erkäl­tungsviren). Diese zel­luläre Immu­nität durch soge­nan­nte T‑Zellen liegt deut­lich höher als die PCR- und Antikör­p­er-Tests ver­muten ließen und dürfte teil­weise erk­lären, warum viele Men­schen beim neuen Coro­n­avirus keine oder kaum Symp­tome entwick­eln.
  • In einem Gefäng­nis im US-Bun­desstaat Ten­nesse zeigten nur zwei von 1349 test­pos­i­tiv­en Per­so­n­en über­haupt Symp­tome.
  • Auf dem franzö­sis­chen Flugzeugträger Charles de Gaulle ver­starb von 1046 test­pos­i­tiv­en Matrosen bish­er kein­er. Auf dem US-Flugzeugträger Theodore Roo­sevelt ver­starb von 969 test­pos­i­tiv­en Matrosen bish­er ein­er (Vor­erkrankun­gen und Todesur­sache nicht bekan­nt). Ins­ge­samt ergibt sich daraus eine Letal­ität von 0 bis 0.1% für diese Bevölkerungs­gruppe.
  • Zahlre­iche Medi­en berichteten von ange­blichen “Neu-Infek­tio­nen” bere­its gene­sen­er Per­so­n­en in Süd­ko­rea. Forsch­er kamen nun aber zum Ergeb­nis, dass es sich bei diesen 290 Ver­dachts­fällen um falsche pos­i­tive Testre­sul­tate han­delte, aus­gelöst durch “nicht-infek­tiöse Viren­frag­mente”. Das Ergeb­nis wirft auch ein Schlaglicht auf die bekan­nte Unzu­ver­läs­sigkeit der Virentests.
Weitere medizinische Meldungen
  • Im Rah­men ein­er weit­eren Panikmel­dung berichteten zahlre­iche Medi­en davon, dass im Zusam­men­hang mit Covid19 zunehmend Kinder an der soge­nan­nten Kawasa­ki-Krankheit (eine Gefäßentzün­dung) erkranken wür­den. Die britis­che Kawasa­ki Dis­ease Foun­da­tion teilte in ein­er Pressemit­teilung indes mit, dass derzeit weniger Kawasa­ki-Fälle als üblich gemeldet wer­den, und dass von den weni­gen gemelde­ten Fällen nur rund die Hälfte über­haupt pos­i­tiv auf Coro­n­aviren getestet haben.
  • Ein franzö­sis­ch­er Arzt spricht in einem Offe­nen Brief an das franzö­sis­che Gesundheits­ministerium bezüglich Covid19 vom “größten Gesund­heits­be­trug des 21. Jahrhun­derts”. Die Gefährlichkeit des Virus für die All­ge­mein­bevölkerung liege im Bere­ich der Influen­za und die Fol­gen des Lock­downs seien gefährlich­er als das Virus selb­st.
  • In Frankre­ich wurde im Rah­men ein­er nachträglichen Unter­suchung bekan­nt, dass der erste Covid19-pos­i­tive Patient bere­its Ende Dezem­ber 2019 und damit einen Monat früher als bish­er angenom­men behan­delt wurde. Der Mann wurde damals wegen ein­er schein­bar grippebe­d­ingten Lun­genentzün­dung behan­delt. Dieser Fall zeigt, dass die neuen Coro­n­aviren entwed­er bere­its früher als angenom­men in Europa waren, oder dass sie nicht so neu sind wie angenom­men, oder dass es sich um ein falsches pos­i­tives Testre­sul­tat han­delt. Zudem ist nicht klar, ob der der­weil wieder gesunde Mann nun an Grippe- oder an Coro­n­aviren oder an bei­den erkrankt war.
