Das kom­plet­te Inter­view siehst Du ab 27.06.2020 auf www​.kenfm​.de Der Mensch ist ein sozia­les Wesen. Men­schen seh­nen sich nach Zusam­men­halt, Gemein­schaft und nach sozia­len Kon­tak­ten – das macht uns zu dem, was wir natür­li­cher­wei­se sind: selbst­be­wusst, inno­va­tiv, frei. Was im Moment in Deutsch­land und auch welt­weit unter dem Schlag­wort „Social Distancing“ prak­ti­ziert wird, ist das genaue Gegen­teil von dem, was dem Men­schen gut tut. Es ist unna­tür­lich und ver­stärkt Miss­trau­en sowie Iso­la­ti­on. Gleich­zei­tig wird Gehor­sam geför­dert, da durch die Ein­schrän­kung von Grup­pen­ak­ti­vi­tä­ten (Schlie­ßung von Spiel- und Sport­plät­zen, Ver­bot von Groß­ver­an­stal­tun­gen) und durch das Ver­ber­gen der Gesichts­zü­ge (Mund­schutz) sozia­le Inter­ak­ti­on nur noch schwer mög­lich ist. Voll­stän­di­ge Kom­mu­ni­ka­ti­on besteht aus Mimik, Ges­tik, Kör­per­hal­tung. Fehlt davon ein Aspekt, so wird ein Gespräch unecht und führt zu Miss­ver­ständ­nis­sen – Ein Gespräch mit Mund­schutz ist so, als wür­de man durch eine Glas­schei­be ver­su­chen, ein Eis zu essen – halb­gar, unbe­frie­di­gend, Fake. Ob nun die­se so genann­ten „Schutz-Maß­nah­men“ begrün­det sind oder nicht, steht hier nicht zur Debat­te. Fakt ist, die Bewe­gungs- und Ver­hal­tens­frei­hei­ten, die wir noch im letz­ten Jahr genie­ßen durf­ten, sind ein­ge­schränkt. Hin­zu­kom­men Ein­grif­fe ins Grund­ge­setz, der poli­tisch gewünsch­te „auf­merk­sa­me“ Bür­ger sowie eine direk­te Aus­gren­zung von Skep­ti­kern und Anders­den­ken­den. Aktu­ell exis­tiert eine gan­ze Lis­te von Werk­zeu­gen, die das Poten­zi­al für eine mas­si­ve gesell­schaft­li­che Spal­tung haben. Gefähr­li­che Zei­ten für Men­schen, die die Frei­heit lie­ben und Din­ge sagen wie: „Par­al­le­len zur DDR – Über­wa­chungs­staat dank Coro­na-App – Die Mas­ke muss weg, sie ist ein Sym­bol der Angst“. Die Ant­wor­ten sind immer ähn­lich: „Ach, der Ver­gleich hinkt doch! Quatsch, ist doch alles Open-Source! Kru­de Ver­schwö­rungs­theo­rie!“ Im Gespräch fra­gen wir Hans-Joa­chim Maaz nach sei­ner Mei­nung zum geis­ti­gen Zustan­des der Bür­ger in Zei­ten von „C“. In sei­nem Buch „Das gespal­te­ne Land“ beschreibt der Psych­ia­ter und Psy­cho­ana­ly­ti­ker was pas­siert, wenn eine Gesell­schaft die Sehn­sucht nach einem/​r Füh­re­rIn noch nicht über­wun­den hat. Hören wir mal, was laut Maaz eine gesun­de Gesell­schaft aus­macht, wie wir aus den Spal­tungs­pro­zes­sen wie­der her­aus­kom­men und zu einem akti­ven, selbst­be­stimm­ten Zusam­men­le­ben zurück­fin­den können.

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