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Olaf „Erich“ Scholz oder der Geist der DDR — Neu­jahrs­re­de: Der deut­sche Grö­ßen­wahn ist zurück, in neu­em Gewand

Sa 1. Jan. 2022 | Politik und Medien

Quel­le: reit​schus​ter​.de

Sei­en wir ehr­lich: Es gab nicht all­zu vie­le gro­ße Reden von Bun­des­kanz­lern. Und zumin­dest auf Anhieb ist mir nicht bekannt, dass eine Neu­jahrs­an­spra­che dar­un­ter war. Ein­mal wur­de eine sogar ver­wech­selt wie bei Hel­mut Kohl 1986, als die ARD die Rede vom Vor­jahr aus­strahl­te – und bevor er die Jah­res­zahl aus­sprach, merk­te es kaum jemand. Aber immer: Die Neu­jahrs­re­den der Regie­rungs­chefs waren in der Regel nicht geeig­net, nega­ti­ve Emo­tio­nen aus­zu­lö­sen oder gar Scha­den anzu­rich­ten. Sie wur­den, wenn man das so nüch­tern ver­mer­ken darf, anstän­dig über die Büh­ne gebracht. Nicht so im Fal­le von Neu­kanz­ler Olaf Scholz (SPD). Nicht nur, dass sei­ne Rede eher die Aura einer Impf­wer­bung hat­te als die einer Kanz­ler­re­de. Der Ham­bur­ger mit dem mys­te­riö­sen Dau­er­g­rin­sen ver­stand es auch zu Neu­jahr, mit dem ihm eige­nen Zynis­mus die Spal­tung in der Gesell­schaft noch zu ver­schär­fen. Auch, indem er sie negier­te. Den fol­gen­den Satz muss man sich auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen: „Man­che bekla­gen in die­sen Tagen, unse­re Gesell­schaft sei ‚gespal­ten‘. Ich möch­te hier mit aller Deut­lich­keit sagen: Das Gegen­teil ist rich­tig! Unser Land steht zusam­men.“ (Wei­ter­le­sen)

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