Der Tag als der Regen kam

Di 27. Jul. 2021 | Corona & Klima

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Quelle: egmond-prill.de

EP

Welche Botschaft bringt uns die Flutkatastrophe?

„Am Tag, als der Regen kam, lang ersehnt, heiß erfle­ht. Auf die glühen­den Felder, auf die dursti­gen Wälder. Am Tag als der Regen kam …“ Das sang „Dal­i­da“ den Deutschen in die Herzen. Es war der Som­mer 1959, ein Jahrhun­dert­som­mer. Von Juni bis Sep­tem­ber kaum Regen. Man­gels Fut­ter stieg der But­ter­preis auf 3,90 DM (RP-online 2019-08-02). 2019 blieb der But­ter­preis sta­bil, aber auch das war ein heißer Som­mer mit wenig Regen. Und nun im Som­mer 2021kam die Flut.

Kli­ma-Hys­terik­er in den Alt­parteien, gestützt auf Hor­ror-Ansagen eines „Weltk­li­marates“ weisen per­sön­lich­es Ver­sagen zurück und sagen: es liegt an der Erder­wär­mung. Die meis­ten Medi­en und natür­lich die Kirchen sind sich einig: Men­schgemachte Erder­wär­mung und das sind die Fol­gen. Annale­na von den „Grü­nen“ ken­nt nur noch „Erder­hitzung“. Von Kli­ma-Gre­ta ganz zu schweigen. Dabei ist dieser Som­mer wet­ter­mäßig „durchwach­sen“, wie Oma das früher nan­nte. Die „Sieben­schläfer-Regel“ wurde Wirk­lichkeit. Die Wet­ter­lage um den 27. Juni schreibt sich sieben Wochen fort. Manche fra­gen: Wann wird’s mal wieder richtig Som­mer? Das war der Som­mer­hit 1975. Ältere haben jet­zt Rudi Car­rell im Ohr. Der Som­mer im Jahr zuvor war der Rein­fall des Jahrhun­derts. Experten sahen eine „Zwis­ch­eneiszeit“ kommen.

Doch inzwis­chen reden wir weniger über das Wet­ter, das sich jeden Tag und jedes Jahr anders zeigt und uns in allem Wech­sel den­noch an die Ver­heißung Gottes nach dem Ende der Sint­flut erin­nert: „Ich will hin­fort nicht mehr die Erde ver­fluchen um der Men­schen willen; denn das Dicht­en und Tra­cht­en des men­schlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hin­fort nicht mehr schla­gen alles, was da lebt, wie ich getan habe. Solange die Erde ste­ht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Som­mer und Win­ter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8, 21+22). Gott erk­lärt der Men­schheit den Frieden und set­zt als Zeichen sein­er Güte den Regen­bo­gen an den Him­mel, seinen Bogen.

Dür­re­som­mer und Eiswin­ter gehören dessen ungeachtet zum Wet­tergeschehen. Auch schwere Stürme, heftiger Hagel und ver­heerende Fluten – Unwet­ter. Aktuell betrof­fen: Teile von Deutsch­lands West­en und Regio­nen in Sach­sen und Bay­ern. Die Bilder zeigen schwere Zer­störun­gen. Todess­chneisen ziehen sich durch Dör­fer und Städte. Häuser, die nicht mehr auffind­bar sind. Schut­tberge, Schlamm­law­inen und über 200 Tote und Vermisste.

Mitleid und Mith­il­fe in der Not und Fragen

Zuerst gehen die Gedanken zu den Leuten vor Ort. Angesichts von Tod, Trä­nen und Trauer sind schw­er Worte zu find­en. Neben Feuer­wehren, THW und anderen Organ­i­sa­tio­nen sind Helfer spon­tan aufge­brochen, brin­gen Klei­dung, Wass­er, Essen und pack­en an. Was die Welt Sol­i­dar­ität nen­nt, heißt bei Chris­ten Näch­sten­liebe. Unter welchem Vorze­ichen auch immer: Hil­fe ist nötig und Hil­fe kommt. Wobei in den Medi­en propagiert wird: Hil­fe von Ander­s­denk­enden ist nicht willkommen!

