Zwangsimpfung mit kontagiösem Impfstoff möglich

Di 8. Jun. 2021 | Medizin und Pflege

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Quelle: achgut.com

Bei­de Pas­sagen zusam­men bedeuten, dass nach gel­tender Recht­slage das Gesund­heitsmin­is­teri­um zusam­men mit dem Bun­desrat Zwangsimp­fun­gen mit kon­tag­iösem Impf­stoff anord­nen kann. Was ist ein kon­tag­iös­er Impf­stoff? Das ist ein Impfvirus, ein Virus­par­tikel, das nach der Injek­tion in den Kör­p­er des Impflings Zellen infiziert und sich in diesen Zellen so replizieren kann, dass neue Par­tikel in aus­re­ichen­der Menge in den Exspi­ra­tionsluft­strom (Atem­luft beim Ausat­men) oder in Kör­per­flüs­sigkeit­en oder ‑exkre­mente (wie Spe­ichel, Blut, Eit­er, Schweiß, Sper­ma, Vaginal­transsu­dat oder Urin, Kot, Erbroch­en­em) ger­at­en kön­nen, so dass sich andere Men­schen daran durch Kon­takt ansteck­en kön­nen. Ein sehr geringes the­o­retis­ches Poten­zial dazu haben derzeit die Impfviren von AstraZeneca (AZD1222), Johnson&Johnson (Ad26.COV2.S) und Gamaleja/Biocad (Sput­nik V), wobei let­zter­er in der EU noch nicht zuge­lassen ist. Alle drei sind gen­tech­nisch mod­i­fizierte (rekom­bi­nante) Ade­n­oviren, in deren Erb­ma­te­r­i­al (DNA) das SARS-CoV­‑2 Spike-Pro­tein oder ein Teil davon einge­bracht wurde. Mit dem Spike-Pro­tein dockt das Virus an Zellen, die es infiziert, an. Die gen­tech­nisch verän­derten Viren wer­den nach der Injek­tion bei der Imp­fung in die infizierten Zellen aufgenom­men, ihr Genom wird aktiv in den Zel­lk­ern der Wirt­szelle trans­portiert und lagert sich dort in Form von Epi­somen an. Die Zelle pro­duziert nun das Spike-Pro­tein und präsen­tiert über MHC-Rezep­toren dessen Epi­tope den Zellen des Immun­sys­tems, was zu Immu­nisierung führt.  (Weit­er­lesen)

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