  • Der Exeku­tivdi­rek­tor der WHO nan­nte Schwe­den zulet­zt ein “Vor­bild” für den Umgang mit Covid19. Schwe­den habe seine Gesund­heit­spoli­tik erfol­gre­ich und “in Part­ner­schaft mit der Bevölkerung” umge­set­zt. Zuvor wurde Schwe­den während Wochen von aus­ländis­chen Medi­en und Poli­tik­ern für seinen entspan­nten Umgang mit Covid19 heftig kri­tisiert.
  • Weißrus­s­land, das von allen europäis­chen Län­dern am wenig­sten Maß­nah­men gegen Covid19 ergriff und selb­st Sport­turniere und andere Großver­anstal­tun­gen nicht absagte, zählt nach über zwei Monat­en erst 103 test­pos­i­tive oder ver­mutete Covid19-Todes­fälle. Der weißrus­siche Langzeit-Präsi­dent Lukashenko nan­nte Coro­na eine “Psy­chose”. Kri­tik­er ver­muten indes, er gebe nicht alle Todes­fälle bekan­nt.
  • Eine umfan­gre­iche Lit­er­at­u­rauswer­tung durch einen kanadis­chen Forsch­er ergab, dass Atem­schutz­masken keinen nach­weis­baren Schutz gegen Erkäl­tun­gen und Influen­za bieten.
  • Ein Schweiz­er Che­farzt für Psy­chi­a­trie rech­net auf­grund des Lock­downs und der Arbeit­slosigkeit mit ein­er starken Zunahme an psy­chis­chen Prob­le­men und über 10,000 Suiziden weltweit.
  • Die soge­nan­nte Repro­duk­tion­szahl, die die Weit­er­ver­bre­itung von Covid angibt, wird zunehmend zum Poli­tikum. An der Real­ität ändert das jedoch nichts: Der Höhep­unkt der Aus­bre­itung war in den meis­ten Län­dern bere­its vor dem Lock­down erre­icht und die Repro­duk­tion­szahl fiel durch sim­ple All­t­ags- und Hygien­e­maß­nah­men auf oder unter den sta­bilen Wert von eins. Der Lock­down war epi­demi­ol­o­gisch mithin unnötig und unsin­nig.
  • Das Krankheits­bild und die Risiko­grup­pen von Covid19-Coro­n­aviren dürften mit der Nutzung des soge­nan­nten ACE2-Zell­rezep­tors zusam­men­hän­gen, der in den Bronchien und Lun­gen, aber auch in Blut­ge­fäßen, dem Darm und Nieren vorkommt. Allerd­ings nutzen auch andere Coro­n­aviren wie etwa das Erkäl­tungsvirus NL63 den ACE2-Rezep­tor. Einige Forsch­er rech­nen deshalb damit, dass auch die Covid19-Coro­n­aviren mit­tel­fristig als gewöhn­liche Coro­na-Erkäl­tungsviren zu sehen sind.
  • Die genaue Herkun­ft des neuen Coro­n­avirus ist weit­er­hin unklar. Am nahe­liegend­sten ist eine natür­liche Über­tra­gung oder Muta­tion, wie sie häu­fig vorkommt. Es ist indes richtig, dass das virol­o­gis­che Labor in Wuhan im Rah­men eines von den USA mit­fi­nanzierten Forschungs­programms Coro­n­aviren aus Fle­d­er­mäusen unter­suchte und dabei auch die Über­trag­barkeit auf andere Säugetiere prüfte, was von eini­gen Forsch­ern seit Jahren als zu riskant kri­tisiert wurde. Die Lei­t­erin des Labors erk­lärte indes, das neue Virus entspreche nicht den im Labor unter­sucht­en Coro­n­aviren. Frühere Gerüchte bezüglich “Biowaf­fen” oder “HIV-Sequen­zen” sind angesichts der rel­a­tiv­en Harm­losigkeit des Coro­n­avirus indes als Desin­for­ma­tion anzuse­hen.
Pflegeheime