Und dann kom­men Fra­gen: Warum wurde nicht konkreter und lauter gewarnt? Wis­senschaftler wis­sen selb­s­ther­rlich, wie das Kli­ma in hun­dert Jahren sein wird, sind aber unfähig das Wet­ter von heute und mor­gen anzusagen.

Ent­ge­gen allen Erwartun­gen der Erder­hitzung hat­te Deutsch­land ein küh­les und feucht­es Früh­jahr. Küh­le Tage und Regen ohne Ende. Der Volksmund sagt: „ Ist der Mai kühl und nass, füllt er dem Bauern Sche­un‘ und Fass!“. Die Böden waren gut getränkt. Doch die Kli­ma-Propheten trällerten auf allen Kanälen: Die Hitze kommt, die Trock­en­heit sucht uns heim, der Kli­mawan­del heizt die Erde auf. Wir wer­den kein Wass­er haben. Doch es kam anders. Schon im April war die Eder­talsperre nahe Kas­sel rand­voll. Und im Mai auch die Talsper­ren anderenorts. Längst hätte Talsper­ren abge­lassen wer­den müssen, um Vol­u­men für weit­ere Regen­fälle zu schaf­fen. Es war noch nor­malen Men­schen klar, die Böden kön­nen nichts mehr aufnehmen. Wohin mit der näch­sten Flut? Genau dafür gibt’s Talsper­ren und Rück­hal­te­beck­en. Wenn die aber schon über­laufen und aus Angst vor Erder­hitzung und Trock­en­heit nicht mehr dem Hochwasser­schutz dienen, zeigt sich Behör­den-Ver­sagen. Andere sprechen von Staatsver­sagen. Gab es Anweisun­gen von oben? Das Wuhan-Virus zeigt die naive Wis­senschafts­gläu­bigkeit der Regierung Merkel. Wobei nur bes­timmten Wis­senschaftlern zuge­hört wird.

Frank Lüb­berd­ing klagt angesichts der Coro­n­apoli­tik: „Ein offene und selb­stkri­tis­che Debat­te hat bis heute nicht stattge­fun­den. Vielmehr beschränkt sie sich weit­ge­hende auf den Ver­such, Kri­tik­er als Wis­senschaft­sleugn­er oder Recht­spop­ulis­ten auszu­gren­zen. In der Prax­is bekämpfte man weit­er­hin nicht existierende Risiken, etwa das ver­meintliche Fehlen von Inten­siv­bet­ten in den Kranken­häusern oder nur in der Fan­tasie von Mod­el­lier­ern existierende Infek­tion­szahlen.“ (WELT 2021-07-22).

Kan­z­lerin Merkel und Bun­de­spräsi­dent Stein­meier samt Bay­ern-Jodler Söder erk­lären uns alle Tage: Es geht um Men­schen­leben! Deshalb, Masken, Lock­down und sog­ar die Bun­desnot­bremse. Bei massen­hafter Abtrei­bung in diesem Lande geht es übri­gens auch um Men­schen­leben. Aber reden wir über die Flut.

Deutsch­land sorgt sich um das Weltk­li­ma und die Tem­per­atur der Meere im Jahr 2100. Kli­maschutz bes­timmt das Han­deln von Bund und Län­dern: Kohlekraftwerke abschal­ten, Diese­lau­tos ver­bi­eten und Urlaub­sreisen madig machen. Deutsch­land wird die Welt ret­ten. Wer, wenn nicht wir, hat­te Habeck schon vorzeit­en getönt.

