Prof. Dr. Knut Löschke: „Ich habe es satt, oder, um es noch klarer auszudrücken: ich habe die Schnauze voll…”

Mi 20. Okt. 2021 | Politik und Medien

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Quelle: Face­book

Facebook-Kommentar von Prof. Dr. Knut Löschke

„Ich habe es satt, oder, um es noch klar­er auszu­drück­en: ich habe die Schnau­ze voll vom per­ma­nen­ten und immer religiös­er wer­den­den Kli­ma-Geschwafel, von Energie-Wende-Phan­tasien, von Elek­troau­to-Anbe­tun­gen, von Gruselgeschicht­en über Wel­tun­ter­gangs-Szenar­ien von Coro­na über Feuers­brün­ste bis Wet­terkatas­tro­phen. Ich kann die Leute nicht mehr ertra­gen, die das täglich in Mikro­fone und Kam­eras schreien oder in Zeitun­gen druck­en. Ich lei­de darunter miter­leben zu müssen, wie aus der Natur­wis­senschaft eine Hure der Poli­tik gemacht wird. Ich habe es satt, mir von miss­braucht­en, pubertieren­den Kindern vorschreiben zu lassen, wofür ich mich zu schä­men habe. Ich habe es satt, mir von irgendwelchen Gestörten erk­lären zu lassen, dass ich Schuld habe an Allem und an Jedem — vor allem aber als Deutsch­er für das frühere, heutige und zukün­ftige Elend der ganzen Welt. Ich habe es satt, dass mir religiöse und sex­uelle Min­der­heit­en, die ihre wohl ver­brieften Min­der­heit­en­rechte mit pausen­los­er medi­aler Unter­stützung scham­los aus­nutzen, vorschreiben wollen, was ich tun und sagen darf und was nicht. Ich habe es satt, wenn völ­lig Übergeschnappte meine deutsche Mut­ter­sprache ver­hun­zen und mir glauben beib­rin­gen zu müssen, wie ich main­stream-gerecht zu schreiben und zu sprechen habe. Ich habe es satt mitzuer­leben, wie völ­lig Unge­bildete, die in ihrem Leben nichts weit­er geleis­tet haben, als das Tra­gen ein­er frem­den Akten­tasche, glauben Deutsch­land regieren zu kön­nen. Ich kann es nicht mehr ertra­gen, wenn unter dem Vor­wand ein­er „bun­ten Gesellschaft“ Recht und Sicher­heit dahin­schwinden und man abends aus dem Haupt­bahn­hof kom­mend, über Dreck, Schmutz, Obdachlose, Dro­gen­süchtige und Beschaf­fungskrim­inelle steigen muss, vor­bei an voll­gekrakel­ten Wän­den. Ich möchte, dass in meinem Land die Men­schen, gle­ich welchen Geschlechts, welch­er Haut­farbe und gle­ich welch­er Herkun­ft wert­geschätzt und unter­stützt wer­den, die täglich mit ihrer fleißi­gen, pro­duk­tiv­en und wertschöpfend­en Arbeit den Reich­tum der ganzen Gesellschaft her­vor­brin­gen: die Mitar­beit­er in den Unternehmen, die Handw­erk­er, die Freiberu­fler, die vie­len engagierten und sozial han­del­nden Unternehmer der kleinen und mittständis­chen Wirtschaft. Ich möchte, dass die Lehrer unser­er Kinder, die Ärzte und Pfleger unser­er Kranken und Hil­febedürfti­gen die Anerken­nung, die Wertschätzung und die Unter­stützung erhal­ten, die sie täglich ver­di­enen. Ich möchte, dass sich die Jun­gen und Ungestü­men in den wohlge­set­zten Gren­zen unseres Recht­sraumes aus­to­ben aber sich auch vor ihren Eltern und Großel­tern, vor den Alten und Erfahre­nen verneigen, weil sie die Erschaf­fer ihres Wohl­standes und ihrer Frei­heit sind.“

Prof. Dr. Löschke, K. [Face­book], (2021): [Face­book-Account von Prof. Dr. Knut Löschke], veröf­fentlicht am 28.09.2021, online unter: www.facebook.com/knut.loschke/posts/4788253547906585

Knut Löschke, am 18.8.1950 in Leipzig geboren, studierte nach dem Abitur und ein­er Fachar­beit­er­aus­bil­dung als Chemiean­la­gen­bauer Kristal­lo­gra­phie, Chemie, Physik, Math­e­matik und Infor­matik an der Karl-Marx-Uni­ver­sität Leipzig, wo er nach seinem Studi­um auch lehrte und forschte. 1976 pro­movierte er zum Dr. rer. nat. und 1986 zum Dr. sc. nat. mit Dis­ser­ta­tio­nen über ellip­sometrische und andere lich­top­tis­che Unter­suchun­gen von Hal­bleit­er­ma­te­ri­alien und deren Ober­flächen. Nach einem mehrjähri­gen Indus­trie-Prak­tikum, in dem er sich voll­ständig der Rechen­tech­nik und der Soft­ware­pro­gram­mierung ins­beson­dere von CAD-Daten­banken und Experten­sys­te­men wid­mete, grün­dete er am 1.3.1990 in den Wirren der deutschen Wiedervere­ini­gung das Unternehmen PC-Ware Infor­ma­tion Tech­nolo­gies (heute Com­parex), das er bis 2009 als Vor­standsvor­sitzen­der führte und zu einem inter­na­tionalen, börsen­notierten Konz­ern mit mehr als 1800 Mitar­beit­ern und einem Umsatzvol­u­men von über 1 Mrd. Euro auf­baute. Im Jahr 2010 wurde Knut Löschke zum Hon­o­rarpro­fes­sor an der Hochschule für Tech­nik, Wirtschaft und Kul­tur (HTWK) für das „Studi­um gen­erale“ mit dem speziellen Lehr- und Forschungs­the­ma „Kul­tur und Ethik des Unternehmer­tums“ berufen. Im Rah­men der Lehrauf­gaben an der HTWK beschäftigt sich Knut Löschke auch mit Prob­le­men der Energiewirtschaft und des Kli­mawan­dels, mit ver­schiede­nen The­men der kul­turellen Entwick­lung sowie der natür­lichen und kün­stlichen Intel­li­genz und des men­schlichen Bewusst­seins. Prof. Löschke ist Mit­glied des Hochschul­rates der Uni­ver­sität Leipzig, Kura­to­ri­umsmit­glied des Max-Planck-Insti­tutes für Math­e­matik in den Natur­wis­senschaften, Vor­sitzen­der der Wil­helm-Ost­wald-Gesellschaft e.V., Auf­sicht­sratsvor­sitzen­der des Uni­ver­sität­sklinikums Leipzig und Auf­sicht­sratsvor­sitzen­der des IT-Beratung­sun­ternehmens Soft­line AG. Knut Löschke gehört wed­er ein­er poli­tis­chen Partei noch ein­er Reli­gion­s­ge­mein­schaft an. Er ist ver­heiratet und hat zwei erwach­sene Kinder. (Quelle: agricon.de)

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