Israel bereitet vierte Corona-Impfung vor. Den „Grünen Pass“ gibts künftig nur noch bei anhaltender Impfbereitschaft

Mo 6. Sep. 2021 | Politik und Medien

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Quelle: reitschuster.de

Von Anto­nia Win­ter­stein — In Israel begin­nt heute Abend das jüdis­che Neu­jahrs­fest Rosch ha-Schana. Die gesel­li­gen Israelis wer­den sich mit ihren Fam­i­lien und Fre­un­den tre­f­fen, das dür­fen sie auch, denn es herrscht ja ger­ade kein Lock­down. Allerd­ings ist es nicht so, wie Ex-Pre­mier­min­is­ter Netan­jahu noch im Früh­jahr verkün­det hat­te: Das Coro­n­avirus ist auch in Israel nicht „besiegt“. Es war allen­falls mal kurzzeit­ig weg. Jet­zt ist es wieder da und ver­bre­it­et sich trotz aufwändi­ger Impfkam­pagne in der Bevölkerung. Oder, wie der Chef des staatlichen israelis­chen Coro­na-Bekämp­fung­spro­gramms, Prof. Salman Zar­ka, der Onlinezeitung „The Times of Israel“ sagte: „Wir haben den Krieg gegen das Virus nicht gewon­nen, wir haben nur eine Schlacht gewon­nen, der Krieg geht weit­er.“ Wobei neben der anfänglichen Impf­begeis­terung im Land am Mit­telmeer längst auch die Skep­sis gewach­sen ist. Eine Mil­lion Israelis (von ins­ge­samt 9,4 Mil­lio­nen) wollen sich nach Medi­en­bericht­en über­haupt nicht gegen Coro­na impfen lassen. Für sie wird das Leben immer härter. Denn sie haben ihn nicht, den „Grü­nen Pass“ – den Berech­ti­gungss­chein für ein nor­males Leben. Den bekommt nur, wer dop­pelt geimpft oder gene­sen ist. Rund 60 Prozent der Israelis sind jet­zt dop­pelt geimpft. Inzwis­chen wird schon die dritte Imp­fung, der “Boost­er“, ange­boten und 2,5 Mil­lio­nen Israelis haben ihn auch schon. Trotz­dem steigt die Zahl der pos­i­tiv­en PCR-Testergeb­nisse. In den Kranken­häusern lan­den nicht nur Ungeimpfte mit Covid-19, son­dern auch die dop­pelt und dreifach Geimpften. Die Wirkung der Imp­fung scheint, um es vor­sichtig auszu­drück­en, nicht opti­mal zu sein. Und die Bun­desregierung hat Israel schon wieder zum Hochrisiko­ge­bi­et erk­lärt. (Weit­er­lesen)

 

 

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