Wir brauchen aber Katas­tro­phen­schutz! Sofort und vor Ort! Die geschätzten 500 Mil­liar­den Euro, die Deutsch­land bere­its fürs Weltk­li­ma ver­pul­vert hat, hätte das Land zum Hochwasser­schutz gebraucht. Es geht doch um Men­schen­leben, oder? Und die Poli­tik war gewarnt am 10. Sep­tem­ber 2020. Das war der lange angekündigte bun­desweite Katas­tro­phen-Warn­tag. Sämtliche Warn­mit­tel soll­ten getestet wer­den: Sire­nen, Laut­sprecher­wa­gen und ganz mod­ern die Warn-App NINA (Not­fall-Infor­ma­tions- und Nachricht­en-App). Nahezu nichts funk­tion­ierte. Ich habe um 11 Uhr in Kas­sel nix gehört, gar nix. https://www.hna.de/kassel/test-sirene-warntag-kassel-deutschland-hna-90038049.html

Der Warn­tag war der Rein­fall des Jahres, eigentlich eine Jahrhun­dertkatas­tro­phe! Die Reak­tion aus dem Bun­deskan­zler­amt: Der glück­lose Christoph Unger (SPD) wurde abge­set­zt. Für ihn kam der ahnungslose Armin Schus­ter (CDU). Dessen völ­liges Ver­sagen sehen wir jet­zt. Was er zwis­chen­durch zusam­mengeschus­tert hat, ist Teil der aktuellen Katas­tro­phe. Und dann ist da noch Dorothee Bär (CSU) auf einem „Ver­sorgungsposten“ als Staatsmin­is­terin für Dig­i­tal­isierung im Bun­deskan­zler­amt. Freilich, sie gefällt sich im knall­roten Latex und huldigt ihrer Her­rin: „Angela Merkel ist defin­i­tiv ein Vor­bild für mich. Sie hat es geschafft, in ein­er sehr ruhi­gen, unaufgeregten Art eine ganz andere Art von Macht zu demon­stri­eren.“ Merkel habe als Kan­z­lerin einen kom­plet­ten Poli­tik­wech­sel vol­l­zo­gen. „Das hat unserem Land und der poli­tis­chen Kul­tur sehr gut getan,“ sagte Bär dieser Tage im „Tagesspiegel“. Von Dig­i­tal­isierung der Katas­tro­phen­war­nung lesen wir von der Abge­sandten aus Bay­ern jedoch nichts. Ein Ver­sorgungsposten eben, damit der CDU-CSU-Pro­porz stimmt.

Ver­sagen und Ver­ant­wor­tung und Fragen

Hochwass­er und Fluten gab es zu allen Zeit­en. Dankwart Guratsch notiert im Blick auf das Osterzge­birge: „Ins­ge­samt haben sich Aufze­ich­nun­gen zufolge in den Tälern von Got­tleu­ba und Müglitz in den let­zten 500 Jahren knapp 60 schwere Hochwass­er eignet. … So sin­gulär, wie behauptet wird, sind die aktuellen Sturzflutereignisse als gar nicht. Und die meis­ten von ihnen wer­den immer wieder auf exakt dieselbe Wet­ter­lage zurück­ge­führt: Das Phänomen hat seit 1891 einen Namen: Vb-Wet­ter­lage. Dabei führen Tief­druck­ge­bi­ete extrem feuchte und warme Luft mit hohem Nieder­schlagspoten­zial auf der Zug­bahn vom Mit­telmeer­raum zur pol­nis­chen Ost­seeküste her­an.“ (WELT 2021-07-21).