Pflege­heime spie­len eine absolute Schlüs­sel­rolle in der aktuellen Coro­na-Sit­u­a­tion. In den meis­ten west­lichen Län­dern ereigneten sich 30% bis 70% aller Todes­fälle “im Zusam­men­hang mit Covid” in Pflege­heimen (in einzel­nen Regio­nen sog­ar bis zu 90%). Auch aus Nordi­tal­ien ist bekan­nt, dass die dor­tige Krise durch einen panikbe­d­ingten Zusam­men­bruch der Alter­spflege begann.

Pflege­heime erfordern einen geziel­ten Schutz und prof­i­tieren nicht von einem all­ge­meinen Lock­down der Gesellschaft. Betra­chtet man nur die Todes­fälle in der All­ge­mein­bevölkerung, so liegen diese in den meis­ten Län­dern im Rah­men ein­er gewöhn­lichen oder sog­ar milden Grippewelle.

In vie­len Fällen ist zudem nicht klar, woran die Men­schen in den Pflege­heimen wirk­lich star­ben, d.h. ob an Covid19 oder an Stress, Angst und Ein­samkeit. Aus Bel­gien ist beispiel­sweise bekan­nt, dass ca. 94% aller Todes­fälle in Pflege­heimen ungetestete “Ver­dachts­fälle” sind.

Eine neue Analyse der franzö­sis­chen Sta­tis­tiken zeigt zudem Fol­gen­des: Sobald es in einem Pflege­heim einen “Ver­dachts­fall” gibt (z.B. durch Hus­ten), gel­ten alle Todes­fälle als “Covid19-Ver­dachts­fälle”, und sobald es in einem Pflege­heim einen “bestätigten Fall” gibt (selb­st wenn symp­tom­los), gel­ten alle Todes­fälle als “bestätigte Covid19-Todes­fälle”.

Ein Bericht aus Deutsch­land beschreibt ein­dringlich, unter welch extremen Bedin­gun­gen hundert­tausende Patien­ten in Alters- und Pflege­heimen in den ver­gan­genen Wochen leben mussten, und zwar oft­mals auch gegen ihren Willen. Viele der Patien­ten durften ihr Zim­mer kaum mehr ver­lassen, durften nicht mehr an die frische Luft und keinen Besuch von Ange­höri­gen emp­fan­gen.

In mehreren Pflege­heimen kam es auf­grund des fehler­an­fäl­li­gen PCR-Virentests zudem zu fol­gen­re­ichen Fehlalar­men. In einem kanadis­chen Pflege­heim flüchteten die Mitar­beit­er aus Angst vor dem Coro­n­avirus, sodass in der Folge 31 Men­schen man­gels Pflege ver­star­ben.

Der frühere New York Times Jour­nal­ist und Coro­na-Kri­tik­er Alex Beren­son schreibt dazu auf Twit­ter: “Let’s be clear: the fact the nurs­ing home deaths are not front and cen­ter every day in elite media cov­er­age of #COVID tells you every­thing you need to know about the media’s pri­or­i­ty – which is instill­ing pan­ic (and pun­ish­ing Trump), not dri­ving good health pol­i­cy.”

Zur Analyse: Mor­tal­i­ty asso­ci­at­ed with COVID-19 out­breaks in care homes: ear­ly inter­na­tion­al evi­dence (LTC Covid, Mai 2020)

