WELTÄRZTEBUND
DEKLARATION VON GENF

ver­ab­schie­det von der 2. Gene­ral­ver­samm­lung des Welt­ärz­te­bun­des, Genf, Schweiz, Sep­tem­ber 1948
und revi­diert von der 22. Gene­ral­ver­samm­lung des Welt­ärz­te­bun­des, Syd­ney, Aus­tra­li­en, August 1968
und revi­diert von der 35. Gene­ral­ver­samm­lung des Welt­ärz­te­bun­des, Vene­dig, Ita­li­en, Okto­ber 1983
und revi­diert von der 46. Gene­ral­ver­samm­lung des Welt­ärz­te­bun­des, Stock­holm, Schwe­den, Sep­tem­ber 1994
und sprach­lich über­ar­bei­tet auf der 170. Vor­stands­sit­zung, Divon­ne-les-Bains, Frank­reich, Mai 2005 und auf der 173. Vor­stands­sit­zung, Divon­ne-les-Bains, Frank­reich, Mai 2006
und revi­diert von der 68. Gene­ral­ver­samm­lung des Welt­ärz­te­bun­des, Chi­ca­go, Ver­ei­nig­te Staa­ten von Ame­ri­ka, Okto­ber 2017

Das ärzt­li­che Gelöbnis

Als Mit­glied der ärzt­li­chen Pro­fes­si­on gelo­be ich fei­er­lich, mein Leben in den Dienst der Mensch­lich­keit zu stellen.
Die Gesund­heit und das Wohl­erge­hen mei­ner Pati­en­tin oder mei­nes Pati­en­ten wer­den mein obers­tes Anlie­gen sein.
Ich wer­de die Auto­no­mie und die Wür­de mei­ner Pati­en­tin oder mei­nes Pati­en­ten respektieren.
Ich wer­de den höchs­ten Respekt vor mensch­li­chem Leben wahren.
Ich wer­de nicht zulas­sen, dass Erwä­gun­gen von Alter, Krank­heit oder Behin­de­rung, Glau­be, eth­ni­scher Her­kunft, Geschlecht, Staats­an­ge­hö­rig­keit, poli­ti­scher Zuge­hö­rig­keit, Ras­se, sexu­el­ler Ori­en­tie­rung, sozia­ler Stel­lung oder jeg­li­cher ande­rer Fak­to­ren zwi­schen mei­ne Pflich­ten und mei­ne Pati­en­tin oder mei­nen Pati­en­ten treten.
Ich wer­de die mir anver­trau­ten Geheim­nis­se auch über den Tod der Pati­en­tin oder des Pati­en­ten hin­aus wahren.
Ich wer­de mei­nen Beruf nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen, mit Wür­de und im Ein­klang mit guter medi­zi­ni­scher Pra­xis ausüben.
Ich wer­de die Ehre und die edlen Tra­di­tio­nen des ärzt­li­chen Beru­fes fördern.
Ich wer­de mei­nen Leh­re­rin­nen und Leh­rern, mei­nen Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen und mei­nen Schü­le­rin­nen und Schü­lern die ihnen gebüh­ren­de Ach­tung und Dank­bar­keit erweisen.
Ich wer­de mein medi­zi­ni­sches Wis­sen zum Woh­le der Pati­en­tin oder des Pati­en­ten und zur Ver­bes­se­rung der Gesund­heits­ver­sor­gung teilen.
Ich wer­de auf mei­ne eige­ne Gesund­heit, mein Wohl­erge­hen und mei­ne Fähig­kei­ten ach­ten, um eine Behand­lung auf höchs­tem Niveau leis­ten zu können.
Ich wer­de, selbst unter Bedro­hung, mein medi­zi­ni­sches Wis­sen nicht zur Ver­let­zung von Men­schen­rech­ten und bür­ger­li­chen Frei­hei­ten anwenden.
Ich gelo­be dies fei­er­lich, aus frei­en Stü­cken und bei mei­ner Ehre.

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Offi­zi­el­le deut­sche Über­set­zung der Dekla­ra­ti­on von Genf, auto­ri­siert durch den Weltärztebund.

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