Weltärztebund — Deklaration von Genf

Do 18. Mrz. 2021 | Medizin und Pflege

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WELTÄRZTEBUND
DEKLARATION VON GENF

ver­ab­schiedet von der 2. Gen­er­alver­samm­lung des Weltärztebun­des, Genf, Schweiz, Sep­tem­ber 1948
und rev­i­diert von der 22. Gen­er­alver­samm­lung des Weltärztebun­des, Syd­ney, Aus­tralien, August 1968
und rev­i­diert von der 35. Gen­er­alver­samm­lung des Weltärztebun­des, Venedig, Ital­ien, Okto­ber 1983
und rev­i­diert von der 46. Gen­er­alver­samm­lung des Weltärztebun­des, Stock­holm, Schwe­den, Sep­tem­ber 1994
und sprach­lich über­ar­beit­et auf der 170. Vor­standssitzung, Divonne-les-Bains, Frankre­ich, Mai 2005 und auf der 173. Vor­standssitzung, Divonne-les-Bains, Frankre­ich, Mai 2006
und rev­i­diert von der 68. Gen­er­alver­samm­lung des Weltärztebun­des, Chica­go, Vere­inigte Staat­en von Ameri­ka, Okto­ber 2017

Das ärztliche Gelöbnis

Als Mit­glied der ärztlichen Pro­fes­sion gelobe ich feier­lich, mein Leben in den Dienst der Men­schlichkeit zu stellen.
Die Gesund­heit und das Woh­lerge­hen mein­er Pati­entin oder meines Patien­ten wer­den mein ober­stes Anliegen sein.
Ich werde die Autonomie und die Würde mein­er Pati­entin oder meines Patien­ten respektieren.
Ich werde den höch­sten Respekt vor men­schlichem Leben wahren.
Ich werde nicht zulassen, dass Erwä­gun­gen von Alter, Krankheit oder Behin­derung, Glaube, eth­nis­ch­er Herkun­ft, Geschlecht, Staat­sange­hörigkeit, poli­tis­ch­er Zuge­hörigkeit, Rasse, sex­ueller Ori­en­tierung, sozialer Stel­lung oder jeglich­er ander­er Fak­toren zwis­chen meine Pflicht­en und meine Pati­entin oder meinen Patien­ten treten.
Ich werde die mir anver­traut­en Geheimnisse auch über den Tod der Pati­entin oder des Patien­ten hin­aus wahren.
Ich werde meinen Beruf nach bestem Wis­sen und Gewis­sen, mit Würde und im Ein­klang mit guter medi­zinis­ch­er Prax­is ausüben.
Ich werde die Ehre und die edlen Tra­di­tio­nen des ärztlichen Berufes fördern.
Ich werde meinen Lehrerin­nen und Lehrern, meinen Kol­legin­nen und Kol­le­gen und meinen Schü­lerin­nen und Schülern die ihnen gebührende Achtung und Dankbarkeit erweisen.
Ich werde mein medi­zinis­ches Wis­sen zum Wohle der Pati­entin oder des Patien­ten und zur Verbesserung der Gesund­heitsver­sorgung teilen.
Ich werde auf meine eigene Gesund­heit, mein Woh­lerge­hen und meine Fähigkeit­en acht­en, um eine Behand­lung auf höch­stem Niveau leis­ten zu können.
Ich werde, selb­st unter Bedro­hung, mein medi­zinis­ches Wis­sen nicht zur Ver­let­zung von Men­schen­recht­en und bürg­er­lichen Frei­heit­en anwenden.
Ich gelobe dies feier­lich, aus freien Stück­en und bei mein­er Ehre.

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Offizielle deutsche Über­set­zung der Dekla­ra­tion von Genf, autorisiert durch den Weltärztebund.

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