Todes­fälle in Pflege­heimen, abso­lut und prozen­tu­al (LTC Covid)
Großbritannien
  • Die kumulierte Gesamt­sterblichkeit in Großbri­tan­nien liegt derzeit im Bere­ich der fünf stärk­sten Grippewellen der let­zten 25 Jahre. Der Höhep­unkt der täglichen Todes­fälle in Kranken­häusern war bere­its am 8. April erre­icht (siehe Grafik unten).
  • Neue sta­tis­tis­che Dat­en zeigen, dass Mitte April von ca. 12.000 zusät­zlichen Todes­fällen ca. 9000 “im Zusam­men­hang mit Covid” waren (inkl. “Ver­dachts­fälle”), aber ca. 3000 “nicht im Zusam­men­hang mit Covid”. Zudem seien von den ins­ge­samt ca. 7300 Todes­fällen in Pflege­heimen nur ca. 2000 “im Zusam­men­hang mit Covid” erfol­gt. Sowohl bei den “Covid19-Todes­fällen” als auch bei den Nicht-Covid19-Todes­fällen ist oft­mals unklar, woran diese Men­schen wirk­lich star­ben. Der Ver­band der britis­chen Patholo­gen hat deshalb einen “sys­tem­a­tis­chen Review der wirk­lichen Todesur­sachen” gefordert.
  • Die zusät­zlich erichteten tem­porären Kranken­häuser blieben bish­er weit­ge­hend leer. Ein ähn­lich­es Bild zeigte sich zuvor bere­its in Chi­na, den USA und anderen Län­dern.
  • Ende April wurde bekan­nt, dass der Lock­down offen­bar nicht, wie offiziell dargestellt, allein von ein­er wis­senschaftlichen Kom­mis­sion emp­fohlen wurde, son­dern dass ein hoher Regierungs­berater die Wis­senschaftler zur Unter­stützung des Lock­downs bewegte.
  • Peter Hitchens: We’re destroy­ing the nation’s wealth – and the health of mil­lions “If you don’t defend your most basic free­dom, the one to go law­ful­ly where you wish when you wish, then you will lose it for ever. And that is not all you will lose. Look at the cen­sor­ship of the inter­net, spread­ing like a great dark blot, the death of Par­lia­ment, the con­ver­sion of the police into a state mili­tia.”
Eng­land: Test­pos­i­tive Todes­fälle in Kranken­häusern (NHS)
Vereinigte Staaten
  • Der neueste Bericht der US-Gesund­heits­be­hörde CDC zeigt, dass die Covid19-Hos­pi­tal­i­sierungs­rate bei den über 65-Jähri­gen im Bere­ich stark­er Grippewellen liegt. Bei den 18- bis 64-Jähri­gen liegt sie etwas darüber, bei den unter 18-Jähri­gen liegt sie deut­lich darunter.
  • Video: Eine Kranken­schwest­er aus New York City erk­lärte in einem drama­tis­chen Beitrag, New York würde die Covid19-Patien­ten “umbrin­gen”, in dem sie an inva­sive Beatmungs­maschinen angeschlossen und ihre Lun­gen dadurch zer­stört wer­den. Die Ver­wen­dung der inva­siv­en Beatmungs­maschinen (statt ein­fache Beat­mungs­masken) geschehe “aus Angst vor ein­er Ver­bre­itung des Virus”. Es sei “ein Hor­ror­film”, “nicht wegen der Krankheit, son­dern wegen der Art, wie damit umge­gan­gen wird”. Fach­leute haben bere­its seit März vor der Intu­ba­tion von Covid19-Patien­ten gewarnt.
  • Dr. Daniel Mur­phy, der Leit­er der Not­fallmedi­zin eines stark betrof­fe­nen Kranken­haus­es in New York City, emp­fiehlt eine rasche Beendi­gung des Lock­downs. Die Covid19-Welle habe bere­its am 7. April ihren Höhep­unkt erre­icht. Covid19 sei eine ern­ste Angele­gen­heit, aber die Angst davor sei über­trieben, da die große Mehrheit der Bevölkerung höcht­ens mild erkranke. Seine größte Sorge sei nun der starke Rück­gang der Ver­sorgung von Not­fall­pa­tien­ten und Kindern durch den Lock­down und die ver­bre­it­ete Angst in der Bevölkerung.
  • Video: Die kon­ser­v­a­tive Enthüllungs­plattform Project Ver­i­tas sprach mit Chefs von New York­er Bestattungs­­unter­­nehmen, die erk­lärten, dass derzeit “auf alle Toten­scheine” (von Verdachts­fällen) Covid geschrieben werde, egal ob es einen Test gab oder nicht. Viele Men­schen wür­den derzeit zuhause ster­ben, und oft werde die Todesur­sache gar nicht mehr über­prüft. Die Covid19-Sta­tis­tiken wür­den aus poli­tis­chen oder finanziellen Grün­den aufge­blasen, da es für Covid-Patien­ten und ‑Todes­fälle zusät­zliche Bun­des­gelder gebe.
