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Im März habe ich hier über Ono­da Hirō geschrie­ben. Einen japa­ni­schen Nach­rich­ten­of­fi­zier, der bis 1974 auf der phil­ip­pi­ni­schen Insel Lubang im Dschun­gel die Stel­lung hielt, weil er nicht mit­be­kom­men hat­te, dass der Krieg bereits vor­über war – nie­mand hat­te ihn von der Kapi­tu­la­ti­on Japans unter­rich­tet. Anlass für mei­nen Bericht war, dass mich Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl Lau­ter­bach (SPD) immer mehr an den ewig­gest­ri­gen Dschun­gel-Kämp­fer erin­nert, weil er wei­ter an der Coro­na-Front kämpft, obwohl der „Krieg“ sonst eigent­lich für alle vor­bei ist – außer­halb Deutsch­lands und dem sozia­lis­ti­schen Chi­na. An Lau­ter­bach als Dschun­gel­kämp­fer, der das Kriegs­en­de ver­passt hat, muss­te ich auch wie­der den­ken, als ich die fol­gen­de Schlag­zei­le las: „Der Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter will die mil­li­ar­den­schwe­re Kos­ten­über­nah­me des Bun­des für Coro­na-Schnell­tests bis in den April hin­ein ver­län­gern.“ Zuerst dach­te ich, ich hät­te mich ver­le­sen. Und offen­bar war nicht nur ich irri­tiert. „Dabei setzt Karl Lau­ter­bach (SPD) auf ein unge­wöhn­li­ches Vor­ge­hen – mit dem er auch in der Ampel Irri­ta­tio­nen aus­löst“, schreibt etwa die „Welt“ in einem Arti­kel, der hin­ter einer Bezahl­schran­ke steht. (Wei­ter­le­sen)

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