IM GESPRÄCH — “Die Macht des Bösen tobt sich aus”

Mi 16. Dez. 2020 | Politik und Medien

Weitere Artikel:

Pas­tor Tscharn­tke leit­et die evan­ge­lis­che Freikirche im schwäbis­chen Riedlin­gen. Dem poli­tis­chen und medi­alen Main­stream ist er ein Dorn im Auge, seit er im Herb­st 2015 die Migra­tionspoli­tik der Regierung Merkel mit deut­lichen Worten kri­tisierte. In den Medi­en des Main­streams wurde er als “Has­spredi­ger” stig­ma­tisiert. Wer diesem Mann gegenüber sitzt, hat über­haupt nicht den Ein­druck, dass Tscharn­tke het­zt oder spal­tet, ganz im Gegen­teil: Er ist ein gut­mütiger, zurück­hal­tender, seine Worte genau abwä­gen­der Mann. Doch das schützt ihn nicht vor den Zen­soren. Weil er Predigten als Audio und per Video ver­bre­it­et, hat ihn Youtube schon mehrmals zen­siert. Dabei spricht der mutige Pas­tor nur das aus, was viele denken: Dass die Coro­na-Poli­tik “Exis­ten­zen ver­nichtet, kleine Fir­men ohne Sinn und Ver­stand ruiniert” und den Mit­tel­stand dez­imiert. Dahin­ter ver­mutet Tscharn­tke eine böswillige Zer­störung unser­er beste­hen­den Indus­trieland­schaft, damit glob­ale Fir­men später die Trüm­mer aufle­sen kön­nen. Wer sieht, wie Big Tech und Big Phar­ma — aber auch die Wall Street ganz all­ge­mein — von Coro­na prof­i­tieren, kann Tscharn­tkes Befürch­tun­gen gut ver­ste­hen. Er beklagt überdies gravierende soziale, emo­tionale und weltweite wirtschaftliche Folgeschä­den. “Auch die Entwick­lungslän­der wer­den kaputtgemacht”, sagt er mit Ver­weis nicht nur auf den ein­brechen­den Touris­mus. Viele alte Leute wer­den zudem durch falsche Maß­nah­men ster­ben gelassen, so sein Ein­druck. “Die Lock­down-Maß­nah­men, die ange­blich zum Schutz unser­er Gesund­heit getrof­fen wer­den”, sagt er, “die haben ja in der Regel alle neg­a­tive Auswirkun­gen”. Als Pas­tor und Seel­sorg­er bekommt er jet­zt immer öfter Anrufe von verzweifel­ten und weinen­den Men­schen. Stets geht es um beru­fliche Äng­ste, unmit­tel­bare Exis­ten­zäng­ste, die Gesund­heit der Kinder und die nach­lassenden sozialen Kon­tak­te, vor allem mit der Ver­wand­schaft. “Die Men­schen”, so der Pas­tor, “sind emo­tion­al über­fordert”. Es werde Zeit, “dass wir wieder eine Regierung haben, die den Inter­essen des Volkes dient” … 

 

Pin It on Pinterest