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von Egmond Prill

Spa­zier­gän­ge lie­fen auch wäh­rend der Fei­er­tags­pau­se ohne Pau­se wei­ter. Inzwi­schen kön­nen auch die Sys­tem­pres­se und das Staats­fern­se­hen nicht mehr weg­schau­en. Klar, es wer­den immer nur „Ran­ge­lei­en und Ran­da­le“ gezeigt, „Gewalt und Hass“ doku­men­tiert und vor „Rechts“ gewarnt. Mit Kampf­hun­den, Knüp­peln und Kampf­gas greift die Staats­macht in Gestalt der Poli­zei mit vol­ler Här­te durch. Horst Kret­sch­mar von der Poli­zei Sach­sen hat­te schon am 7. Dezem­ber im ZDF ange­kün­digt, dass er „Coro­na-Geg­nern auf die Füße tre­ten werde“.

Inzwi­schen hat die Poli­zei tau­sen­de Anzei­gen erstat­tet, vie­le teu­re Buß­gel­der ver­hängt und Men­schen ver­letzt, auch Kin­der. Spa­zie­ren ver­bo­ten! Wer hät­te das vor zwei Jah­ren für mög­lich gehal­ten?! Vie­len aus der unter­ge­gan­ge­nen DDR däm­merts; es kom­men Erin­ne­run­gen hoch. Inzwi­schen ist das Land, ja halb Euro­pa, wie­der auf den Bei­nen. Der Staat reagiert wie gewohnt: Min­der­heit, Mob, Row­dys, Rechts­ra­di­ka­le — frü­her hieß es noch: Konterrevolutionäre…

Aber die Min­der­heit hat es damals geschafft. Glei­cher­ma­ßen sind Ost und West auf den Bei­nen. Mün­chen, Ham­burg neben Mag­de­burg und Baut­zen. In Dins­la­ken und Ober­hau­sen wur­de für die nächs­ten Spa­zier­gän­ge ein altes Lied kopiert:

Wer Gott folgt ris­kiert sei­ne Träu­me, setzt eige­ne Plä­ne aufs Spiel.
Auch als Ver­lie­rer kommt ihr nicht zu kurz. Gott bringt euch an sein gutes Ziel.

Ver­traut auf den Herrn für immer, denn er ist der ewi­ge Fels.

Die Mäch­ti­gen kom­men und gehen, und auch jedes Denk­mal mal fällt.
Blei­ben wird nur, wer auf Got­tes Wort steht, dem sichers­ten Stand­punkt der Welt.

Theo Leh­mann und Jörg Swo­bo­da publi­zier­ten 1982, vor genau vier­zig Jah­ren, die­se Zei­len und Melo­die, die gläu­bi­gen Jugend­li­chen in der DDR Kraft und Zuver­sicht gaben.

Übri­gens: Die Mon­tags­de­mons­tra­tio­nen began­nen damals oft in und vor Kir­chen und christ­li­chen Gemein­de­häu­sern nach gemein­sa­men Lie­dern und Gebe­ten. Dann folg­ten, so könn­te man heu­te sagen: „Gebets­spa­zier­gän­ge“. Eine Idee für heu­te: Spa­zier­gän­ge mit Gebets­pau­sen – viel­leicht nicht alle, aber die Chris­ten. Lie­der sin­gen und Psal­men lesen – Andacht auf der Stra­ße mit der Bibel in der Hand — geschützt durch den GG-Arti­kel „Reli­gi­ons­frei­heit“.

Und am Ende bleibt die Hoff­nung und bleibt das Gebet:
Gott seg­ne unser Land!

„Gott sei uns gnä­dig und seg­ne uns; er las­se uns sein Ant­litz leuch­ten, dass man auf Erden erken­ne sei­nen Weg, unter allen Hei­den sein Heil. Es dan­ken dir, Gott, die Völ­ker; es dan­ken dir alle Völ­ker. Die Völ­ker freu­en sich und jauch­zen, dass du die Leu­te recht rich­test und regie­rest die Leu­te auf Erden. Es dan­ken dir, Gott, die Völ­ker; es dan­ken dir alle Völker.
Das Land gibt sein Gewächs. Es seg­ne uns Gott, unser Gott. Es seg­ne uns Gott, und alle Welt fürch­te ihn!“ Psalm 67

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