An den Küsten wur­den seit alter Zeit Deiche gebaut. In den Bergen wur­den den Bächen Flut­ge­bi­ete gelassen. Ich stamme aus einem Wald­hufendorf im Erzge­birge. Die alten Bauergüter lagen weit ober­halb des Weißbach­es und wur­den nie über­flutet. Später wur­den in den Bergre­gio­nen Talsper­ren errichtet, um Dör­fer und Städte zu schützen. Und Heute: Es wird zuge­baut und zube­toniert bis ans Flußufer. Ganze Sied­lun­gen und Gewer­bege­bi­ete wur­den in Niederun­gen geset­zt. Nach dem Mot­to: Wer, wie wir das Weltk­li­ma beherrscht, wird doch auch Sturm und Regen bezwin­gen. Ger­ade die Berg­wälder wur­den ver­ant­wor­tungs­los aufgeschnit­ten, um Wind­kraft zu instal­lieren. Im Sauer­land, in der Eifel und ander­swo sind statt wasser­spe­ich­ern­der Wälder die Win­dräder zu sehen. Hier in der Region wur­den Teile der let­zten deutschen Urwälder geopfert: Habichtswald, Rein­hardtswald und Keller­wald – die Märchen­wälder der Gebrüder Grimm. Die hiesige Zeitung meldet 2012: „300 Wind­kraftan­la­gen drehen sich schon im Regierungs­bezirk Kas­sel — bis zu 1000 neue kön­nten es zwis­chen Diemelsee und Rhön noch wer­den. Regierung­spräsi­dent Dr. Wal­ter Lübke (CDU), pri­vat selb­st Wind­müller, sprach gestern von Gold­gräber­stim­mung. Sein Haus erar­beit­et derzeit die Pla­nungs­grund­la­gen fürs Wind­strom­land Nord­hessen.“ (HNA 2012-04-26). Inzwis­chen sind es viel mehr als 1.000 Wind­mühlen und füllen den „Wind­müllern“ die Taschen. Lübke wurde bun­desweit bekan­nt mit der Forderung zur Flüchtlingspoli­tik: „Da muss man für Werte ein­treten. Und wer diese Werte nicht ver­tritt, der kann jed­erzeit dieses Land ver­lassen, wenn er nicht ein­ver­standen ist.”

Für nur ein Win­drad wer­den mehrere Hek­tar Wald dauer­haft zer­stört. Neue Panz­er­straßen zum Schw­er­trans­port der Ungetüme, riesige Beton­fun­da­mente zum Auf­bau der bis zu 240 Meter hohen Wind­mühlen. Wald­bo­den, der zur Wasser­spe­icherung fehlt. Und noch dieses: Die Win­drad­wälder brem­sen die boden­na­hen Winde. Denn freie Luft und Wolken­zug wird aus­ge­bremst. Auch die schw­eren Regen­wolken ziehen wie gegen eine Wand, wenn auf den Bergen hun­derte Win­dräder das Weltk­li­ma ret­ten. Die Zahl der über 25.000 Wind­mühlen soll in den näch­sten Jahren ver­dop­pelt werden.

Klimapoli­tik ist der Irrsinn unser­er Zeit, wie vor hun­dert Jahren Apartheid und Ras­sis­mus – übri­gens auch damals alles „wis­senschaftlich“ gesichert! Der Tag als der Regen kam, wurde für ganze Regio­nen zur Todes­falle. „Diese Todeszahlen sind nur mit denen der Ham­burg­er Sturm­flut von 1962 ver­gle­ich­bar. Sie sind im inter­na­tionalen Ver­gle­ich für eine mod­erne Indus­trien­ation beispiel­los. Die Hydrolo­gin und Miten­twick­lerin von EFAS, Han­nah Cloke, sprach deshalb in der ‚Sun­day Times‘ von einem ‚mon­u­men­tal­en Sys­temver­sagen‘.“ (WELT 2021-07-22). Übri­gens EFAS, das Europäis­che Hochwasser­aufk­lärungssys­tem, hat­te Tage (!) vor der Katas­tro­phe ziel­ge­nau und mit exak­ter Prog­nose der zu erwartenden Kon­se­quen­zen für die Regio­nen gewarnt. Doch wer ließ sich war­nen? Wer wurde über­haupt erre­icht? Ulrich Dep­pen­dorf, einst Chefredak­teur in der ARD, monierte auf Twit­ter am 15. Juli: „Die schw­er­sten Unwet­ter in Deutsch­land und im ERSTEN der ARD gibt es keinen Bren­npunkt!“ (PAZ 2021-07-23). Und der bekan­nte Schweiz­er TV-Mod­er­a­tor Jörg Kachel­mann am 15. Juli auf Twit­ter: „Ich hätte mich gefreut, wenn es dies­mal anders gewe­sen wäre. Es tut weh, wenn genau die, die die Mit­tel hät­ten, um eine solche Wet­ter­lage 24/7 zu begleit­en, nichts tun um Leben zu ret­ten. Aber sie senden irgen­deinen Scheiß und lassen die Leute ersaufen.“ (PAZ 2021-07-23).

