Der Medien-Trick mit der Übersterblichkeit

Di 15. Dez. 2020 | Politik und Medien

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Quelle: reitschuster.de

Die Nachricht ging groß durch die Medi­en: „Über­sterblichkeit im Novem­ber erkennbar“, titelte das ZDF dieser Tage:  „In der zweit­en Novem­ber­woche sind rund acht Prozent mehr Men­schen gestor­ben als im Durch­schnitt der Jahre 2016 bis 2019.“ In Zeit­en, in denen statt ein­er sach­lichen Diskus­sion um Coro­na immer mehr eine Art Glaubensstre­it vorherrscht, ein wichtiges Argu­ment für diejeni­gen, die auf der restrik­tiv­en Lin­ie der Regierung sind. Die Botschaft rauschte so laut durch den Blät­ter­wald, dass sie wohl bei sehr vie­len Men­schen hängenblieb.

Wenn man dann allerd­ings über die Schlagzeilen hin­aus weit­er in die entsprechen­den Mel­dun­gen hinein­sah – was heute viele eilige Leser nicht mehr tun –  und etwas zwis­chen den Zeilen las, rel­a­tivierte sich die Mel­dung etwas. Dort heißt es: „Bun­desweit star­ben zwis­chen 9. und 15. Novem­ber in Deutsch­land min­destens 19.161 Men­schen, wie das Amt in Wies­baden mit­teilte. Das Mit­tel der Jahre 2016 bis 2019 lag bei 17.817 Toten.“ (Weit­er­lesen)

 

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