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Eine zünf­ti­ge Erkäl­tung kann einen unzwei­fel­haft in Welt­un­ter­gangs­stim­mung ver­set­zen. Bei mir fängt es meist mit Schmer­zen in den Eck­zäh­nen an, dann folgt ein krat­zen­der Hals und ein pene­tran­tes Piek­sen in der Nase. Das bene­bel­te Gefühl im Kopf, wacke­li­ge Bei­ne und Schüt­tel­frost rufen mir zu: „Leg‘ dich ins Bett, Miri. Mit allen Decken, die sich im Haus­halt befin­den. Dein Tod kann jetzt nur noch durch ein Wun­der und viel Milch­kaf­fee abge­wen­det wer­den!“ Rend­all Flagg sitzt in Gestalt eines Raben im Pflau­men­baum vor dem Fens­ter und war­tet kräch­zend dar­auf, mei­ne See­le in die Höl­le zu ver­frach­ten, wäh­rend ich mir selbst etwas vor­jam­me­re. Nur das Noro-Virus wirkt noch apo­ka­lyp­ti­scher, ansons­ten habe ich mich selbst bei weit­aus bedroh­li­che­ren Erkran­kun­gen nicht so elen­dig gefühlt. Ob ich selbst schon Coro­na hat­te, weiß ich nicht genau, als der Rum­mel in Deutsch­land gera­de los­ging, schick­te mich mein Haus­arzt nach Begut­ach­tung leich­ter Erkäl­tungs­sym­pto­me mit den Wor­ten „das ist wohl die­ses neue Virus aus Chi­na, schla­fen Sie sich ein­fach mal aus“ nach Hau­se. (Wei­ter­le­sen)

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