Gedanken zum Schluss

Deutsch­land plant für den näch­sten Som­mer, dass alle Mobil­tele­fone auch ohne App eine SMS-War­nung erhal­ten. Es wird viele Stu­di­en geben und viele staat­sna­he Berater und Agen­turen wer­den davon gut prof­i­tieren. Wir kön­nten auch mor­gen schon von Israel ler­nen: Dort kommt seit Jahren auf hun­derte Meter genau und inner­halb von Sekun­den eine Raketen­war­nung. Daneben tuts auch die gute alte Sirene, die auch nachts Alarm meldet, wenn Leute im Tief­schlaf sind oder das Handy ger­ade irgend­wo liegt. Und noch das:

Früher und erst recht in bib­lis­chen Zeit­en haben sich die Men­schen gefragt: Gott, was hat das mit uns zu tun? Krankheit­en, Kriege, Katas­tro­phen waren immer auch Anlass zum Nach­denken und zur Rückbesin­nung. Der Prophet Amos stellt nüchtern fest: „Geschieht etwa ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht tut?“ (Amos 3,6). Haben wir diesen Blick ver­loren? In der Welt­geschichte und im Schick­sal eines jeden Men­schen han­delt der lebendi­ge Gott – durch Gnade und Gericht. Poli­tik­er set­zen ständig Zeichen. Zeichen gegen „Rechts“, Zeichen gegen die AfD, Zeichen gegen „Kli­maleugn­er“, „Covid­ioten“ und „Quer­denker“. Kann es sein, dass der Schöpfer der Welt und der Herr der Geschichte auch Zeichen set­zt? „So habe ich euch auch den Regen voren­thal­ten, als noch drei Monate waren bis zur Ernte, und ich ließ reg­nen über eine Stadt, und auf die andere Stadt ließ ich nicht reg­nen, ein Ack­er wurde bereg­net, und der andere Ack­er, der nicht bereg­net wurde, ver­dor­rte. Und es zogen zwei, drei Städte zu ein­er Stadt, um Wass­er zu trinken, und kon­nten nicht genug find­en; den­noch seid ihr nicht umgekehrt zu mir, spricht der HERR. Ich plagte euch mit dür­rer Zeit und mit Getrei­de­brand; auch fraßen die Heuschreck­en alles, was in euren Gärten und Wein­ber­gen, auf euren Feigen­bäu­men und Ölbäu­men wuchs; den­noch seid ihr nicht umgekehrt zu mir, spricht der HERR. Ich richtete unter euch Zer­störung an, wie Gott Sodom und Gomor­ra zer­störte, dass ihr wart wie ein Brand­scheit, das aus dem Feuer geris­sen wird; den­noch seid ihr nicht umgekehrt zu mir, spricht der HERR. (Amos 4,7ff).

Jesus erk­lärt seinen Fre­un­den, dass die achtzehn Toten, auf die der Turm zu Siloah fiel, nicht schuldiger waren als andere. „Meint ihr, dass diese Galiläer mehr gesündigt haben als alle andern Galiläer, weil sie das erlit­ten haben? Ich sage euch: Nein; son­dern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle eben­so umkom­men. Oder meint ihr, dass die achtzehn, auf die der Turm von Siloah fiel und erschlug sie, schuldiger gewe­sen seien als alle andern Men­schen, die in Jerusalem wohnen? Ich sage euch: Nein; son­dern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle eben­so umkom­men.“ (Lukas 13,2ff).