  • Der Direk­tor des Gesund­heits­de­parte­ments von Illi­nois bestätigte, dass selb­st tod­kranke Men­schen, die ein­deutig an ein­er anderen Ursache ster­ben, aber vor oder nach dem Tod pos­i­tiv auf Covid19-Viren getestet wer­den, als Covid19-Todes­fälle erfasst wer­den.
  • In den USA haben auf­grund des Lock­downs bis Ende April bere­its 30 Mil­lio­nen Men­schen Arbeit­slosen­hil­fe beantragt – das sind deut­lich mehr, als die Inter­na­tionale Arbeit­sagen­tur ILO ursprünglich für die ganze Welte annahm.
  • Tes­la-Chef Elon Musk beze­ich­nete die Aus­gangssper­ren in Kali­fornien als “faschis­tisch”. Die “gewalt­same Inhaftierung” von Men­schen in ihren Häusern ver­stoße gegen all ihre verfassungs­mäßigen Rechte, erk­lärte Musk in ein­er Tele­fonkon­ferenz.
  • Video: In den USA wurde eine Mut­ter zuhause von der Polizei kon­fron­tiert, weil ihre Kinder uner­laubter­weise mit den Nach­barkindern gespielt haben.
  • Video: US-Medi­en wur­den Ende April bei der teil­weisen Insze­nierung eines Protests von Pflegemi­tar­beit­ern gegen Anti-Lock­down-Demon­stran­ten erwis­cht. (Mehr dazu).
Schweiz
  • Die kumulierten Todes­fälle seit Anfang Jahr liegen in der Schweiz weit­er­hin im Bere­ich ein­er üblichen Grippewelle und weit unter der starken Grippewelle von 2015 (siehe Grafik unten). Rund 50% der Todes­fälle erfol­gten in Alters- und Pflege­heimen.
  • Die Schweiz­er Regierung plant, die aktuellen Coro­na-Notverord­nun­gen in ein per­ma­nentes dringlich­es Bun­des­ge­setz zu über­führen. Die meis­ten Schweiz­er Medi­en haben über diese fol­gen­re­iche Ankündi­gung nicht oder nur am Rande berichtet.
  • Die Schweiz­er Armee begann mit der Tes­tung ein­er App zur Kon­tak­tver­fol­gung, die ab dem 11. Mai in Zusam­me­nar­beit mit Google und Apple einge­führt wer­den soll. Ein Schweiz­er “Daten­schützer” erk­lärte der­weil: “Wenn die Con­tact-Trac­ing-App geeignet und erforder­lich ist, braucht es keine Frei­willigkeit”.
  • Auf dem Schweiz­er Bun­de­splatz in Bern kam es zu ver­schiede­nen Mah­nwachen mit rund 400 Teil­nehmern, die sich gegen Ein­schränkun­gen der Ver­fas­sungsrechte aussprachen. Die Kundge­bun­gen wurde jew­eils von der Polizei geräumt.
  • Im Rah­men von Covid19 kam nicht die seit langem beste­hende Schweiz­er Pan­demie-Kom­mis­sion zum Ein­satz, son­dern eine eigens gegrün­dete “Covid-19 Task Force”, deren Mit­glieder teil­weise Inter­essen­skon­flik­te im Bere­ich der Phar­mazie aufweisen.
  • Video: “Gehört der Bun­desrat ins Gefäng­nis?” Der Schweiz­er Jour­nal­ist Reto Bren­nwald inter­viewte den Unternehmer Daniel Strick­er, der Mitte März für einige Wochen aus der Schweiz nach Schwe­den flüchtete und die Coro­na-Poli­tik des Schweiz­er Bun­desrates stark kri­tisiert.
  • Eine Schweiz­er Pflege­fach­frau hat einen viel­beachteten Beitrag zur aktuellen Sit­u­a­tion ver­fasst. Sie erk­lärt, dass die Schweiz­er Kranken­häuser weit­ge­hend leer blieben und teil­weise Kurzarbeit anmelden mussten. Es sei zudem sehr ungewöhn­lich, Men­schen 80+ wegen Grippe oder Lun­genentzün­dung auf die Inten­sivs­ta­tion zu ver­legen, wo sie dann ein­sam statt im Kreise ihrer Fam­i­lie ster­ben müssen. Würde man dies tun, wären die Inten­sivs­ta­tio­nen fast jeden Win­ter über­lastet. Die Pflege­fach­frau kri­tisiert, dass die meis­ten Medi­en die neueren wis­senschaftlichen Erken­nt­nisse zur ins­ge­samt gerin­gen Gefahr durch Covid19 nicht aus­re­ichend the­ma­tisiert haben.
Kumulierte Todes­fälle im Ver­gle­ich zum Erwartungswert, 2010 bis 2020 (KW17, BFS/Stotz)
