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Das Per­so­nal im deut­schen Gesund­heits­we­sen ist die ers­te Grup­pe, die der Impf­pflicht in die­sem Jahr nach­kom­men muss. Was ist von der Begrün­dung die­ser gesetz­li­chen Pflicht zu hal­ten? Die Ant­wort eines Juristen.

Von Fried­rich Kurt Larmann.

Lie­be Beschäftigte

in Kran­ken­häu­sern, Ein­rich­tun­gen für ambu­lan­tes Ope­rie­ren, Vor­sor­ge- oder Reha­bi­li­ta­ti­ons­ein­rich­tun­gen, Dia­ly­se­ein­rich­tun­gen, Tages­kli­ni­ken, Ent­bin­dungs­ein­rich­tun­gen ein­schließ­lich frei­be­ruf­lich täti­ger Heb­am­men, Behand­lungs- oder Ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen, die mit einer der bis­lang genann­ten Ein­rich­tun­gen ver­gleich­bar sind, Arzt­pra­xen, Zahn­arzt­pra­xen, Pra­xen sons­ti­ger human­me­di­zi­ni­scher Heil­be­ru­fe, Ein­rich­tun­gen des öffent­li­chen Gesund­heits­diens­tes, in denen medi­zi­ni­sche Unter­su­chun­gen, Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men oder ambu­lan­te Behand­lun­gen durch­ge­führt wer­den, Ret­tungs­diens­ten, sozi­al­päd­ia­tri­schen Zen­tren nach § 119 des Fünf­ten Buches Sozi­al­ge­setz­buch, medi­zi­ni­schen Behand­lungs­zen­tren für Erwach­se­ne mit geis­ti­ger Behin­de­rung oder schwe­ren Mehr­fach­be­hin­de­run­gen nach § 119c des Fünf­ten Buches Sozialgesetzbuch,

lie­be Beschäftigte

in voll- oder teil­sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen zur Betreu­ung und Unter­brin­gung älte­rer, behin­der­ter oder pfle­ge­be­dürf­ti­ger Men­schen oder in ver­gleich­ba­ren Einrichtungen,

und schließ­lich lie­be Beschäftigte

in ambu­lan­ten Pfle­ge­ein­rich­tun­gen und wei­te­ren Unter­neh­men, die den zuvor genann­ten Ein­rich­tun­gen ver­gleich­ba­re Dienst­leis­tun­gen im ambu­lan­ten Bereich anbieten,

das war schon eine ein­drucks­vol­le Ein­lei­tung. Damit mei­ne ich nicht die hier gewähl­te Anre­de. Beein­dru­ckend ist viel­mehr, in wel­chem Umfang die zunächst nur für Pfle­ge­be­ru­fe gedach­te Impf­pflicht auf dem Weg von der öffent­li­chen Dis­kus­si­on zum nun­mehr beschlos­se­nen § 20a Abs. 1 des Infek­ti­ons­schutz­ge­set­zes zuge­nom­men hat. Sie gilt nun­mehr nach dem jüngst beschlos­se­nen Gesetz zur Stär­kung der Impf­prä­ven­ti­on gegen COVID-19 in allen Berei­chen – sie­he Anre­de –, die auch nur ansatz­wei­se mit der Gesund­heit oder der Pfle­ge bei Behin­de­rung oder im Alter zu tun haben. Kei­ner ist, wie es scheint, ver­ges­sen. Da ist es bis zur all­ge­mei­nen Impf­pflicht auch nicht mehr weit. Natür­lich haben zuvör­derst Sie, die durch die­ses Gesetz in die Pflicht genom­men wer­den, einen Anspruch dar­auf zu erfah­ren, war­um der Gesetz­ge­ber meint, dass Ihre Inan­spruch­nah­me eine rich­ti­ge Ent­schei­dung sei. (Wei­ter­le­sen)

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