CORONAVIRUS-EXPERTE STREECK WARNT: Corona-Maske können Nährboden für massenhaft Mikroben sein

Do 11. Jun. 2020 | Staatsmedien

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Der Bon­ner Virologe Hen­drik Streeck sieht den Ein­satz von Atem­masken im All­t­ag wegen der oft falschen Anwen­dung skep­tisch. «Die Leute knüllen die Masken in die Hosen­tasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrschein­lich unge­waschen», sagte Streeck der «Neuen Osnabrück­er Zeitung» (NOZ). «Das ist ein wun­der­bar­er Nährbo­den für Bak­te­rien und Pilze», so der Direk­tor des Insti­tuts für Virolo­gie der Uni­ver­sität­sklinik Bonn. Auch die Welt­ge­sund­heit­sor­gan­i­sa­tion (WHO) sieht das all­ge­meine Tra­gen von ein­fachem Mund- und Nasen­schutz in der Öffentlichkeit weit­er skep­tisch. Sie hat­te ihre bis dahin kri­tis­che Hal­tung gegenüber dem Tra­gen von Mund­schutz in der All­ge­mein­bevölkerung zwar kür­zlich geän­dert: Selb­st­gemachte Masken aus Stoff oder solche aus dem Super­markt seien dur­chaus empfehlenswert in öffentlichen Verkehrsmit­teln, Läden und anderen Ein­rich­tun­gen, wo ein Abstand von min­destens einem Meter nicht einge­hal­ten wer­den könne, heißt es in Anfang der Woche veröf­fentlicht­en Empfehlun­gen. Die Organ­i­sa­tion warnte aber erneut, dass solche Masken das Risiko ein­er Ansteck­ung auch erhöhen kön­nen. Etwa, wenn die Masken oft ange­fasst oder zeitweise nach unten ans Kinn und dann wieder über Mund und Nase gezo­gen wür­den. Außer­dem könne ein falsches Sicher­heits­ge­fühl die Träger ver­an­lassen, weniger oft die Hände zu waschen oder weniger Abstand zu hal­ten. Die Masken macht­en nur Sinn, wenn sie sachgemäß ver­wen­det und alle anderen Vor­gaben einge­hal­ten wer­den, so die WHO. Die Masken soll­ten dem­nach aus drei Schicht­en beste­hen: ein­er inneren etwa aus Baum­wolle, ein­er zweit­en aus einem ther­mo­plas­tis­chen Kun­st­stoff wie Polypropy­len und ein­er äußeren aus Poly­ester. Sie soll­ten nur mit sauberen Hän­den und nur an den Hal­terun­gen ange­fasst und ein­mal am Tag bei min­destens 60 Grad oder in ein­er verdün­nten Chlor­lö­sung gewaschen wer­den. Medi­zinis­che Masken seien sin­nvoll für Mitar­beit­er im Gesund­heitswe­sen, Covid-19-Patien­ten sowie ihre Pflegekräfte und Men­schen ab 60 oder gesund­heitlich vor­be­lastete, hieß es von der WHO auch. 

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