Quel­le: ansa​ge​.org

Und wie­der hat sich eine Iko­ne unse­rer Jugend, ein ver­meint­lich authen­ti­scher Rebell und Frei­geist der wil­den Sieb­zi­ger, gänz­lich unglaub­wür­dig gemacht und schlag­ar­tig sein eige­nes Andenken rui­niert: Die Per­ver­si­on des Begriffs „Frei­heit“, die Mari­us Mül­ler-Wes­tern­ha­gen 35 Jah­re nach Ver­öf­fent­li­chung sei­nes gleich­na­mi­gen spä­ten Kult­songs nun im Zusam­men­hang mit der Imp­fung auf Insta­gram offen­bart hat, lässt nicht nur dar­an zwei­feln, ob er über­haupt je begrif­fen hat, was Frei­heit eigent­lich ist und wor­über er damals gesun­gen hat. Son­dern MMW stellt sei­ne Hym­ne damit auch in den Dienst einer neu­en Gesund­heits­skla­ve­rei, in der die Regie­rung defi­niert, wer „frei“ sein darf: nur mehr Geimpf­te oder stets aufs neu­es­te Update getrack­te Geboos­ter­te näm­lich, die dann „frei“ sind von Aus­geh- und Ein­lass­be­schrän­kun­gen, frei von Coro­na-Maß­nah­men, frei von Berufs- und Rei­se­ver­bo­ten. 1987 war Frei­heit für Wes­tern­ha­gen noch „das ein­zi­ge, was zählt„. Heu­te ist dies die Imp­fung – und Frei­heit ein an Bedin­gun­gen geknüpf­ter Gna­den­akt auf Wider­ruf für kon­for­mis­ti­sches Wohl­ver­hal­ten. (Wei­ter­le­sen)

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