Posaunenarbeit in Württemberg linientreu zum Corona-Staat

So 10. Okt. 2021 | Politik und Medien

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In ein­er Rund­mail der Posaune­nar­beit des Evan­ge­lis­chen Jugendw­erkes in Würt­tem­berg “an alle Chor­lei­t­erin­nen und Chor­leit­er” sowie “Bläserin­nen und Bläs­er”, unterze­ich­net von den “Haup­tamtlichen im Arbeits­bere­ich Posaunen des EJW Hans-Ulrich Non­nen­mann, Regi­na Heise, Brigitte Kurzytza, Michael Pün­gel und Albrecht Schuler” heißt es u.a.:

Ein­satz der CO2-Ampel (Siehe Infek­tion­ss­chutzkonzept Kirchen­musik: 1. Ensem­ble­mu­sizieren, Proben­dauer und Lüftung)
Mit der CO2-Ampel aus­ges­tat­tet, war es sich­er auch für euch eine Erle­ichterung festzustellen, dass die Mess­werte bei offe­nen Fen­stern sehr gut waren. Aber die Bere­itschaft bei offe­nen Fen­stern zu proben, sinkt mit dem her­aufziehen­den Win­ter. Wie effek­tiv ist das Quer- und Stoßlüften? Es macht also Sinn, die CO2-Ampel bei geän­derten Bedin­gun­gen genau im Auge zu behalten!

Öfters wur­den wir gefragt, ob die CO2-Ampel auch in Gottes­di­en­sten einge­set­zt wer­den muss. Im Infek­tion­ss­chutzkonzept find­et man dazu keine direk­te Aus­sage. Wir hal­ten es aber für sin­nvoll die CO2-Ampel auch im Gottes­di­enst einzuset­zen. Dies ist schon wegen der Langfrist-Per­spek­tive sin­nvoll: Wir wollen als Bläs­er ja wis­sen, ob wir im Kirchen­raum den nöti­gen Coro­na-Schutz haben.

Maskenpflicht in Gottes­di­en­sten auch für die Musiker
Bei Open-Air-Gottes­di­en­sten haben die Bläs­er ver­mut­lich in den musizier­freien Phasen eines Gottes­di­en­stes eher sel­ten die Maske wieder aufge­set­zt. Aber genau dies soll laut kirchen­musikalis­chem Infek­tion­ss­chutzkonzept geschehen, wenn wir im Indoor-Gottes­di­enst musizieren: Auch wir Bläs­er ziehen die Maske auf, wenn wir nicht musizieren.
(Siehe Infek­tion­ss­chutzkonzept Kirchen­musik: 1. Ensem­ble­mu­sizieren, e)
Man kann den pan­demis­chen Nutzen dieser Anord­nung hin­ter­fra­gen. Ver­ständlich wird die Auflage angesichts der Maskenpflicht für die übrige Gemeinde. Wir Bläs­er set­zen also unsere Maske aus Sol­i­dar­ität zur Gottes­di­en­st­ge­meinde auf.

Regeln für das „stel­lvertre­tende Musizieren“ in Gottes­di­en­sten und die Proben­vor­bere­itung darauf (Siehe Infek­tion­ss­chutzkonzept Kirchen­musik: 1. Ensem­ble­mu­sizieren, g)
Ein ungeimpfter, nicht gene­sen­er Bläs­er ohne aktuellen Test­nach­weis kann an der Proben­vor­bere­itung auf einen bes­timmten Gottes­di­enst und diesen selb­st Gottes­di­enst teilnehmen. 
Es gel­ten dafür dann die Regeln des „stel­lvertre­tenden Musizierens“ für die gesamte Gruppe: 

-      Es gibt derzeit keine zahlen­mäßige Begrenzung

-      Der Abstand der Bläs­er muss (in Probe und Gottes­di­enst) 2 m zueinan­der betragen.

-      In der Proben­vor­bere­itung dür­fen nur die Stücke für diesen einen Gottes­di­enst geübt werden.

-      Es dür­fen in der Probe nur diejeni­gen Bläs­er anwe­send sein, die in diesem einen Gottes­di­enst auch mit­spie­len werden.

Zer­reißprobe für einen Posaunenchor?
Was tun, wenn Bläserin­nen und Bläs­er aus unseren Rei­hen sich nicht impfen lassen und keinen Test­nach­weis vor Probe/Einsatz in geschlosse­nen Räu­men erbrin­gen wollen?
Der gesellschaftliche Prozess und die poli­tis­chen Entschei­dun­gen erschw­eren es derzeit Ungeimpften am öffentlichen Leben teilzunehmen. Wer sich testen lässt, kann an den 3G-Ver­anstal­tun­gen teil­nehmen. Wer sich nicht testen lässt, muss größere Ein­schränkun­gen hin­nehmen. Auf­grund der gel­tenden Regeln des Staates und darauf fußend unser­er Lan­deskirche kön­nen nicht getestete Bläserin­nen und Bläs­er nicht an Proben und Ein­sätzen des Posaunen­chors in geschlosse­nen Räu­men teil­nehmen. Die Aus­nahme bildet das „stel­lvertre­tende Musizieren“, s.o.

Wenn die Weigerung sich testen zu lassen dazu führt, dass der Posaunen­chor vor ein­er Zer­reißprobe ste­ht, dann ist derzeit guter Rat teuer. Kein Posaunen­chor möchte Bläs­er ver­lieren. Das Mit­spie­len von Test-Ver­weiger­ern führt aber dazu, dass man sich nur unter dem ein­schränk­enden Modus des „stel­lvertre­tenden Musizierens“ tre­f­fen kann. Die Frage ist dann, ob dies prak­tik­a­bel ist im Zeitraum bis zum Ende aller Ein­schränkun­gen. Wir hof­fen und wün­schen euch, dass ihr eine gute Lösung im Gespräch find­et, wenn ihr vor dieser Frage steht!

Konkre­tion: Posaunenchöre kön­nen in Proben indoor eine Mis­chung aus 2G und 3G praktizieren
Laut aktueller Gottes­di­en­stord­nung kön­nen in Gottes­di­en­sten Besuch­er, die ihren 2G-Sta­tus bele­gen, ohne Abstand zueinan­der sitzen. Besuch­er ohne 2G sitzen im sel­ben Gottes­di­enst mit 1,5m Abstand zu anderen Per­so­n­en. Kön­nen wir das auch in unseren Proben so machen?

Unser Lan­deskirchen­musikdi­rek­tor hat uns „grünes Licht“ gegeben dies zu tun.

-      Die geimpften und gene­se­nen Bläserin­nen und Bläs­er kön­nen auf den Abstand zueinan­der verzichten.

-      Aktuell getestete Bläserin­nen und Bläs­er müssen min­destens 1,5 m Abstand zu den Nach­barn hal­ten. Sie dür­fen bei ihrer Stim­m­gruppe sitzen.

-      Nicht­geimpfte, nicht­ge­ne­sene, nicht aktuell getestete Bläs­er haben keinen Zutritt. (Zur Aus­nahme „stel­lvertre­tendes Musizieren“ siehe oben.)

Zur Erin­nerung haben wir euch nochmals das Infek­tion­ss­chutzkonzept Kirchen­musik vom 15.9.2021 ange­hängt. Diese Fas­sung ist die momen­tan gültige.

 

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