Wie Medien die Gewalt der Linksextremen den Corona-Demonstranten andichteten

Mo 3. Aug. 2020 | Politik und Medien

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Quelle: reitschuster.de

Son­ntag Abend, die Haupt­nachricht­en bei RTL um 18.45 Uhr. „Diese The­men haben wir für Sie”, sagt die Mod­er­a­torin, und sofort sind Kampf­szenen auf ein­er Straße zu sehen, Polizis­ten, die sich offen­bar eine Schlacht mit ein­er Men­schen­gruppe leis­ten, Men­schen, die am Boden liegen, dann Ran­dalier­er, die große Gegen­stände – offen­bar Bauschutt – durch die Luft schmeißen. „Bit­tere Bilanz“, sagt die Sprecherin: „45 ver­let­zte Polizis­ten, 133 Fes­t­nah­men“. Schon bei den „133 Fes­t­nah­men“ sind Bilder von der Demon­stra­tion der Coro­na-Maß­nah­men-Kri­tik­er auf der Straße des 17. Juni zu sehen, und in einem Atemzug sagt die Sprecherin weit­er: „Pöbeleien gegen Jour­nal­is­ten, Poli­tik­er üben nach dem Demon­stra­tionswoch­enende in Berlin heftige Kri­tik an den Teil­nehmern“. Erst danach wird zum näch­sten The­men­block übergeleit­et, mit ein­er klaren Blende.

Die große Mehrzahl der Zuschauer wird durch diese Nachricht­ense­quenz den Ein­druck bekom­men, dass die „Quer­denker 711“-Demonstranten für die 45 ver­let­zten Polizis­ten ver­ant­wortlich ist, dass die 133 Festgenom­men aus ihrem Umfeld stam­men, und dass sich die Kri­tik der Poli­tik­er auss­chließlich darauf bezog. Denn in den Schlagzeilen war am Woch­enende auss­chließlich die Demon­stra­tion der Coro­na-Maß­nah­men-Kri­tik­er. Und Kri­tik der Poli­tik­er habe ich auch nur an dieser gehört. Dass gle­ichzeit­ig (Weit­er­lesen)

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