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Öster­rei­chi­sche Jus­tiz­mi­nis­te­rin: Behand­lungs­zwang wider­spricht straf­recht­li­chen Bestimmungen

Sa 19. Feb. 2022 | Medizin und Pflege

Quel­le: repor​t24​.news

Es war eine aus­ge­zeich­ne­te par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge des FPÖ-Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­ten Gerald Hau­ser an Jus­tiz­mi­nis­te­rin Zadic, wel­che den Stein ins Rol­len brach­te. 21 prä­zi­se Fra­gen hin­sicht­lich der Ver­ein­bar­keit eines Impf­zwan­ges mit dem Nürn­ber­ger Kodex. Zadic ant­wor­te­te: „ … dass nach dem öster­rei­chi­schen Straf- und Zivil­recht medi­zi­ni­sche Behand­lun­gen nur mit Zustim­mung der ent­schei­dungs­fä­hi­gen Patient:innen durch­ge­führt wer­den dür­fen (…)“. Men­schen zu einer Imp­fung zu zwin­gen wider­spricht offen­bar dem öster­rei­chi­schen Straf­recht. Dies kann – zumin­dest theo­re­tisch – weit­rei­chen­de Kon­se­quen­zen nach sich zie­hen. §110 des Straf­rechts besagt: (1) Wer einen ande­ren ohne des­sen Ein­wil­li­gung, wenn auch nach den Regeln der medi­zi­ni­schen Wis­sen­schaft, behan­delt, ist mit Frei­heits­stra­fe bis zu sechs Mona­ten oder mit Geld­stra­fe bis zu 360 Tages­sät­zen zu bestra­fen. (2) Hat der Täter die Ein­wil­li­gung des Behan­del­ten in der Annah­me nicht ein­ge­holt, daß durch den Auf­schub der Behand­lung das Leben oder die Gesund­heit des Behan­del­ten ernst­lich gefähr­det wäre, so ist er nach Abs. 1 nur zu bestra­fen, wenn die ver­meint­li­che Gefahr nicht bestan­den hat und er sich des­sen bei Auf­wen­dung der nöti­gen Sorg­falt (§ 6) hät­te bewußt sein kön­nen. (3) Der Täter ist nur auf Ver­lan­gen des eigen­mäch­tig Behan­del­ten zu ver­fol­gen. — (Wei­ter­le­sen)

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