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Aus der Rei­he Epoch Times Poe­sie — Gedich­te und Poe­sie für Liebhaber

Gro­ßer Gott, wir loben dich

Gro­ßer Gott, wir loben dich;
Herr, wir prei­sen dei­ne Stärke.
Vor dir neigt die Erde sich
und bewun­dert dei­ne Werke.
Wie du warst vor aller Zeit,
so bleibst du in Ewigkeit.

Alles, was dich prei­sen kann,
Che­ru­bim und Seraphinen
stim­men dir ein Lob­lied an;
alle Engel, die dir dienen,
rufen dir stets ohne Ruh
„Hei­lig, hei­lig, hei­lig“ zu.

Hei­lig, Herr Gott Zebaoth!
Hei­lig, Herr der Himmelsheere!
Star­ker Hel­fer in der Not!
Him­mel, Erde, Luft und Meere
sind erfüllt von dei­nem Ruhm;
alles ist dein Eigentum.

Der Apos­tel heil­ger Chor,
der Pro­phe­ten heh­re Menge
schickt zu dei­nem Thron empor
neue Lob- und Dankgesänge;
der Blut­zeu­gen lich­te Schar
lobt und preist dich immerdar.

Dich, Gott Vater auf dem Thron,
loben Gro­ße, loben Kleine.
Dei­nem ein­ge­bor­nen Sohn
singt die hei­li­ge Gemeinde,
und sie ehrt den Heil­gen Geist,
der uns sei­nen Trost erweist.

Du, des Vaters ewger Sohn,
hast die Mensch­heit angenommen,
bist vom hohen Himmelsthron
zu uns auf die Welt gekommen,
hast uns Got­tes Gnad gebracht,
von der Sünd uns frei gemacht.

Durch dich steht das Himmelstor
allen, wel­che glau­ben, offen;
du stellst uns dem Vater vor,
wenn wir kind­lich auf dich hoffen;
du wirst kom­men zum Gericht,
wenn der letz­te Tag anbricht.

Herr, steh dei­nen Die­nern bei,
wel­che dich in Demut bitten.
Kauf­test durch dein Blut uns frei,
hast den Tod für uns gelitten;
nimm uns nach voll­brach­tem Lauf
zu dir in den Him­mel auf.

Sieh dein Volk in Gna­den an.
Hilf uns, seg­ne, Herr, dein Erbe;
leit es auf der rech­ten Bahn,
dass der Feind es nicht verderbe.
Füh­re es durch die­se Zeit,
nimm es auf in Ewigkeit.

Alle Tage wol­len wir
dich und dei­nen Namen preisen
und zu allen Zei­ten dir
Ehre, Lob und Dank erweisen.
Rett aus Sün­den, rett aus Tod,
sei uns gnä­dig, Her­re Gott!

Herr, erbarm, erbar­me dich.
Lass uns dei­ne Güte schauen;
dei­ne Treue zei­ge sich,
wie wir fest auf dich vertrauen.
Auf dich hof­fen wir allein:
Lass uns nicht ver­lo­ren sein.

Der Text ist eine Über­tra­gung des latei­ni­schen Te Deum aus dem 4. Jahr­hun­dert, 1771 von Ignaz Franz ver­fasst. Die um 1776 in Wien ent­stan­de­ne Melo­die wur­de im Jah­re 1852 von Hein­rich Bone umgeschrieben.

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