Quel­le: ansa​ge​.org

An allen Ecken und Enden, bis in die tiefs­ten Nie­de­run­gen des Coro­na-Sumpfs hin­ab bie­tet sich in die­sem Land das­sel­be Bild: Nutz­nie­ßer und Pro­fi­teu­re, Abzo­cker und Kri­sen­ge­winn­ler tar­nen sich als Wohl­tä­ter und Men­schen­freun­de, die ihr ver­meint­lich selbst­lo­ses Werk an der „Solidar“-Gemeinschaft ver­rich­ten – und mit der Angst der Men­schen ordent­lich Rei­bach machen. Seit den Tagen des Ablass­han­dels hat sich an den zugrun­de­lie­gen­den psy­cho­lo­gi­schen Mecha­nis­men nichts geän­dert: Was einst die Angst vorm Fege­feu­er war, die die Her­zen und Geld­beu­tel öff­ne­te, ist heu­te die irra­tio­na­le Angst vor Anste­ckung. Ein auf­ge­klär­ter, fort­schritt­li­cher Rechts­staat mit intak­ten demo­kra­ti­schen und juris­ti­schen Kon­trol­len und einer hohen Rege­lungs­dich­te, wie es die Bun­des­re­pu­blik ein­mal war, macht es denen, die sich am insze­nier­ten Elend berei­chern wol­len, nor­ma­ler­wei­se sehr schwer. Kein Wun­der, dass dar­um die Besei­ti­gung die­ser Kon­trol­len in der Pan­de­mie die ers­te und wich­tigs­te Groß­tat der Poli­tik war. (Wei­ter­le­sen)

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