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Was spricht für die Not­wen­dig­keit, Mas­ken zu tra­gen? Offe­ner Brief von von Dr. med. Wer­ner Odenthal

Mo 8. Aug. 2022 | Medizin und Pflege, Angepinnt

Sehr geehr­te Damen und Her­ren Kollegen,

mit heu­ti­gem Datum erfah­ren wir Bür­ger von poli­ti­scher Sei­te, dass ab Okto­ber 2022 wie­der die Mas­ken­pflicht in gro­ßem Umfang ein­ge­führt wer­den soll.

Ich gehe davon aus, dass Ihnen die Mehr­zahl der Argu­men­te, die gegen die brei­te Ver­wen­dung von Gesichts­mas­ken und den Zwang, die­se tra­gen zu müs­sen, bekannt ist:

  • Medi­zi­ni­sche bzw. chir­ur­gi­sche Mas­ken sowie FFP2- oder ver­gleich­ba­re Mas­ken sind für Aero­so­le und Viren durch­gän­gig und damit nicht geeig­net, vira­le Atem­wegs­in­fek­te ein­zu­däm­men oder zu ver­hin­dern. FFP2-Mas­ken die­nen bekannt­lich dem Arbeits­schutz und sind für die brei­te Bevöl­ke­rung ohne Beach­tung der Ein­satz­be­din­gun­gen und vor­ge­schrie­be­nen Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen nicht geeignet.
  • Das Tra­gen von Mas­ken erhöht den Atem­wegs­wi­der­stand, führt zur Hyper­kapnie mit Müdig­keit, Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen und Kopf­schmer­zen, und behin­dert die Arti­ku­la­ti­on. Es ist damit ins­be­son­de­re für vul­nerable Grup­pen wie jun­ge und alte Men­schen nicht nur hin­der­lich, son­dern gera­de­zu gesundheitsschädlich.
  • Das feuch­te Milieu hin­ter den Mas­ken, beson­ders bei län­ge­rer Anwen­dung und Wie­der­ver­wen­dung, führt zur Besied­lung mit Bak­te­ri­en und Pil­zen, was der­ma­to­lo­gi­sche Pro­ble­men und Infek­te bis hin zur Pneu­mo­nie ver­ur­sa­chen kann. Die Ver­wen­dung von Gesichts­mas­ken ist, außer in begrün­de­ten Fäl­len (ope­ra­ti­ve Beru­fe, arbeits­me­di­zi­ni­scher Arbeits­schutz) aus hygie­ni­schen Grün­den abzulehnen.
  • Gesichts­mas­ken sind häu­fig Bil­lig­pro­duk­te und kön­nen durch Belas­tung der Anwen­der mit fase­ri­gen Nano­par­ti­keln und toxi­schen Che­mi­ka­li­en unver­tret­ba­re und unver­hält­nis­mä­ßi­ge Gesund­heits­ri­si­ken her­vor­ru­fen. Auch hier spielt die Ein­wirk­dau­er eine Rol­le: dosis facit venenum.
  • Die psy­chi­schen Schä­den ins­be­son­de­re bei Kin­dern und Jugend­li­chen sind beträcht­lich: behin­der­te non­ver­ba­le Kom­mu­ni­ka­ti­on, ver­min­der­te kogni­ti­ve Prä­zi­si­on, ver­zerr­te Sprach­per­zep­ti­on und Beein­träch­ti­gung des sozia­len Ler­nens. Bei älte­ren Men­schen spie­len sozia­le Iso­lie­rung und die Beein­träch­ti­gung der visu­el­len Ver­stän­di­gung bei Hör­ver­lust eine Rolle.
  • Die Unwirk­sam­keit von Mas­ken wur­de in zahl­rei­chen Stu­di­en und Schrif­ten bereits früh­zei­tig auf­ge­zeigt, begin­nend mit einer däni­schen Stu­die in 2020, einem CME-Fort­bil­dungs­pa­pier im Thie­me-Ver­lag — eben­falls aus 2020, und in pra­xi am Bei­spiel u.a. von Schwe­den, das bekannt­lich ohne ein­grei­fen­de NPI (nicht-phar­ma­zeu­ti­sche Inter­ven­tio­nen) bes­ser als Deutsch­land abschnitt.
  • Nicht zuletzt sind Mas­ken eine Umwelt­be­las­tung, Risi­ko für Vögel und ande­re wild­le­ben­de Tie­re, Res­sour­cen­ver­schwen­dung und ein enor­mer Kos­ten­fak­tor, den man im Gesund­heits­we­sen sinn­vol­ler ein­set­zen könn­te. Anders aus­ge­drückt: die Kos­ten-Nut­zen-Rela­ti­on stimmt in kei­ner Weise.

Was spricht für die Not­wen­dig­keit, Mas­ken zu tra­gen? Bis auf weni­ge begründ­ba­re Ausnahmen:

Nichts!

In der Zei­tungs­an­zei­ge Fak­ten Boos­ter von Zusam­men gegen Coro­na unter Betei­li­gung des BMG, des RKI und der BZgA (Stand: 7. Juli 2022) steht unter “Mas­ke ein­pa­cken”, mit einer FFP2-Mas­ke kön­ne das Risi­ko, sich zu infi­zie­ren, bis auf 1% gesenkt wer­den. Wenn hier nicht eine bewusst inten­dier­te “Infor­ma­ti­on” vor­liegt, han­delt es sich dann um einen Irr­tum: FFP3-Mas­ken fil­tern bis zu 99% der Schad­stof­fe und Aero­so­le?

Der behörd­li­che Zwang zum Mas­ken­tra­gen, gleich ob vom Staat oder den Län­dern vor­ge­schrie­ben, ist sinn­frei, unef­fek­tiv, unzu­mut­bar weil gesund­heits­schäd­lich und grund­rechts­wid­rig, und damit abzu­leh­nen. Sol­che Maß­nah­men funk­tio­nie­ren nur so lan­ge wie es gelingt, den Men­schen unbe­grün­de­te Angst ein­zu­flö­ßen und so lan­ge wie alle mitmachen.

Ich for­de­re Sie daher auf, als Fach­ver­bän­de Ihren Ein­fluß gel­tend zu machen, die Poli­tik von erkenn­bar fal­schen Maß­nah­men Abstand neh­men zu las­sen. In Frank­reich ist die Mas­ken­pflicht end­gül­tig auf­ge­ho­ben, und es wer­den nur noch Emp­feh­lun­gen gege­ben. Der inter­na­tio­na­len Bei­spie­le gibt es genug. Die FFP2-Mas­ke scheint ein deut­scher Son­der­weg zu sein. Bit­te wir­ken Sie als Fach­ver­bän­de (mit den Fach­ge­sell­schaf­ten, Kam­mern und sons­ti­gen ärzt­li­chen Ver­bän­den) dar­auf hin, daß nicht nur die evi­denz­ba­sier­te Medi­zin wie­der Gel­tung hat, son­dern dass auch die demo­kra­ti­schen Grund­rech­te nicht “medi­zi­nisch” aus­ge­he­belt werden.

Mit freund­li­chen Grüßen

Dr. med. Wer­ner Oden­thal, Viersen 

Inter­nist und Arbeits­me­di­zi­ner i.R. 

4. August 2022

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