Deutschland und Österreich
  • In Deutsch­land und Öster­re­ich beste­ht ähn­lich wie in Däne­mark, Finn­land, Griechen­land, Ungarn, Irland, Lux­em­burg, Mal­ta, Nor­we­gen und Por­tu­gal bish­er keine Über­sterblichkeit.
  • Laut einem geleak­ten Pro­tokoll der öster­re­ichis­chen Coro­na-Task­force soll Kan­zler Kurz im März gefordert haben, dass die Bevölkerung “mehr Angst” vor ein­er Ansteck­ung oder dem Tod der Eltern oder Großel­tern haben müsse. Bere­its zuvor wurde ein Strate­giepa­pi­er des deutschen Bundes­­innen­­mini­steriums bekan­nt, das eben­falls eine psy­chol­o­gis­che Angstkam­pagne forderte, die von Poli­tik und Medi­en tat­säch­lich auch umge­set­zt wurde. Rück­blick­end stellt sich die Frage, wieviele Men­schen an den Fol­gen dieser weit­ge­hend unbe­grün­de­ten Angst gestor­ben sind.
  • Ein Offen­er Brief mit bere­its rund 5000 Unter­schriften von Men­schen über 64 Jahren fordert: “Coro­na: Schützen Sie uns Ältere nicht um diesen Preis! Selb­st­bes­timmt altern und ster­ben!” Für den Schutz ein­er Risiko­gruppe dürften nicht die Grun­drechte der gesamten Gesellschaft außer Kraft geset­zt wer­den, fordern die Autoren.
  • In Öster­re­ich (und wom­öglich auch in anderen Län­dern) ist ein Kuss unter Ver­liebten, aber nicht zusam­men­leben­den Men­schen weit­er­hin ver­boten. Dies gelte sowohl in der Öffentlichkeit als auch in den eige­nen vier Wän­den, erk­lärte der öster­re­ichis­che Gesund­heitsmin­is­ter.
  • Eine deutsche Recht­san­wältin klagt derzeit vor mehreren Gericht­en gegen die einge­führten Coro­na-Maß­nah­men, da diese “ekla­tant ver­fas­sungswidrig” seien.
  • Videos: In Deutsch­land kam es zulet­zt zu teil­weise erhe­blichen Über­grif­f­en durch die Polizei. Eine junge Frau wurde beim Einkaufen von mehreren Polizis­ten auf rabi­ate Weise festgenom­men, da sie ein­er Polizistin offen­bar “20cm zu nahe gekom­men sei”. Eine andere Frau wurde von der Polizei auf ein­er Kundge­bung angewiesen, das deutsche Grundge­setz nicht vor der Brust zu hal­ten, da dies eine “uner­laubte poli­tis­che Botschaft” sei. Auch der Organ­isator ein­er friedlichen Kundge­bung in Berlin wurde auf eher brachiale Weise ver­haftet. Selb­st ältere Frauen wur­den auf unver­hält­nis­mäßige Weise festgenom­men. (Vor­sicht: Ver­störende Bilder von Polizeige­walt).
Weitere Meldungen
  • Die Chefin von Youtube erk­lärte Ende April in einem Inter­view, dass Videobeiträge zum Coro­n­avirus, die den Vor­gaben der WHO oder der nationalen Gesund­heits­be­hör­den wider­sprechen, ent­fer­nt wer­den. So wurde beispiel­sweise das kri­tis­che Video der bei­den kali­for­nischen Not­fal­lärzte mit über fünf Mil­lio­nen Ansicht­en gelöscht. Eben­so wurde das weit­er oben ver­link­te Inter­view mit Pro­fes­sor Suchar­it Bhak­di von Youtube zeitweise ent­fer­nt.
  • Im US-Mag­a­zin The Atlantic ver­fassten zwei Recht­spro­fes­soren einen Beitrag mit dem Titel: “Inter­net Speech Will Nev­er Go Back to Nor­mal. In the debate over free­dom ver­sus con­trol of the glob­al net­work, Chi­na was large­ly cor­rect, and the U.S. was wrong.”
  • Math­ias Döpfn­er, Vor­standsvor­sitzen­der von Axel Springer und ein­er der ein­flussre­ich­sten Medi­en­man­ag­er Deutsch­lands, fordert im Zuge der Coro­na-Krise eine “Abkop­plung von Chi­na” und eine Stärkung des transat­lantis­chen Bünd­niss­es mit den USA.
  • Wash­ing­ton Post: “The last time the gov­ern­ment sought a ‘warp speed’ vac­cine, it was a fias­co”. Die Schweine­grippe-Express-Imp­fung von 1976 führte zu Läh­mungen und Todes­fällen.
  • Rück­blick: Wood­stock Occurred in the Mid­dle of a Pan­dem­ic. Zum ver­gle­ich­sweise entspan­nten Umgang mit der weltweit­en Grippepan­demie von 1968. (Mehr dazu).
Covid-19 und die Medien

