Das muss die Politik jetzt tun

Sa 10. Okt. 2020 | Politik und Medien

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Quelle: bild.de

Der Herb­st 2020 klingt immer mehr wie der Früh­ling. Alarm­stim­mung, dringliche War­nun­gen, Hor­rorszenar­ien, Diszi­plin­ierung der Bevölkerung durch die geschürte Angst vor einem zweit­en Lock­down. Statt in Droh-Deutsch zu ver­fall­en, sollte die Poli­tik sich fol­gen­den Punk­ten widmen:

► 1. Regeln schaf­fen, die Men­schen VERSTEHEN.

Wer noch wohin reisen darf in unserem Land, wer wo welchen Test braucht oder unter welche Quar­an­täne-Regelung fällt, begreift nie­mand mehr. Auf Föhr am Strand spazieren zu gehen, ist ver­boten, wenn man zwei Tage vorher in Hamm allein an ein­er Cur­ry­wurst­bude stand. Men­schen wer­den und wollen nur Regeln befol­gen, die sie nachvol­lziehen können.

► 2. ENDLICH Zahlen und Richtwerte nen­nen, die aus­sagekräftig sind.

Die Zahl der Infizierten allein sagt nichts aus über die Dra­matik der Lage. Wichtig ist vielmehr, WER sich infiziert und WIE unser Gesund­heitssys­tem damit klarkommt. Entwick­lung der Neuin­fek­tio­nen in Risiko­grup­pen (z. B. über 65), Zahl der freien Inten­siv­bet­ten, aber auch Anzahl der Tests soll­ten mit ein­fließen. Angela Merkels berühmte Zahl 19 200 allein ist noch kein Grund, Frei­heit­srechte einzuschränken. Statt INFIZIERTE zu zählen, müssen wir darauf blick­en, wie viel Men­schen durch Coro­na ern­sthaft KRANK werden.

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