Bundespressekonferenz: Hat der Lockdown eine solide wissenschaftliche Grundlage?

Sa 16. Jan. 2021 | Politik und Medien

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Quelle: de.rt.com

Regierungssprech­er Stef­fen Seib­ert hat in der BPK den Vor­wurf zurück­gewiesen, dass der ver­hängte Lock­down ein­er wis­senschaftlichen Grund­lage ent­behre. Auf konkrete Nach­fra­gen von RT blieb der frühere ZDF-Mann all­ge­mein. Die BPK sei nicht der Ort, um konkrete Stu­di­en zu disku­tieren. (Weit­er­lesen)

Regierungssprech­er Stef­fen Seib­ert hat in der BPK den Vor­wurf zurück­gewiesen, dass der ver­hängte Lock­down ein­er wis­senschaftlichen Grund­lage ent­behre. Auf konkrete Nach­fra­gen von RT blieb der frühere ZDF-Mann all­ge­mein. Die BPK sei nicht der Ort, um konkrete Stu­di­en zu disku­tieren. Mehr auf unser­er Web­seite: https://de.rt.com/ Stef­fen Seib­ert, Sprech­er der Bun­desregierung, hat auf der Bun­de­spressekon­ferenz (BPK) den Vor­wurf zurück­gewiesen, dass die poli­tis­chen Beschlüsse zu den Maß­nah­men der Bun­desregierung im Kampf gegen die COVID-19-Pan­demie keine wis­senschaftlichen Grund­la­gen hät­ten. Seib­ert erk­lärte, die Regierung­s­pressekon­ferenz sei nicht der Ort, um wis­senschaftliche Stu­di­en zu disku­tieren. Er ver­wies daher auf die wis­senschaftliche Debat­te, die sich täglich mit der Wirk­samkeit von Maß­nah­men auseinan­der­set­ze und sich regelmäßig mit ihren Erken­nt­nis­sen an die Öffentlichkeit wende. “Da gibt es ganz klare Aus­sagen über die Notwendigkeit und den Nutzen von deut­lichen Kon­tak­tre­duzierun­gen, Aus­sagen von führen­den Virolo­gen, Epi­demi­olo­gen, Experten, die rech­n­ergestütze Mod­elle zur Entwick­lung von Pan­demien erstellen.” Seib­ert wies zudem auf die Web­site des Robert Koch-Insti­tuts hin, die eine gute Quelle sei, um sich über den Stand der Forschung zu informieren. Auf die Rück­frage des RT-DE-Redak­teurs Flo­ri­an War­weg, welche konkreten Stu­di­en der Bun­desregierung zur Wirk­samkeit von Lock­downs vor­liegen, antwortete Seib­ert erneut, dass die Bun­de­spressekon­ferenz nicht der Ort sei, einzelne virol­o­gis­che oder epi­demi­ol­o­gis­che Stu­di­en zu disku­tieren. “Ich glaube, dafür fehlen mir, aber wahrschein­lich auch ihnen – bei allem Respekt – die wis­senschaftlichen Grund­la­gen.” Anschließend ver­wies der Regierungssprech­er erneut auf den Forschungs­stand der Wis­senschaft zu dem The­ma. Das einzig Gute an der Pan­demie, sofern es über­haupt so etwas gebe, ist Seib­ert zufolge, dass man sich viel mehr mit Wis­senschaft beschäftige. Er machte darauf aufmerk­sam, dass am Abend vor der Pressekon­ferenz zwei Wis­senschaftler in der “Haupt­nachricht­ensendung des deutschen Fernse­hens” inter­viewt wur­den. Als weit­eres Beispiel nan­nte er einen Aufruf von etwa 1.000 Wis­senschaftlern von Ende Dezem­ber, die einen EU-weit­en Lock­down forderten, sowie eine Stel­lung­nahme der Leopold­ina, Deutsch­lands nationaler Akademie der Wis­senschaften, mit der Über­schrift: “Feiertage und Jahreswech­sel für harten Lock­down nutzen”. Diese sowie weit­ere Stel­lung­nah­men von Wis­senschaftlern zur The­matik seien durch wis­senschaftliche Arbeit, Forschung und Stu­di­en unter­mauert: “Die Arbeit der Wis­senschaftlern ist fun­da­men­tal wichtig, auch für die Entschei­dun­gen, die dann wieder poli­tisch ver­ant­wortet wer­den müssen.” Auf die Anmerkung War­wegs, dass die vom Regierungssprech­er ange­führten Papiere jew­eils nur wenige Seit­en stark seien, während es peer-reviewte und wis­senschaftlichen Stan­dards entsprechende Stu­di­en gebe, die Lock­downs für nut­z­los bzw. schädlich hiel­ten, blieb Seib­ert all­ge­mein und wieder­holte seine Aus­sage, dass die BPK nicht der Ort sei, “um einan­der mit wis­senschaftlichen Stu­di­en zu überzeu­gen”. Die Frage des RT-Redak­teurs, ob die Regierung eine entsprechende Studie in Auf­trag gegeben habe, blieb unbeantwortet.

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