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Von Kai Reb­mann — Hun­de, die bel­len, bei­ßen nicht, heißt es in einer Redens­art. Und da die Weis­hei­ten des Volks­mun­des in aller Regel zumin­dest einen wah­ren Kern haben, muss man sich wohl auch vor dem „Höl­len­hund“ kei­ne all­zu gro­ßen Sor­gen machen. Denn so bedroh­lich die Bezeich­nung für die neue Coro­na-Vari­an­te BQ.1.1 auch klin­gen mag, so harm­los scheint der Nach­fol­ger von BQ.5 bei nüch­ter­ner Betrach­tung der Fak­ten­la­ge zu sein. Das Robert Koch-Insti­tut (RKI) hin­dert das aber nicht dar­an, in sei­nen Wochen­be­rich­ten vor einer rasan­ten Aus­brei­tung der Muta­ti­on zu war­nen, deren Name an den Cer­be­rus aus der grie­chi­schen Mytho­lo­gie ange­lehnt ist. Von einer „Ver­vier­fa­chung des Anteils in den letz­ten vier Wochen“ ist da unter ande­rem die Rede. Das mag zwar stim­men, ist aber trotz­dem nicht ein­mal halb so alar­mie­rend, wie es klin­gen soll. Denn: Sowohl die Zahl der Neu­in­fek­tio­nen und die 7‑Ta­ge-Inzi­denz als auch alle sons­ti­gen Mar­ker sind seit Wochen auf dem Rück­zug. Dass all dies mit­ten im Herbst pas­siert, wird von den Medi­en eben­so ver­schwie­gen wie die Tat­sa­che, dass all dies auch noch nahe­zu ohne irgend­wel­che Maß­nah­men geschieht. Spä­tes­tens jetzt müss­te die Fra­ge nach der Sinn­haf­tig­keit von Lock­downs, Schul­schlie­ßun­gen und Berufs­ver­bo­ten von Jour­na­lis­ten jeg­li­cher Cou­leur auf das Schärfs­te hin­ter­fragt wer­den. Aber: … (Wei­ter­le­sen)

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