Viele Men­schen sind erstaunt und irri­tiert über die unser­iöse und oft­mals angstver­stärk­ende Berichter­stat­tung viel­er Medi­en. Es han­delt sich dabei offenkundig nicht um eine “gewöhn­liche Berichter­stat­tung”, son­dern um klas­sis­che und mas­sive Pro­pa­gan­da, wie sie üblicher­weise im Zusam­men­hang mit Angriff­skriegen oder ange­blichem Ter­ror­is­mus zum Ein­satz kommt.

SPR hat die Medi­en­net­zw­erke, die für die Ver­bre­itung solch­er Pro­pa­gan­da zuständig sind, in früheren Info­grafiken für die USA, für Deutsch­land und für die Schweiz dargestellt. Auch das Inter­netlexikon Wikipedia ist ein inte­graler Bestandteil dieser geopoli­tisch-medi­alen Net­zw­erke.

In einem Medi­en­nav­i­ga­tor für englis­che Medi­en und für deutsche Medi­en wurde die poli­tis­che und geopoli­tis­che Aus­rich­tung ver­schieden­er Medi­en dargestellt. Diese Medi­en-Nav­i­ga­toren kön­nen auch bezüglich der Covid19-Bericht­er­stat­tung eine erste Ori­en­tierung­shil­fe bieten.

Wenn im Fernse­hen beispiel­sweise Bilder von Sol­dat­en in Schutzanzü­gen zu sehen sind, die ganze Straßen­züge desin­fizieren, dann belegt das eben nicht die Gefährlichkeit des Coro­n­avirus, son­dern es belegt – wie Pro­fes­sor Giesecke es wohlwol­lend for­mulierte – nut­zlosen “poli­tis­chen Aktivis­mus”. Oder wie andere es for­mulieren wür­den: Pro­pa­gan­da.

Covid-19 und Massenüberwachung

Die bei weit­em bedeu­tend­ste und aus zivilge­sellschaftlich­er Sicht gefährlich­ste Entwick­lung in Zusam­men­hang mit dem Coro­n­avirus ist der poli­tis­che Ver­such, die Massenüberwachung und Kon­trolle der Gesellschaft mas­siv auszubauen. NSA-Whistle­blow­er Edward Snow­den warnte in diesem Zusam­men­hang vor der Entste­hung ein­er “Architek­tur der Unter­drück­ung”.

Das grippeähn­liche Coro­n­avirus dient dabei als Anlass oder als Vor­wand für die Ein­führung von strate­gis­chen Maß­nah­men zur erweit­erten Kon­trolle ein­er zunehmend unruhi­gen Bevölkerung. Zu den wichtig­sten derzeit disku­tierten Instru­menten in diesem Zusam­men­hang gehören:

  1. Die Ein­führung von App­lika­tio­nen zur gesamt­ge­sellschaftlichen Kon­tak­tver­fol­gung
  2. Der Auf­bau von Ein­heit­en zur Durch­set­zung der Ver­fol­gung und Isolierung von Bürg­ern
  3. Die Ein­führung von dig­i­tal­en bio­metrischen Ausweisen, über die die Teil­nahme an gesellschaftlichen und beru­flichen Aktiv­itäten kon­trol­liert und reg­uliert wer­den kann.
  4. Die erweit­erte Kon­trolle von Rei­sev­erkehr und Zahlungsverkehr (Bargeld­ab­schaf­fung).
  5. Die Schaf­fung von geset­zlichen Grund­la­gen für einen Zugriff und Ein­griff in die biol­o­gis­chen Sys­teme der Bürg­er durch Regierun­gen oder Konz­erne (durch sog. “Pflichtimp­fun­gen”).

