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War­nung an Unge­impf­te: Lebens­läng­lich hin­ter Ple­xi­glas Impf-Tota­li­ta­ris­mus am Amts­ge­richt Leipzig

So 9. Mai. 2021 | Politik und Medien

Quel­le: reit​schus​ter​.de

Es ist kaum zu glau­ben, wür­de man es nicht schwarz auf weiß sehen: Der Prä­si­dent des Leip­zi­ger Amts­ge­richts macht sei­nen Mit­ar­bei­tern in einem Schrei­ben vom 3. Mai mas­si­ven Druck, sich imp­fen zu las­sen. „Imp­fen ist lebens­wich­tig“, heißt es in dem Schrei­ben, das sich an die Rich­ter und die Mit­ar­bei­ter rich­tet. „Die Impf­ta­bel­len für die Pfingst­ta­ge sind schon mehr als gut gefüllt“, so das Fazit des Prä­si­den­ten: „Die Nach­fra­ge wür­de auch 1.000 Ter­mi­ne recht­fer­ti­gen, gleich­wohl habe ich aus den fol­gen­den Grün­den eini­ge Ter­mi­ne für die­je­ni­gen zurück­ge­hal­ten, die sich bis­lang noch nicht zu einer Imp­fung ent­schlie­ßen konnten“.

Das Schrei­ben, das mir vor­liegt, erin­nert an Schrift­stü­cke aus nicht demo­kra­ti­schen Gesell­schaf­ten. Unter ande­rem heißt es dort: „Es zeich­net unser Haus aus, dass ich nicht eine Andeu­tung von ‚war­um hier?‘ oder ‚wes­halb auch alle ande­ren?‘ gehört habe – obwohl mein übli­ches ‚Ich wer­de es irgend­wie wie­der gut­ma­chen…‘ nach vie­len Son­der­ein­sät­zen im Ver­lauf der Coro­na-Kri­se wohl auch nicht mehr son­der­lich über­zeu­gen kann. Aber ver­spro­chen, ich wer­de es versuchen.“

Da aber offen­bar nicht alle Mit­ar­bei­ter stramm auf Impf­li­nie sind, macht der Prä­si­dent sodann Druck: „Den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, die noch zwei­feln, emp­feh­le ich heu­te drin­gend: mel­den Sie sich bit­te an – bei uns, im Impf­zen­trum oder bei Ihrem Haus­arzt. Ver­trau­en Sie gegen die Emp­feh­lun­gen des RKI, der STIKO, des Paul-Ehr­lich-Insti­tuts, des Bun­des­ge­sund­heits­am­tes und aller (ech­ten) Exper­ten aus der Wis­sen­schaft bit­te nicht frag­wür­di­gen Fund­stel­len im Inter­net, die Ihnen sug­ge­rie­ren wol­len, Sie wür­den dadurch unfrucht­bar, nicht mehr zeu­gungs­fä­hig oder sonst irgend­et­was. Sicher, es gibt wie bei jeder Imp­fung ein sta­tis­tisch sehr gerin­ges Risi­ko, aber das ist bit­te gegen die zukünf­ti­ge Lebens­ge­stal­tung abzu­wä­gen. Und es geht nicht nur um Ihr eige­nes Leben.“

Was dann folgt, wür­de man kaum glau­ben, könn­te man es nicht schwarz auf weiß in dem Schrift­stück nachlesen:

„Das Fol­gen­de fas­se ich ganz bewusst sehr deut­lich, um Sie vor der Illu­si­on zu bewah­ren, eine Ent­schei­dung gegen die Imp­fung wer­de ganz unpro­ble­ma­tisch hin­ge­nom­men wer­den können:

Wir hat­ten am Mitt­woch erst­mals erheb­lich mehr als eine Mil­li­on Imp­fun­gen am Tag. Bereits in weni­gen Wochen wer­den die Geimpf­ten in der Mehr­heit sein, unser Land wird (für sie) noch im Som­mer groß­flä­chig wie­der öff­nen. Unab­hän­gig von der eher aka­de­mi­schen Fra­ge, ob nun nicht Geimpf­te Nach­tei­le oder Geimpf­te Vor­tei­le haben wer­den, lau­fen wir abseh­bar auf eine Zwei-Klas­sen-Gesell­schaft zu, in der die eine Grup­pe bei allen denk­ba­ren Ver­an­stal­tun­gen und Ver­gnü­gun­gen nur kurz den digi­ta­len Impf­nach­weis vor­zeigt, wäh­rend sich die ande­ren mühe­voll und zeit­rau­bend mit einem tages­ak­tu­el­len Nega­tiv-Schnell­test anstel­len und dann noch ihre Kon­takt­da­ten ange­ben müs­sen. Die Schnell­tests wird es in die­ser Form auch nicht mehr lan­ge geben, zumin­dest nicht kos­ten­los: die Test­zen­tren in den Städ­ten wer­den schlie­ßen und die Arbeit­ge­ber wer­den von ihrer Ver­pflich­tung ent­bun­den wer­den, die Tests regel­mä­ßig zur Ver­fü­gung zu stel­len. Wes­halb soll­te das auch fort­ge­setzt wer­den, wenn die teu­ers­te Imp­fung bil­li­ger ist als fünf Schnell­tests? Und für jeden Ein­kauf, jedes Trai­ning im Fit­ness­stu­dio, jeden Bier­gar­ten­be­such im Som­mer und jede Lift­fahrt im Win­ter einen Schnell­test zu machen, wird teu­er wer­den und Zeit kosten.“

Es wird dann noch hef­ti­ger in dem Brief: „Damit wird es aber nicht enden. Ich sage es ganz offen: nicht Geimpf­te wer­den auch bei uns zunächst kei­ne Vor­tei­le und dann viel­leicht sogar Nach­tei­le haben. Zwei oder mehr von ihnen wer­den dau­er­haft nicht ohne Schutz­mas­ke in einem Büro sit­zen dür­fen. Unge­ach­tet des­sen, dass es auch die Mas­ken von uns nicht dau­er­haft geben wird: wir wer­den es orga­ni­sa­to­risch mög­li­cher­wei­se nicht ein­rich­ten kön­nen, sie dann so ein­zu­set­zen, dass Drit­te durch sie oder sie durch Drit­te nicht gefähr­det werden.“

Eine kaum ver­hoh­le­ne Dro­hung mit mas­si­ven beruf­li­chen Nach­tei­len. Doch es geht noch wei­ter: „Ich spre­che nicht davon, Sie zur Imp­fung zu ver­pflich­ten – die­se Kraft wird der Staat ver­mut­lich nicht auf­brin­gen. Bei den Rich­tern und Beam­ten wer­den wir des­halb zunächst sehen müs­sen, wie weit wir mit der Geschäfts­ver­tei­lung kommen.“

Über­setzt: Wer sich nicht imp­fen lässt, bekommt die Geschäfts­ge­bie­te, die am unbe­lieb­tes­ten sind.

Wei­ter schreibt der Prä­si­dent: „Aber Tarif­be­schäf­tig­te soll­ten nicht dar­auf ver­trau­en, dass wir ganz viel Ener­gie dar­auf ver­wen­den kön­nen, sie dau­er­haft vor einer (ver­meid­ba­ren) Infek­ti­on zu schüt­zen und Gerichts­be­su­cher vor ihnen. Das Risi­ko, dass jemand bei uns durch einen Men­schen infi­ziert wird, der das leicht hät­te ver­mei­den kön­nen, wer­den wir nicht ein­ge­hen dür­fen. All das wird gesell­schaft­lich und gerichts­in­tern in sicher unter­schied­li­chen Aus­prä­gun­gen weni­ger die­je­ni­gen betref­fen, die aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht geimpft wer­den kön­nen, aber es soll­te bit­te nie­mand dar­auf ver­trau­en, dass ein schlich­tes ‚lie­ber nicht, ich war­te auf die Lang­zeit­un­ter­su­chung der Impf­fol­gen‘ dau­er­haft Akzep­tanz fin­den wird. Denn hin­ter Ple­xi­glas-Trenn­schei­ben wird wohl kaum jemand sein wei­te­res Leben ver­brin­gen wollen.“

Nach all die­sen Dro­hun­gen kommt noch­mal der Holzhammer:

„Buchen Sie Ihren Impf­ter­min des­halb bit­te jetzt, ich dan­ke Ihnen.“

Sol­che Schrei­ben sind einer frei­heit­li­chen Demo­kra­tie unwürdig.

Sie zeu­gen von einem Geist des Tota­li­ta­ris­mus, den wohl die meis­ten für über­wun­den geglaubt haben in Deutschland.

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