Dür­fen wir das heutzu­tage sagen und schreiben: Hält Gott Gericht über ein got­t­los gewor­denes Deutsch­land? Set­zt uns Gott Zeichen und ruft zur Umkehr?

Und zugle­ich bit­ten wir um Gottes her­zlich­es Erbar­men, bit­ten um seinen Trost und um seine Hil­fe in den Flut­ge­bi­eten. Und im Namen und Auf­trag Jesu kön­nen wir helfen wie jen­er Samarit­er, dem Gott einen Zer­schla­ge­nen vor die Füße legte.

Anfangs stand ein Lied; bleibt ein Lied zum Schluss — Ben­jamin Schmol­ck (1672 – 1737)

  1. Herr, höre, Herr, erhöre, bre­it deines Namens Ehre
    an allen Orten aus; behüte alle Stände
    durch dein­er All­macht Hände,
    schütz Kirche, Obrigkeit und Haus.

    2. Ach lass dein Wort uns allen noch fern­er reich­lich schallen
    zu unser See­len Nutz. Bewahr vor allen Rotten,
    die dein­er Wahrheit spotten,
    biet allen deinen Fein­den Trutz.

    3. Gib du getreue Lehrer und unver­drossne Hörer,
    die bei­de Täter sein;
    auf Pflanzen und Begießen lass dein Gedei­hen fließen
    und ernte reiche Früchte ein.

    4. Lass alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen,
    schaff jed­er­mann sein Recht,
    dass Fried und Treu sich müssen in unserm Lande küssen,
    und seg­ne bei­de, Her­rn und Knecht.

    5. Wend ab in allen Gnaden so Feu´r- als Wasserschaden,
    treib Sturm und Hagel ab,
    bewahr des Lan­des Früchte und mache nicht zunichte,
    was deine milde Hand uns gab.

    6. Gib uns den lieben Frieden, mach alle Feind ermüden,
    ver­leih gesunde Luft ,
    lass keine teuren Zeit­en auf unsre Gren­zen schreiten,
    da man nach Brot vergebens ruft.

    7. Die Hun­gri­gen erquicke und bringe die zurücke,
    die son­st verir­ret sein.
    Die Witwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen,
    wenn sie zu dir um Hil­fe schrein.

    8. Sei allen Kindern Vater, den Müt­tern sei Berater,
    den Kleinen gib Gedeihn;
    und ziehe unsre Jugend zur Fröm­migkeit und Tugend,
    dass sich die Eltern ihrer freun.

    9. Komm als ein Arzt der Kranken, und die im Glauben wanken,
    lass nicht zugrunde gehn.
    Die Alten heb und trage, auf dass sie ihr Plage
    geduldig mögen überstehn.

    10. Bleib der Ver­fol­gten Stütze, die Reisenden beschütze,
    die Ster­ben­den begleit
    mit deinen Engelscharen, dass sie in Frieden fahren
    zur ewgen Ruh und Herrlichkeit.

    11. Nun Her, du wirst erfüllen, was wir nach deinem Willen
    in Demut jet­zt begehrt.
    Wir sprechen nun das Amen in unsres Jesu Namen,
    so ist all unser Flehn gewährt.

Losung und Lehrtext für Mon­tag, den 26. Juli 2021:

„Amos sprach: Ach, HERR, sei gnädig! Wie soll Jakob beste­hen? Er ist ja so klein. Da reute es den HERRN. Der HERR sprach: Es soll nicht geschehen!“ (Amos 7,2–3).
„Paulus schreibt: Ich bitte euch nun, vor Gott einzutreten für alle Men­schen in Bitte, Gebet, Für­bitte und Danksa­gung“. (1. Tim­o­theus 2,1)

Juli 2021 ©Egmond Prill – Alle Rechte vorbehalten.
www.egmond-prill.de

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