In den USA hat im April der ehe­ma­lige US-Präsi­dent Bill Clin­ton die Ein­führung eines nationalen Net­zw­erks von “Kon­tak­tver­fol­gern” mit Gou­verneuren ver­schieden­er Bun­desstaat­en disku­tiert. Der Gou­verneur von New York, Andrew Cuo­mo, kündigte daraufhin an, zusam­men mit dem Mil­liardär und ehe­ma­li­gen Bürg­er­meis­ter von New York City, Michael Bloomberg, eine “Kon­tak­tver­fol­gungs-Armee” mit bis zu 17,000 Kon­tak­tver­fol­gern für New York aufzubauen.

In Großbri­tan­nien und vie­len weit­eren Län­dern wird der­weil von Regierun­gen die Ein­führung bio­metrisch­er “Immu­nität­sausweise” gefordert und als ange­blich “einziger Ausweg” aus dem primär poli­tisch motivierten Lock­down dargestellt. Das britis­che Tony Blair Insi­tute forderte zudem den “Aus­bau der tech­nol­o­gis­chen Überwachung”, um “das Coro­n­avirus bekämpfen zu kön­nen”.

In den USA soll das kali­for­nische Date­n­analyse-Unternehmen Palan­tir eine Schlüs­sel­rolle beim Auf­bau der Daten­plat­tform zur Überwachung der (bere­its abklin­gen­den) Aus­bre­itung des Coro­n­avirus spie­len. Palan­tir ist bekan­nt für seine Infor­matikpro­jek­te mit Geheim­di­en­sten und dem Mil­itär und wurde von US-Mil­liardär und Trump-Unter­stützer Peter Thiel gegrün­det.

In Israel wird die Kon­tak­tüberwachung der Zivil­bevölkerung durch den Inlands­ge­heim­di­enst Shin Bet durchge­führt auf Basis ein­er Soft­ware der NSO Group, die bekan­nt ist für ihre weltweit zur Überwachung von Aktivis­ten und Men­schen­rechtlern genutzten Spi­onage­pro­gramme.

Län­der wie Rus­s­land und Chi­na möcht­en die Überwachung der Bevölkerung im Zuge von “Coro­na” eben­falls mas­siv aus­bauen, wer­den dies aber ver­mut­lich unab­hängig von den USA tun.

Die Idee, dass eine Pan­demie für den Aus­bau von Überwachung und Kon­trolle der Bevölkerung genutzt wer­den kann, ist nicht neu: Bere­its 2010 beschrieb die amerikanis­che Rock­e­feller Foun­da­tion in einem Bericht zu tech­nol­o­gis­chen und gesellschaftlichen Zukun­ft­sen­twick­lun­gen ein „Lock Step Szenario“, in dem die heuti­gen Entwick­lun­gen über­raschend präzise antizip­iert wur­den (ab Seite 18). Das Szenario war damals als eine Art autoritär­er “worst case” gedacht.

Über 500 Wis­senschaftler haben bere­its in einem Offe­nen Brief vor ein­er “beispiel­losen Überwachung der Gesellschaft” durch App­lika­tio­nen zur Kon­tak­tver­fol­gung gewarnt.

Auch das soge­nan­nte Cen­ter for Health Secu­ri­ty der Johns Hop­kins Uni­ver­sität, das im Zen­trum des Covid19-Pan­demie-Man­age­ments ste­ht und durch seine irreführen­den Darstel­lun­gen stark zur weltweit­en Eskala­tion beitrug, ist sehr eng mit dem US-Sicher­heit­sap­pa­rat ver­bun­den und war bere­its in dessen frühere Sim­u­la­tio­nen und Oper­a­tio­nen involviert.

Generell ist die Koop­er­a­tion mit pri­vat­en Akteuren zur Erre­ichung geostrate­gis­ch­er Ziele kein neues oder ungewöhn­lich­es Phänomen in der amerikanis­chen Außen- und Sicher­heit­spoli­tik.

Microsoft-Grün­der Bill Gates, der wichtig­ste pri­vate Spon­sor von WHO, Impf­stoff­industrie und bio­metrischen Pro­jek­ten, finanzierte z.B. bere­its 2003 ein Glob­al Health Pro­gram des US Coun­cil on For­eign Rela­tions, bei dem es um die Frage geht, wie Gesund­heit­spoli­tik die Geopoli­tik bee­in­flusst und umgekehrt für die Erre­ichung geostrate­gis­ch­er Ziele genutzt wer­den kann.

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